Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – Erinnerung und Kreation
    Die polnische Installationskünstlerin Alicja Kwade zeigt ihr erste Soloausstellung in Zürich. Das Zürcher Tonhalle Orchester feiert sein 150-jähriges Jubiläum und der Dokumentarfilm «A Long Way Home» porträtiert fünf chinesische KünstlerInnen und ihre mutige Kunst der Erinnerung.Mit ihren kühnen Installationen sorgte Alicja Kwade bereits an der Art Basel und an der Biennale in Venedig für Aufsehen. Jetzt hat die 38-jährige Künstlerin im Haus Konstruktiv in Zürich eine philosophisch-mathematisch inspirierte Schau eingerichtet. Ganz schön anspruchsvoll und unglaublich aufregend.Vom Zürcher Dilettantenensemble zum international renommierten Tonhalle Orchester: Musikredaktor Moritz Weber unternimmt eine musikalische Reise durch 150 Jahre Musik- und Stadtgeschichte.Der Schweizer Regisseur Luc Schaedler kennt China von vielen Reisen und porträtiert in seinem Film «A Long Way Home» politische Kunstschaffende in China, die sich kritisch mit der chinesischen Geschichte auseinandersetzen.
    Weitere Themen:
    - Gedankenspiele als Skulptur: Alicja Kwade im Haus Konstruktiv
    - 150 Jahre Tonhalle-Orchester Zürich
    - Chinesische Filmporträts: Kunst als Erinnerungsarbeit
    57 min
  • Heinz Holliger’s neue Oper «Lunea»
    20 Jahre nach «Schneewittchen» wagt sich Heinz Holliger wieder an eine Oper. «Lunea» beschäftigt sich mit dem Dichter Nikolaus Lenau, den ein Schlaganfall mit 42 Jahren in Umnachtung stürzte. Ein Musiktheater der Extreme, das in Zürich mit Christian Gerhaher in der Hauptrolle zur Uraufführung kommt.«Lunea» sei keine Oper, sagt Heinz Holliger. In 23 Bildern aus dem Leben des Dichters Nikolaus Lenau entfaltet sich ein Musiktheater, in dem die Zeit wie im Kaleidoskop verformt wird, sich dehnt und in blitzartige Momente verkürzt. Wie bringt man eine Oper ohne lineare Handlung auf die Bühne?Regisseur ist der Zürcher Intendant Andreas Homoki, der ein Star-Ensemble für diese Uraufführung engagiert hat. Im Gespräch mit ihm und Heinz Holliger geht es um Nikolaus Lenau, einen der berühmtesten Dichter der deutschen Romantik, der heute fast vergessen ist, und um die Klänge, die sich aus seiner Sprache erfinden lassen.Die Sopranistin Juliane Banse und der Bariton Christian Gerhaher geben Auskunft über die Herausforderung, Heinz Holligers Opernfiguren zu verkörpern und seine Musik zu singen.Und der Souffleur des Zürcher Opernhauses berichtet von seinem Beruf, der im zeitgenössischen Musiktheater für die Darsteller geradezu lebenswichtig ist.
    Weitere Themen:
    - Andreas Homoki und Heinz Holliger über «Lunea»
    - Juliane Banse und Christian Gerhaher über ihre Rollen in «Lunea»
    - Vladimir Junyent über die Herausforderungen beim Soufflieren
    57 min
  • Debatte: Me Too?
    Seit langem hat keine gesellschaftspolitische Diskussion die Gemüter so anhaltend, breit und andauernd bewegt wie die «Me Too»-Debatte: Warum erst jetzt oder warum gerade jetzt?In den 70er Jahren gab es schon mal eine ähnliche Diskussion um sexuelle Gewalt und sexuelle Belästigungen. Danach blieb es lange still - fast so, als wären die Forderungen der Frauen von damals erfüllt und die Belästigungen tempi passati. Was ganz offensichtlich nicht der Fall ist - wie die Debatte zeigt.Was hat sich verändert seither? Worum geht es genau? Das diskutieren die Basler Pfarrerin und Theologin Barbara Stuwe, die Gendersoziologin Franziska Schutzbach und Esther Niffenegger, Ökonomin und Armeehauptmann, unter der Leitung von Maya Brändli.
    57 min
  • Auroville – gelebte Utopie seit 50 Jahren
    Vor 50 Jahren gründeten Idealistinnen und Aussteiger aus der ganzen Welt eine utopische Stadt im Süden Indiens. In Auroville sollten Herkunft, Reichtum und Geschlecht keine Rolle spielen und stattdessen viel Raum für individuelle Entwicklung und Spiritualität sein. Ein Besuch. Auroville, der idealistische Ort im Süden Indiens, ist eines der wenigen Projekte aus dem Umfeld der 1968er, die 50 Jahre überlebt haben. Mit Auroville sollte ein Raum geschaffen werden, wo alle Nationen friedlich zusammenleben, unabhängig von Nation, Religion und Geschlecht, als Modell für die Welt.Die Werte, die die Aurovillianer verwirklichen wollen, sind universell – fast alle teilen sie als Anspruch. Doch kaum eine Gemeinschaft schreibt sie sich so explizit auf die Fahnen wie Auroville und funktioniert bis heute als internationaler Sehnsuchtsort. Wo steht die Siedlung 50 Jahre nach der Gründung?
    Weitere Themen:
    - Pionierinnen aus Europa
    - Newcomer, Einheimische und die zweite Generation
    56 min
  • Die 68. Berlinale – Eine Stadt feiert das Weltkino
    Die Berliner Filmfestspiele sind in den letzten Jahren in die Breite gewachsen, über fast das gesamte Stadtgebiet. Die Berlinale ist längst das grösste Publikumsfilmfestival der Welt. Verleiht ihr das ein eigenes Gewicht? Eine Bilanz der 68. Berlinale – direkt vom Potsdamer Platz.Da Hollywood seit Jahren fast nur noch auf Sequels und Franchises setzt, ist das Weltkino zumindest für die Festivals wieder wichtiger geworden. Gilt das auch für die Berlinale? Welche Filme gaben warum zu reden?Im Berlinale Studio am Potsdamer Platz diskutieren Katja Nicodemus, von der «Zeit» und der freie Berliner Filmjournalist Peter Claus mit Michael Sennhauser. Am Tag bevor 3sat die samstägliche Preisverleihung aus dem Berlinale-Palast wieder live überträgt.
    56 min
  • Das Sachbuch-Quartett
    Der Umgang mit kollektiver Erregung, das Aufbrechen politische Ohnmacht, der erhellende Blick auf die geografischen Bruchstellen Europas sowie ein Blick auf die Gesundheitsentwicklung in der Schweiz seit dem 18 Jhd. sind Themen im Kontext-Sachbuchquartett vom Februar.
    Weitere Themen:
    - Die grosse Gereiztheit - Wege aus der kollektiven Erregung
    - Politische Verantwortung in Zeiten des Umbruchs
    - Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan
    - Public Health – Öffentliche Gesundheit in der Schweiz seit 1750
    57 min
  • Partnerschaftliche Rollenteilung als Erfolgsmodell?
    Die partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung und Hausarbeit ist in Beziehungen ein Dauerbrenner, umso mehr als der Leistungsdruck im Beruf für Frauen und Männer steigt.Seit gut einem Vierteljahrhundert versuchen Eltern die Idee umzusetzen, sich die Berufsarbeit, den Haushalt und die Kinderbetreuung zu teilen. Eine Idee, welche die Sozialwissenschaftlerin Margret Bürgisser von Anfang an interessiert hat. Deshalb hat sie in einer Langzeitstudie 28 Elternpaare befragt, die bei der Erwerbsarbeit und zu Hause «halbe-halbe» machen.«Kontext» zeigt auf, welche Erfahrungen Paare mit diesem Familienmodell machen. Dabei geht es auch um die Frage, was bei Trennungen mit der partnerschaftlichen Rollenteilung passiert und was die Politik punkto Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der letzten Generation geleistet hat.
    Weitere Themen:
    - Egalitäre Rollenteilung: Ein täglicher Hürdenlauf
    - «Papi-Zmittag» und «Mami-Znacht»
    - Wie eine partnerschaftliche «Trennung» gelingen kann
    - Was wurde politisch erreicht?
    57 min
  • Frauen heben ab
    Die Fliegerei faszinierte von Anfang an Männer und Frauen gleichermassen. Doch über die ersten Pilotinnen, insbesondere aus der Schweiz, ist wenig bekannt. Wer waren diese Frauen, die auf dem Flugplatz viel Gegenwind erfuhren?Das Fliegen war von Anfang an eine Männerdomäne – doch fasziniert waren davon auch gleichermassen die Frauen. Zuerst als Passagierinnen, später als Pilotinnen, eroberten sie den Himmel für sich. Doch dabei mussten sie gegen verschiedene Vorbehalte kämpfen: der Frauenkörper wäre zu schwach für die Fliegerei, sich für Technik und Motoren zu interessieren, galt als unweiblich.Ein halbes Jahrhundert später hebt Regula Eichenberger als erste Linienpilotin für die damals neu gegründete Crossair ab – und stösst dabei auf die zum Teil noch immer gleichen Hindernisse.Eine Sendung über Margaret Fusbahn-Billwiller, eine der allerersten Schweizer Pilotinnen, über Regula Eichenberger, der ersten Linienpilotin Europas – und über die Anfänge der Fliegerei.
    Weitere Themen:
    - Die ersten Frauen im Cockpit
    - Wer war Margaret Billwiller?
    57 min
  • Ein Kulturfestival inmitten einer kulturellen Wüste
    Im sudanesischen Dorf Karmakol haben sudanesische, schweizerische und ägyptische Kulturschaffende ein äusserst ambitiöses Kulturprojekt auf die Beine gestellt. Es will ein Zeichen setzen in einem schwierigen Umfeld, doch gleichzeitig auch zur Entwicklung eines Dorfs am Nil beitragen.Ausgerechnet im Sudan, einem Land, das während langen Jahren unter dem Verdacht stand, terroristische Organisationen zu fördern, ist ein zukunftsträchtiges Kulturprojekt ins Leben gerufen worden. Es will die Förderung des lokalen Kulturschaffens, den Austausch mit Musikern und Theater- und Filmschaffenden aus der ganzen Welt mit einem Dorfentwicklungsprojekt verbinden.Gleichzeitig hoffen die Initianten, damit zur Öffnung des islamistischen Regimes beitragen zu können. Das Festival, das im vergangenen Dezember stattfand, war ein grosser Erfolg. Ob und wie es weitergeht, ist noch offen.Buchhinweis:Tajjib Salich: Zeit der NordwanderungRoman aus dem SudanAus dem Arabischen von Regina Karachouli Lenos-Verlag
    Weitere Themen:
    - Lehmhäuser, Palmen, Fellachen und der träge strömende Nil
    - Ein Festival in einem kulturfeindlichen Umfeld
    - Mit einem Kulturprojekt zur gesellschaftlichen Öffnung beitragen?
    54 min
  • Made in Bangladesh
    Bangladesh ist das Land, das schnell und billig Kleider für uns produziert. Aber es gibt neben dieser Fast Fashion Industry auch eine Nische, wo Kleider ökologisch und fair produziert werden. Kontext zeigt beide Seiten und ihre Widersprüche.«Made in Bangladesh» steht in vielen unserer Kleider. Bangladesh ist der weitgrösste Kleiderproduzent der Welt, und für die Major Lables ist es das Paradies für fast-fashion. Schnell und billig wird dort produziert, Umwelt und Arbeitende werden nicht geschont. 2013 kam dann der Schock: ein Fabrikgebäude stürzte ein, über Tausend Menschen starben. Rana Plaza wurde zum Symbol für die schrecklichen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie.Aber es gibt in Bangladesh auch ökologische und faire Produktionsverfahren. In Universitäten wird über Nachhaltigkeit nachgedacht, in alternativen Kleinunternehmen werden alte, ressourcen-schonende Produktionstechniken wieder zum Leben erweckt.Gabriela Kaegi und Felix Schneider waren für Kontext unterwegs. In Bangladesh haben sie mit einem Unfallopfer aus der Textilbranche gesprochen. Sie haben an der Universität in der Hauptstadt Dhaka einen Professor für Nachhaltigkeit getroffen, und eine Unternehmerin schildert, wie sie alte Färbetechniken wieder entdeckt. Ein internationales Austauschprojekt zwischen Deutschland und Bangladesh versucht, nachhaltige Textilproduktion zu fördern. Neue Vorstellungen von Design vertritt einer der beiden Leiterinnen dieses Projektes. Und ein Arbeitsrechtler von Public Eye berichtet vom harten Kampf der Arbeitenden in der Textilindustrie.
    56 min

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