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Seit dem Kriegsausbruch vom Samstag sitzen mehrere Hunderttausend Schweizerinnen und Schweizer im Mittleren Osten fest. Wegen der Bombardements ist der Luftraum gesperrt, nur vereinzelt konnten Maschinen ausfliegen. Gleichzeitig steht die Schweizer Botschaft in Teheran im Fokus. Sie vertritt als sogenannte Schutzmacht die Interessen der USA im Iran – und übermittelt Botschaften zwischen den beiden Staaten.
Zuständig ist das Aussendepartement von Bundesrat Ignazio Cassis. Es muss sich um die gestrandeten Touristinnen und Touristen kümmern – und die guten Dienste der Schweiz aufrechterhalten.
Inlandredaktor Stefan Bühler sagt: «Mit den guten Diensten übernimmt die Schweiz streng genommen nur eine Briefträgerinnenfunktion zwischen Iran und den USA – manchmal ist es aber doch mehr.»
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Host: Benjamin Rosch
Gast: Stefan Bühler
Kontakt: [email protected]
Mohsen Massoudi organisierte in seiner Heimatstadt nahe Isfahan Proteste im Zuge der Bewegung «Frauen, Leben, Freiheit». Als der iranische Geheimdienst bei seiner Mutter erschien, fürchtete er um sein Leben und floh.
Heute lebt er im Appenzellerland – und setzt seinen Protest fort. Über eine Online-Petition sammelt er Unterschriften mit dem Ziel, den Bundesrat dazu zu bewegen, die iranische Botschaft in Bern zu schliessen und diplomatische Beziehungen abzubrechen.
Der Fall zeigt, wie stark internationale Konflikte bis in die Ostschweiz wirken. Die Schweiz spielt im Verhältnis zwischen den USA und Iran eine besondere Rolle: Seit 1979 vertritt sie die amerikanischen Interessen in Teheran.
Für Massoudi ist klar: Das Regime müsse international isoliert werden. Militärische Eskalationen lehnt er ab – er setzt auf politischen und diplomatischen Druck.
Zurück auf Feld 1: Das Oberste Gericht hat die von Donald Trump verhängten Strafzölle auf Importwaren für rechtswidrig erklärt. Doch die Reaktion des US-Präsidenten folgte umgehend: Neue Strafzölle wurden erlassen – zunächst in Höhe von 10 Prozent, später 15 Prozent, befristet auf 150 Tage. Wie es danach weitergeht, ist offen.
Was bedeutet das für die Schweizer Exportindustrie?
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» von CH Media sagt Florence Vuichard, Chefin des Wirtschaftsressorts: «Die Schweiz konnte mit dem Machtgebaren der USA nie gut umgehen, das ist nicht erst seit Trump so.»
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Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Florence Vuichard
Kontakt: [email protected]
Worum geht’s?
Kernaussagen von Susanne Wille
200 Franken reichen nicht: Wille sagt, die Initiative bedeute eine Halbierung der Mittel; sie nennt –500 Mio. aus der Medienabgabe, –150 Mio. aus der Unternehmensabgabe sowie wegbrechende Werbegelder.
Konsequenz laut Wille: Mit der Hälfte der Mittel sei das heutige viersprachige Angebot nicht mehr möglich; sie spricht vom Ende der heutigen Service-public-Leistung.
Wofür das Geld eingesetzt wird: Wille sagt, rund die Hälfte der Beiträge fliesse in die Information.
Warum die Umfragen knapp sind: Die Initiative wirke «verführerisch», weil sie suggeriere, mit etwas weniger gehe es schon. Gleichzeitig müsse Journalismus besser erklärt werden (Themensetzung, Entscheide, Aufwand).
«Ich kommuniziere nicht taktisch»: Wille wehrt sich gegen den Vorwurf, konkrete Folgen als Drohung zu formulieren, und betont betriebswirtschaftliche Logik: Wenn man halbieren müsse, gehe es an teure Kostenblöcke wie Studios/Produktion.
Transformation der SRG: Wille beschreibt die SRG als früher stärker dezentral gewachsen; sie wolle «zusammenrücken», Synergien nutzen und das Medienhaus «neu bauen» – bei laufendem Betrieb.
Personal & Sparen: Wille verweist darauf, die SRG habe seit 2018 100 Mio. gespart; der Personalbestand sei über 20 Jahre ungefähr gleich gewesen, in den letzten zehn Jahren etwas gesunken; nun gehe er nochmals um 900 Vollzeitstellen runter.
UKW-Entscheid: Wille sagt, sie habe früh angekündigt, den Entscheid zu überprüfen; als sich die Rahmenbedingungen änderten, sei die SRG zurück auf UKW gegangen und habe sich für die Verärgerung entschuldigt.
Lohn-Debatte: Wille nennt das «nicht vermittelbar», hält aber fest: In der Abstimmung gehe es nicht um ihren Lohn, sondern um den Auftrag eines viersprachigen Medienhauses.
SRG vs. Private: Wille spricht von einem «jahrzehntelangen Krieg», der beiden geschadet habe, und plädiert für Zusammenarbeit (z.B. Teilen von Rohmaterial). Sie warnt davor zu glauben, der Markt ersetze automatisch SRG-Leistungen – gerade in kleineren Sprachräumen.
Vorwurf «zu links/zu rechts»: Wille sagt, der Vorwurf untergrabe Vertrauen. Sie verweist auf Ombudsstellen/UBI (unter 1% der Beanstandungen münde in eine UBI-Verurteilung) und betont Vielfalt auch bei Bildungswegen.
KI & Vertrauen: KI sei Chance und Risiko; es brauche Transparenz und stärkeres Faktenprüfen, weil die Unterscheidung von echt/manipuliert schwieriger werde.
Junge erreichen: Wille nennt Formate wie SRF News und spezifische Reportageformate, spricht von einer neuen Live-/Streaming-Plattform und sagt: Die Initiative verhindere die «digitale SRG». (rar)
Trotz 200- bis 300-Franken-Menüs kämpfen viele Gourmetrestaurants ums Überleben. Die Margen sind minimal, die Kosten hoch – und immer öfter braucht es vermögende Investoren im Hintergrund. Jürg Ackermann, stellvertretender Chefredaktor des St. Galler Tagblatts, sagt: «Gutes Essen und ein gleich gutes Geschäft – dieses Prinzip gilt nicht mehr.»
Warum bleiben in der Spitzengastronomie oft nur ein bis zwei Prozent Marge?
Weshalb investieren Unternehmer trotzdem Millionen in Hotels und Gourmet-Tempel?
Wie wichtig sind Mischrechnungen mit Hotels oder finanzstarke Mäzene?
Was unterscheidet erfolgreiche Ausnahmebetriebe von jenen, die scheitern?
Und ist Spitzengastronomie heute noch ein Geschäftsmodell – oder vor allem Prestige und Leidenschaft?
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Host und Produzent: Mark Schoder
Gast: Jürg Ackermann
Ferien an der Ostsee beginnen mit einer Mitteilung der Deutschen Bahn früh am Morgen: «Ihr Zug fährt pünktlich.» In Bern macht sich Othmar von Matt, Inlandredaktor von CH Media, auf den Weg. Was er noch nicht weiss: Seine Reise wird fünf Stunden länger dauern als im Fahrplan vorgesehen.
Das ist allerdings deutlich weniger, als die Rückreise in Anspruch nehmen wird. Und es ist nur eine von zahlreichen Episoden, die Bahnfahrer von Matt zu erzählen weiss. Dabei kommt schon mal ein Zug vor, der auf seinen Lokführer wartet, ein Phantom-Blitz, der eine Strecke lahmlegt - und eine Nacht irgendwo im Nirgendwo.
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt von Matt: «Die Lokführer und Zugbegleiterinnen sind das Rückgrat der Deutschen Bahn, wie die alle diese Krisen meistern, ist oft sehr gut.» Trotzdem empfiehlt er, für Reisen mit der Deutschen Bahn einen Notvorrat einzupacken: «Wasser und etwas zu essen, weil man nie weiss, was passiert.»
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Zugsausfälle in Basel sollen an Blitz liegen – doch das ist laut Kachelmann unmöglich
Die Deutsche Bahn zockt im Bistro Schweizer Kunden ab
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Host und Produzentin: Stefan Bühler
Gast: Othmar von Matt
Kontakt: [email protected]
Zwei Wochen nach der Veröffentlichung der zweiten Tranche der Epstein-Files zeigt sich: Die Datenmenge ist gewaltig, die grossen Enthüllungen bleiben bislang aus. Drei Millionen Seiten, über 100'000 Bilder und tausende Videos liefern vor allem ein Bild weit verzweigter Netzwerke. Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» versuchen wir unserem Auslandredaktor Bojan Stula einen Überblick über den aktuellen Stand zu schaffen.
Warum fehlt weiterhin das grosse Gesamtbild?
Welche Rolle spielten Einfluss, Geld und internationale Kontakte?
Werden weitere Veröffentlichungen doch noch konkrete strafrechtliche Folgen haben?
Welche prominenten Namen tauchen in der zweiten Tranche neu oder erneut auf?
Gibt es bislang belastbare Beweise für strafbare Handlungen prominenter Personen?
Weshalb steht besonders das britische Umfeld unter Druck?
Welche Hinweise gibt es auf internationale Einflussnahme oder geopolitische Dimensionen?
Warum konnte Epstein trotz früher Hinweise jahrzehntelang weitermachen?
Können europäische Ermittlungen mehr zutage fördern als die Behörden in den USA?
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Hinter der Schlagzeile
Host und Produzentin: Zoe Gwerder
Gast: Bojan Stula
In Städten wie Zürich oder Genf sind Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen längst Alltag. Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich zu, während Mietpreise rasant steigen und der Traum vom Eigenheim für junge Paare immer unerreichbarer wird.
Doch wer trägt die Verantwortung für diese Entwicklung? Sind es zu strenge Baugesetze, mächtige Immobilienkonzerne oder die Zuwanderung? Und warum gelingt es der Politik seit Jahren nicht, wirksame Lösungen gegen die Wohnungskrise zu finden?
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Inlandredaktor Christoph Bernet: «Es gibt zu wenige Wohnungen, und jene, die frei werden, sind für viele zu teuer.»
Lesen Sie mehr zum Thema:
Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:
Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Christoph Bernet
Kontakt: [email protected]
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