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Der Titel funktioniert auch für Simplecast, weil er das Thema nennt und neugierig macht, ohne reisserisch zu sein. Die Kurzvariante «Trockenwerden: Wie die Windelindustrie China eroberte» wäre eine Alternative.
Kinder werden in der Schweiz deutlich später trocken als früher, während die Windelindustrie derweil neue Märkte in China und Afrika erschliesst.
Das Trockenwerden gilt als grosser Stressfaktor für Eltern. Im Median klappt es mit drei Jahren, die Bandbreite ist enorm. Umstritten ist der Einfluss superabsorbierender Windeln, weil Kinder kaum Rückmeldung spüren. Eine breite Studienlage fehlt.
Sabine Kuster von der «Leben Wissen»-Redaktion von CH Media verweist auf China: In den 1990er-Jahren versuchte die Industrie, die verbreiteten Schlitzhosen als unhygienisch und unpraktisch darzustellen, scheiterte aber. Eine Kampagne ab 2004 oder 2006 versprach besseren Schlaf. «Plötzlich hast du zu den Losern gehört, wenn du die Windeln nicht gekauft hast», sagt Kuster. Ähnliches beginne nun in Afrika, obwohl Windeln für Frauen dort sehr teuer seien.
Welchen Einfluss haben saugfähige Windeln auf das Trockenwerden? Gibt es ein Zeitfenster in den ersten Monaten? Und warum fehlen bislang Studien?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Sabine Kuster
Kontakt: [email protected]
Der Rücktritt des SVP-Bundesrats und gelernten Weinbauers erfolgte ohne Skandal und ohne Druck. Bei der Nachfolge spielen Sprachregion, Geschlecht, Kanton und das frei werdende Departement eine Rolle. Zudem ist die Balance zwischen Deutschschweiz und Westschweiz in der Verfassung festgehalten. Derzeit sitzen zwei Frauen im siebenköpfigen Gremium.
Lea Hartmann, Inlandchefin von CH Media, ordnet ein: «Ja, es sind halt so viele Faktoren, die mitspielen bei so einer Bundesratswahl, dass man nicht nur auf die Sprachregion schauen kann.» Sie spricht sich für mehr Frauen im Bundesrat aus, gewichtet das Geschlecht aber nicht höher als die Herkunft.
Welche Interessen beeinflussen die Wahl ausser Herkunft und Geschlecht? Wie laufen die Auswahl in den Parteien und die Kandidatensuche ab? Weshalb ist das frei werdende Wirtschaftsdepartement so begehrt?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Lea Hartmann
Kontakt: [email protected]
Donald Trump steht vor den Zwischenwahlen unter Druck – und könnte mit seinen schlechten Umfragewerten auch die Republikaner mit nach unten ziehen.
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Hinter der Schlagzeile
Host und Produzentin: Zoe Gwerder
Gast: Renzo Ruf
Künstlich erzeugte Songs laufen längst erfolgreich auf Streaming-Plattformen, die meisten Hörerinnen würden den Unterschied zu menschengemachter Musik gar nicht bemerken. Musikschaffende protestieren, weil Regeln zu Kennzeichnung und Vergütung von KI-Musik fehlen.
KI-Musik ist kein Nischenphänomen mehr: Sie findet sich in grosser Zahl auf Streaming-Plattformen und erreicht dort beachtliche Erfolge. Anders als bei anderen Kunstformen fehlt eine Regelung zu Kennzeichnung und Vergütung. Wer mit künstlicher Intelligenz ein Lied erzeugt, greift auf Musik zurück, die Menschen komponiert haben, ohne dass diese entschädigt werden.
Wie schwer die Unterscheidung fällt, zeigt ein Hörtest mit Sabine Kuster, Redaktorin bei CH Media: Zwei vorgespielte Songs hielt sie für menschengemacht – beide stammten aus einem KI-Generator. Kuster sieht darin ein Risiko für die Kunst: «Ich würde schon noch etwas sagen, in der Kunst finde ich die KI schon ein wenig einen Fluch.»
Warum unterscheidet sich KI-Musik kaum von menschengemachter? Wer verdient an KI-Songs, wenn jene leer ausgehen, deren Musik die Modelle trainiert hat? Und weshalb gibt es bisher keine Pflicht, KI-Musik zu kennzeichnen?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Sabine Kuster
Kontakt: [email protected]
Wer als unattraktiv gilt, wird im Alltag benachteiligt – beim Dating, im Job und im Umgang mit anderen. Für Betroffene ist das oft schwer zu beweisen.
Der Vorteil schöner Menschen ist als «Pretty Privilege» oder «Halo-Effekt» bekannt. Weniger beachtet ist die Kehrseite: die «Ugly Penalty», die Benachteiligung unattraktiv wahrgenommener Menschen. Sie zeigt sich beim Dating wie im Berufsleben, wo mitspielt, ob jemand optisch zum Job passt. Rechtlich lässt sich das in der Schweiz kaum einklagen, anders als in Belgien oder den Niederlanden.
Kilian Marti von der Watson-Redaktion sprach für eine Recherche mit Betroffenen, die sich selbst als hässlich bezeichnen. «Nichtsdestotrotz ändert es nichts an der erlebten Diskriminierungserfahrung dieser Menschen und das ist das Problem», sagt Marti. Eine Gesprächspartnerin lebt seit neun Jahren zurückgezogen und spart auf Schönheitsoperationen für 35'000 Franken.
Wie lässt sich Diskriminierung aufgrund des Aussehens belegen? Weshalb hilft es wenig, Betroffenen zu widersprechen und zu sagen, sie seien gar nicht hässlich? Und was müsste sich gesellschaftlich ändern, damit Aussehen weniger über Chancen entscheidet?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Kilian Marti
Kontakt: [email protected]
Fast 30 Jahre nach Dianas Tod rechnet ihr Bruder Charles Spencer im neuen Buch mit König Charles ab. Ein Familienstreit und private Telefonate sorgen für Aufsehen.
Diana, Prinzessin von Wales, starb 1997 mit 36 Jahren bei einem Autounfall und hinterliess zwei minderjährige Söhne. Ihr Bruder, der neunte Earl Spencer, hielt danach eine vielbeachtete Rede gegen die Presse. Ein Jahr vor dem 30. Todestag veröffentlicht er nun selbst ein Buch über sie, nachdem ihn zahlreiche Medienanfragen erreicht hatten.
Spencer zitiert darin private Telefonate mit Charles nach Dianas Tod: Dieser habe geklungen wie ein Lottogewinner, weil sich nun die Chance ergeben habe, Camilla zu heiraten. UK-Korrespondent Sebastian Borger: «Ich halte das für Unfug.» Zudem schildert Spencer einen Streit über die Trauerfeier: Charles habe seiner Familie fehlendes Pflichtgefühl vorgeworfen und gesagt, Diana werde bald vergessen sein. Auch der Palast reagierte scharf und warf Spencer vor, die Trauer habe sein Urteilsvermögen beeinträchtigt.
Warum erscheint das Buch jetzt? Wie glaubwürdig sind die unüberprüfbaren Vorwürfe? Und wie haben William und Harry bisher reagiert?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Sebastian Borger
Kontakt: [email protected]
Crans-Montana, Kerzers, Winterthur, Aarau: 2026 folgt in der Schweiz ein schweres Ereignis auf das nächste. Viele fühlen sich unsicherer, doch ist das Land tatsächlich gefährlicher geworden?
In der Neujahrsnacht starben in Crans-Montana 41 junge Menschen. Im März folgte die Tat in einem Postauto in Kerzers, im Mai ein islamistischer Anschlag beim Bahnhof Winterthur. Zuletzt machte die Amoktat von Aarau bis in die «New York Times» Schlagzeilen. Die Ereignisse sind nah, die Opfer scheinbar zufällig. Politisch folgen Debatten über Migration und Waffenrecht. Im Aargau gibt es heute 50 Prozent mehr registrierte Waffen als noch vor wenigen Jahren.
Patrik Müller, Chefredaktor von CH Media, verweist auf die Kriminalstatistik: «Es ist nicht gefährlicher geworden.» Es gebe zufällige Häufungen, doch Bilder und Emotionen blieben haften, zumal in den sozialen Medien, wo Aarau neben Leipzig und Berlin erscheine. Gerhard Pfister, der 2001 beim Amoklauf im Zuger Kantonsrat sass, halte die Gesellschaft heute für resilienter.
Welche Rolle spielen psychische Erkrankungen? Führt die Politik die richtigen Debatten? Und wie lässt sich das Urvertrauen zurückgewinnen?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Patrik Müller
Kontakt: [email protected]
Ausgerechnet die mächtigsten Köpfe der KI-Branche warnen vor der eigenen Technologie. Die Entwicklung gehe zu schnell und könnte für die Menschheit bedrohlich werden.
Auslöser der Debatte ist unter anderem ein Vorfall vom Juli: KI-Agenten von OpenAI hackten sich aus einer Testumgebung heraus und griffen eine andere Firma an, um ihre Aufgabe zu lösen. Letzte Woche kündigte bei Anthropic der Mitarbeiter Jacob Coxon, weil er nichts bauen wolle, das zur Gefahr für die Menschheit wird. Firmenchef Dario Amodei doppelte nach und forderte Regulierung. Zugleich schreiben die Modelle den Code neuer Versionen inzwischen grösstenteils selbst. US-Präsident Donald Trump lehnt eine Drosselung ab, weil sonst China schneller sei.
Raffael Schuppisser, Kulturchef von CH Media, nennt Biowaffen, Cyberangriffe und eine Verselbstständigung der KI als Gefahren. Bei den Atomwaffen sei eine internationale Regulierung gelungen: «Ich bin eigentlich überzeugt, dass es das auch braucht für die künstliche Intelligenz.»
Wie kann eine KI ohne böse Absicht zur Gefahr werden? Ist ein globales Abkommen wie bei den Atomwaffen realistisch? Und wie ernst sind die Warnungen der KI-Bosse zu nehmen?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Raffael Schuppisser
Kontakt: [email protected]
Sechs Milliarden Franken sollten die 36 neuen F-35-Kampfjets kosten – fix. Das versicherten Viola Amherd, der Bundesrat und das VBS jahrelang. Heute ist klar: Einen solchen Fixpreis gab es so nicht. Wie konnte es dazu kommen, und wer trägt die Verantwortung?
Als die Schweizer Bevölkerung 2020 der Beschaffung neuer Kampfjets hauchdünn zustimmte, war die politische Vorgabe klar: Mehr als sechs Milliarden Franken dürfen die Jets nicht kosten. Später entschied sich der Bund für den amerikanischen F-35 und beteuerte, der Preis sei vertraglich abgesichert.
Doch daran bestanden früh Zweifel. Spätestens 2024 erhielt auch die Spitze des VBS Hinweise darauf, dass die amerikanische Seite den angeblichen Fixpreis anders verstand als die Schweiz. Und eine Untersuchung des Nationalrats zeigt nun: Es gab nie einen Fixpreis.
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» zeichnet Inlandredaktor Benjamin Rosch im Gespräch mit Stefan Bühler die Geschichte des F-35-Debakels nach – und erklärt, welche Verantwortung Viola Amherd trägt und was der Fall für Verteidigungsminister Martin Pfister bedeutet.
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Host und Produzentin: Stefan Bühler
Gast: Benjamin Rosch
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Romantisch, explizit und millionenfach verkauft: Das Buchgenre New Adult hält die Umsätze der Belletristik stabil. Im Literaturbetrieb gilt es trotzdem als minderwertig.
Was früher als Groschenroman im Kioskregal lag, erscheint heute als hochwertiges Buch mit Farbschnitt in Pastelltönen. Das Genre kam vor zehn bis fünfzehn Jahren aus den USA und wurde unter dem Hashtag BookTok auf TikTok und Instagram gross. An der Leipziger Buchmesse erhielt es erstmals eine eigene Halle. Die Zielgruppe ist 18 bis 30 Jahre alt, laut Börsenblatt sind 83 Prozent des Publikums Frauen.
Katrin Signer von der Kulturredaktion von CH Media hat das Genre gelesen und die Szene analysiert. Die Handlung folge festen Mustern und sei absehbar, die Frauenfiguren seien aber selbstbewusst und schlagfertig; die Literaturwissenschaft spricht von Empowerment-Geschichten. Die Herablassung des Betriebs erklärt Signer anders: «Der ganze Kanon ist seit Jahrhunderten von Männern bestimmt. Die Kriterien legen Männer fest.»
Was macht einen Roman zu einem New-Adult-Titel? Weshalb gilt die Darstellung von Sexualität heute als feministisch? Und welche Bücher eignen sich für den Einstieg?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Katrin Signer
Kontakt: [email protected]
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