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Im Jahr 2021 stieg Sara Weber aus ihrem Führungsjob aus. Bis dahin war sie Redaktionsleiterin bei der Karriereplattform LinkedIn gewesen, zuständig für den deutschsprachigen Raum. Nun wurde sie Autorin, schrieb ein Buch mit dem Titel: „Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?“.
Seitdem ist Weber eine der gefragtesten Publizistinnen des Landes, wenn es um eine bestimmte Frage geht: Wie können wir den Wandel der Arbeitswelt sinnvoll gestalten? Wer darauf Antworten geben will, muss im Jahr 2024 auch den Einfluss mit bedenken, den Künstliche Intelligenz (KI) auf die Berufswelt hat. Denn er wird gewaltig sein, sagt Sara Weber.
Beim Summer Camp der Handelsblatt Media Group in München hat Weber genau darüber mit Handelsblatt-Karrierechefin Julia Beil gesprochen. Pünktlich zum Erscheinen ihres zweiten Buchs „Das kann doch jemand anderes machen“ beleuchten die beiden in einer Live-Aufzeichnung des Handelsblatt-Podcasts „Rethink Work“, was die rasant voranschreitende Entwicklung von generativer KI für die Arbeitswelt bedeutet.
Im Gespräch hören Sie, was wir aus den Fehlern lernen können, die die Menschheit bei der Einführung früherer technologischer Revolutionen gemacht hat; welche besondere Rolle Führungskräften in der KI-Transformationen zukommt; und weshalb es für Weber essenziell ist, dass erschöpfte Berufstätige nicht noch erschöpfter werden, weil sie immer neue Aufgaben zugewiesen bekommen. Außerdem verrät Sara Weber, welche Bedingungen es braucht, damit KI zum Sinnstifter der Arbeitswelt wird – und nicht zum Jobkiller.
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Die junge Generation will nicht arbeiten, die alte Generation versteht nichts von Technik und generell war früher alles besser: Gefühlt vergeht keine Woche, in der nicht auf die verschiedenen Generationen geschimpft wird.
Seiner Forschung zufolge gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Altersgrenzen mit bestimmten Charaktereigenschaften einhergingen. „Letztendlich geht es hier um eine ganz geschickte Verpackung von Stereotypen, vor allen Dingen gegenüber jüngeren Menschen, aber auch gegenüber Älteren“, sagt Zacher. Mit diesen Stereotypen würden Beraterfirmen Geld verdienen, Medien Aufreger schaffen – nur die dringend benötigten Veränderungen am Arbeitsmarkt würden dadurch nicht geschaffen.
„Wir müssen Arbeit für alle besser machen. Die Jüngeren von heute sind die Alten von morgen“, sagt er. Die sollten gerne, motiviert, länger und auch besser arbeiten wollen. „Aber das ganze Generationenkonzept kann man da aus meiner Sicht ohne Verluste rausstreichen“, sagt Zacher.
Welche Faktoren aus seiner Sicht tatsächlich Auswirkungen auf unsere Arbeitsweise haben, warum Diskriminierung von älteren Arbeitnehmern ein unterschätztes Thema ist und ob Hannes Zacher aller Wissenschaft zum Trotz auch gerne mal über die Gen Z lästert, erfahren Sie in der aktuellen Folge Handelsblatt Rethink Work.
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Adam Grant ist Organisationspsychologe, Bestseller-Autor und gilt als einer der zehn einflussreichsten Management-Denker der Welt. Der junge Forscher aus den USA untersucht, wie Menschen Motivation und Bedeutung im Leben finden und Annahmen überdenken können, um ein kreatives und erfülltes Leben zu führen. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang: vom World Economic Forum wurde er als Young Global Leader ausgezeichnet und er stand unter anderem auf der Fortune „40 under 40“ Liste .
In dieser Folge von Handelsblatt Rethink Work spricht Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes mit Adam Grant nicht nur über seinen beeindruckenden Lebenslauf, sondern auch darüber, warum wir Talent oft überschätzen und harte Arbeit und Leidenschaft unterschätzen.
Grant betont, dass anfängliche Schwierigkeiten nicht das Endresultat vorhersagen: „Oftmals sind die Menschen, die anfangs die größten Schwierigkeiten haben, diejenigen, die am meisten lernen und wachsen.“ In seinem neuen Buch „Hidden Potential“ beschäftigt sich Grant mit der Frage, wie wir das Potenzial, das in jedem von uns schlummert, entfaltet können. Dabei misst er Fehlern und wie sie zum Lernen beitragen, eine hohe Bedeutung zu. „Wenn man Angst hat, Fehler zu machen, bedeutet das, dass man nichts Neues ausprobieren wird. Und das bedeutet, dass es sehr schwer sein wird, originelle Ideen zu entwickeln“, warnt Grant. Er plädiert dafür, eine Kultur zu schaffen, in der Fehler als Lernmöglichkeiten angesehen werden - und nicht als Misserfolge.
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Bundesliga-Profi, österreichischer Nationalspieler und jetzt Unternehmer und Podcast-Host: Martin Harnik hat schon verschiedene Jobs ausprobiert. Irgendwann hat er gemerkt: Seine Erfahrungen mit verschiedenen Trainingsstilen und was man aus der Gruppendynamik einer Fußballmannschaft lernen kann, interessieren auch Menschen abseits des Fußballplatzes. Deshalb hält der 37-Jährige mittlerweile auch Vorträge vor Unternehmen über die Parallelen zwischen Büro und Kabine.
Was ihm dabei auffällt: Auch im Fußball sind die Hierarchien flacher geworden. „Eine Sache, an der ich mich total störe und gegen die ich total bin. Ich finde, Hierarchien sind wichtig und sollten auf keinen Fall abgeschafft werden", sagt Harnik im Gespräch mit Handelsblatt Digitalchefin Charlotte Haunhorst. Dabei müsse allerdings jedem klar sein, was die eigene Rolle ist – mit entsprechenden Ausnahmen.
Als Beispiel dafür führt Harnik den lange als enfant terrible abgestempelten österreichischen Nationalspieler Marko Arnautović. „Er ist immer wieder eskaliert. Ist ausgetickt, hat sich über die Mannschaft gestellt. (…) Das kommt natürlich miserabel an. Und dann kam ein Trainer, Marcel Koller, ein Schweizer. Der hat Marco verstanden, hat Marco Freiheiten eingeräumt. (…) Und in dem Moment, wo Marco sich verstanden gefühlt hat, hat er auch eine bessere Leistung gebracht.“
Harniks Lehre daraus ist, wie wichtig es im Fußball und Beruf ist, kommunikativ zu bleiben und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen – auch wenn das manchmal eine Extrawurst bedeutet. „Der eine braucht ein Vier-Augen-Gespräch, dem musst du halt die Dinge schon klar benennen, aber auf eine sanfte Art und Weise. Dann braucht der andere den ,Arschtritt' vor der ganzen Mannschaft.“
Was für ein Chef aus Harniks Sicht Julian Nagelsmann ist, wie er mit Typen wie Huub Stevens und Alexander Zorniger klar kam und inwiefern Fußball wirklich ein Teamsport oder eine Ansammlung großer Egos ist, erzählt Martin Harnik in der aktuellen Folge Handelsblatt Rethink Work.
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„Mögen die anderen mich? Habe ich meinen Job zurecht? Mache ich das richtig?“ Das sind alles Fragen, die sich die meisten Menschen schon einmal im Beruf gestellt haben. Die Neurowissenschafterin und Psychologin Laura Wünsch berät mit ihrer Consulting-Firma Menschen und Unternehmen genau bei diesen Fragen – aber aus der naturwissenschaftlichen Perspektive.
Im Handelsblatt-Podcast Rethink Work sagt sie zu Gastgeberin Charlotte Haunhorst: „Am Schlimmsten ist zu glauben, was man denkt.“ Der Mensch denke nämlich einen Großteil seiner Zeit negative Gedanken, „Shit FM“ nennt Wünsch das. Man sei gefangen in Gedankenschleifen, was andere gerade über einen denken – dabei sei meistens die Antwort: nichts. Der Schmerz, den die Menschen dabei empfinden, sei aber real. „Das Gehirn macht keinen Unterschied zwischen ‚Ich werde nicht gemocht‘ und ‚Ich passe hier nicht rein‘. Es geht in denselben Bereich wie Schmerz oder wenn uns jemand vors Schienbein tritt.“
Gleichzeitig beobachtet Wünsch bei vielen ihrer Klientinnen und Klienten mittlerweile den Wunsch, ihre Gefühle einfach an- und abstellen zu können. „Aber wir Menschen sind keine Toaster“. Stattdessen müssten wir lernen, auch mit negativen Gefühlen zu leben. „Die einzige Emotion, die uns wirklich Sorge machen sollte, ist Gleichgültigkeit“, sagt Wünsch.
Warum sich vor den Spiegel zu stellen und zu sagen „Ich bin toll“ nicht automatisch hilft. Weshalb die Google-Anfragen zu „Bin ich normal?“ explodieren. Und welche konkreten Tipps wirklich in einer akuten Angstsituation helfen: Das erzählt Laura Wünsch in Handelsblatt Rethink Work.
Ab September gibt es beim Handelsblatt Management Campus auch eine Master Class mit Dr. Laura Wünsch zum Thema Mental Health.
In drei Sonderfolgen von Rethink Work im Rahmen der Handelsblatt Management Summer School begrüßt Kirsten Ludowig, stellvertretende Chefredakteurin des Handelsblatts, renommierte Business-Coaches. Sie sprechen über die größten Herausforderungen für Führungskräfte im Umbruch – und wie man sie angeht.
In der dritten Folge sind Silke Cramer und Wolfhart Pentz zu Gast. Silke Cramer arbeitet seit über 20 Jahren als Business-Coach und Beraterin für Top-Führungskräfte und Teams. Sie war zuvor als Strategieberaterin und Referentin in der Gesundheitspolitik tätig.
Wolfhart Pentz leitet die Praxisgruppe Leadership Services bei der Personalberatung Egon Zehnder in Deutschland und ist Professor für Führung und Personalentwicklung an der Quadriga Hochschule Berlin.
Im Gespräch geht unter anderem darum,
„Wie führe ich mich, mein Team und das Unternehmen richtig in der Transformation?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die Handelsblatt Management Summer School vom 28. Juni bis zum 19. Juli drei Wochen lang in Artikeln, Gastbeiträgen, Live-Talks und Podcasts. Mehr zu dem Themenschwerpunkt erfahren Sie unter handelsblatt.com/mss
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In drei Sonderfolgen von Rethink Work im Rahmen der Handelsblatt Management Summer School begrüßt Kirsten Ludowig, stellvertretende Chefredakteurin des Handelsblatts, renommierte Business-Coaches. Sie sprechen über die größten Herausforderungen für Führungskräfte im Umbruch – und wie man sie angeht.
In der zweiten Folge ist Bettina Hüfner von Proaching zu Gast. Sie arbeitete nach Banklehre und Studium zur Diplomkauffrau über 20 Jahre im Banking. Nach diversen Coaching-Ausbildungen machte sie sich 2007 als Business-Coach selbständig – und berät Finanzdienstleister, Dax-Konzerne und öffentliche Unternehmen.
Im Gespräch geht unter anderem darum,
„Wie führe ich mich, mein Team und das Unternehmen richtig in der Transformation?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die Handelsblatt Management Summer School vom 28. Juni bis zum 19. Juli drei Wochen lang in Artikeln, Gastbeiträgen, Live-Talks und Podcasts. Mehr zu dem Themenschwerpunkt erfahren Sie unter handelsblatt.com/mss
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In drei Sonderfolgen von Rethink Work im Rahmen der Handelsblatt Management Summer School begrüßt Kirsten Ludowig, stellvertretende Chefredakteurin des Handelsblatts, renommierte Business-Coaches. Sie sprechen über die größten Herausforderungen für Führungskräfte im Umbruch – und wie man sie angeht.
In der ersten Folge ist Herbert Dreier von CC International zu Gast. Er ist Diplom-Psychologe und seit mehr als 25 Jahren als Berater und Coach in Deutschlands Top-Management unterwegs. Zudem ist er Dozent an der EBS Business School und gibt Coaching- und Leadership-Seminare für Führungskräfte.
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In der neuesten Folge von Rethink Work begrüßt Kirsten Ludowig, stellvertretende Chefredakteurin des Handelsblatts, die ehemalige Lufthansa-Finanzvorständin und aktuelle Aufsichtsrätin Simone Menne. Menne spricht über ihre Erfahrungen und Herausforderungen aus 27 Jahren bei der Lufthansa, darunter die schwierigsten Transformationen und die emotionale Belastung bei Mitarbeiterentlassungen. Sie beschreibt, wie sie Unsicherheit gemeistert hat: „Es hilft nicht, wenn man Angst bekommt.“ Menne betont die Bedeutung von Transparenz und Kommunikation in Krisenzeiten und erläutert, warum es keine Gewissheit schafft, „noch mal einen Berater zu fragen.“
Nun als Aufsichtsrätin tätig, gibt Menne Einblicke in ihre aktuelle Rolle bei Henkel und Siemens Energy. Sie warnt CEOs vor defensiven Strategien und rät ihnen, mutige Entscheidungen zu treffen. „Ich würde immer fragen: ‚Habt ihr an die Kunden gedacht?‘“, so Menne. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Diversität in Kontrollgremien und die Herausforderungen, die mit mangelndem Vertrauen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat einhergehen.
Das Interview mit Simone Menne als Textversion.
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9,4 Millionen: So hoch ist in Deutschland die Zahl der Erwerbstätigen, die 55 bis 64 Jahre alt sind. Ihnen rollt kaum ein Arbeitgeber den roten Teppich aus, sagt Irène Kilubi, Unternehmensberaterin und Autorin des Buches „Du bist mehr als eine Zahl – warum das Alter keine Rolle spielt“.
Dabei brauchen Unternehmen im Angesicht des historischen Arbeitermangels längst nicht mehr nur die jungen, nachrückenden Fachkräfte – denn sie sind zu wenige, um alle personellen Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu stopfen. Personalentscheiderinnen und -entscheider müssen auch in ältere Beschäftigte investieren, sagt Kilubi: Im Recruiting und bei der Weiterbildung. „Das ist alternativlos.“
Wessen Aufgabe es ist, in der Wirtschaft für Gleichberechtigung zwischen Jung und Alt zu sorgen, warum sich interne Exzellenzprogramme auch für Ältere lohnen und wo sie im Berufsalltag schon überall Altersdiskriminierung beobachtet hat, das erzählt die Beraterin bei „Rethink Work“ im Gespräch mit Handelsblatt-Karrierechefin Julia Beil.
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