Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Literatur im Gespräch
    Koloniale Vergangenheit, Terrorismus, Faschismus und Militärdiktatur. Es ist happiger Stoff, der in den drei neuen Herbstbüchern «Nachtleuchten», Archipel» und «Der Idiot des 21. Jahrhunderts» behandelt wird. Alle drei sind hoch politisch und führen in die Vergangenheit, um das Heute zu verstehen. Was hat die heutige Zeit mit der Vergangenheit zu tun? Drei deutschsprachige Neuerscheinungen gehen dieser Frage auf ganz unterschiedliche Weise nach. «Archipel» von Inger-Maria Mahlke ist eine Familiensaga, die sich über hundert Jahre erstreckt. Der Roman spielt auf der kanarischen Insel Teneriffa. Anhand von Familien aus drei sozialen Schichten und politisch unterschiedlichen Lagern erzählt die Autorin, wie die Menschen am Rande Europas das Weltgeschehen erleben. Die Geschichte beginnt mit einem Korruptionsskandal im Heute und führt zurück in die Franco-Diktatur und die Jahre nach dem ersten Weltkrieg.
    In den 70er Jahren, am Vorabend der argentinischen Militärdiktatur, spielt der Roman von Maria Cecilia Barbetta «Nachtleuchten». Eine Plastikmadonna, die von Handlungsort zu Handlungsort gereicht wird, spielt dabei eine Hauptrolle.
    Michael Kleebergs «Der Idiot des 21. Jahrhunderts. Ein Divan» ist eine deutsch-orientalische Liebesgeschichte. Der Autor erzählt Geschichten, die von Deutschland aus in den Iran und nach Libanon führen und von aktuellen Themen wie Terrorismus, Flucht und Islamisierung handeln.
    Esther Schneider diskutiert die Bücher mit den Literaturkritikern Julian Schütt und Sieglinde Geisel.  Weitere Themen: Archipel von Inger-Maria Mahlke - Der Idiot des 21. Jahrhunderts von Michael Kleeberg - Nachtleuchten von María Cecilia Barbetta
    57 min
  • Ist die Freiheit in Gefahr?
    Demokratische Staaten richten sich autoritärer aus. Der Ruf nach Führungspersönlichkeiten ist auch in freiheitlichen Demokratien zu hören. Wer Geld hat, hat mehr Möglichkeiten, frei zu leben. Ist unsere Freiheit gefährdet? In seinem Buch «The Road To Unfreedom» analysiert der Historiker Timothy Snyder (Yale) die Welle des Autoritarismus, die von Russland nach Westen rollt, Europa erfasst und mit Trump auch im Weissen Haus angekommen ist. Er denkt nach über Wahrheit und «Fake News». Doch was ist überhaupt Freiheit? Welche Voraussetzungen braucht es, damit die Menschen wirklich frei leben können?
    Lisa Herzog, Professorin für politische Philosophie in München, plädiert für einen Liberalismus, der die soziale Gerechtigkeit mitdenkt. Weitere Themen: Das Ende der Freiheit? - Freiheit für alle
    55 min
  • Wim Wenders Retrospektive am Zürich Film Festival
    Mit Grosserfolgen wie «Paris, Texas» und «Der Himmel über Berlin» wurde der deutsche Kinoerneuerer Wim Wenders im letzten Jahrhundert zu einer Weltmarke. Das Zürich Film Festival ehrt ihn nächste Woche mit einem Tribut und einer kleinen Retrospektive. Wim Wenders sagt von sich, er sei zuerst Reisender, dann Fotograf und erst dann Filmemacher. Seine stärksten Filme kombinieren das alles und stellen Bild und Ton, Wort und Idee über die reine Geschichte. Bezeichnenderweise sind aber seine erfolgreichsten Werke jene, welche zumindest im Kern eine konkrete Erzählung anbieten, sei es jene vom übermässig liebenden Wüstenwanderer in «Paris, Texas», jene vom menschwerdenden Engel in «Der Himmel über Berlin» oder die der kubanischen Musiker im Dokumentarfilm «Buena Vista Social Club».
    In Kontext suchen Michael Sennhauser und Marcy Goldberg anhand von fünf der bekannteren Wenders-Filme nach den Themen, Erfolgsrezepten und Gefahren im Wenderschen Oeuvre. Warum sind viele seiner neueren Spielfilme fast ohne Echo geblieben? Was machte die Magie seiner grossen Erfolge aus?
    Ausserdem ergründet Eric Facon mit dem Schweizer Musiker Hank Shizzoe ganz praktisch die Faszination von Ry Cooders Musik zu Wenders grösstem Kinoerfolg «Paris, Texas». Weitere Themen: Im Lauf der Zeit (1976) - Der amerikanische Freund (1977) - Der Stand der Dinge (1982) - Paris, Texas (1984) - Ry Cooders Soundtrack zu «Paris, Texas» - Der Himmel über Berlin (1987)
    55 min
  • Tiermusik: Laute zwischen Sprache, Kommunikation und Gesang
    Singende Vögel, summende Fliegen, bellende Hunde – für Komponisten sind Tierlaute seit jeher eine Inspirationsquelle. «Kontext» erkundet das Terrain der Tiermusik mit Ausflügen in verschiedene Biotope: Von der Musik des Mittelalters bis zu Techno, von der Kulturwissenschaft bis zur Biologie. Tiere erzeugen Laute, um mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Es geht dabei um Revierabgrenzung oder Partnerfindung. Einige Forschende sind jedoch überzeugt: Auch Tiere machen Musik, sie können ihren Gesang variieren und sind sogar lernfähig.
    Ob und inwiefern Tierlaute Musik seien, darum haben sich die Komponisten in der Vergangenheit weniger gekümmert. Sie haben sich reichlich in der Tierwelt bedient und praktisch alles, was da kreucht und fleucht, irgendwann mal musikalisch verwertet. Heute ist die Frage nach dem Tier in der Musik immer auch eine Frage nach dem Ursprung unserer Musik – die Grenzen zwischen Mensch und Tier werden neu ausgelotet.
    Wie sich das Verhältnis zwischen Tier und Mensch seit dem 15. Jahrhundert verändert hat und ob man dieses Verhältnis gar an der Musik ablesen kann, erörtert «Kontext» mit Britta Sweers, Professorin für kulturelle Anthropologie der Musik, Universität Bern. Weitere Themen: Animalische Klänge aus der Luft, am Boden und unter Wasser - Wenn die Geige zum Frosch wird - «Öko»-Techno: Vogelgezwitscher auf dem Dancefloor
    56 min
  • 50 Jahre im Zeichen der Schweizer Kinder- und Jugendliteratur
    Gehts um Schweizer Kinder- und Jugendliteratur, dann ist das Schweizer Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM die erste Adresse. Seit 50 Jahren erforscht und dokumentiert es die hiesige Produktion. Und bietet Projekte an, damit auch gelesen wird. Zeit, das SIKJM und seine Arbeit vorzustellen. Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien feiert sein 50-jähriges Bestehen. Seit einem halben Jahrhundert sammelt, erfasst und erforscht es die Schweizer Kinder- und Jugendbuchproduktion. Zudem hat es sich der literalen Förderung verschrieben. Eine ganze Menge an Aktivitäten – und doch: Kaum jemand kennt das Institut oder weiss, was das SIKJM eigentlich macht. Kontext schaut zurück in die Anfänge im bewegten Jahr 1968, lässt seine turbulente Geschichte Revue passieren und wirft einen Blick auf die Herausforderungen im Heute. Ausgehend von einer neuen Publikation erkunden wir die Schweizer Kinder- und Jugendliteratur und fragen anhand eines Projektbesuchs: Leseförderung für die Allerjüngsten – wie funktioniert das? Weitere Themen: Versli, Lieder und Geschichten für die Allerjüngsten - Die Landschaft der Schweizer Kinderliteratur - Eine neue Sicht auf die Welt des Kindes
    57 min
  • Künste im Gespräch – Künstlerisches Erbe und eine Leiche
    Brechts «Antigone» nahm in Chur vor 70 Jahren seinen Anfang. Jetzt wird das Stück dort neu belebt. Das Collegium Novum Zürich verschrieb sich vor 25 Jahren der Musik der Gegenwart. Und heute? Ein Leichenfund konfrontiert die Protagonistin aus Claire Douglas Roman «Missing» mit ihrer Vergangenheit. Das Festival «BRECHT! / BB18» steht für ein theatergeschichtliches Jubiläum. Vor 70 Jahren inszenierte der gefeierte und umstrittene Theatererneuerer Bertolt Brecht in Chur «Die Antigone des Sophokles». Nun wird das Erbe des epischen Theaters auf vielfältige Art künstlerisch neu belebt.
    Ein Vierteljahrhundert für die Musik der Gegenwart: Wie hat sich das Collegium Novum Zürich in den Jahren seines Bestehens verändert? Wie hat es sich entlang seiner Leitlinien stetig weiterentwickelt? Und was sind die Pläne für die Zukunft?
    Die englische Autorin Claire Douglas gehört zur neuen Generation erfolgreicher Thriller-Autorinnen. Nun erscheint erstmals einer ihrer Romane auf Deutsch. Im Roman «Missing» zwingt ein Leichenfund die Protagonistin dazu, ins provinzielle Seebad ihrer Jugendjahre zurückzukehren. Ein Besuch bei Claire Douglas in Bath. Weitere Themen: Bertolt Brechts Antigone zwischen Verfremdung und Virtual Reality - Collegium Novum Zürich: 25 Jahre für neue Musik - Das Gift in Frauenfreundschaften
    55 min
  • Fukushima - ein Fall für die Kultur
    Erdbeben, Tsunami, nuklearer Gau: Die Katastrophe von Fukushima 2011 beschäftigt auch Kulturschaffende. Adolf Muschg deutet die verstrahlte Zone in seinem neuen Roman als Symbol für die moderne Welt. Für japanischen Kunstschaffende war die Dreifachkatastrophe eine Zäsur und ein Katalysator Mit seinem aktuellen Werk «Heimkehr nach Fukushima» kehrt der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg zu seinen literarischen Wurzeln zurück: Bereits sein Erstlingsroman «Im Sommer des Hasen» spielte in Japan. Nun macht er eine der grössten Belastungen der japanischen Gesellschaft zum Thema: das schwere Erbe der neben Tschernobyl grössten AKW-Katastrophe der Geschichte.
    Die japanische Theaterjournalistin Kyoko Iwaki hat direkt nach der Dreifachkatastrophe mit ihrer Forschung zum Theater nach Fukushima angefangen. Wie reagierten die Künstler und Künstlerinnen ? Ist Fukushima auf den japanischen Bühnen präsent? Hat sich die Rolle der Kunst verändert?
    Buchhinweis:
    Adolf Muschg. Heimkehr nach Fukushima. C. H. Beck 2018. Weitere Themen: Unterwegs in der bizarren Landschaft - «Ein Symbol für den Wendepunkt der Geschichte» - «Das Unsichtbare sichtbar machen»
    55 min
  • Wenig Lust auf MINT
    Junge Frauen in der Schweiz machen einen grossen Bogen um die exakten Wissenschaften Mathematik und Physik und interessieren sich auch kaum für Informatik und Technik - «Kontext» geht den Gründen nach. Junge Frauen in der Schweiz machen einen Bogen um Berufe, die mit Mathematik und Technik zu tun haben. Der Mangel an Mathematikerinnen, Informatikerinnen und Ingenieurinnen ist eklatant. Der neuste Bildungsbericht Schweiz 2018 hält dazu fest, dass die «Chancengerechtigkeit» verletzt wird. «Kontext» zeigt auf, wo es im Bildungssystem klemmt, was die Erklärungen dafür sind und warum es in andern Ländern besser gelingt, den weiblichen Nachwuchs für exakte Wissenschaften und für Technik zu gewinnen. Weitere Themen: Es fehlt an Selbstvertrauen und Vorbildern - Von «weiblicher» Intuition und «männlicher» Logik - Tech-affine Frauen in Osteuropa und anderen Weltgegenden
    56 min
  • Tandem mit Anna Saarinen und Ramon Zangger
    Die finnische Textildesignerin Anna Saarinen übt das Handwerk ihrer Vorfahrinnen aus. Sie webt Teppiche. Sie trifft auf Ramon Zangger, den Möbelschreiner aus dem Engadin. Beide brennen für ihr Handwerk – beide suchen nach Neuinterpretationen in ihrem Bereich. Als Anna Saarinens Ur-Grossvater Präsident von Finnland wurde, kam seine Frau nur unter der Bedingung mit in die Hauptstadt, dass sie ihren Webstuhl im Präsidentenpalast aufstellen durfte. Die Frauen in Anna Saarinens Familie haben alle gewoben. Die gelernte Textilingenieurin, die seit über 30 Jahren in Zürich lebt, hat allerdings erst mit 50 einen Webstuhl gekauft und das Handwerk ihrer Vorfahrinnen aufgenommen. Seit zehn Jahren webt sie nun Teppiche und interpretiert den klassischen finnischen Flickenteppich neu.
    Anna Saarinen möchte Ramon Zangger kennenlernen. Der Möbelschreiner aus dem Engadin spielt mit Traditionen und fällt durch seine Neuinterpretation von alpinen Möbeln auf. So brennt er zum Beispiel mit modernster Lasertechnik alte Bündner Kreuzstichmuster in seine Arvenschränke und macht kostbare Schmuckstücke daraus.
    Anna Saarinen und Ramon Zangger unterhalten sich über altes Handwerk, Design und Familientraditionen.
    57 min
  • Was Berufsleute können
    Alle reden davon, dass die Schweiz mehr ausgebildete Akademiker braucht - das Land profitiert aber auch von ihnen, den gut ausgebildeten Berufsleuten. Einen Wasserhahn anschliessen, ein kompliziertes Metallteil drehen, eine Torte entwerfen - das sind Fertigkeiten, die wir täglich in Anspruch nehmen. Und wir verlangen Qualität.
    An den Swissskills messen sich nun die Berufsleute in der Schweiz um die besten Plätze. Mechanikerinnen gegen Mechaniker, Bootsbauer gegen Bootsbauerin, ein Schaulaufen der Schweizer Handwerkskunst und auch des Bildungssystems, das dahinter steckt: die duale Bildung.
    Eine Reportage direkt vom Ort des Geschehens, und die Hintergründe dazu. Weitere Themen: "SwissSkills" - Mechanikerin wird Mechatronikerin - Pflegerinnen und Pfleger messen sich - Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit - Weltmeister um Weltmeister - Exportschlager Berufsbildung
    59 min

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