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Viele Menschen sparen ein Leben lang für ihre Pension – und verlieren am Ende alles. Genau das ist Hunderten Anlegerinnen und Anlegern in der Ostschweiz und darüber hinaus passiert. Recherchen des St. Galler Tagblatts zeigen, wie mehrere Vermögensberater ältere Kundinnen und Kunden dazu brachten, ihr Vorsorgegeld in angeblich sichere Obligationen zu investieren. Versprochen wurden stabile Renditen von vier bis fünf Prozent. Tatsächlich entpuppten sich die Anlagen als hochriskant – und brachen mit dem Konkurs der beteiligten Firmen vollständig zusammen.
Im Zentrum steht eine Liechtensteiner Firmengruppe namens Identec. Ursprünglich im Hightech-Bereich tätig, gründete sie immer neue Tochtergesellschaften, deren einziger Zweck offenbar darin bestand, über Obligationen frisches Geld zu beschaffen. Mit diesen Mitteln wurden frühere Renditeversprechen bedient – ein klassisches Ponzi-System, wie ein Rechtsgutachten festhält. Das eigentliche Geschäft habe kaum Einnahmen generiert, Liquidität sei praktisch nie vorhanden gewesen.
Besonders brisant: Die betroffenen Anleger investierten nicht direkt, sondern über Vermögensberater, denen sie vertrauten. Auf Gläubigerlisten tauchten bestimmte Berater auffallend häufig auf – darunter Firmen aus der Ostschweiz. Trotz klarer Warnsignale wie dauernder Überschuldung oder fehlendem Cashflow sollen die Risiken nicht ausreichend geprüft worden sein. Als Beleg für die Seriosität wurden teils sogar PR-Artikel beigelegt.
Noch problematischer: Nach einem zweiten Konkursfall – diesmal bei der Solarfirma Sun Contracting – wandten sich einzelne Vermögensberater erneut an ihre geschädigten Kunden. In Online-Seminaren wurde ihnen nahegelegt, weiteres Geld in ein neues Projekt zu investieren, um Verluste «Schritt für Schritt zurückzuholen». Für viele Betroffene wirkte das wie der Versuch, den Schock auszunutzen und nochmals Kapital zu beschaffen.
Juristisch bleibt die Lage schwierig. Zwar können Forderungen im Konkursverfahren angemeldet werden, doch die Chancen auf Rückzahlungen sind gering. Wer rechtlich gegen Berater vorgehen will, muss Zeit, Geld und Nerven investieren. Die Recherchen zeigen vor allem eines: Wie verletzlich Menschen sind, wenn sie sich in Finanzfragen auf vermeintliche Profis verlassen – und wie gross der Schaden ist, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird. (rar)
Leere Gestelle, fehlende Markenprodukte und immer öfter der Hinweis «Lieferunterbruch»: Wer bei der Migros einkauft, merkt, dass sich etwas verändert hat. Hinter den Kulissen liefert sich der Grossverteiler harte Preisverhandlungen mit internationalen Markenherstellern – und geht dabei bewusst das Risiko ein, Kundinnen und Kunden zu verärgern.
«Die Auslistungen zeigen, dass es der Migros ernst ist», sagt Wirtschaftsredaktor Benjamin Weinmann im Podcast. «Sie will günstiger wahrgenommen werden – darf dabei aber ihre Kundschaft nicht verlieren.»
Warum legt sich die Migros gleichzeitig mit so vielen grossen Markenherstellern an? Welche Rolle spielen Aldi und Lidl im verschärften Preiskampf? Und kann diese Strategie für die Migros am Ende nach hinten losgehen?
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[Hinter der Schlagzeile](https://www.aargauerzeitung.ch/podcasts/hinter-der-schlagzeile)
Host und Produzentin: Zoe Gwerder
Gast: Benjamin Weinmann
Zwei Wochen nach dem verheerenden Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana mit 40 Todesopfern und 116 teils schwer verletzten jungen Menschen rückt die juristische und politische Aufarbeitung ins Zentrum.
Während das Land am 9. Februar, dem nationalen Trauertag, der Opfer gedachte, fällte die Walliser Staatsanwaltschaft in Sitten einen ersten markanten Entscheid: Die Betreiber der Bar, Jacques und Jessica Moretti, wurden einvernommen. Jacques Moretti wurde anschliessend in Untersuchungshaft genommen, wegen Fluchtgefahr.
Warum erfolgte die Verhaftung erst neun Tage nach dem Brand?
Was ist über das Betreiberpaar bekannt?
Welche Verantwortung tragen Gemeinde und Kanton bei Bewilligungen, Kontrollen und Sicherheitsauflagen?
Und ist die Walliser Staatsanwaltschaft dieser ausserordentlichen Aufgabe überhaupt gewachsen?
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Reporter Kari Kälin: «Die Staatsanwaltschaft Wallis sollte die Tür offen lassen, nötigenfalls Hilfe von Aussen anzunehmen.»
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Kari Kälin
Kontakt: [email protected]
Australien verbietet TikTok, Instagram und Snapchat für unter 16-Jährige – ein radikaler Schritt, der weltweit für Diskussionen sorgt. Doch schützt ein Social-Media-Verbot Kinder wirklich? Oder schafft es neue Probleme?
Im Podcast spricht Raphael Rohner mit Alexandra Pavlovic, Chefin Social Media bei CH Media, über Risiken von Algorithmen, Fake News, Gewaltvideos und die wachsende Überforderung junger Menschen im Netz. Es geht um Medienkompetenz, Verantwortung von Tech-Konzernen, die Rolle der Eltern – und warum Verbote allein kaum die Lösung sind. Dazu kommen Stimmen aus der Bevölkerung, die zeigen, wie gespalten die Gesellschaft beim Thema Social Media ist. (rar)
Lesen Sie hier mehr zum Thema:
Australien greift durch – wäre ein Social-Media-Verbot auch in der Schweiz sinnvoll? – Eine Umfrage
TikTok und Co.: Australien verbietet Social Media für Jugendliche – kann das gut gehen?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Raphael Rohner
US-Präsident Donald Trump hat mit einer militärischen Kommandoaktion in Venezuela international für Aufsehen gesorgt. US-Spezialeinheiten nahmen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro fest und brachten ihn in die Vereinigten Staaten. Der Eingriff markiert eine neue Eskalationsstufe in Trumps Aussenpolitik – und wirft Fragen über seine langfristigen Ziele auf.
«Trump hat jetzt bewiesen, dass das nicht nur ein Papier ist, sondern dass er es wirklich auch beabsichtigt», sagt der US-Korrespondent von CH Media Renzo Ruf. Die Festnahme Maduros sei Teil einer Sicherheitsstrategie, die den Anspruch der USA untermauere, in der westlichen Hemisphäre notfalls auch mit militärischer Gewalt durchzugreifen.
Was will Trump mit dieser Aktion erreichen? Wie geschlossen stehen seine Republikaner hinter dem Vorgehen? Und wie real ist die Gefahr, dass auch Grönland ins Visier der USA gerät – ein Territorium, das zu einer Nato-Macht gehört?
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Hinter der Schlagzeile
Host und Produzentin: Zoe Gwerder
Gast: Renzo Ruf
Simon Maurer reiste am Neujahrstag als Sonderkorrespondent von CH Media nach Crans Montana. Nur wenige Stunden, nachdem ein schreckliches Feuer in der Bar «Le Constellation» 40 Todesopfer und 116 Verletzte gefordert hatte, viele mit schweren Brandwunden. Die meisten von ihnen waren jünger als 25-jährig. Das jüngste Opfer war ein 14-jähriges Kind.
Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» schildert Maurer, wie er das Dorf angetroffen hat. Wie schwierig der Spagat war, zwischen Berichterstattung und Anteilnahme. Er übt Kritik an teils pietätlosen Journalistinnen und Journalisten internationaler Medien. Und er berichtet, wie sich in die unermessliche Trauer der Menschen im Dorf Tag für Tag mehr Wut mischte - auch, weil Recherchen Ungereimtheiten bei den Brandschutzkontrollen durch die Behörden zutage förderten.
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Simon Maurer
Kontakt: [email protected]
Der Aufruf kam am Montagmorgen: Die Bevölkerung muss das Dorf Blatten im Walliser Lötschental innert Stunden verlassen. Rund 300 Personen hatten gerade genug Zeit, das Nötigste einzupacken. Denn hoch über dem Dorf ist das Kleine Nesthorn ins Rutschen geraten. Millionen Kubikmeter Fels und Schutt drohen auf einen Gletscher abzustürzen und diesen im schlimmsten Fall mit ins Tal zu reissen, hinunter auf Blatten. "Die Stimmung im Tal beginnt zu kippen", sagt Inlandredaktorin Léonie Hagen. Die Oberwalliserin verfolgt die Geschehnisse im Lötschental vor Ort.
Wie geht es den betroffenen Menschen?
Woran liegt es, dass sich der Berg plötzlich so schnell bewegt?
Warum ziehen Menschen trotz all der Gefahren das Leben in den Bergen allem anderen vor?
Und wie gross ist die Chance, dass die evakuierten Frauen, Männer und Kinder jemals nach Blatten heimkehren können?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzent: Stefan Bühler
Gast: Léonie Hagen
Kontakt: [email protected]
Er googelte «Leiche versenken» und griff zum Hammer. Was in jener Nacht in Ägeri geschah
In dieser Podcastfolge erfährst du:– Was in der Tatnacht vom 31. August auf den 1. September 2023 in Ägeri geschah– Welche Rolle ein rostiger Hammer, ein Messer und eine geheimnisvolle Grube spielten– Wie sich der mutmassliche Täter vor Gericht verteidigte– Welche Spuren die Google-Suchanfragen hinterliessen– Wie Gerichtsreporterin Kristina Gysi die Stimmung im Saal erlebte
Mehr zum Fall und weitere Hintergründe findest du im Artikel der Zuger Zeitung: Versuchter Mord in Ägeri – wollte ein Mann aus Liebe seinen Rivalen töten?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Zoe Gwerder
Gast: Kristina Gysi
Kontakt: [email protected]
In den 2000er Jahren gab es keinen grösseren Bahnhof, Tram- oder Bushaltestelle ohne Zeitungsboxen: Die Gratiszeitungen lagen nebeneinander auf, man griff beherzt zu und nach wenigen Stunden waren alle Exemplare vergriffen. Man beklagte die Papierflut und blätterte weiter. Tempi passati. Die einzige Gratiszeitung, die bis heute überlebt hat, ist «20 Minuten». Per Ende 2025 wird die Printausgabe jedoch eingestellt.
«Der frühere Plan der Gratiszeitungen und deren Verlage ging langfristig nicht auf», sagt Francesco Benini, Reporter bei CH Media. «Und trotzdem war ‹20 Minuten› relevant. Nicht wegen der journalistischen Qualität, aber wegen der Masse, welche die Zeitung erreichte.»
Wie haben Gratiszeitungen unseren Medienkonsum beeinflusst?
Wie wurden sie so erfolgreich?
Und wie konnte sich «20 Minuten» so lange halten?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Francesco Benini
Kontakt: [email protected]
Der Wunsch nach einem entschleunigten Leben, nach Natur, nach Luft, aber auch nach einer gewissen Distanz trieben unsere Lifestyle-Autorin Rahel Empl aufs Land. Sie verliess Basel für das Glarnerland und lebt jetzt dort, wo sich Städter in der Regel Ferien machen.
"Quality over Quantity", könnte man ihr neues Lebensmotto nennen: Weniger Konsum, weniger Reize. Aber auch bei ihren Freundschaften stellt Empl fest, dass die Kontakte, die sich gehalten haben, tiefgründiger geworden sind, obwohl man sich weniger oft sieht.
Warum ist die sogenannte Stadtflucht so trendy?
Wie hat sich Rahel Empl auf dem Land eingelebt?
Und warum musste sie sich vor allem auf die politische Ausrichtung ihrer neuen Nachbarschaft gewöhnen?
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Rahel Empl
Kontakt: [email protected]
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