Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Fantasyland USA
    In den USA glauben mehr Menschen als in irgendeinem anderen Land an phantastische Dinge, an Verschwörungen und UFOs - warum nur? Die Mondlandung war ein Fake, eine Inszenierung, die Erde ist keine Kugel, sondern eine Scheibe, und: wer sexuell enthaltsam lebt, kommt in den Himmel.
    In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele phantastische Erzählungen, Verschwörungstheorien und manchmal seltsam anmutende religiöse Vorstellungen, wie in den USA.
    Nirgendwo kursiert das Wort «Fake» häufiger als in den USA - in einem Land, das zugleich Vorreiter ist in Sachen rationaler Wissenschaft und Technik. Wir fragen - warum ist das so? Weitere Themen: Der ganz alltägliche Wahn - Eine lange Geschichte - Die Sache mit «Q»
    51 min
  • Künste im Gespräch – Glaubenberg und Weltenrand
    Thomas Imbach erzählt in seinem Spielfilm «Glaubenberg» von der verbotenen Liebe der Schwester zum Bruder. Und beim Wiener Theaterschriftsteller Philipp Weiss sitzen die Menschen am Weltenrand und lachen. Thomas Imbach («I was a Swiss Banker», «Lenz», «Day Is Done») ist der eigenwilligste und konsequenteste Filmemacher der Deutschschweizer. Seine Filme sind erzählerisch komplexe Kunstwerke und meist mit seiner Biographie verknüpft. Auch sein jüngster Spielfilm «Glaubenberg», der von der quälenden Liebe der jüngeren Schwester zum älteren Bruder erzählt, ist nicht einfach eine Geschichte.
    Im Gespräch erzählt Imbach, was ihm wichtig war an dem Projekt, warum er überzeugt ist, es gebe stets nur eine einzige richtige Schnittfassung, und wie der Dichter Ovid ihm mit einer seiner Metamorphosen half.
    Mehr als tausend Seiten, fünf verschiedene Erzählformen, sechs Jahre Arbeit. In Philipp Weiss ebenso mutigem wie ambitioniertem Romandebüt «Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen» geht es um nichts weniger als um alles. Ausgehend von der Reaktorkatastrophe von Fukushima beginnt sich der junge österreichische Theaterautor mit der Frage nach Technologisierung und Kontrollverlust zu beschäftigen.
    Er beschreibt darauf nicht nur die japanische Gesellschaft als Inbegriff seines Themas, sondern geht weiter. Neue Bände kommen dazu, andere Erzählformen, von der Enzyklopädie bis zum Manga, bis am Schluss ein Werk dasteht, dass es so noch nie gegeben hat. Weitere Themen: «Glaubenberg» von Thomas Imbach - Philipp Weiss – «Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen»
    57 min
  • Dataland: Die Zukunft der Musik
    Im Rahmen des SRF-Thementages «Dataland» fragt Kontext nach der Zukunft der Musik. Wie werden wir Musik hören? Wie wird Musik komponiert werden? Und was bringt es überhaupt solche Szenarien zu zeichnen? Ein Sensor misst unsere Stimmungslage und erstellt auf dieser Grundlage eine passende Playlist. Konzerte erleben wir per Virtual Reality vom Sofa aus. Und das was wir da hören, hat nicht ein Komponist oder eine Komponistin komponiert, sondern eine künstliche Intelligenz.
    Prognosen, wie wir Musik hören und komponieren werden, sind beliebt. Sie beflügeln unsere Phantasie, analysieren die Gegenwart und spiegeln unsere Ängste.
     
    Der Musikjournalist und Komponist Robert Barry zeigt in seinem Buch, wie der Versuch, die Musik der Zukunft zu komponieren immer wieder gescheitert ist. Doch gerade dieses Scheitern eröffnet neue Möglichkeitsräume, sagt er.
    Der Musikproduzent und Autor Tim Renner spinnt gegenwärtige Tendenzen im Musikbusiness weiter und zeichnet ein Szenario, wie wir in Zukunft Musik konsumieren und hören werden.
    Und Startups wie AIVA oder Amper Music, die AI-Kompositionsoftware entwickeln, glauben nicht daran, dass der Komponist oder die Komponistin je durch einen Roboter ersetzt wird. Sie arbeiten daran, dass er oder sie befreit wird vom langweiligem Handwerk und sich so der wahren Kreativität widmen können. Aber heisst das, dass die Musik der Zukunft besser und vielfältiger sein wird? Weitere Themen: Wie werden wir in Zukunft Musik konsumieren? - Die Zukunft des Komponierens - Zurück in die Zukunft
    57 min
  • Die Sprache des politischen Hasses
    Man reibt sich erstaunt die Augen, wie sich gewisse erwachsene Leute in der Öffentlichkeit äussern, zum Beispiel in den sogenannten «sozialen Medien». Unflätige Wortwahl, Beleidigungen und Hass richten sich meist gegen Minderheiten und Personen des öffentlichen Lebens. Wer an eine andere Religion glaubt, aus einem anderen Land stammt oder als Journalistin oder Politiker in der Öffentlichkeit steht, wird nicht selten rüde attackiert. Ein bevorzugtes Ziel sind Feministinnen. Aber auch nichtdigitale Parolen triefen bisweilen von Hass. Warum dieser Dammbruch des Anstands? Was lässt sich dagegen tun? «Kontext» versucht dem öffentlich geäusserten Hass auf den Grund zu gehen und hat nachgefragt: beim Verein «NetzCourage» von Jolanda Spiess-Hegglin, bei der Sozialwissenschaftlerin Miryam Eser (zhaw), dem Juristen Jean-Christophe Schwaab und beim Psychoanalytiker und Philosophen Daniel Strassberg. Weitere Themen: Mit dem Gegner im Gespräch - Wie jemand zum Hasser wird - Lücken im Gesetz - «Hass-Sprache ist möglich geworden»
    57 min
  • Kleines Land in grosser Gefahr
    Die kleinen Inselstaaten im Pazifik sind der Inbegriff für die Gefahren des Klimawandels: Das Meer steigt stetig und könnte in der Zukunft die flachen Inseln überfluten. Dieses drohende Schicksal ist wohlbekannt – wie aber lebt es sich in solcher Bedrängnis? Ein Besuch in Kiribati. Den Namen Kiribati kennt man hierzulande, weil die Inseln durch das ansteigende Meer in der Zukunft überflutet werden könnten. Ein Augenschein zeigt aber: der Inselstaat kämpft bereits jetzt mit grossen Problemen: Übervölkerung, Übernutzung der Ressourcen, Verschmutzung, Wasserknappheit.
    Viele Menschen möchten bereits heute aus Kiribati auswandern, aus Mangel an Bildung und willigen Aufnahmeländern gelingt dies aber nur wenigen.
    (Wiederholung vom 14. November 2016) Weitere Themen: Kleine Metropole im Ozean - Leben in Gefahr - Tradition und Technik - Wer will uns?
    57 min
  • Wer steht da auf der Bühne? Schauspielberuf im Wandel
    Ästhetische Formen entwickeln sich auf den Theaterbühnen seit jeher analog zum gesellschaftlichen Umgang mit der Gegenwart und ihren Konflikten. Was bedeutet das in einer durchdigitalisierten Zeit, in der die Grenzen von Realität und Wirklichkeit zunehmend verschwinden? Der Schauspielberuf ist einem steten Wandel unterworfen. Heutzutage beeinflussen soziale Medien, technische Möglichkeiten und individualisierte Ausbildungen das Berufsbild.
    Der Schweizer Schauspieler Robert Hunger-Bühler blickt mit 65 Jahren auf eine erfolgreiche Karriere auf der Bühne und vor der Kamera zurück. In seinem Buch «Den Menschen spielen» (Limmat-Verlag) stellt er dar, wie sich seine Arbeit an Figuren und Stücken im Laufe von drei Jahrzehnten weiterentwickelt hat. Es ist eine exemplarische Vorlage, um über den spielenden Menschen zwischen Rollenidentifikation und Kunstfigur nachzudenken.
    Buchhinweis:
    Robert Hunger-Bühler: «Robert Hunger-Bühler. Den Menschen spielen.» Limmat Verlag. Weitere Themen: Der «Menschen-Spieler» Robert Hunger-Bühler - Vom Rollenstudium zum «expanded theatre» - «Mrs. Marshal möchte gesiezt werden!»
    58 min
  • Eselmensch, Krabat-Raben und Wolf Haas’ «Junger Mann»
    Im einzigen Roman der Antike wird ein Mensch zum Esel. In der Justizvollzugsanstalt Lenzburg wird mit Gefangenen Otfried Preusslers «Krabat» inszeniert. Und Wolf Haas, der Autor der Brenner-Krimis, wird autobiographisch. Im zweiten Jahrhundert hat Apuleius die Geschichte vom jungen Mann aufgeschrieben, der zum Esel wird und nur durch das Fressen von Rosen seine Menschengestalt wieder erlangen kann. Anlässlich der Neuausgabe des aus dem Lateinischen übersetzten Textes unterhält sich Raphael Zehnder mit dem Latinisten Stefan Stirnemann über den Nutzen solcher Eseleien.
    Theater spielen im Strafvollzug? Otfried Preusslers Jugendroman «Krabat» ist ein brisanter Stoff, der von Gut und Böse, von dunklen Mächten und dem Wert der Freiheit erzählt. Es sind Themen, welche die Gefangenen persönlich betreffen. Hinter dem Projekt steht mit Marcel Ruf ein Gefängnisdirektor, der sich für dieses sinnvolle Freizeitangebot einsetzt.
    Mit seinen «Brenner»-Krimis hat Wolf Haas den Erfolg gefunden, der sich auch in den kongenialen Verfilmungen mit Josef Hader niederschlug. Was passiert, wenn ein Erfolgsautor versucht, ein «ganz normales Buch» zu schreiben? Und das auch noch autobiographisch? Weitere Themen: Ein Mensch in Eselsgestalt - Krabat hinter Gittern - Wolf Haas – «Junger Mann»
    56 min
  • Schaffen wir den perfekten Menschen?
    Dank neuester Verfahren der Gentechnik ist es möglich, Eigenschaften des Menschen gezielt zu verändern - die Idee des perfekten Menschen rückt in Griffnähe. In diesen Tagen kommt der Film «Genesis 2.0» in die Kinos, die embryonale Stammzelltherapie wurde vor 20 Jahren erfunden, und Ende November findet in Hong Kong eine weitere grosse, internationale Konferenz zum Gene Editing statt.
    Gene Editing, das ist das neue Werkzeug der Gentechnik, mit dem genetische Eigenschaften sehr präzise verändert werden können, auch beim Menschen. Damit rückt die Frage, wie die Genetik und mit ihr die Medizin der Zukunft mit Krankheiten, sogenannten «genetischen Defekten» umgehen werden, ins Zentrum der Debatte.
    Soll alles erlaubt sein, was möglich ist? Sagen Sie uns Ihre Meinung, oder stellen Sie uns Ihre Fragen unter 061 365 3973 oder per Mail an [email protected]
    Und wir diskutieren darüber, mit Anna Deplazes, Ethikerin, Bijan Fateh-Moghadam, Rechtswissenschaftler und Gerald Schwank, Molekularbiologe.
    58 min
  • Schwieriges Erbe, unsichere Zukunft – Australiens Ureinwohner
    Australien - Urlaubsziel und Sehnsuchtsort für Auswanderer. Die anziehende, offene Art der Australier hat aber auch ihre Kehrseite: tiefverwurzelter Rassismus und die damit verbundene fast vollständige Ausrottung der Ureinwohner ist ein Thema, dem sich das Land bis heute nicht wirklich gestellt hat. Die Unterdrückung von Minderheiten ist für Australien identitätsbestimmend. Wie genau sieht dieses schwere Erbe aus und auf welche Weise stellt sich der 5. Kontinent den damit verbundenen Herausforderungen?
    Der Aborigine-Aktivist Gary Foley erlebt die Geschichte Australiens als eine Geschichte der systematischen Diskriminierung. Gerade weil sie für das Land so konstituierend ist, wird diese Seite der australischen Erfolgsgeschichte beharrlich totgeschwiegen.
    Aber wie meistens in der Geschichte von Besiedlungen, sind die Positionen nicht ganz so eindeutig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Der Blick auf die Geschichte schärft jedoch den Blick auf die Versäumnisse der Gegenwart. Weitere Themen: Kolonisierung, Widerstand und Versöhnung - Viel Erfahrung, wenig Hoffnung - Die gestohlene Kindheit der May O’Brien
    57 min
  • Erdöl aus dem Mittelmeer?
    Immer mehr Erdölfirmen haben Erdölquellen aus dem Mittelmeer im Visier - mit problematischen Folgen für die Umwelt und für die Bevölkerung. Das Mittelmeer ist das am stärksten belastete Meer der Welt. Plastik, Ölverschmutzung, Chemikalien, Abwässer machen den Lebenwesen zu schaffen.
    Nun kommt eine weitere Gefährdung hinzu: die Förderung von Erdöl. Bereits bei der Exploration von Erdölquellen kommt es zu gravierenden Schädigungen von Meeressäugetieren und dem Plankton, sagen gut abgestützte Studien. Was, wenn ein Leck entsteht, andernorts auch? Weitere Themen: Ölbohrtürme und Gasplattformen – von Italien bis Ägypten - Die Erdölkonzerne fernhalten - Wenn plötzlich alle krank sind
    55 min

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