Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Das Sachbuchquartett – Politische Verwerfungen
    Wie sind die aktuellen politischen Umwälzungen zu bewerten? Alle vier Sachbücher dieses Monats legen ihren Fokus auf ein je anderes Land: Deutschland, Grossbritannien, Schweiz und die USA.Allen Autorinnen und Autoren gemeinsam ist, dass sie eine Kontinuität der politischen Entwicklungen feststellen Weitere Themen: Rechtspopulisten im Parlament: Polemik und Propaganda der AfD - Sackgasse Brexit: Reportagen aus einem gespaltenen Land - Gerechtigkeit für Europa - Eine Kritik der EU-Kritik - Amerikanerin werden, Tagebuch einer Annäherung
    57 min
  • Digitalisierung in der Schule: Ende der Kreidezeit?
    Laptop, Beamer, White Board: Digitalität und moderne Techniken verdrängen Altgewohntes wie die Wandtafel aus dem Klassenzimmer. Quer durch alle Stufen sollen die Schülerinnen und Schüler vorbereitet werden für die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft. Die Digitalisierung ist eines der zentralen Themen, die gegenwärtig die Bildungspolitik bestimmen: Zu diesem Schluss kommt der nationale Bildungsbericht 2018. Mit der Einführung des Lehrplans 21 haben sich Kantone für die «mediale und digitale Bildung» fit gemacht, und zwar schon auf Primarstufe.
    Für das Gymnasium hat die Erziehungsdirektorenkonferenz EDK ein Informatik-Obligatorium beschlossen, das ab 2022 in Kraft tritt. Informatik und Medienkompetenz auf allen Stufen der schulischen Ausbildung umfassend zu verankern gilt demnach als wegweisend für die Schulen schlechthin.
    Bedeutet diese Entwicklung, dass wir uns von den bisherigen Bildungsidealen verabschieden sollen? Weitere Themen: Roboter auf dem Pult - Im Handarbeitsunterricht ein «Putzroböterli» bauen - Macht Digitalität den Unterricht besser? Eine Debatte
    57 min
  • Aralsee – eine Umweltkatastrophe mit Fortsetzung
    In Zentralasien braucht die Landwirtschaft enorm viel Wasser. Das liess bereits den Aralsee austrocknen. Künftig wird das knappe Wasser noch knapper, Konflikte drohen. Die Schweiz unterstützt die Region mit Hilfsprojekten. Zentralasien ist eine trockene Region. Trotzdem wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Hundertausende Kilometer von Bewässerungskanälen machen es möglich. Sie wurden zur Sowjetzeit gebaut, um die Baumwollproduktion zu steigern. In der Folge reduzierte sich der Zufluss zum Aralsee um 90 Prozent.
    Der ehemals viertgrösste See der Welt ist deswegen fast ganz verschwunden. Zurückgeblieben ist eine Salzwüste. Stürme tragen dieses Salz weit in der Region umher, das gefährdet Mensch und Umwelt.
    Wegen des Klimawandels und Bevölkerungszunahme wird das Wasser in Zukunft noch knapper, Konflikte drohen. Schweizer Entwicklungshilfeprojekte sollen den Wasserverbrauch verringern und Konflikten vorbeugen. Weitere Themen: Aralsee: eine Umweltkatastrophe mit Fortsetzung - Das Ferghanatal: eine gigantische künstliche Oase - «Blue Peace» - eine Schweizer Friedensinitiative - Etwas Mitsprache für die Jungen
    55 min
  • Aufbruch und Absturz in Ägypten: Waguih Ghali «Snooker in Kairo»
    Der Ägypter Waguih Ghali veröffentlichte 1964 in London einen einzigen Roman, der sich so frisch liest, als wäre er von heute. «Snooker in Kairo» erzählt mit viel Galgenhumor von enttäuschten Hoffnungen und gescheiterten Träumen nach dem Militärputsch von Gamal Abdel Nasser im Jahr 1952. Ghalis junger Ich-Erzähler kommt aus einer dieser guten Familien, denen auch eine Revolution nichts anhaben kann. Selber hat er kein Geld, was sein Gewissen schärft und ihn immer desillusionierter macht. Ram ist ein grosser Trinker, ein leidenschaftlicher Spieler und ein kompromissloser Freigeist. Er ist blitzgescheit, sehr frech und sehr liebenswürdig. Schliesslich zerbricht er an sich und der Welt.
    Waguih Ghalis «Snooker in Kairo» oszilliert zwischen J. D. Salingers «Der Fänger im Roggen» und F. Scott Fitzgeralds «Der grosse Gatsby» und hat etwas Visionäres. Man kann darin die kreative Explosion des Arabischen Frühlings erkennen und die Beklemmung der darauffolgenden Restauration. Weitere Themen: «Snooker in Kairo» von Waguih Ghali - Intimes Porträt und visionäres Zeitbild
    57 min
  • Zukunft der Sprache, Sprache der Zukunft
    Unsere Alltagssprache ist massivem Wandel ausgesetzt. Sie wird schneller, kürzer, mündlicher, aber auch technischer und globalisierter. Wohin könnten diese Tendenzen führen? KünstlerInnen entwickeln im Gespräch und mittels Performances Visionen von zukünftiger Sprache. Die Schriftsteller Gion Mathias Cavelty und Jens Nielsen sowie die Zeichnerin Lika Nüssli beschäftigen sich im Auftrag des Spoken Word-Festivals «woerdz» mit dem Thema «Zukunft der Sprache, Sprache der Zukunft». Spielerisch und künstlerisch entwickeln sie Texte und Performances zur Frage, wie sich die Sprache entwickeln könnte und wie wir in Zukunft miteinander kommunizieren.
    Für «Kontext» performen sie Ausschnitte aus diesen Programmen und diskutieren, ergänzt um Sprachredaktor Markus Gasser und moderiert von Monika Schärer, eine Reihe von Fragen und Themen: Wie verändert sich unser Sprachverständnis, wenn wir immer kürzer und schneller sprechen? Führt der mediale Sprachüberfluss zum allmählichen Verstummen der Menschen? Oder zum Verlust von Bedeutung? Welche Sprache spricht der Computer? Was macht ein «Bot» genau?
    Die Diskussion dreht sich um mögliche und unmögliche Zukunftsszenarien für die Sprache, nimmt die sich verändernde Sprachrealität ebenso ernst wie den kreativ-künstlerischen Umgang damit.
    Hinweis: Das Spoken Word-Festival «woerdz» findet vom 17.-21. Oktober 2018 im Kulturhaus «Südpol» in Luzern statt. Zum Festivalthema «Zukunft der Sprache - Sprache der Zukunft» haben verschiedene KünstlerInnen einen Werkauftrag erhalten. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Rahmen des Festivals. Zum Programm von «woerdz» (https://woerdz.ch/)
    57 min
  • Künste im Gespräch - Individuum und Umwelt
    Wie Musikerinnen und Musiker ohne Management sich Gehör verschaffen. Wie sich die Freundschaft eines «Bürgerschrecks» und einer Lyrik-Ikone in Briefen darstellt. Wie der Mensch die Natur wahrnimmt – und umgekehrt. Der Wettbewerb «Show Me» im Zürcher Moods ist ein Forum für Do-It-Yourself-Musiker mit einem Solo- oder Duoprojekt. Die nominierten Musikerinnen und Musiker können sich so mit Programmleitern einiger der bekanntesten Festivals in der Schweiz, Europa und Afrika vernetzen – eine Gelegenheit, die Musikerinnen und Musiker, die sich selbst managen sonst nur selten haben.
    Der neu herausgegebene Briefwechsel «Schreib alles was wahr ist auf»dokumentiert die Freundschaft zweier poetisch wie politisch hellwachen Temperamente in den 1960er Jahren: Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger.
    «Becoming Animal» heisst der neue Essayfilm des schweizerisch-kanadischen Regisseurs Peter Mettler. Darin denkt er nicht nur – zusammen mit dem Philosophen David Abrams über das Verhältnis Mensch-Tier nach, er lässt die Zuschauer sogar dank Mini-Kamera mit den Augen eines Raben die Welt sehen. Weitere Themen: «Show Me» – Selbstmanagement als Herausforderung - Cover-Girl trifft Bürgerschreck - «Becoming Animal»: filmisches Gedankenspiel über Mensch und Natur
    57 min
  • Auf der Suche nach dem gelingenden Leben
    Was tun bei Liebeskummer? Wer hilft uns, die eigenen Stärken zu erkennen? Und wie lerne ich, weniger schnell beleidigt zu sein? Für solche grossen und kleinen Fragen ist die «Lebensoptimierungs»-Branche zuständig: Kurse, Coachings und spezielle Schulen nehmen sich der psychologischen Probleme an. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft; und deshalb wollen wir nicht nur das schönste Haus, den besten Job, den liebsten Partner und die gescheitesten Kinder, sondern auch das eigene Potential soll möglichst optimal ausgeschöpft werden. Denn die Meinung hält sich hartnäckig: Nur das beste Leben ist ein gelungenes Leben. Wie aber weiss ich, was für mich selber das Beste ist? Welche Talente schlummern in mir? Und was macht mich eigentlich glücklich?
    Gerade weil er für solche Themen keine Institution fand, gründete der Autor und Philosoph Alain de Botton vor zehn Jahren mit Gleichgesinnten selber eine: die «School of life». Ist diese eine Antworten auf echte Bedürfnisse oder handelt es sich vielmehr um eine clevere PR-Strategie?
    Luzia Stettler hat den Sommerkurs in London besucht und berichtet von ihren Erfahrungen. Die Autorin Rebecca Niazi Shahabi, die einen Anti-Optimierungsratgeber geschrieben hat, hält die permanente Weiterentwicklung für eine Illusion, und die Philosophin Barbara Bleisch stellt die Suche nach einem gelungenen Leben in einen grösseren Zusammenhang. Weitere Themen: Blick hinter die Kulissen der «School of life» - Alain de Botton im Interview - Die Illusion vom gelungenen Leben - Lebensoptimierung – ein Zeichen der Zeit?
    57 min
  • Wie der Anorak in die Alpen kam
    Wir leben in einer vernetzten Zeit, aber dabei vergessen wir oft, dass diese Vernetzungen bis weit in die koloniale Vergangenheit zurückreichen - und dass unsere Gegenwart immer noch koloniale Züge trägt. Der Anorka, der im Sportgeschäft hängt und anprobiert werden will, erzählt keine Geschichte, hat aber eine. Die Geschichte von Schweizer Forschern, die auf ihren Entdeckungsreisen in die Arktis den Anorak entdeckten und ihn als erprobtes Kleidungsstück für die Schweizer Alpinisten vorschlungen.
    Und so, wie der Anorak, haben auch andere Orte und Gegenstände ihre Geschichte, sehr oft eine koloniale oder postkoloniale.
    Eine Zeitreise, in die Tresoren der Banken, in die Vitrinen von Museen - und eine wichtige Frage: Woher kommst du? Weitere Themen: Wie das Gold in die Schweiz kam - Was Schweizer in ihrem Club so machen - Eine verräterische Frage
    57 min
  • Tandem: Aline Rickli, Ursula Keller und die Wissenschaft
    Die eine ist Professorin – die andere steht ganz am Anfang ihrer akademischen Laufbahn: die Physikprofessorin Ursula Keller und die Philosophiestudentin Aline Rickli. Beide sind sie mit einem nicht einverstanden: der Tatsache, dass es Frauen kaum in Führungspositionen an den Hochschulen schaffen. Zwei Frauen, zwei wissenschaftliche Disziplinen, zwei unterschiedliche Blicke auf Schweizer Hochschulen – ein gemeinsames Anliegen: Ursula Keller, erste Physikprofessorin an der ETH Zürich, und Aline Rickli, Philosophiestudentin an der Universität Zürich, setzen sich dafür ein, dass mehr Frauen ihren Weg in die Wissenschaft finden – und dort auch einen dauerhaften Platz bekommen. Denn in Führungspositionen sind Forscherinnen in den Naturwissenschaften wie auch in der Philosophie nur im einstelligen Prozentbereich vertreten - obwohl über alle Fächer gesehen heute etwa gleich viele junge Frauen wie Männer ein Studium beginnen.
    Was muss passieren, damit sich das ändert? Was müssen die Männer, was aber auch die Frauen überdenken und anders machen? Können Quoten etwas in Gang setzen? Ein Gespräch über das Leben kluger Frauen im Biotop Hochschule.
    56 min
  • Alemannen in Südwestdeutschland: Was haben sie mit uns zu tun?
    Mit den Schwaben und Alemannen in Südwestdeutschland teilt die Deutschschweiz Kulturerbe, Dialekt und eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte. Kontext geht der Frage nach, was von dieser alten Verwandtschaft noch übrig ist. Zur Bevölkerung Südwestdeutschlands haben wir Deutschschweizerinnen heute hauptsächlich ein rational-wirtschaftliches Verhältnis: Wir kaufen bei ihnen ein und sie arbeiten bei uns. Auch der Handel zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg floriert.
    Doch da wäre noch viel mehr, was uns verbinden könnte: Die alemannische Sprache und Kultur, die gemeinsame Geschichte. Auch die Vorurteile gegenüber den beiden Volksgruppen – ob sie zutreffen oder nicht – sind dieselben: arbeitsam, reich, geizig, konservativ, hinterwäldlerisch und reserviert. Und regelmässig ergeben Umfragen von Medien, dass sich eine grosse Mehrheit der Südwestdeutschen der Schweiz anschliessen möchte. Sind das ernst gemeinte Fusionswünsche oder lediglich politische Hirngespinste?
    Kontext geht dem Verhältnis der Alemannen beidseits des Rheins auf den Grund und fragt, was vom gemeinsamen Erbe heute noch zu finden ist. Sind die Südwestdeutschen in erster Linie Deutsche oder doch eher Alemannen? Weitere Themen: Ein Blick auf die Karte - Dialekte: Alemannisch auf beiden Seiten des Rheins - Sprachpraxis - Geschichte: Von «Sauschwaben» und «Kuhschweizern» - Was verbindet Südwestdeutschland und die Schweiz? Was trennt sie?
    57 min

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