Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Das Gefängnis: Politischer und gesellschaftlicher Gradmesser
    Knast, Gedenkstätte, Kulturtempel ­- In der Türkei werden neue Gefängnisse hochgezogen, in anderen Ländern alte Gefängnisse abgewickelt oder umgenutzt. «Kontext» nimmt das Gefängnis in den Blick. Gefängnisse sind Orte eingeschränkter Freiheit und der Bestrafung. Kaum ein anderer Ort bildet die vorherrschende politische Ordnung so ausgeprägt ab wie das Gefängnis. Das zeigt sich in der Türkei, wo 170 neue Gefängnisse für über 100 000 Menschen hochgezogen werden, die dem Regime von Recep Tayyip Erdo?an nicht genehm sind.
    In anderen Ländern werden Gefängnisse aufgelöst und zur Gedenkstätte gemacht, so etwa Stasi-Gefängnisse der ehemaligen DDR. Und da ist auch der älteste Knast der Schweiz, der «Sennhof» in Chur, der in ein innovatives Wohn- und Kulturprojekt verwandelt werden soll. Weitere Themen: 170 neue Gefängnisse für 100 000 Menschen - Vom Stasi-Knast zur Gedenkstätte - Vom Gefängnis zum Wohnbau- und Kulturprojekt
    56 min
  • Liebe und Grausamkeit: Literatur im Gespräch
    Liebe ist ein Risiko: Man kann Kopf und Verstand verlieren. Man kann abhängig werden. Oder man gerät gar in falsche Hände und dann wird es richtig gefährlich. Literatur im Gespräch mit drei Neuerscheinungen über die Liebe und die Gefahr, die unterschwellig immer mitschwingt. Jesmyn Ward gilt als grosse Entdeckung in Amerika. Ihr Roman «Singt ihr Lebenden und ihr Toten, singt» ist ein Portrait über eine schwarze Familie in den Südstaaten. Ihre Lebensumstände sind geprägt von Armut und Rassismus. Erzählt wird die Geschichte als wahnwitziger Roadtrip, in dem es zu familiären Krisen kommt und die Geister der Toten plötzlich mit im Auto sitzen. Ein Roman, der emotional unter die Haut geht.
    Im weiteren diskutiert Esther Schneider mit Sieglinde Geisel und Julian Schütt über «Was zu dir gehört» das bemerkenswerte Debut des jungen amerikanischen Autors Garth Greenwell sowie «Casting» von Ryu Murakami, einem japanischen Autor, der gerne Tabuthemen aufgreift. Weitere Themen: «Singt ihr Lebenden und ihr Toten, singt» von Jesmyn Ward - «Was zu dir gehört» von Garth Greenwell - «Casting» von Ryu Murakami
    56 min
  • Blockchain - Block-what?!?
    Bitcoin und andere digitale Währungen zählten zu den grossen Themen der vergangenen Monate. Der tatsächliche Wert dieser digitalen Währungen ist unter ExpertInnen höchst umstritten. Doch die Technologie dahinter – Blockchain – halten viele für vielversprechend, wenn nicht sogar revolutionär. Dem Mythos zufolge wollte 2008 eine Gruppe von Internet-Punks nichts Geringeres, als ein neues Bezahlsystem auf die Beine stellen. Sie hatten nach der Finanzkrise die Nase gestrichen voll davon, wie das Bankenwesen funktioniert – und von den Pannen, die es regelmässig produziert.
    Banken, so ihre Idee, sollen überflüssig werden. Geld soll direkt von einer Person zu einer anderen überwiesen werden. Und all diese Überweisungen soll eine verschlüsselte, gemeinsam geführte Buchhaltung kontrollieren. Fälschungssicher. Der Bitcoin, die erste Kryptowährung, war geboren.
    Heute zeigt sich: die revolutionäre Idee ist nicht zum neuen Geld für jedermann geworden – und wird es so schnell auch nicht werden. Doch die Technologie der gemeinsam geführten, fälschungssicheren Buchhaltung – die Blockchain – die kann noch ganz anderes. Solarenergie direkt vom Produzenten zu den Verbraucherinnen bringen, zum Beispiel. Dafür sorgen, dass Künstlerinnen und Künstler wieder mehr an ihrer Musik verdienen. Im Internet Surfen, ohne dass Google dabei unsere Daten einsammelt. Und noch vieles mehr.
    Kontext erklärt, was die Blockchain-Technologie ist, was sie kann und nicht kann – und wie viel Revolutionäres tatsächlich dahinter steckt. Weitere Themen: Bitcoin im Realitäts-Check - Neue Konkurrenz für Banken und Versicherungen - Mehr Licht in ein dunkles Geschäft - Blockchain - Eine Chance für die Musikindustrie?
    56 min
  • Erlöse uns aus der Armut
    Keine Glaubensgemeinschaft wächst schneller als die Pfingstbewegung. Mitunter am meisten Zulauf erhält die Bewegung in Afrika. Dort verbinden die Kirchen ein konservatives Bibelverständnis mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Jeden Tag wächst die weltweite Pfingstbewegung um 30'000 neue Mitglieder. So rasch wie keine andere Glaubensgemeinschaft der Welt. Vor rund hundert Jahren entstanden zählt die Bewegung bereits heute rund 500 Millionen Mitglieder. Am stärksten ist der Boom in Afrika, insbesondere in Nigeria.
    Dort ist ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den Kirchen entbrannt. Die Pastoren predigen vor Tausenden, sie werben um ihre Mitglieder mit Wunderheilungen, dem Versprechen auf Gesundheit und materiellen Wohlstand. Wer davon zweifellos profitiert, sind die Pastoren selbst. Die erfolgreichsten unter ihnen wohnen in Villen und reisen in Privatjets. Ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft Nigerias nimmt zu. Weitere Themen: Begegnung mit dem Heiligen Geist - «Die Pfingstkirchen sind ein Betrug» - Pfingstkirchen, Politik und Gesellschaft - Gerufen von Gott
    57 min
  • Unsere Freundin Elena Ferrante, Faszination eines Weltbestsellers
    Elena Ferrante. Alle lesen sie, niemand kennt sie, die Autorin, die mit ihrer Saga «Meine geniale Freundin» einen der grössten Hypes der letzten Jahre ausgelöst hat. Kontext geht auf Spurensuche, besucht ihre Heimat Neapel und holt Stimmen ein zum Phänomen Ferrante. Kontext erkundet das fremde Terrain der geheimnisvollen Autorin Elena Ferrante und fragt nach ihrem Erfolgsrezept. Ein Streifzug durch Ferrantes Heimat Neapel zeigt uns den Rione und die anderen Schauplätze ihrer Saga «Meine geniale Freundin», wo Elena und Lila aufwuchsen und wirft einen Blick ins Hier und Jetzt dieser pulsierenden Stadt.
    In einem Gespräch mit Ferrantes Verleger in Rom zeichnen wir den Weg der aussergewöhnlichen Autorin, die von Anfang an in der Anonymität blieb, zum Welterfolg nach. Dabei kommen auch die Probleme und Herausforderungen zur Sprache, denen sich unabhängige Verlage und Buchhandlungen heute zu stellen haben.
    Zurück in Deutschland besuchen wir die deutschen Stimmen von Elena Ferrante: Übersetzerin Karin Krieger und Schauspielerin Eva Mattes, die die gesamte Saga als Hörbuch eingelesen hat, und von ihrer Wehmut am Ende erzählt. Wie übertrug die Übersetzerin Karin Krieger den typischen «Ferrante-Sound» so ins Deutsche, dass er auch bei uns seine Wirkung und den unverwechselbaren Sog entfalten konnte? Weitere Themen: Das Neapel von Elena Ferrante - Augenschein und Stimmen - Sandro Ferri – Ferrantes Verleger in Rom im Gespräch - Ferrantes deutsche Stimmen Karin Krieger und Eva Mattes
    55 min
  • Debatte: Europas neue Unordnung
    Europa ist an einem kritischen Punkt. Die Situation in der Europäischen Union hat sich verschärft. Sie ist bedroht durch wirtschaftliche, soziale und politische Risiken. Grossbritannien verabschiedet sich, Ungarn und Polen gehen eigene Wege, Italien wählt mehrheitlich antieuropäisch, der Rechtspopulismus nimmt zu; Deutschland war ein halbes Jahr ohne neue Regierung, Griechenland kommt nicht aus der Krise.
    Wohin steuern die 27 EU-Mitgliedsländer, wie weit kann, wie weit sollte der europäische Gedanke gehen? Wie kann man gemeinsam reagieren auf Bedrohungen von aussen, auf die Türkei, auf den US-Handelskrieg, auf den Terrorismus, auf die heillose Situation im Nahen Osten? Mehr und mehr stellt sich die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union.
    Unter der Leitung von Hansjörg Schultz diskutieren Regula Hess, Vizepräsidentin des aussenpolitischen Think-Tanks «Foraus», Stefanie Walter, Professorin für Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie an der Universität Zürich, und Gerald Schneider, Politikwissenschaftler an der Uni Konstanz.
    57 min
  • Künste im Gespräch: Briefe, virtuelle Räume und Backstage
    Es sind vielleicht nicht die Hauptschauplätze der Künste und doch erfährt man gerade hier vieles, was erst auf der Bühne, in der Kunst oder der Literatur zum Leuchten kommt: In den Briefen an die Mutter, einer Ausstellung im multinationalen, virtuellen Raum und in Künstlergarderoben.Weshalb schreibt ein Autor lebenlang Briefe an seine Mutter? Geben diese anderes und mehr zu erkennen, als was er in seinen Büchern offenbart? «Love from Boy» eröffnet neue Perspektiven auf den berühmten Kinderbuchautoren Roald Dahl.Kunst kann Grenzen überwinden. An der Srinagar Biennale ist das wörtlich zu verstehen. Gegründet wurde das multinationale Kunstevent im indischen Kaschmir, einer Region, die vom Konflikt zwischen Indien und Pakistan besonders hart betroffen ist. Die diesjährige Ausgabe der Srinagar Biennale findet in Basel und im Netz statt.Künstlergarderoben und Backstagebereiche sind exklusiv und oft wurde spekuliert, was sich hinter den Kulissen wohl abspielt und wie es dort aussieht? Nun zeigt ein Buch, wie unterschiedlich die Antworten darauf sein können.
    Weitere Themen:
    - Briefe an die Mutter: Was man erzählt und was man verschweigt
    - Grenzüberschreitende Kunst im Netz
    - Backstage: Wie wichtig ist, wo man sich umzieht?
    57 min
  • Frauenhandel: Wie schützt die Schweiz Betroffene?
    Menschenhandel ist ein lukratives Geschäft: Laut Schätzungen der Uno werden damit weltweit 32 Milliarden Dollar verdient. Die meisten Fälle, die in der Schweiz ans Licht kommen, betreffen Frauen im Sexgewerbe. Beim Schutz der Opfer gibt es Lücken.Das Schweizer Asylwesen schützt mögliche Opfer von Menschenhandel zu wenig – das kritisieren sowohl Hilfsorganisationen wie auch die UNO und der Europarat. Die Schweiz hat in den letzten Jahren zwar einiges unternommen, um Menschenhandel mithilfe eines Nationalen Aktionsplans besser zu bekämpfen.Doch die kurzen Fristen bei Asylverfahren erschweren den Opferschutz. Oft sind Frauen, die an Menschenhändler geraten sind, von ihren Erlebnissen schwer traumatisiert und brauchen Zeit, um sich zu stabilisieren. Falls die Ausbeutung nicht in der Schweiz passiert ist, haben sie kein Anrecht auf Opferschutz. Doch Menschenhandel ist ein internationales Geschäft - viele betroffene Frauen gelangen auf der Flucht in die Schweiz.«Kontext» fragt: Was unternimmt die Schweiz, um Opfer von Frauenhandel besser zu schützen? Wo sind die Schwachstellen im System? 
    Weitere Themen:
    - Wie eine ugandische Studentin an Menschenhändler geriet
    - Lücken beim Schutz der Opfer von Menschenhandel
    - «Wir bekämpfen nur ein Symptom, nicht die Ursachen»
    54 min
  • Grosse Röhre! Tandemgespräch mit Lara Stoll und Lisa Stoll
    Lara Stoll ist Slam-Poetin, Lisa Stoll Alphorn-Solistin. Beide sind sehr früh in ihren Disziplinen bekannt geworden. Was verbindet sie, ausser ihrem Nachnamen?Im Tandemgespräch treffen zwei junge Frauen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lara Stoll (30) hat eine beachtliche Laufbahn als Slampoetin hinter sich. Lisa Stoll (21) macht seit ihrem 13. Lebensjahr Karriere als Alphorn-Solistin. Ausser ihrem Nachnamen scheint die beiden ambitionierten Frauen nichts zu verbinden.Im Gespräch entdecken die beiden jungen Künstlerinnen, die oft und gerne verwechselt werden, überraschende Gemeinsamkeiten. Perfektionismus, hohe Ansprüche an sich selbst und die Angst vor dem Auftreten auf der Bühne. Nebenbei entwickeln die beiden Ostschweizerinnen den Ansatz für ein neues künstlerisches Format, welches zwischen Heimatgefühlen und Anarchie oszilliert.
    56 min
  • Der Welt-Theologe. Hans Küng wird 90
    Populär wurde Hans Küng mit seinem Weltbestseller «Christ sein», in dem er mit der gängigen theologischen Lehrmeinung brach und das katholische Dogma als Mythos bezeichnete. 1979 wurde ihm deshalb die Lehrerlaubnis entzogen.Seit knapp 40 Jahren ist der katholische Ökumeniker Hans Küng weltbekannt als Kirchenkritiker, auch wenn der gebürtige Surseer diese Bezeichnung gar nicht schätzt.Seine Bücher erreichten Millionenauflage und sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Zudem gründete der Tübinger Theologieprofessor die Stiftung Weltethos.Kontext bringt Ausschnitte aus Gesprächen mit Küng, diskutiert mit einer jungen Theologin und einem Küng-Kenner und befragt Küngs jahrzehntelange Nachbarin Inge Jens zu der fruchtbaren Nachbarschaft, die Küng und das Ehepaar Jens hatten.
    Weitere Themen:
    - Erlebte Menschlichkeit. Hans Küng im Gespräch
    - Besuch bei der Stiftung Weltethos
    - Inge Jens über Höhen und Tiefen in Hans Küngs Leben
    56 min

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