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Die einen bezeichnen die Europäische Investitionsbank als eine mächtige Allzweckwaffe der EU - die anderen kritisieren die Bank als ineffizienten Koloss. Klar ist, dass die EIB mehr als 66 Milliarden Euro für die Finanzierung von Hightech-, Klima und anderen Projekten zur Verfügung hat - und damit eine wichtige Rolle beim Umbau der europäischen Wirtschaft spielt. In vielen Zukunftsfeldern ist die EIB der wichtigste große Finanzier, über den Europäischen Investitionsfonds steckt das Institut Milliarden Euro in Start-ups.
Aber wie geht das Institut mit Sitz in Luxemburg dabei eigentlich vor? Was ist die Haltung der EIB zur aktuellen Debatte über Atomstrom? Wie blickt Hoyer auf den Tech-Wettstreit zwischen den USA und China? Wie will die EIB den grünen Umbau vorantreiben?
All das diskutiert Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes in der neuesten Folge des Podcasts Handelsblatt Disrupt mit EIB-Chef Werner Hoyer. Er leitet das Institut seit zehn Jahren - und ist ein Urgestein der deutschen Politik. In seiner ersten Karriere war Hoyer unter anderem FDP-Generalsekretär und stellvertretender Außenminister.
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Diese Woche war viel von Zukunft die Rede, von Aufbruch - und davon, wie die neue Bundesregierung das Land umbauen will. “Mehr Fortschritt wagen”, steht über dem neuen Koalitionsvertrag. Aber was bedeuten die Pläne der neuen Ampel-Koalition wirklich für Innovationen, Wachstum und die Zukunft dieses Landes?
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Sich unterhalten wie beim Mittagessen, nur mit eingeschaltetem Mikrofon – so beschrieb Medienunternehmer Philipp Westermeyer ein gelungenes Podcast-Interview. Mit seinem Unternehmen „Online Marketing Rockstars“ (OMR) hat er eine der größten Konferenzen Europas aufgebaut – und machte in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro Umsatz. In fünf Jahren sollen es 50 Millionen Euro sein.
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Die Autoindustrie steht laut den Chefs von Volkswagen, BMW und Daimler vor der größten Transformation in der Geschichte. Ihr wesentlicher Treiber ist der Wandel zur Elektromobilität. Auf dem Auto-Gipfel des Handelsblatts diskutieren sie mit Handelsblatt-Chef Sebastian Matthes über den Verbrenner-Ausstieg.
Daimler-Chef Ola Källenius erklärte, bis 2035 auf emissionsfreie Autos zu setzen. Damit stimmte er der Erklärung der Weltklimakonferenz zu emissionsfreien Fahrzeugen zu. „Die Glasgower Erklärung steht nicht im Konflikt mit dem, was wir bereits gesagt haben“, sagte Källenius. „Dieses Statement kreiert eine Art Momentum. Unternehmen müssen den politischen Prozess flankieren." Es könne kaum ein größeres Bekenntnis geben, als wenn ein Autohersteller das gesamte Kapital und alle Entwicklungsressourcen in eine neue, CO2-freie Technologie stecke. Er kündigte zudem an, dass Daimler Hybridfahrzeuge bis Ende des Jahrzehnts auslaufen lassen werde.
Volkswagen-Chef Herbert Diess konterte: „Es kann auch 2035 sinnvoll sein, in Lateinamerika mit nachwachsenden Rohstoffen Auto zu fahren. Dafür braucht man Verbrenner.“ Die seien dann klimaneutral. Die Hauptmarke VW will zwischen 2033 und 2035 in Europa aus dem Geschäft mit Verbrennern aussteigen, in den USA und China etwas später.
BMW-Chef Oliver Zipse hob zwar die Elektroinitiative von BMW heraus. Zugleich lehnte er aber auch sehr deutlich Verbote ab: „Schnelles Verbieten sorgt nur dafür, dass diese Technologie zum Schaden der Umwelt nicht mehr weiterentwickelt wird”, sagte Zipse. Außerdem betonte er: „Es geht nicht nur um die Emissionen des Fahrzeugs, sondern um den gesamten Footprint der Industrie.“
Trotz der Debatte um seine Person sagte Diess, er fühle sich ausreichend bei der Transformation des Konzerns unterstützt, und sei sich sicher, in einem Jahr noch VW-Chef zu sein. Zugleich gestand er aber: „Wir müssen natürlich das Unternehmen verändern und dazu gehört es, Strukturen aufzubrechen. Die Notwendigkeit des Wandels ist nicht immer allen gleich präsent. Das Unternehmen in Frieden zu lassen, wäre gefährlich für alle.“
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Yuval Noah Harari spricht im Podcast Handelsblatt Disrupt mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes über die Welt nach Corona, die Klimakrise und den Technologie-Wettstreit der Supermächte China und USA. Wer die Kontrolle über Künstliche Intelligenz habe, sagt der Historiker, „kontrolliert die Welt“.
Die Menschheit stehe laut Harari vor massiven Transformationen. Was muss geschehen, damit Europa im globalen Wettstreit der Tech-Supermächte nicht zerrieben wird? Wie entstehen Technologien, die den Menschen wirklich dienen – und nicht umgekehrt? Wie sollten Staaten zusammenarbeiten, um die großen Krisen der Zukunft zu bewältigen? Lässt sich die Klimakrise noch abwenden? Das waren die zentralen Fragen des Gesprächs, das beim Giga Gipfel von Handelsblatts, WirtschaftsWoche, Tageespiegel, ada und Vodafone in Sölden als Live-Podcast aufgezeichnet wurde.
Disruptive Technologien wie KI haben dabei geholfen, innerhalb kürzester Zeit einen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, Krankheiten frühzeitig zu diagnostizieren und die passende Therapie zu finden, sagt Harari. Doch sie schafften zugleich die Grundlage für permanente Überwachung. Bislang dominieren die großen Digitalkonzerne aus China und den USA den Weltmarkt, warnt er. Europa spiele in dem Feld keine Rolle.
Doch es sei noch nicht zu spät: Europa könne immer noch zum dritten Machtzentrum in der neuen Datenökonomie werden. Dabei gehe es um nicht weniger als eine neue industrielle Revolution: Wer am Ende die Macht über Künstliche Intelligenz habe, „kontrolliert die Welt“, sagt er.
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Nach fast zehn Jahren gibt Bosch-Chef Volkmar Denner sein Amt Ende des Jahres auf. Kurz vor seinem Abschied diskutiert der Quantenphysiker mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes über die Transformation seines Unternehmens. Bosch beschäftigt immer noch Abertausende Spezialisten für traditionelle Antriebstechniken. Welche Zukunft haben sie? Welche Rolle werden Verbrennungsmotoren für das Unternehmen in den nächsten Jahren noch spielen? Lassen sich Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umschulen?
Außerdem spricht Denner über seine Vision für autonomes Fahren (es kommt, aber anders als viele dachten), erklärt, warum Quantencomputer für die deutsche Wirtschaft so wichtig sind, und er argumentiert, weshalb er E-Fuels und Wasserstoff auch im Verkehr weiterhin für eine gute Idee hält.
Doch Bosch, das zeigt das Gespräch, ist mehr als Antriebe: Früher als andere Zulieferer setzten die Stuttgarter auf Software und heuerten Experten für Künstliche Intelligenz an. Sensoren des Unternehmens stecken zum Beispiel in vielen gängigen Smartphones. Zudem stecken die Stuttgarter viel Geld in die Chip-Produktion, “wir werden im nächsten Jahr 400 Millionen Euro zusätzlich in die Chipfertigung investieren“, kündigte Denner an. Und das nur vier Monate, nachdem Bosch in Dresden zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die modernste Chipfabrik des Kontinents eröffnet hat. Mit über einer Milliarde Euro war das die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.
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Erotikshop-Gründerin Lea-Sophie Cramer, Heizungsbauer Max Viessmann und Fußballweltmeister Mario Götze haben eines gemeinsam: Sie haben ihr Geld dem Visionaries Club anvertraut, einer jungen Investmentfirma, die einerseits Start-ups finanziert, andererseits den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Gründern, Investoren, Unternehmern und Politikern verbessern will. Einer der Mitgründer Visionaries Club ist Robert Lacher, der vor 7 Jahren Amaze gegründet hat, ein Mode-Portal, das er später an Zalando verkaufte. Seitdem ist er als Investor aktiv.
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Thomas von der Ohe hat das Autonome Fahren vorerst aufgegeben. Stattdessen arbeitet der ehemalige Manager von Zoox, einem der führenden Silicon-Valley-Unternehmen im Autonomen Fahren, jetzt an Autos mit Fernsteuerung. Die sollen schneller auf die Straße kommen, in der Entwicklung viel billiger sein und vor allem auch ganz schnell Umsätze generieren. Schon im nächsten Jahr sollen sie in Hamburg für einen Mietwagenservice eingesetzt werden, bei dem sogenannte Telefahrer die Fahrzeuge aus der Ferne zu den Kunden lenken.
Im Podcast sprechen Thomas von der Ohe und Handelsblatt-Reporterin Larissa Holzki über die Sicherheit der Technologie, die Herausforderungen bei Entwicklung und Zulassung und die Frage, wie man damit Geld verdienen kann.
Vor dem Gespräch beantwortet Auto-Repoter Roman Tyborski die wichtigsten Fragen zum Autonomen Fahren. Wann kommen die vollautonomen Fahrzeuge? An welchen Fahraufgaben scheitern die Robo-Autos heute noch? Und werden die Techkonzerne das Rennen gewinnen oder doch die alte Autoindustrie? Auch zu den Chancen von Teledriving wagt der Experte eine Prognose.
Tipp: Wer noch mehr über das Unternehmen Vay erfahren möchte, kann hier auch den Bericht über eine Probefahrt nachlesen, die Larissa Holzki und Handelsblatt-Vize-Chefredakteur Peter Brors unternommen haben.
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Die Geschichte von Francoise Brougher ist keine von der gläsernen Decke. Die Französin war ganz oben, Topmanagerin eines der bekanntesten Internetunternehmen des Silicon Valley. Als Chief Operating Officer (COO) von Pinterest sollte sie dessen Werbegeschäft weiterentwickeln und das Unternehmen so fit für den Börsengang machen. Die Hälfte der 1500 Mitarbeiter berichteten an die Ex-Google-Managerin.
Und doch ist die Geschichte von Francoise Brougher eine von Sexismus, der in vielen, oft versteckten Varianten existiert und der Frauen auf allen Karrierestufen begegnet. Von Sexismus im Silicon Valley – in den scheinbar modernsten Unternehmen der Welt, bei denen sich die Kumpelkultur als Diversitätshindernis entpuppen kann. Und es ist eine Geschichte davon, wie sich Frauen immer häufiger dagegen wehren.
Brougher wurde schrittweise von ihren männlichen Kollegen demontiert, sie wurde für wichtige Meetings nicht mehr eingeladen, bleib bei Entscheidungen außen vor. Schließlich feuerte Pinterest die gebürtige Französin - trotz großer Erfolge - nach zwei Jahren. All das machte sie öffentlich.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zahlte Pinterest 20 Millionen Dollar an Brougher, 2,5 Millionen Dollar an Förderprojekte für Frauen und Minderheiten – die größte Summe in einem Diskriminierungsfall, die das Silicon Valley bis dahin je gesehen hat.
Im Podcast spricht Brougher über Sexismus in der Tech-Branche, ihre Zukunftspläne - und darüber, wie sich das Silicon Valley gerade verändert.
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Er war mehr als 17 Jahre bei der Polizei und später als oberster Verhandlungsführer beim Bundesinnenministerium tätig. Dabei hat Matthias Schranner in den heikelsten Situationen mit Geiselnehmern und Erpressern verhandelt.
Heute berät Schraner internationale Organisationen, CEOs und Politikerinnen und Politiker bei Verhandlungsstrategien. Dafür hat er das Schranner Negotiation Institute gegründet. Im Podcast Handelsblatt Disrupt erklärt der Ex-Polizist, wer bei den Sondierungsgesprächen in Berlin am geschicktesten vorgeht, wie sich CDU-Chef Armin Laschet mit einem falschen Wort geschadet hat, weshalb die Deutschen generell so schlecht verhandeln - und warum eine Verhandlung erst in einer Sackgasse richtig losgeht.
Dabei, so Schranner, könne man durchaus auch von Kindern und Donald Trump lernen.
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