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Die Schweiz schneidet in der PISA-Studie international noch immer gut ab. Allerdings sinken die Leistungen beim Lesen und in der Mathematik seit Jahren. Besonders problematisch: Immer mehr Jugendliche erreichen beim Lesen die grundlegenden Kompetenzen nicht mehr. Sie kommen heute in neun Schuljahren auf das Niveau, das im Jahr 2015 bereits nach acht Schuljahren erreicht wurde.
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Inlandredaktorin Céline Zahno: «Es ist ein ganzes Schuljahr verloren gegangen.»
Woran liegt dieser Leistungsrückgang? Braucht es strengere Regeln für Social Media und eine frühere Sprachförderung? Und wie viel Verantwortung tragen Schule und Eltern?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Céline Zahno
Kontakt: [email protected]
Die AfD holt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent. So viel wie keine Partei seit 1990. Regieren kann sie damit trotzdem nicht.
Sachsen-Anhalt ist ein armes ostdeutsches Bundesland mit gut zwei Millionen Einwohnern. Im Wahlkampf zählte weniger die Migration als die Angst vor dem Abstieg, die tieferen Renten als im Westen und eine gepflegte DDR-Nostalgie. Dazu kommt die russlandfreundliche Haltung der Partei im Ukrainekrieg. Koalieren will keine der anderen Parteien im Landtag mit ihr.
Fraktionschef Ulrich Siegmund leitet aus dem Ergebnis einen Regierungsauftrag ab. Rechnerisch bliebe ihm nur, einzelne CDU-Abgeordnete auf seine Seite zu ziehen oder auf eine Enthaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht im dritten Wahlgang zu setzen. Antreten will er nur mit einer stabilen Mehrheit. Hansjörg Müller, Deutschland-Korrespondent von CH Media, ist skeptisch: «Vielleicht wäre er auch gar nicht so unglücklich, wenn es ihm nicht gelingen würde.»
Wie ist die AfD auf 43,8 Prozent gekommen? Welches Bündnis bliebe der CDU, wenn Siegmund scheitert? Und was bedeutet das Ergebnis für Kanzler Friedrich Merz?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Hansjörg Müller
Kontakt: [email protected]
Nach den tödlichen Schüssen an einem Rave in Aarau sitzt ein 43-jähriger Schweizer in Untersuchungshaft. Seine drei Waffen besass er legal – zum Motiv schweigt er.
Die Kantonspolizei Aargau geht von einer Amoktat aus. Rund 40 Schüsse fielen wahllos, die Schussrichtung wechselte mehrfach, ein gezielter Angriff ist ausgeschlossen. Der Mann stellte sich am Polizeiposten in Delémont selber und macht seither von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Es gibt Anhaltspunkte für eine psychische Labilität, bestätigt sind sie nicht.
Alle drei Waffen, darunter ein Sturmgewehr AK-74, waren auf ihn registriert und vor rund 20 Jahren legal erworben. Das Todesopfer war italienische Staatsbürgerin, der Fall wird im Ausland aufmerksam verfolgt. Sermîn Faki, Nachrichtenchefin von CH Media, war an der Medienkonferenz: «Da herrscht grosse Fassungslosigkeit und Unverständnis darüber, wie das Waffenrecht in der Schweiz ausgestaltet ist.»
Warum stellt sich ein Täter und schweigt dann? Wie kommt ein möglicherweise psychisch labiler Mann legal an drei Waffen? Und war es richtig, das Sicherheitsdispositiv in Aarau so rasch herunterzufahren?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Sermîn Faki
Kontakt: [email protected]
Andreas Glarner hat über Jahre provoziert, polarisiert und Grenzen überschritten. Nun kündigt der SVP-Nationalrat seinen Rücktritt auf Ende Jahr an. Ob mit öffentlichen Pranger-Aktionen, sexistischen Aussagen oder dem Deepfake-Video über Nationalrätin Sibel Arslan: Der Aargauer machte die Provokation zu seinem Markenzeichen.
«Ich kenne keinen Politiker, der so beleidigend ist wie Andreas Glarner», sagt Mantel-Chefredaktorin Doris Kleck im Podcast «Hinter der Schlagzeile» von Schweiz Heute. Gleichzeitig sei Glarner politisch erfolgreich geblieben: Er wurde wiedergewählt und führte die SVP Aargau erfolgreich.
Im Gespräch mit Stefan Bühler geht Kleck der Frage nach, weshalb Glarner seine Grenzüberschreitungen lange kaum schadeten. Und sie findet trotz allem einen Grund, den Krawall-Politiker zu loben.
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
In der Schweiz werden immer mehr ADHS-Abklärungen gemacht, vor allem bei Kindern. Eine Fachfrau führt einen Teil des auffälligen Verhaltens aber nicht auf eine Störung zurück, sondern auf den Bildschirm.
ADHS gilt als angeborene neurologische Wahrnehmungsstörung und ist von Autismus zu unterscheiden, obwohl beide zur Neurodivergenz zählen. Auffällig werden Kinder oft schon im Kindergarten: Sie sitzen nicht ruhig oder artikulieren sich schlecht. Die Folgen trägt die Volksschule mit immer mehr Zusatzangeboten.
Anna Wanner, Bundeshausredaktorin von CH Media mit Schwerpunkt Gesundheit, sprach mit einer Autismus- und ADHS-Coach. Diese führt das Verhalten auf zu viel Bildschirmzeit bei Kleinkindern zurück: Sprache, Frustrationstoleranz und soziale Interaktion würden nicht gelernt. «Die Expertin hat gesagt, wir produzieren eine Generation lebensuntauglicher Menschen», sagt Wanner. Fehldiagnosen führten dazu, dass Kinder mit echtem Bedarf zu wenig Hilfe erhalten.
Wo verläuft die Grenze zwischen Wahrnehmungsstörung und antrainiertem Verhalten? Weshalb warnen Fachleute davor, Bildschirmzeit pauschal zu verteufeln? Und wie viel kann die Schule auffangen, was Eltern nicht mitgeben?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Anna Wanner
Kontakt: [email protected]
An den Klassikfestivals dieses Sommers sass das Publikum im T-Shirt neben Smokingträgern, in Luzern gingen Tickets kurzfristig zum halben Preis weg. Die Kleiderordnung der Hochkultur löst sich auf.
In Salzburg herrschten Ende Juli 37 Grad. Im Festspielhaus trug rund die Hälfte des Publikums Smoking, ein Drittel kam, wie es wollte, bis hin zu kurzen Hosen. Zugleich stehen die Festivals wirtschaftlich unter Druck: Das Lucerne Festival ist nur zu 10 Prozent subventioniert, die teuersten Billette kosten 320 Franken, für ein Konzert wurde eine Kategorie kurzfristig um fast die Hälfte verbilligt. In Verona sitzen pro Abend noch etwa 10'000 Zuschauer, früher waren es 15'000 bis 20'000.
Christian Berzins, Musikkritiker von CH Media, nimmt die Lockerung gelassen: «Solange man nicht stinkt, kann man kommen, wie man will.» Auf dem Podium hält sich die alte Ordnung: Während im Saal kurze Hosen sitzen, spielen viele Orchester weiterhin im Frack.
Wie hart kämpfen die Festivals um Sponsorengelder? Warum wird das Stammpublikum älter, ohne auszusterben? Und welche Formate sollen neues Publikum in die Konzertsäle bringen?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Christian Berzins
Kontakt: [email protected]
Mehr als ein Jahr nach dem Bergsturz von Blatten läuft im Lötschental der Wiederaufbau. Doch die Katastrophe hat einen Konflikt ausgelöst, bei dem es um knappen Boden, Ferienwohnungen und viel Geld geht. Mittendrin: Bundesrat Albert Rösti und der einflussreiche Walliser Ständerat Beat Rieder – ein gebürtiger Lötschentaler.
Als sich im Mai 2025 Millionen Tonnen Schutt und Eis über Blatten ergossen, wurden Dutzende Liegenschaften vernichtet. Nun stellt sich eine juristisch und finanziell brisante Frage: Dürfen deren Eigentümer ihre Häuser in einer Nachbargemeinde neu bauen und später als Ferienwohnung verkaufen? Obwohl dies der vom Volk beschlossenen Lex Weber widerspricht, die den Anteil an Ferienwohnungen eng begrenzt?
Für die Betroffenen kann die Antwort einen Unterschied von Hunderttausenden Franken bedeuten. Für viele Einheimische steht dagegen die Zukunft ihrer Dörfer auf dem Spiel. Sie fürchten steigende Bodenpreise und Wohnungen, die einen Grossteil des Jahres leer stehen.
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Host und Produzent: Stefan Bühler
Wochenlang demonstrierten in Kiew Menschen nicht gegen Russland, sondern gegen ihren eigenen Präsidenten. Selenskyjs entlassener Verteidigungsminister fordert Neuwahlen und das mitten im Krieg.
Auslöser war die Absetzung von Mychajlo Fedorow Mitte Juli. Der 35-Jährige hatte als Digitalisierungsminister Verwaltung und Armee modernisiert und gilt als populär. Seit seiner Entlassung ruft er zu Neuwahlen auf und bringt sich als Alternative in Stellung. Selenskyjs Partei «Diener des Volkes» regiert seit 2019 mit klarer Mehrheit im Parlament, Personalentscheide erklärt der Präsident selten und meist erst nachträglich.
Kurt Pelda, Kriegsreporter von CH Media, sieht den Präsidenten bei der Korruption in einer Doppelrolle: «Selenskyj ist in dieser ganzen Korruptionsgeschichte nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems.» Neuwahlen hält er dennoch für unrealistisch: Wahllokale in Frontnähe wären ein Ziel für russische Drohnen und Raketen, ein Streit unter den Parteien würde Moskau in die Hände spielen.
Wie sollen Soldaten an der Front und Millionen Geflüchtete überhaupt wählen? Wer käme als Nachfolger infrage? Und wie lange dauert der Krieg noch?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Kurt Pelda
Kontakt: [email protected]
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana beginnt für viele Familien neben der Trauer auch eine jahrelange juristische Aufarbeitung. Wer gilt vor Gericht überhaupt als Angehöriger, wie hoch fallen Genugtuungen aus – und was bedeutet es für Betroffene, wenn sie womöglich zehn oder 15 Jahre auf einen endgültigen Entscheid warten müssen?
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» spricht Inlandredaktor Julian Spörri über schwierige Fragen zu den Rechten von Angehörigen, langwierige Verfahren und darüber, warum die juristische Aufarbeitung für viele Familien zu einer zusätzlichen Belastung wird.
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Host und Produzent: Stefan Bühler
Ob Hafermilch im Kaffee, Jobwechsel oder Partnerwahl: Immer steht das Vertraute gegen das Neue. Eine Formel des Physikers Richard Feynman zeigt, wann sich das Risiko lohnt.
Feynman notierte sie in den 70er-Jahren auf einem Zettel in einem Restaurant, für einen Kollegen, der dort stets dasselbe Gericht bestellte. Der Zettel geriet in Vergessenheit, bis Forschende die Rechnung nun in einer Studie überprüften. Entscheidend ist, wie oft sich dieselbe Wahl noch stellt: Wer ein letztes Mal wählt, bleibt besser beim Bewährten. Wer hundert Gelegenheiten hat, probiert Neues. Ein Treffer zahlt sich dann viele Male aus.
Stephanie Schnydrig aus der Wissenschaftsredaktion von CH Media hat die Studie ausgewertet. Sie warnt vor zu viel Zutrauen in die Rechnung: «Die Formel ist eigentlich einfach, aber die ganzen Annahmen, die man im realen Leben treffen muss, sind nicht so einfach.» Bei der Partnerwahl lässt sich kaum beziffern, wie viele Optionen noch folgen.
Warum fällt es dem Gehirn so schwer, Gewohnheiten zu durchbrechen? Wie lange dauert es, bis eine neue Gewohnheit entsteht? Und wie viele Bewerbende soll einladen, wer eine Stelle besetzen will?
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Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Stephanie Schnydrig
Kontakt: [email protected]
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