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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Folge spricht Julia mit Dr. Iris-Maria Killinger, Fachanwältin für Strafrecht, über den Tod ihres 14-jährigen Sohnes Oskar im Jahr 2019 und über SUDEP – den plötzlichen, unerwarteten Epilepsietod, an dem statistisch einer von 1.000 Epilepsie-Patienten pro Jahr stirbt. Killinger erzählt, wer Oskar war: ein normaler, besonderer Junge, Gymnasiast, der bei seinen Großeltern morgens nicht mehr aufwachte. Mit elf Jahren hatte er auf einer Segelreise in der Türkei seinen ersten großen Anfall mit Atemstillstand. Die Diagnose lautete „selbstlimitierende Epilepsie", verbunden mit der beruhigenden ärztlichen Aussage, man könne daran nicht sterben. Über drei Jahre wurde die Medikation nicht angepasst, gemeldete Auffälligkeiten wurden systematisch heruntergespielt.
Am Tag von Oskars Tod recherchierte Killinger selbst im Internet und stieß erstmals auf den Begriff SUDEP – ein seit Jahrzehnten bekanntes, aber kaum kommuniziertes Risiko. Ein Artikel des Journalisten Kurt Eichenwald und eine Marburger Studie, laut der nur 3 % der befragten Neurologen konsequent über SUDEP aufklären, bestärkten sie darin, etwas zu verändern. Gemeinsam mit Oskars Vater gründete sie die Oskar Killinger Stiftung und die Aufklärungskampagne „stopSUDEP".
Ein zentraler Teil des Gesprächs erklärt den Mechanismus hinter SUDEP: physiologisch ein anfallsbedingter Atemstillstand, oft in der erschöpften Phase nach einem schweren Anfall. Aktivierung – kräftiges Anfassen, Schütteln, im Ernstfall Laienreanimation mit Beatmung – kann lebensrettend sein. Wichtige Schutzmaßnahmen sind, bei aktiver Epilepsie mit nächtlichen Anfällen nicht allein zu schlafen, sowie Anfallsdetektionssysteme wie Bewegungsmatratzen oder das Wearable „Night Watch" zu nutzen.
Killinger, selbst Juristin und ausdrücklich keine Ärztin, spricht auch über die gesellschaftlichen und historischen Gründe für das ärztliche Schweigen: Epilepsie war über Jahrzehnte stigmatisiert, verbunden mit Zwangssterilisationen und Eheverboten – eine schützend gemeinte, aber folgenreiche Verharmlosungskultur der Behandler hat sich bis heute gehalten. Ein weiterer zentraler Gedanke: Epilepsie ist nur ein Symptom, keine Diagnose – die Ursachen können strukturell, metabolisch oder genetisch sein und müssen gezielt abgeklärt werden. Im Fall von Oskar wurde ein möglicher Zusammenhang mit einer später diagnostizierten Zöliakie von einem Arzt explizit abgetan, obwohl das Epilepsie-Zöliakie-Syndrom heute anerkannt ist. In diesem Zusammenhang kommt auch die ketogene Ernährungstherapie zur Sprache – ein seit über 100 Jahren belegter, aber selten angebotener Therapiebaustein bei Epilepsie.
Zum Abschluss verweist Killinger auf die Website der Oskar Killinger Stiftung sowie deren Social-Media-Kanäle und ruft Betroffene dazu auf, sich aktiv mit Diagnostik und Behandlungsoptionen auseinanderzusetzen, statt sich mit unzureichender Aufklärung zufriedenzugeben.
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. IRIS-MARIA KILLINGER:
Dr. Iris-Maria Killinger ist Fachanwältin für Strafrecht und promovierte Juristin. Bis 2019 war sie bundesweit als Strafverteidigerin tätig. Sie ist keine Medizinerin – im Gespräch bezeichnet sie sich selbst ausdrücklich als „kein Arzt, sondern nur Jurist".
2019 verstarb ihr 14-jähriger Sohn Oskar an einem plötzlichen Epilepsietod (SUDEP). Seither engagiert sie sich hauptberuflich für Aufklärung über Epilepsie-Risiken und SUDEP. Gemeinsam gründete sie 2020 die Oskar Killinger Stiftung und ist deren Geschäftsführerin. Die Stiftung betreibt die Aufklärungskampagne „stopSUDEP" und setzt sich dafür ein, dass Ärzte ihre Patienten umfassend und diskriminierungsfrei über das SUDEP-Risiko informieren.
Sie hat u. a. auf der internationalen Fachkonferenz „Partners Against Epilepsy Mortality" (PAME) zum Thema SUDEP-Prävention gesprochen und beim Keto-Live-Kongress in St. Moritz über Oskar und die Arbeit der Stiftung berichtet.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
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‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite.
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Folge erklärt Julia, welche Laborwerte du regelmäßig kontrollieren lassen solltest – unabhängig davon, ob du gerade mit Keto startest oder nicht, aber besonders relevant beim Wechsel der Ernährungsform. Ihr zentrales Argument: Viele Veränderungen im Körper, etwa ein erhöhter Blutzucker oder leichte Entzündungen, tun lange Zeit nicht weh und bleiben deshalb unbemerkt. Deshalb empfiehlt sie ein- bis zweimal jährlich eine umfangreiche Blutuntersuchung – vergleichbar mit dem regelmäßigen Service eines Autos: "Wir gehen ja auch regelmäßig zum Service mit dem Auto. Da muss man auch Öl wechseln und da muss man auch immer wieder die Überprüfung machen."
Bevor es um die Werte selbst geht, widmet sich Julia ausführlich der richtigen Vorbereitung vor der Blutabnahme, da hier ihrer Erfahrung nach die meisten Fehler passieren, die Ergebnisse verfälschen: gleicher Wochentag, ähnliche Uhrzeit, 12 bis besser 16 Stunden nüchtern, kein exzessives Essen am Vorabend, mindestens zwei Tage kein Sport, bei Frauen möglichst dieselbe Zyklusphase und keine Blutabnahme direkt nach einem außergewöhnlichen Wochenende. Supplemente sollten fünf Tage vorher abgesetzt werden, Koffein und Rauchen direkt vor dem Termin vermieden werden. Sie betont außerdem, dass die besten Laborwerte wenig bringen, wenn niemand sie richtig interpretiert – sie empfiehlt daher, sie mit einem geschulten Gesundheitsexperten zu besprechen, auch wenn KI heute unterstützend helfen kann.
Anschließend geht Julia die wichtigsten Werte im Detail durch: das Lipidprofil mit Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceriden, oxidiertem LDL, ApoB und Lp(a) – Letzteres beschreibt sie als veränderlich statt rein genetisch bedingt und "nur weil die vermeintlich nicht krank sind, heißt ja nicht, dass sie gesund sind". Dazu kommen Nüchternglukose und -insulin für den HOMA-Index als aussagekräftigeren Marker für Insulinresistenz als HbA1c, Homocystein als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das vollständige Eisenprofil, Leber- und Nierenwerte, Entzündungswerte wie CRP/HS-CRP sowie die Schilddrüsenwerte TSH, freies T3 und freies T4. Bei Mineralstoffen rät sie zur Vollblut- statt Plasmabestimmung, da Mängel – etwa bei Magnesium – im Plasma verborgen bleiben können. Bei den Vitaminen hebt sie Vitamin D und insbesondere Holo-Transcobalamin (Holo-TC) statt einfachem B12 hervor, da dieser Wert auch leichte Mängel sichtbar macht.
Zum Abschluss ordnet Julia das Konzept der Referenzbereiche ein: Diese entstehen aus der Bevölkerungsmehrheit einer "vermeintlich gesunden" Gruppe und bedeuten nicht automatisch ein gesundheitliches Optimum – besonders bei Vitaminen empfiehlt sie, eher im oberen Normbereich zu liegen. Sie verweist auf ihren kostenlosen Laborwerteratgeber zum Download unter der Folge, der alle besprochenen Werte, offizielle und empfohlene Referenzbereiche sowie Hinweise zur Vorbereitung und zur Vollblut- vs. Serum-Analyse enthält.
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🎬 KAPITEL:
00:00:00 Warum Laborwerte wichtig sind
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Folge spricht Julia mit Diana Ruchser, der Bloggerin hinter schwarzgrüneszebra.de, über zwölf Jahre Low Carb: von der Diabetes-Diagnose mit 26 bis zum Foodblog als Hauptberuf. Diana erzählt, wie ein Ernährungswissenschaftler ihr im Krankenhaus ohne erhobenen Zeigefinger erklärte, was Kohlenhydrate mit dem Blutzucker machen. Es geht um Backen mit Low-Carb-Mehlen, Ersatzstoffe wie Erythrit und Alulose, Familienessen und die Frage, wie man Ausnahmen im Alltag lebt. Zum Schluss verrät sie ihr neues Buch zum Sauerteigbrot in Low Carb.
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👩⚕️ ALLES ÜBER DIANA RUCHSER:
Diana Ruchser ist Food-Bloggerin, Rezeptentwicklerin, Foodfotografin und Autorin aus Nürnberg. 2014 bekam sie die Diagnose Diabetes Typ 2 und stellte ihre Ernährung um. Weil ihr Genuss wichtig blieb, denkt sie klassische Gerichte Low-Carb neu. Ihr Blog Schwarzgrünes Zebra hat über 900 Low-Carb-Rezepte. Sie hat vier gedruckte Bücher und drei E-Books veröffentlicht, darunter "Low Carb Baking – Brot, Brötchen & Baguette" und "Das große Low Carb Kochbuch".
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
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✨ WAS DU IN DIESER FOLGE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
Julia Tulipan spricht mit Dr. Melina Messing, Immunologin und selbst von Zystennieren betroffen, über die polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) und einen ketogenen Stoffwechselansatz, der die klassische Prognose infrage stellt. Melina erzählt, wie sie und ihr Vater durch die Studie von Thomas Weimbs zur ketogenen Ernährung kamen und welche Verbesserungen sie erlebten. Sie erklärt, warum Ketone entzündungshemmend wirken, wie sich Zystenzellen ähnlich wie Krebszellen von Glukose ernähren und welche Fallstricke Nierenpatienten beachten sollten: mehr Salz am Anfang und oxalatreiche Lebensmittel meiden. Zum Schluss stellt sie das Ren.Nu-Programm vor.
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. MELINA MESSING, PHD:
Dr. Melina Messing ist Immunologin, Postdoktorandin im Labor von Prof. Thomas Weimbs an der University of California, Santa Barbara, und Scientific Director des Ren.Nu-Programms bei Santa Barbara Nutrients. Sie lebt selbst mit ADPKD und erforscht, wie ketogene metabolische Therapie Entzündung und Zystenwachstum beeinflusst. Transparenzhinweis: Sie ist bei Santa Barbara Nutrients (Hersteller von KetoCitra) angestellt.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
00:04:35 Familiengeschichte
00:12:41 Symptome und Leidensweg
00:18:19 Die Weimbs-Studie
00:25:05 Aktuelle Studienergebnisse
00:31:37 Wie Ketone wirken
00:36:47 Ketogene Therapie im Alltag
00:40:21 Oxalate und KetoCitra
00:43:44 Richtige Ketonwerte
00:50:56 Ren.Nu-Programm
00:59:21 Skepsis der Nephrologen
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🎤 AUFGEZEICHNET AUF DER KETO LIVE KONFERENZ 🎤
Diese Folge ist auf der Keto Live Konferenz entstanden – Europas führender Keto-Konferenz. Die 7. Internationale Keto Live Konferenz findet von 19.–22. Juni 2027 in Zürich (Rüschlikon) statt.
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
Mit 55 Jahren war Dr. David Unwin, britischer Hausarzt aus Southport, erschöpft, übergewichtig, hatte Bluthochdruck und wusste nicht, dass er selbst an Typ-2-Diabetes litt. Er dachte über den Ruhestand nach – bis eine Patientin ihm erzählte, dass sie ihren Typ-2-Diabetes durch eigenständigen Kohlenhydratverzicht komplett in Remission gebracht und ihre Medikamente abgesetzt hatte. In dieser Folge erzählt er live auf der Keto-Live-Konferenz in der Schweiz, wie daraus ein Ansatz wurde, der seine Praxis und sein Leben verändert hat.
Gemeinsam mit seiner Frau Jen fand er 18 Freiwillige, mit denen er wöchentlich, unbezahlt und in seiner Freizeit Low Carb ausprobierte – "we were exploring this together like a new place". Die Ergebnisse waren nach seinen Worten "astonishing": Leberwerte, Gewicht, Haut, Stimmung und Energie verbesserten sich, auch bei ihm selbst. Aus den 18 Pionier-Patient:innen wurden Abend-Gruppenkonsultationen für die gesamte Praxis mit rund 10.000 Patient:innen.
Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um die Frage, warum so viele Ärzt:innen skeptisch bleiben. Unwin erklärt es mit der Ausbildung: "People tend to use the tools that they have been taught to use." Sein prägnantestes Zitat: "For twenty-five years, I'd blamed the patients for something that I was doing wrong." Nicht die Patient:innen waren schuld, sondern seine vage Beratung "iss weniger, beweg dich mehr". Seither ordnet er die Ziele der Medizin neu: erst Prävention, dann Heilung, und erst an dritter Stelle die reine Kontrolle von Symptomen.
Im Praxisteil zeigt er, wie er trotz 10-Minuten-Terminen motivierend berät: Motivation vor Information vor Detail. Zuerst weckt er Hoffnung auf eine bessere Zukunft, erklärt dann knapp Insulinresistenz und Fettleber und bietet danach je nach Lerntyp Flyer, App, Buch oder Gruppentermin an. Seine Praxis im strukturschwachen Norden Englands dient als Beweis, dass der Ansatz auch außerhalb wohlhabender Regionen funktioniert: Die Chance auf eine medikamentenfreie Remission liegt dort bei 50 %, dokumentiert an 157 Fällen.
Zum Schluss geht es um Feedback-Metriken wie Gewicht, Taillenumfang oder Glukosemonitor, die Motivation aufrechterhalten, und um eine herzliche Hommage an die Keto Live mit Essen, Networking, Vorträgen und Spaziergängen am See. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Ernährung bei Typ-2-Diabetes und Insulinresistenz wirken kann.
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. DAVID UNWIN:
Dr. David Unwin FRCGP ist britischer Allgemeinmediziner und praktiziert seit 1986 in der Norwood NHS Surgery in Southport bei Liverpool. Als "the Low Carb GP" wurde er international bekannt: Er gehört zu den ersten NHS-Hausärzten, die Kohlenhydratreduktion systematisch bei Typ-2-Diabetes, Prädiabetes und Adipositas in die Regelversorgung integriert haben. Inzwischen haben rund 150 seiner Patient:innen eine medikamentenfreie Remission erreicht.
Er ist Fellow des Royal College of General Practitioners (FRCGP), Vorsitzender des Scientific Advisory Committee der Public Health Collaboration und wurde 2016 zum NHS Innovator of the Year gekürt. Er hat über 20 peer-reviewte Arbeiten veröffentlicht. Weltweit bekannt sind seine "Teelöffel-Zucker"-Infografiken, die in rund 35 Sprachen übersetzt wurden, auch auf Deutsch.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Typ-2-Diabetes: Muss es immer schlimmer werden?
00:01:40 Mit 55 müde, krank und der Wendepunkt
00:04:11 Unbezahlt: Low Carb in der Freizeit
00:04:51 Warum sich Ärzte gegen die Idee sperren
00:08:12 Ausgebrannt: Wenn Medikamente nur verwalten
00:09:51 Remission verändert den Blick auf chronische Krankheiten
00:12:22 Warum Kollegen an Medikamenten festhalten
00:13:14 Der gemeinsame Nenner war ich
00:16:55 Ernährungsberatung in zehn Minuten
00:18:29 Hoffnung vor Anweisung
00:19:19 Mögliche Zukünfte als Motivation
00:20:54 Physiologie verstehen: Insulinresistenz und Fettleber
00:22:17 Individualisierung statt Einheitsrezept
00:23:09 Wie man Kolleginnen und Kollegen überzeugt
00:25:09 Feedback als Motor der Motivation
00:26:16 Warum die Keto Live so besonders ist
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
🧠 Neurofeedback misst per EEG-Elektroden die Hirnströme und spielt sie als Video- oder Audio-Feedback zurück – das Gehirn reguliert sich dabei komplett unbewusst, ein bewusstes Steuern ist nicht möglich
⚡ Beim ILF-Neurofeedback (Infra Low Frequency) wird ab einer Startfrequenz von 0,1 Millihertz trainiert – laut Praxiserfahrung mit rund halb so vielen Sitzungen wie klassisches Frequenzbandtraining
🗺️ Ein Brain Mapping liefert einen über 80-seitigen Befund, der objektiv zeigt, welche Hirnareale in welchen Frequenzen arbeiten – inklusive Hinweisen auf ADHS, Autismus oder Depression
📍 Je nach trainiertem Hirnareal wirkt Neurofeedback unterschiedlich: Parietallappen für Entspannung und Schmerzlinderung, Temporallappen bei Migräne und Epilepsie, Frontallappen für Fokus und Impulskontrolle
🎧 Beim Alpha-Theta-Tiefenzustandstraining über Kopfhörer verarbeitet das Gehirn alte Emotionen und Traumata, ohne dass sie bewusst noch einmal durchlebt werden müssen
💧 Ergänzend kommt am Longevity Center Vienna eine Vagusinfusion mit Magnesium, Kalium, Taurin und Glycin während der Sitzung zum Einsatz
🫁 Hyperbare Sauerstofftherapie vor oder nach dem Training steigert die Hirndurchblutung, fördert die Neuroplastizität und regt die Stammzellproduktion an
🚫 Echte Kontraindikationen gibt es praktisch keine – Neurofeedback ist reine Selbstregulation und wirkt laut Johannes selbst bei Epilepsie unterstützend
💊 Nach einigen Sitzungen sinkt oft der Bedarf an Psychopharmaka spürbar – Dosisanpassungen aber immer eng mit Arzt oder Psychiater abstimmen (Deprescribing)
🏎️ Rennfahrer Ferdinand Habsburg bereitete sich mit Neurofeedback auf das 24-Stunden-Rennen in Le Mans vor und steigerte so gezielt seinen Fokus
😴 Ein Klient verdoppelte laut Oura-Ring-Daten seinen Tiefschlaf – ein für Fachleute kaum erreichbarer Wert
🙌 Eine zwanzigmal tägliche Handwasch-Zwangsstörung war bereits nach vier Sitzungen verschwunden
❤️ Ein stress- und traumabedingt erhöhter Ruhepuls von 90 normalisierte sich bereits ab der vierten Sitzung auf 50-60
📅 Empfohlen wird ein Zehnerblock mit mindestens wöchentlichen Sitzungen – einmal etablierte Regulation gilt laut Johannes als dauerhaftes „Lifetime Investment"
🔬 Von der Forschung bis in die klinische Praxis dauert es im Schnitt 17 Jahre – Johannes orientiert sich bei sicheren, risikoarmen Methoden lieber an der Praxiserfahrung als am Warten auf Studien
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Folge der Evolution Radioshow spricht Julia Tulipan mit Johannes Weiss, CEO und Gründer des Longevity Center Vienna, über Neurofeedback – eines der faszinierendsten und am wenigsten bekannten Tools der funktionellen Medizin. Johannes erzählt, wie ihn ein schwer erkrankter Angehöriger und eine eigene Diagnose Anfang zwanzig vor über zehn Jahren zur ganzheitlichen, ursachenorientierten Medizin brachten. Den entscheidenden Schlüsselmoment für Neurofeedback erlebte er bei der Schweizer Therapeutin Anja Leitz: Nach seiner ersten Sitzung war er auf der siebenstündigen Zugfahrt zurück nach Wien ungewöhnlich fokussiert, motiviert und wach – ein Erlebnis, das ihn dazu brachte, die Methode selbst zu erlernen.
Im Hauptteil erklärt Johannes das Funktionsprinzip: Elektroden am Kopf messen die Hirnströme (EEG), die dem Gehirn über Bildschirm-Feedback – etwa eine Naturdokumentation, die je nach Hirnaktivität größer oder kleiner wird – unbewusst zurückgespielt werden. Das Gehirn lernt so, sich selbst zu regulieren, ohne dass der Prozess bewusst steuerbar ist. Je nach trainiertem Hirnareal wirkt das Training unterschiedlich: Parietallappen für Entspannung und gegen Anspannungsschmerzen, Temporallappen bei Instabilitäten wie Migräne und Epilepsie, Frontallappen für Exekutivfunktionen und Impulskontrolle. Das Longevity Center Vienna setzt dabei auf Infra Low Frequency (ILF) Neurofeedback mit Startfrequenzen ab 0,1 Millihertz, das laut Johannes' Praxiserfahrung deutlich weniger Sitzungen benötigt als klassisches Frequenzbandtraining – ergänzt um Vagusinfusionen mit Magnesium, Kalium, Taurin und Glycin sowie hyperbare Sauerstofftherapie, weil Neurofeedback allein bei Nährstoffdefiziten, Schadstoffbelastung oder Hormonstörungen nur begrenzt wirkt.
Kontraindikationen gibt es laut Johannes praktisch keine, da es sich um reine Selbstregulation handelt – auch bei Epilepsie wirkt die Methode nachweislich unterstützend. Vor der eigentlichen Therapie steht oft ein umfangreiches Brain Mapping (ein über 80-seitiger Befund plus ERP-Messung zur Stressreaktion) sowie ein erweitertes Blutbild inklusive Mikrobiom- und Zahnstatus-Analyse. Ergänzt wird das Wachtraining ab der zehnten Sitzung häufig durch Alpha-Theta-Tiefenzustandstraining über Kopfhörer, bei dem alte Emotionen und Traumata ohne bewusste Beteiligung verarbeitet werden können.
Johannes nennt zahlreiche Praxisbeispiele: Rennfahrer Ferdinand Habsburg wurde vor dem 24-Stunden-Rennen Le Mans auf Fokus trainiert, ein Klient verdoppelte laut Oura-Ring-Daten seinen Tiefschlaf, eine Zwangsstörung mit zwanzigfachem täglichem Händewaschen verschwand bereits nach vier Sitzungen, und ein junger Mann normalisierte seinen stressbedingt stark erhöhten Ruhepuls innerhalb von vier Sitzungen. Als Basis empfiehlt er einen Zehnerblock mit mindestens wöchentlichen Sitzungen – einmal etabliert, bleibt die Gehirnregulation als „Lifetime Investment" dauerhaft erhalten. Zum Abschluss betont Johannes den Anspruch des Centers, immer den vollständigen Überblick über Gehirn, Mitochondrien, Mikrobiom und Hormone zu behalten, statt Symptome isoliert zu behandeln, und verweist auf longevity-wien.at sowie das neu gegründete, ortsunabhängige Brain Performance Institute.
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👩⚕️ ALLES ÜBER JOHANNES WEISS:
Johannes Weiss ist CEO und Gründer des Longevity Center Vienna, einer auf Biohacking, Root-Cause-Medizin und Gehirngesundheit spezialisierten Praxis in Wien. Er positioniert sein Zentrum als eines der fortschrittlichsten Longevity-Zentren Europas, mit dem Leitsatz „Turning Hours into Years".
Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Neurofeedback: Am Longevity Center Vienna wird ILF-Neurofeedback nach Othmer in Kombination mit präziser QEEG-Diagnostik und ERP-Messung angeboten – ein in Österreich einzigartiges Angebot, das Johannes dort exklusiv praktiziert. Die Methode kommt unter anderem bei ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen, Stress und Burnout, Migräne, Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen sowie chronischen Schmerzen zum Einsatz. Daneben umfasst sein Portfolio Mitochondrienmedizin, ganzheitliche Medizin und die Verknüpfung von Psycho-Neuro-Immunologie mit zellulärer Gesundheit.
Johannes tritt international als Speaker und Seminarleiter auf, unter anderem als Keynote-Speaker beim Health Optimisation Summit in London zum Thema mitochondriale Gesundheit und zelluläre Optimierung, sowie regelmäßig bei medizinischen Fachkongressen. Gemeinsam mit Rainer Goytia hat er das erste hauseigene Longevity-Retreat im Six Senses Kaplankaya mitentwickelt. Über sein Zentrum wurde unter anderem in Forbes und im ORF berichtet.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung und Vorstellung
00:02:30 Werdegang: Vom eigenen Schicksal zu Neurofeedback
00:05:10 Was ist Neurofeedback? Grundprinzip erklärt
00:07:44 Gehirnwellen, Sitzungsdauer und -erleben
00:12:56 Hirnareale: Parietal-, Temporal-, Frontallappen
00:15:52 Neurofeedback bei Kindern, ADHS und Erwachsenen
00:18:45 Kontraindikationen und Umgang mit Medikamenten
00:21:44 Was ist ILF-Neurofeedback?
00:23:55 Forschungslage, Brain Mapping und Diagnostik
00:29:32 Für wen eignet sich Neurofeedback?
00:32:46 Beeindruckende Kundengeschichten
00:36:40 Autoimmunerkrankungen, Trainingsformen und Wirkdauer
00:41:48 Trainingsfrequenz und neues Institut
00:45:20 Neurofeedback als Zukunft der Medizin
00:47:25 Abschluss und Verabschiedung
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Diese Folge wird ermöglicht durch Melysium! Schluss mit Chemie auf der Haut? 🌿 Melysium setzt auf natürliche Hautpflege mit Rindertalg (Beef Tallow), reich an hautfreundlichen Fettsäuren & Vitaminen, angereichert mit Bienenwachs, Honig & Lavendelöl – ganz ohne Erdöl, Silikone oder Parabene. Entdecke die Beef Tallow Creme & mehr: Melysium Shop
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📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Folge zeigt Julia dir die Lücke zwischen "guten" Laborwerten und real spürbaren Symptomen wie Energieeinbrüchen, Gewichtszunahme und der berüchtigten Nachmittagsmüdigkeit um 15 Uhr. Ihr Ausgangspunkt: Viele Menschen kommen aus der Arztpraxis mit dem Bescheid, alles sei in Ordnung – und trotzdem passt etwas nicht. Als Bild dafür nutzt sie das Eisbergmodell: Der klassische Blutzuckerwert ist nur die sichtbare Spitze, während das eigentliche Geschehen im Stoffwechsel darunter verborgen bleibt.
Ausgehend davon erklärt sie zunächst den Standard-Test, den oralen Glukosetoleranztest (OGTT): Nüchtern wird eine Lösung mit 75 g Glukose getrunken, danach wird der Blutzucker nach 30, 60, 90 und 120 Minuten gemessen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Der OGTT zeigt nur den Blutzucker, aber nicht, wie viel Insulin der Körper aufwenden muss, um diesen Blutzucker stabil zu halten. Dieser blinde Fleck führt dazu, dass eine Insulinresistenz oft erst nach zehn bis fünfzehn Jahren erkannt wird – wenn, wie Julia es bildlich beschreibt, schon "Feuer am Dach" ist, statt den "Kabelbrand" frühzeitig zu erwischen.
Als Alternative stellt sie den erweiterten Test nach Dr. Joseph Kraft vor, der zusätzlich zum Zucker über drei bis fünf Stunden auch das Insulin misst. Sie zitiert Dr. Kraft mit seiner Kernaussage, dass man sich nicht nur den Zucker, sondern auch das steuernde Hormon Insulin anschauen müsse, um wirklich zu verstehen, was im Stoffwechsel passiert. Der Aufwand – mehrere venöse Blutentnahmen statt eines einfachen Fingerstichs – erklärt laut Julia, warum der Test nicht als Standard etabliert ist, obwohl er die Insulinresistenz um Jahre früher sichtbar machen kann.
Den Kern der Folge bildet die Erklärung der vier Kraft-Muster: das normale Muster (Insulin steigt und fällt parallel zum Zucker), die verzögerte Antwort (erster Hinweis auf beginnende Insulinresistenz), die überschießende Reaktion (massiv erhöhtes Insulin bei noch normalem Blutzucker – für Julia der spannendste Fall, weil ein reiner Zuckertest hier nichts anzeigen würde) und schließlich die Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse, wie sie bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes auftritt. Besonders betont sie, dass bei den Mustern zwei und drei der Blutzuckerwert selbst noch völlig unauffällig sein kann – der Test liefert damit ein "Fenster in die Zukunft".
Julia ordnet die Insulinresistenz als Wurzel aller chronischen Erkrankungen ein, nicht nur als Diabetes-Vorstufe, und leitet daraus die praktische Konsequenz ab: Wer früh erkennt, kann früh gegensteuern. Als wirksamste Maßnahme nennt sie eine Low-Carb-Ernährung zur Normalisierung des Blutzuckers und Wiederherstellung der Insulinsensitivität, verbunden mit der Empfehlung, den Test nach etwa einem Jahr Intervention zu wiederholen. Am Ende verweist Julia auf eine weiterführende Folge zu drei von Ärzten häufig übersehenen Blutwerten.
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00:00:00 Einleitung: Warum normale Werte täuschen können
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Gerade im Herbst und Winter – oder wenn du schon länger supplementierst – ist Vitamin D oft so ein „Ich glaub, ich bin okay"-Thema. Mein Tipp: Nicht schätzen, sondern nachmessen! Und weil Vitamin D und K2 zusammengehören, empfehle ich den For You Vitamin D3 & K2 Test.
Der Test funktioniert ganz einfach zu Hause per Trockenblut: wenige Tropfen aus der Fingerkuppe, ab in den Rückumschlag – und deine Ergebnisse bekommst du übersichtlich online. Gemessen werden 25-OH-D3 und K2 (MK-7) – ideal, um deine Supplementierung sinnvoll einzuordnen und anzupassen.
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🎤 AUFGEZEICHNET AUF DER KETO LIVE KONFERENZ 🎤
Dieses Interview ist auf der Keto Live Konferenz entstanden – Europas führender Keto-Konferenz.
Du willst beim nächsten Mal selbst dabei sein? Die 7. Internationale Keto Live Konferenz findet von 19.–22. Juni 2027 in Zürich (Rüschlikon) statt. Vier Tage Keto-Wissenschaft, Praxis und Community – live und zum Mitreden.
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
Diese Folge ist ein Live-Mitschnitt von der Keto-Live-Konferenz: Julia spricht dort mit Dr. Elena Gross, Neurowissenschaftlerin und Gründerin von KetoSwiss AG, über ihren ganz persönlichen Weg zur metabolischen Migräne-Forschung. Elena leidet seit ihrem 14. Lebensjahr an Migräne, durchlief ein Jahrzehnt erfolgloser pharmazeutischer und alternativer Therapien und wurde während ihres Psychologiestudiums chronisch krank. Der Wendepunkt kam während ihres Neurowissenschafts-Masters in Oxford: Eine chronische Migränepatientin kehrte nach zwei Wochen Fasten – trotz täglichem Rotwein, einem klassischen Migräneauslöser – unerkannt verändert und beschwerdefrei zurück. Das brachte Elena auf die Spur der Ketonkörper als alternativem Gehirntreibstoff, und ihr zentraler Aha-Moment lautete: "Kalorien sind nicht gleich Energie."
Im zweiten Teil erklärt Elena die Mechanismen hinter dieser Theorie. Migräne betrifft rund 15 % der Weltbevölkerung und gilt als multifaktoriell: Übererregbare, energiehungrige Gehirne waren evolutionär ein Vorteil, passen aber schlecht zur heutigen Umwelt mit eingeschränkter Energiebereitstellung. Sie beschreibt fehlende Habituation, Cortical Spreading Depression und die Rolle von Ketonkörpern als Signalmoleküle, die Entzündung, Mitochondrienfunktion und Genexpression beeinflussen. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Migräniker ist ein "metabolischer Migräniker" – etwa ein Drittel spricht laut ihrer Forschung gar nicht an, ein Drittel teilweise, ein Drittel als Super-Responder. Als vorläufige, noch replikationsbedürftige Ansatzpunkte nennt sie drei Blutmarker: hochsensitives CRP, HbA1c und Phosphat.
Anschließend stellt Elena das Fünf-Säulen-Protokoll aus ihrem Buch vor: Blutzuckerstabilität (Whole-Foods-Ernährung, CGM-Selbsttest), Mikronährstoffe (methylierte B-Vitamine, Vitamin D, Elektrolyte, L-Carnitin), oxidativer Stress (Antioxidantien, hochdosiertes Melatonin, schwefelhaltiges Gemüse), Mitochondrien-Support (Stressreduktion, Kälte-/Hitzereize, zirkadianer Rhythmus) und Ketonkörper als alternative Energiequelle – wobei die konkrete Ernährungsform von niedrig-glykämisch bis zyklischer Ketose individuell wählbar ist. Sie betont, dass ein zu strenges Regime für sie selbst nicht nachhaltig war, dass Rückfälle normal sind und dass eine abrupte Umstellung Migräneattacken sogar für bis zu zwei Wochen auslösen kann – graduelle Veränderung ist meist der freundlichere Weg.
Zum Abschluss formuliert Elena ihre Kernbotschaft: Migräne ist der Freund, nicht der Feind – die Ursache muss gefunden werden, statt nur den Schmerz zu unterdrücken. Als Gründungsmitglied der Keto-Live-Konferenz gibt sie live einen tiefen Einblick in zehn Jahre eigene Forschung und ihre persönliche Geschichte.
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. ELENA GROSS:
Dr. Elena Gross, PhD, ist Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin, Erfinderin und ehemalige chronische Migräne-Patientin. Nach ihrer eigenen Migränegeschichte seit dem 14. Lebensjahr wechselte sie vom Psychologie- ins Neurowissenschafts-Studium (MSc Neuroscience, University of Oxford) und promovierte anschließend an der Universität Basel (PhD in Clinical Research). Dort leitete sie die erste randomisierte, placebokontrollierte Studie zu exogenen Ketonkörpern bei Migränepatienten.
Aus dieser Forschung heraus gründete sie KetoSwiss AG (Basel) und schuf die Marke Brain Ritual®, ein Stoffwechsel-basiertes Lebensmittel für die neurologische Gesundheit. Sie hält vier Patente und ist Autorin peer-reviewter Publikationen, u. a. in Nature Reviews Neurology und Scientific Reports, sowie des Buchs "How To Master Migraine: Feed Your Brain, Free Your Life" (bislang nur auf Englisch erhältlich). Dr. Elena Gross ist zudem Gründungsmitglied der Keto-Live-Konferenz, auf der dieses Gespräch live aufgezeichnet wurde.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Migräne als Warnsignal verstehen
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📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Solo-Folge nimmt Julia den Zuckerersatzstoff Allulose unter die Lupe und stellt ihn dem bisherigen Low-Carb-/Keto-Standard Erythrit gegenüber. Ihre These: Allulose könnte Erythrit als bevorzugten Zuckerersatz beim Backen ablösen. Erythrit hat zwar viele Vorteile – praktisch kalorienfrei, ohne relevante Wirkung auf Blutzucker oder Insulin, breit einsetzbar in Low-Carb-Rezepten –, schmeckt aber nicht wie echter Zucker: ein kühlender Effekt, teils bitterer Nachgeschmack, eine kristalline Struktur, und beim Backen fehlen oft die typische Textur, Bräunung und Karamellisierung, die Zucker ausmachen.
Genau hier setzt Allulose an. Julia beschreibt sie als einen der interessantesten Zuckerersatzstoffe, weil sie geschmacklich und texturell sehr nah an echten Zucker herankommt – im Mund, beim Backen und im Bindeverhalten. Allulose ist ein sogenannter seltener Zucker, der auch natürlich in geringen Mengen etwa in Feigen oder Rosinen vorkommt. Chemisch ist sie Zucker ähnlich, wird vom Körper aber anders verarbeitet als gewöhnlicher Haushaltszucker und hat nach aktuellem Kenntnisstand nur einen kaum wahrnehmbaren Effekt auf Blutzucker und Insulin – ein Aspekt, der für Menschen interessant sein kann, die auf ihren Blutzucker- und Insulinhaushalt achten möchten.
Wichtig ist Julia dabei eine klare Einschränkung: Allulose sei kein "Freifahrtschein" für täglichen Zuckerkonsum. Wer sie zur Basis für tägliche Keto-Desserts macht, riskiert, alte Naschmuster – nach jeder Mahlzeit, abends, im Kaffee – fortzuführen, selbst ohne spürbare Blutzuckerwirkung. Low Carb und Keto funktionieren laut Julia auch ganz ohne solche Zusatzstoffe sehr gut; Allulose sei eher ein Werkzeug für besondere Anlässe wie Geburtstage oder Gästedesserts, nicht für den Alltag. Bei bestehender Lebensmittelsucht rät sie zu besonderer Vorsicht.
Praktisch gibt Julia konkrete Backtipps: Allulose ist etwas weniger süß als Zucker, lässt sich gut mit Erythrit oder ein paar Tropfen Stevia kombinieren, bräunt schneller (daher lieber mit niedrigeren Backtemperaturen arbeiten) und eignet sich besonders für Cookies, Brownies, Karamellsaucen und cremige Desserts. Zum Schluss thematisiert sie die Verfügbarkeit: In der EU ist Allulose derzeit noch nicht zugelassen, kann aber für den Eigenbedarf legal aus den USA importiert werden, etwa über iHerb – nur der Weiterverkauf ist untersagt. Julia empfiehlt, Allulose zunächst in kleinen Mengen selbst zu testen, und schließt mit dem Fazit: Es geht nicht darum, Zucker eins zu eins zu ersetzen, sondern bewusstere Entscheidungen zu treffen.
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🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung: Allulose vs. Erythrit
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In dieser Folge der Evolution Radio Show spricht Julia Tulipan mit Andreas Könings, Gründer der Deutschen Neuro-Akademie und erstem deutschen Z-Health® Master Practitioner, über neurozentriertes Training. Könings erzählt zunächst seine persönliche Geschichte: Als Basketballspieler riss er sich im Abstand von rund zwölf Monaten zweimal das rechte Kreuzband. Als er nach der zweiten Verletzung in derselben Reha-Einrichtung denselben Standardplan wie beim ersten Mal bekam, beschloss er, selbst nach Alternativen zu suchen. Über Umwege — Faszientraining, Dehnübungen, funktionelles Training, die alle nicht halfen — landete er schließlich bei einem Neuro-Seminar in Kopenhagen, nach dem er erstmals wieder schmerzfrei tief hocken konnte.
Im Kern erklärt Könings neurozentriertes Training über die Hardware-Software-Analogie: Klassisches Training und klassische Therapie beschäftigen sich vor allem mit der "Hardware" des Körpers, während neurozentriertes Training die "Software" adressiert — das Nervensystem, das steuert, wie der Körper auf Reize reagiert. Anhand des Beispiels Knieschmerz erläutert er, warum eine strukturell verheilte Verletzung trotzdem weiter schmerzen kann: Schmerz ist multifaktoriell und entsteht im Gehirn als Reaktion auf wahrgenommene Unsicherheit oder Bedrohung, nicht zwingend als Zeichen eines beschädigten Gewebes. Er zitiert einen führenden Schmerzforscher: "Schmerz ist eine Meinung des Gehirns auf eine bestimmte Situation." Am Beispiel eines Joggers mit unzureichenden visuellen Informationen zeigt er, wie das Gehirn über Knie-, Fuß- oder Rückenschmerz signalisieren kann, dass etwas gestoppt werden soll — obwohl die eigentliche Ursache in den Augen oder dem Gleichgewichtssystem liegt.
Praktisch arbeitet Könings mit einem Vorher-Nachher-Prinzip: Ein einfacher Beweglichkeitstest wird vor und direkt nach einer Übung wiederholt, um in Sekunden zu erkennen, ob sie hilft, schadet oder neutral ist — ein "Try-and-Error-Spiel mit System". Er betont, dass es keinen universellen Trainingsplan gibt, der für jeden funktioniert, und empfiehlt, gefundene Übungen drei bis fünf Mal täglich in kurzen, unaufwendigen Einheiten durchzuführen; Kontinuität sei wichtiger als Intensität. Zur Dauer sagt er unverblümt: so lange, wie man das Problem nicht mehr haben möchte — wer aufhört, sobald es besser wird, kehrt oft zum Ausgangszustand zurück.
Zum Abschluss weitet Könings das Anwendungsfeld über Schmerz hinaus: Schwindel, Verspannungen, Narben (auch von Tätowierungen und Piercings), Leistungssport sowie die unterstützend begleitende Anwendung bei Themen wie Onkologie, ADHS und neurodegenerativen Erkrankungen — ausdrücklich als Ergänzung und nicht als Heilversprechen. Narben erklärt er als mögliche "blinde Flecken" im Nervensystem — strukturell verheilt, aber neuronal weiterhin unzureichend informationsversorgt. Er betont, dass Alter allein selten die wahre Ursache von Einschränkungen ist, und gibt praktische Lesehinweise für sein gemeinsam mit Lisa Könings verfasstes Buch "Neurozentriertes Training" (Trias Verlag): "Loslege-Typen" sollten mit dem Testkapitel beginnen, "Warum-Typen" mit der Theorie.
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👩⚕️ ALLES ÜBER ANDREAS KÖNINGS:
Andreas Könings ist Sportökonom, Leiter und Mit-Inhaber der Deutschen Neuro-Akademie (Deutsche Akademie für Neuro-Performance) und einer der führenden Experten für neurozentriertes Training in Europa. Er ist der erste deutsche Z-Health® Master Practitioner und absolvierte zudem mehrere Fortbildungen des Carrick Institute (u. a. Neurochemie, Neuroimmunologie).
Nach seiner Zeit als Leistungssportler (Basketball) wandte er sich vor rund zehn Jahren intensiv den Themen Gehirn und Nervensystem zu. Seit 2017 war er fachlicher Leiter der Deutschen Neuro-Akademie, seit 2021 führt er sie gemeinsam mit Lisa Könings (Diplom-Oecotrophologin, Ernährungsberaterin/DGE, Neuro-Trainerin). Er verfügt über mehr als 15 Jahre internationale Erfahrung in der Arbeit mit Spitzensportlern, Schmerzpatientinnen und -patienten sowie Trainern und Therapeuten und bildet in Seminaren, Workshops und Vorträgen im neurozentrierten Training aus. Zudem ist er als Experte für ARTZT neuro tätig.
Gemeinsam mit Lisa Könings veröffentlichte er die Bücher "Medical Training: Neurozentriertes Training" (Thieme/Trias), "Schmerz ist Kopfsache" und "Neustart fürs Gehirn".
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00:00:00 Einleitung
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