Lobbyisten prägen politische Entscheidungen stärker, als öffentlich sichtbar ist. Ein grosser Teil ihres Einflusses bleibt im Verborgenen. Interessenvertreter liefern Informationen, pflegen Netzwerke und versuchen, auf Gesetzgebungsprozesse einzuwirken. Das System ist dabei nur teilweise reguliert: Zwar müssen Parlamentarier ihre Mandate offenlegen, für Lobbyisten selbst existiert jedoch kein umfassendes Akkreditierungsregister. Der Zugang zum Bundeshaus erfolgt häufig über persönliche Kontakte.
Doris Kleck, stellvertretende Chefredaktorin von CH Media, sagt: «Ein Teil des Lobbyings findet sichtbar im Bundeshaus statt, aber ein viel grösserer Teil bleibt unsichtbar.» Einfluss werde nicht nur in der Wandelhalle ausgeübt, sondern auch über Medien, Netzwerke oder direkte Kontakte zur Verwaltung und zum Bundesrat. Lobbyisten lieferten dabei auch Fachwissen – gerade im Milizsystem seien viele Parlamentarier darauf angewiesen.
Wie gelangen Lobbyistinnen und Lobbyisten überhaupt ins Bundeshaus?
Wie viel Einfluss haben Interessenvertreter tatsächlich auf politische Entscheidungen?
Warum findet ein grosser Teil des Lobbyings ausserhalb der Öffentlichkeit statt?
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Host und Produzentin: Zoe Gwerder