Im sudanesischen Dorf Karmakol haben sudanesische, schweizerische und ägyptische Kulturschaffende ein äusserst ambitiöses Kulturprojekt auf die Beine gestellt. Es will ein Zeichen setzen in einem schwierigen Umfeld, doch gleichzeitig auch zur Entwicklung eines Dorfs am Nil beitragen.Ausgerechnet im Sudan, einem Land, das während langen Jahren unter dem Verdacht stand, terroristische Organisationen zu fördern, ist ein zukunftsträchtiges Kulturprojekt ins Leben gerufen worden. Es will die Förderung des lokalen Kulturschaffens, den Austausch mit Musikern und Theater- und Filmschaffenden aus der ganzen Welt mit einem Dorfentwicklungsprojekt verbinden.Gleichzeitig hoffen die Initianten, damit zur Öffnung des islamistischen Regimes beitragen zu können. Das Festival, das im vergangenen Dezember stattfand, war ein grosser Erfolg. Ob und wie es weitergeht, ist noch offen.Buchhinweis:Tajjib Salich: Zeit der NordwanderungRoman aus dem SudanAus dem Arabischen von Regina Karachouli Lenos-Verlag
Weitere Themen:
- Lehmhäuser, Palmen, Fellachen und der träge strömende Nil
- Ein Festival in einem kulturfeindlichen Umfeld
- Mit einem Kulturprojekt zur gesellschaftlichen Öffnung beitragen?