
Sign up to save your podcasts
Or


Ist Kirche in der heutigen Zeit eigentlich noch relevant? Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft - und welche Aufgabe sollte sie erfüllen? Pfarrer Rainer Maria Schießler hat klare Antworten auf diese Fragen und weicht in seinem täglichen Leben doch oft weit von den klassischen Normen der Kirche ab. Seine Gottesdienste sind stets gut besucht, seine Popularität weit über die Stadtgrenzen Münchens hinaus groß.
Seit über 30 Jahren verkündet er das Wort Gottes und ist dabei doch ein ganz besonderes Exemplar seiner Zunft. Der gerade 60 Jahre alt gewordene katholische Pfarrer segnet homosexuelle Paare, produziert einen eigenen Podcast, schreibt Bücher, fährt Motorrad, lebt mit einer Frau zusammen und arbeitet seit Jahren in der Festhalle Schottenhamel auf dem Oktoberfest in München, um alles, was er dort einnimmt, an ein Hilfsprojekt zu spenden.
Im Gespräch gibt er spannende Einblicke in sein persönliches Verständnis von Kirche und Glauben. Er erklärt, warum eine starke, zusammenhaltende Gemeinde gerade in der heutigen Zeit wichtig wäre und warum es wichtig ist, niemanden in eine Religion hineinzuzwingen.
Christian Schottenhamel gehört zu den wohl bekanntesten Münchner Wirten. Zusammen mit seinem Cousin betreibt er die Festhalle Schottenhamel auf dem Oktoberfest, die es, in verschiedenen Entwicklungsformen, nun schon seit mehr als 150 Jahren gibt. Seine Familie hat die Münchner Gastronomiegeschichte maßgeblich mitgeprägt. Er ist heute auch Wirt des Paulaner am Nockherberg, einer der größten Gaststätten der Stadt und Schauplatz des berühmtesten Starkbierfestes der Welt, sowie der Menterschwaige, die neben großartigem bayerischen Essen auch einen wunderschönen Biergarten bietet.
Wir haben mit dem gebürtigen Münchner über die Wiesn-Geschichte seiner Familie, die Folgen der Pandemie und gutes, bayerisches Essen gesprochen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Partner dieser Episode: Giesinger Bräu. Die siebte Münchner Brauerei kennen unsere Hörer bereits aus der Folge mit Steffen Marx im vergangenen Juli. Wer die Biere gerne einmal selbst verkosten möchte, kann sie sich bequem über den Online-Shop unter giesinger-shop.de für Zuhause bestellen.
Jan Weiler, geboren 1967 in Düsseldorf, ist ein erfolgreicher deutscher Journalist und Schriftsteller. Von 2000 bis 2005 war er, gemeinsam mit Dominik Wichmann, Chefredakteur des SZ Magazins der Süddeutschen Zeitung. Nachdem er für ein Italien-Sonderheft im Jahr 2002 einen vierseitigen Artikel über seine persönlichen Erlebnisse mit seinem italienischen Schwiegervater schrieb, wurde er dazu überredet, daraus ein Buch zu machen - das Ergebnis war der Überraschungserfolg und Bestseller "Maria ihm schmeckt's nicht".
In den folgenden Jahren veröffentlichte er eine ganze Reihe von Bestsellern, die teilweise auch verfilmt wurden. Sein neuestes Werk "Ältern" dreht sich um Eltern, deren Nachwuchs langsam aber sicher keine Aufsicht mehr benötigt und sich selbstständig macht, also selbst Erwachsen wird.
Wir haben mit ihm über sein neuestes Werk, seine COVID-19-Erkrankung im März und die erfolgreiche Suche nach einem gesunden Arbeitspensum gesprochen.
Die zehnte Folge Gin And Talk ist eine ganz besondere – auch deshalb, weil wir für das Gespräch erstmals unsere gewohnte Bar-Atmosphäre verlassen haben, um einen ganz besonderen Menschen zu treffen: Dr. h.c. Charlotte Knobloch.
1932 in München geboren, erlebte sie die Novemberprogrome 1938 als 6-jähriges Mädchen. Als sie in der Nacht vom 09. auf den 10. November die Alte Synagoge in der Herzog-Rudolf-Straße in München brennen sah, war ihr schnell klar, dass nichts je wieder so sein wird, wie es war. Eine ehemalige Hausangestellte ihres Onkels rettete Charlotte Knobloch vor der Deportation in das Konzentrationslager Ghetto Theresienstadt – sie nahm das Mädchen auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf und gab es als ihr eigenes, uneheliches Kind aus. Drei Jahre später kehrte sie mit ihrem Vater Fritz Neuland nach München zurück.
Knobloch widmete ihr Leben in verschiedensten Positionen dem Wiederaufbau eines sicheren und guten jüdischen Lebens in Deutschland und der Welt. Seit 1985 ist sie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und setzte sich in dieser Funktion mit großem Engagement für den Bau des neuen Jüdischen Zentrums in der bayerischen Landeshauptstadt ein. Von 2005 bis 2013 war sie Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses, von 2003 bis 2010 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und vom 07. Juni 2006 bis zum 28. November 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Der aufkeimende Judenhass bereitet der überzeugten Optimistin große Sorgen – wir haben über Ursprünge, Lösungsansätze und die Verantwortung von Gesellschaft und Politik gesprochen.
Wenn es in München um exzellente Gourmetküche geht, ist Jan Hartwig längst omnipräsent. Im Restaurant Atelier im Hotel Bayerischer Hof erkochte er 2015 zunächst zwei, seit 2017 drei Sterne im Guide Michelin – der Höchstwertung, die in der bayerischen Landeshauptstadt vor ihm zuletzt Eckart Witzigmann bekam.
Hartwig wurde 1982 in Helmstedt in eine Gastronomiefamilie geboren und war schon früh davon überzeugt, selbst Koch werden zu wollen. Ein Ziel, das er mit aller Konsequenz verfolgte. Nach spannenden Stationen in überaus erfolgreichen Restaurants, darunter viele besternte Adressen, übernahm er im Jahr 2014 schließlich die Position des Küchenchefs im Restaurant Atelier.
Seine Arbeit verrichtet er mit einem sehr hohen Anspruch an sich selbst. Dabei verliert er nie das Auge für exzellente Zutaten und hohe Qualität bei der Verarbeitung. Bei der Verarbeitung von Fleisch liegt im besonders auch das Tierwohl am Herzen – ein wichtiges Thema, über das wir, unter anderem, ausführlich mit ihm gesprochen haben.
Für den gebürtigen Schweizer Patrik Muff war schon früh klar, dass sein Herz für Schmuck schlägt. Bereits als Kind bastelt er viel, wächst in einem kunsthandwerklichen Haushalt auf, die Mutter ist Keramikmalerin, der Vater ist Möbelschreiner.
Mit 14 verließ er die Schule und machte eine Ausbildung zum Goldschmied. Im Alter von 23 ging er nach Köln, um an der TH Köln als Meisterschüler Freie Kunst zu studieren. Zusammen mit Freunden eröffnete Muff in dieser Zeit eine eigene Bar in der Kölner Innenstadt, die schnell zu einem Treffpunkt für Künstler und Galeristen avancierte.
Mitte der 1990er Jahre plante er eine Weltreise, kaufte sich einen gelben VW-Bus mit Hochdach und richtete sich darin einen Goldschmiedeplatz ein. Von Köln fuhr er über Amsterdam nach München, mit dem Ziel, von dort aus weiter in Richtung Süden zu ziehen. Viel von der Welt sah er bei dieser Reise dann jedoch nicht – er blieb dann ungeplant in München hängen und eröffnete dort sein eigenes Atelier.
Patriks Schmuck ist punkig, kantig, rough, immer hochwertig und mit einer Botschaft. Die Bandbreite seiner Motive ist mit 1500 Formen und Stücken wahnsinnig vielfältig, sie reicht von Herzen und Ankern bis hin zu Käfern und Essstäbchen. Am meisten haben es ihm jedoch Schädel und Totenköpfe angetan, wie er sie schon zu einer Zeit in Köln bei Konzerten hinter der Bühne an Bandmitglieder bekannter Rockbands verkaufte.
Patrik hatte schon immer eine ausgeprägte Sammelleidenschaft, die er nicht Zuhause, sondern in seinem Atelier auslebt. In seiner Jugend sammelte er Toaster oder Holzstücke, mittlerweile konzentriert er sich vor allem auf Schädel und Geweihe die sämtliche Wände des Ateliers zieren. Auch alte Porträts nimmt er aus dem einen oder anderen Antiquitätengeschäft mit, um dann mit einem weißen Stift Käferkörper über die Gesichter der Menschen zu zeichnen und diese so zu verfremden. Die dabei entstandenen Werke schafften es sogar schon bis in eine Galerie in Hongkong.
Heute gehört Patrik Muff zu den bekanntesten Schmuckdesignern im deutschsprachigen Raum und hat sich längst auch international einen Namen gemacht.
Charles Schumann, geboren 1941 in Kirchenthumbach in der Oberpfalz, ist DIE deutsche Barlegende. Jeder der sich irgendwann einmal mit Barkultur oder Cocktails beschäftigt hat, kennt seinen Namen. Auch wenn sein Start in das Berufsleben erst einmal nach ganz anderen Zielen aussah. Erst in den 1970er Jahren landete er im Nachtleben und der Gastronomie. Nach einigen Startionen kehrte er 1973 nach München zurück und lebte dort seine Leidenschaft für gute Drinks aus.
Zunächst arbeitete er an der legendären Harry's New York Bar, bis ihn seine Stammgäste im Jahr 1982 schließlich überredeten, mit der Schumann's American Bar eine eigene Bar zu eröffnen. Seine Barbücher wurden zu internationalen Bestsellern und sind heute unverzichtbare Standardwerke eines ganzen Berufszweiges.
Im Gespräch sprach er über sein persönliches Leben, seine Inspirationsquellen, Ziele und Reisen rund um den Globus.
Rosalie Thomass gehört zu einer besonders spannenden Generation selbstbewusster und beeindruckend talentierter Schauspielerinnen. Einem breiteren Publikum wurde die gebürtige Münchnerin durch ihre Arbeit in Marcus H. Rosenmüllers Trilogie „Beste Zeit“, „Beste Gegend“ und „Beste Chance“ bekannt. Zuletzt war sie in „Eine ganz heiße Nummer 2.0“ und „Die Känguru-Chroniken“ im Kino zu sehen.
Sie wurde unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis, Bayerischen Filmpreis, Deutschen Fernsehpreis und Grimme-Preis ausgezeichnet und ist regelmäßig in spannenden Rollen in Film und Fernsehen zu sehen.
Wir haben mit ihr über ihr Leben als Schauspielerin gesprochen, darüber, wie Corona ihr Leben beeinflusst und warum sich echte Gleichberechtigung immer noch nicht durchgesetzt hat.
Steffen Marx ist ein echter Entrepreneur. Selbst würde er sich so vermutlich niemals bezeichnen, doch die Geschichte rund um Gründung und Aufbau von Giesinger Bräu ist eine Unternehmerstory wie aus dem Bilderbuch. In einer Doppelgarage in Untergiesing startete er Mitte der 2000er mit seiner Vision, heute braut er an zwei Braustätten mit einer Gesamtkapazität von 30.000 Hektolitern Bier - und zählt, dank eigenem Brunnen auf Münchner Stadtgebiet, damit nun offiziell als echte Münchner Brauerei.
Schon im Alter von nur 15 Jahren stand Chris Schmidt-Sánchez hinter dem Bartresen und bediente seine ersten Gäste. Heute ist er Barchef der M’Uniqo Rooftop Bar im Andaz Hotel in München und ist als Traveling Bartender auf Instagram aktiv. Aufgewachsen in Belgien, ist er über einige internationale Stationen schließlich nach München gekommen, lässt sich aber nach wie vor gerne auf zahlreichen Reisen inspirieren.
Bei uns spricht er über seinen Werdegang und darüber, wie er zu seinem heutigen Job in einer der hipsten Rooftop-Bars mit 360° Blick die bayerische Landeshauptstadt kam. Außerdem begeben wir uns auf einen wilden Ritt durch die Barkultur von München über London und Paris bis nach Helsinki. Dabei hangeln wir uns vom trendigen Gin zu lateinamerikanischen Spirituosen, welche hier kaum zu finden sind, zu der ungeahnten Komplexität von Tequila und Mezcal und der Feinheit von japanischem Sake.
From the publisher's feed

104 Listeners

185 Listeners

49 Listeners

0 Listeners

44 Listeners

84 Listeners

73 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

310 Listeners

55 Listeners

143 Listeners

42 Listeners

15 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

17 Listeners

7 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

15 Listeners

14 Listeners