Eine junge, politisch unerfahrene Frau wird künftig Rom regieren: Die Wählerinnen und Wähler haben genug vom mafiösen Establishment. Italien-Korrespondent Franco Battel ordnet die Protestwahl im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann ein.Verkehrschaos, Müll und Wohnungsnot: Rom steht punkto Lebensqualität auf den hintersten Rängen in Europa. Die Ewige Stadt wurde über Jahrzehnte von einer unfähigen Polit-Kaste heruntergewirtschaftet. Nun will eine 37-jährige Frau den Laden ausmisten: Virginia Raggi von der Protestbewegung Cinque Stelle verspricht einen radikalen Wandel. Deren Wahl sei eine klare Protestwahl, sagt SRF-Italienkorrespondent Franco Battel. Raggi wirke frisch, unverbraucht. Das komme an in einer Stadt mit einer abgehobenen Politikerkaste. «Jetzt ist wichtig, dass Raggi die richtigen Leute anstellt, die sie unterstützen. Leute, denen sie vertraut.»