Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Musik im Gespräch - Spielpläne und Strategien
    Die neue Saison in Opernhäusern und Konzertsälen ist angelaufen. In Kontext treffen sich die Musikkritiker von SRF2 Kultur für eine erste Auslegerunde. Was war top, was flop? Und: was lässt sich aus den Starts herauslesen in Bezug auf künstlerische Strategien und die Positionierungen? Das Sinfonieorchester St. Gallen hat einen neuen Chefdirigenten: Modestas Pitrenas. Was sind seine Pläne mit dem Orchester, welche Veränderungen strebt er an? Und überhaupt: Wie gut dirigiert der Neue? Dem geht Musikredaktor Moritz Weber auf den Grund. Seinen Bericht vom Eröffnungskonzert ergänzt er in der Gesprächsrunde mit einem Blick auf zwei Westschweizer Orchester: das Orchestre de la Suisse Romande in Genf, das vor 100 Jahren gegründet wurde. Und das Orchestre de Chambre de Lausanne, wo sich erstaunlich viele Frauen am Dirigentinnenpult finden.
     
    Die Szene der zeitgenössischen Musik in der Schweiz ist vielfältig und sehr lebendig, von engagierten Einzelkünstlerinnen über wechselnde Formationen bis zum festen Ensemble und zum grossen Orchester reicht die breite Palette, auf der neue und neueste Musik präsentiert wird. Wo anfangen? Florian Hauser entschied sich für das Collegium Novum Zürich, das dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum feiert. Und für die Basel Sinfonietta, das einzige grossbesetzte Schweizer Orchester für zeitgenössische Musik, das gleich mit einer Revolutionierung der Konzertform in die neue Saison startet.
     
    Und wie sieht's in der Oper aus? Da tut sich ebenfalls Einiges. Das Luzerner Theater feiert Höhenflüge unter seinem Intendanten Benedikt von Peter und hat mit einer Inszenierung von Gustav Mahlers Kindertotenliedern eine berührende Auftaktpremiere gehabt: Musiktheater, das mit konventioneller Oper wenig zu tun hat. Auch in Basel, wohin von Peter als neuer Intendant berufen ist, hat man mit «König Arthur» in einer Neudichtung und mit Schauspielern und Tänzern einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt, der alles andere als konventionell ist. Wie stehen diese beiden Häuser da? Und wie sind sie zu vergleichen mit den traditionelleren Häusern in Zürich und Genf. Dem geht Benjamin Herzog nach.
    56 min
  • Vom Nutzen des Protests
    Menschen gehen auf die Strasse, protestieren – einmal gegen AKWs, ein andermal gegen die Regierung, manchmal für den Frieden. Die Medien bringen das immer gross, und doch – der Nutzen des Protests ist ungewiss. Wenn die AfD zum Protest aufruft, gehen die Menschen auf die Strasse, und wenn ein paar Neonazis mitlaufen, ist die mediale Aufmerksamkeit gesichert. Das gilt auch für den «Women's March» gegen Donald Trump und für jede Aktion gegen radioaktive Castor-Transporte.
    Doch: Der unmittelbare Nutzen des öffentlichen Protests ist gar nicht so klar. Manchmal bringt die Arbeit im Hintergrund, die Organisation in neuen Strukturen mehr, wie das Beispiel der Afroamerikanerinnen in den USA zeigt. Weitere Themen: Eine Bilanz des Protests - Black Power in den Kirchen
    54 min
  • Es rappelt in der Kiste: Kulturpreise in der Krise
    Literaturnobelpreis, «Echo» oder die «Swiss Music Awards»: im Jahr 2018 wurde viel diskutiert wer preiswürdig ist und wer nicht und vor allem: wer überhaupt die Macht hat Preise zu vergeben. Kontext blickt kritisch auf das Preis-Business und fragt: wie können Kulturpreise mit der Zeit gehen? Dieses Jahr wird der Literaturnobelpreis nicht vergeben – nach einem Missbrauchs- und Korruptionsskandal muss sich die Schwedische Akademie grundsätzlich neu konstituieren. Der deutsche Musikpreis Echo wurde gleich ganz abgeschafft - nach der umstrittenen Preisverleihung an die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang im Frühjahr. Und sowohl bei den Swiss Music Awards, als auch bei den Oscars entfachen sich jedes Jahr erneut Debatten um mangelnde Diversität bei den Nominierten.
    Einerseits stecken also viele Preise in der Krise und die Öffentlichkeit zwingt sie mehr und mehr ihre Vergabepraxis radikal zu überdenken. Anderseits haben Kulturpreise Hochkonjunktur. Allein die Ausgaben vom Bund für Kulturpreise haben sich seit 2012 fast verdoppelt. Wie relevant also sind Kulturpreise heute und was (oder wen) repräsentieren sie eigentlich?
    «Kontext» knüpft an die aktuellen Preisfragen an und wagt mit dem Kulturwissenschaftler und Kulturpreis-Experten Andreas J. Wiesand einen Blick aufs Ganze: Sind Preise nur Kulturmarketing oder können sie Werte transportieren? Gibt es so etwas wie «Preiskunst»? Wer profitiert eigentlich von einem Preis? Und was muss passieren, damit sich Kulturpreise dem aktuellen gesellschaftlichen Wandel anpassen können? Weitere Themen: Im Dschungel der Schweizer Musikpreise - Der Verleger: «Der Nobelpreis ist die grosse Weihe!» - Preiskunst für Kunstpreise - Juryentscheide: Spiele mit offenen Karten?
    56 min
  • Der Wald und die Nachhaltigkeit
    Wälder sind einfach da, möchte man meinen. Aber der Schein trügt – sie sind da, weil der Mensch sie bewirtschaftet. Jede Sekunde verschwindet Regenwald in der Grösse eines halben Fussballfelds, und so verschwinden nach und nach die Lungen dieser Erde.
    Auch unsere Wälder hier in Europa wären verschwunden, wenn nicht bereits früh, schon im 15. Jahrhundert, erste Förster Alarm geschlagen hätten. Sie haben gefordert, dass der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird, so, dass er auch für zukünftige Generationen noch nutzbar bleibt. Eine Forderung, die es weltweit durchzusetzen gilt, wenn der Wald erhalten werden soll. Weitere Themen: Der Mittelwald, und warum man ihm Sorge tragen muss - Der Waldmacher - Braunkohle oder Wald
    54 min
  • Medizin-Nobelpreis für Krebstherapie
    Für die Entwicklung der Immuntherapie werden Jim Allison und Tasuku Honjo dieses Jahr mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Diese Therapie stellt seit einigen Jahren die Krebsmedizin auf den Kopf. Hintergründe einer Erfolgsgeschichte. Die beiden ausgezeichneten Krebsforscher haben mit ihrer Forschung die Grundlagen für die Immuntherapie gelegt. Eine Therapie, die Leben rettet, gerade von Patienten mit schwerem Haut- oder Lungenkrebs, die bis vor kurzem noch als unheilbar krank galten.
    Die Erfolgsgeschichte der Immuntherapie hat gerade erst angefangen, weitere Krebsarten werden folgen. Das ist die gute Nachricht. Die Schattenseite sind extrem hohe Kosten, die schon jetzt das Gesundheitssystem enorm unter Druck setzen.
    Und: was die Nobelpreisträger herausgefunden haben, wird extrem schnell in die Praxis umgesetzt, natürlich um Leben zu retten, aber auch um Geld zu machen: Firmen weltweit wetteifern darum, noch schnell ein Stück vom grossen Kuchen abzubekommen. Dabei kommt ausgerechnet die Grundlagenforschung, die den Durchbruch erst möglich machte, zu kurz. Weitere Themen: Immuntherapie: wie sie wirkt - Ausgezeichneter Forscher: Jim Allison - Überlebende: Sharon Belvin - Überlebende: Carmen Meyer - Kostenspirale - Wie weiter?
    55 min
  • Künste im Gespräch – Aussteiger und Aussenseiter
    In ihrem neuen Film «Leave No Trace» lässt Debra Granik die Ideale eines Aussteigers mit der gesellschaftlichen Norm kollidieren. Frida Kahlo nutzte ihre Aussenseiterinnen-Position als Künstlerin unter hohen persönlichen Kosten. Ausserdem: Kreatives Journal - Hodlers Zeichenhefte. Debra Granik hat ein Faible für Themen an den Rändern der Gesellschaft: In ihrem letzten Film «Winters Bone» erzählte die Independent-Filmemacherin von den sozial Unterprivilegierten in den Bergen von Missouri. Ihr neuer Film «Leave No Trace» widmet sich erneut einer Konstellation zwischen Freiheit und gesellschaftlichem Zwang.
    Zeit ihres Lebens kämpfte Frida Kahlo, um als Künstlerin ernst genommen zu werden. Ihr Nachlass ist derzeit in London ausgestellt. Was ihre Kleider, Fotos und selbst ihre Prothese mit ihrem Werk zu tun haben, das ist Thema des Buches «Frida Kahlo Stilikone».
    Hodler-Ausstellungen prägen dieses Jahr die Schweizer Museumslandschaft. Kein Wunder: Vor hundert Jahren verstarb der grosse Schweizer Künstler. Die kleinste unter den vielen diesjährigen Hodler-Schauen ist eben aufgegangen. Und sie hat es in sich. Im Genfer Musée dArt et dHistoire sind Hodlers Notiz- und Zeichenhefte zu sehen; sie gewähren Einblick in ein ganzes Künstlerleben. Weitere Themen: Debra Granik und ihr Filmdrama «Leave No Trace» - Was Frida Kahlos Schmuck und Prothesen über ihre Kunst aussagen - Hodlers carnets
    57 min
  • Früh fördern, fair unterrichten
    Die Forderung nach Chancengerechtigkeit in der Schule ist beinahe 50 Jahre alt und noch immer nicht eingelöst. Kinder, die aus armen und sozial schwierigen Verhältnissen kommen, schaffen es trotz Intelligenz und Leistung oft nicht, in der Schule erfolgreich zu sein. Wo klemmt's? Bildungserfolg ist in der Schweiz stark von Herkunft geprägt. Die Bildungsforschung zeigt etwa, dass Mädchen im Kanton Zürich, die in Mathematik und Deutsch die Note 5.5 erreichen, mit sehr unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit in ein Langzeitgymnasium übertreten - je nach dem, aus welcher sozialen Schicht sie kommen: Bei Schülerinnen aus einem privilegierten Milieu beträgt die Wahrscheinlichkeit des Übertritts 70 Prozent, bei solchen aus benachteiligten Verhältnissen lediglich 30 Prozent.
    Die pädagogische Wissenschaft wartet mit vielen Vorschlägen auf, wie die Chancengerechtigkeit für die junge Generation verbessert werden könnte. Weitere Themen: Fair unterrichten - Frühförderung beginnt bei den Eltern - Das Elternhaus gegen wohlmeinende Vorurteile stärken - Die Berufsbildung als zweite Chance
    57 min
  • Georgische Literatur – eine Kulturszene zwischen allen Fronten
    Georgien ist Gastland an der Frankfurter Buchmesse. Grund genug, einen Blick auf eine junge und auf Europa konzentrierte Literaturszene zu werfen. Grund genug aber auch, die Schattenseiten zu betrachten. Denn trotz westlicher Ausrichtung wird Georgien die Geister der Vergangenheit nicht los. Georgiens Lage ist speziell. Eingeklemmt zwischen den übermächtigen Nachbarn Iran, Türkei und Russland ist es schwer, eine freie und unabhängige Politik zu betreiben. Dazu kommen eine nach wie vor vorhandene sowjetische Mentalität und eine alles dominierende orthodoxe Kirche.
    Mitten in diesem Spannungsfeld zwischen Vergangenem und Kommendem, Moskau und Europa, Konservativem und Modernem bewegt sich eine erstaunlich starke Literaturszene, deren Ausstrahlung weit über die engen Grenzen des Landes hinausgeht. Weitere Themen: Zwischen SU und EU - Augenschein im heutigen Tbilissi - Wie eine schlechte Scheidung – das russisch-georgische Verhältnis - Demokratie geht anders – Schriftsteller aus dem Land geprügelt
    57 min
  • Die Erfindung einer Nation - das Beispiel Mazedonien
    Wie findet ein Land zu seiner Identität - in Mazedonien geht es um mehr als um eine Namensfrage, das Land ist ein Lehrstück in Sachen Nationenbildung. Seit 10 Jahren blockiert Griechenland wegen dem Namensstreit die Mitgliedschaft Mazedoniens in der NATO und den Beginn der EU-Beitritts-Gespräche. Doch nun zeichnet sich endlich eine Lösung des Streits ab: Mitte Juni konnte sich der neue Regierungschef Mazedoniens Zoran Zaev mit seinem griechischen Amtskollegen Alexis Tsipras auf einen neuen Namen für Mazedonien einigen.
    «Nord-Mazedonien» soll die kleine Republik im Süden des Balkans künftig heissen. Aber es geht um mehr als um eine Namensfrage, erläutert Nada Boskovska, Professorin für Osteuropäische Geschichte. Weitere Themen: Welchen Namen für das Land - Identität, und Pluralität - Jobs, und was man von der Politik erwartet
    57 min
  • Die Erfindung einer Nation – das Beispiel Mazedonien
    Wie findet ein Land zu seiner Identität? In Mazedonien geht es um mehr als um eine Namensfrage. Das Land ist ein Lehrstück in Sachen Nationenbildung. Seit 10 Jahren blockiert Griechenland wegen dem Namensstreit die Mitgliedschaft Mazedoniens in der NATO und den Beginn der EU-Beitrittsgespräche. Doch nun zeichnet sich endlich eine Lösung des Streits ab: Mitte Juni konnte sich der neue Regierungschef Mazedoniens Zoran Zaev mit seinem griechischen Amtskollegen Alexis Tsipras auf einen neuen Namen für Mazedonien einigen.
    «Nord-Mazedonien» soll die kleine Republik im Süden des Balkans künftig heissen. Aber es gehe um mehr als um eine Namensfrage, erläutert Nada Boskovska, Professorin für Osteuropäische Geschichte. Weitere Themen: Welchen Namen für das Land - Identität und Pluralität - Jobs und was man von der Politik erwartet
    57 min

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