Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch: Alte Musik, schlechte Kunst, viele Bücher
    Alte Musik hat in Basel einen Freundeskreis, der sich um Aufführungen kümmert. Auch schlechte Kunst hat Anhänger: Storm/Störmer zelebrieren missratene Kunstwerke in einer Performance-Reihe. Und Regisseur Frederick Wiseman entführt im Film «Ex Libris» in die Welten der New York Library.Barockopern sind an den Stadt-Theatern Kassenschlager, Sinfonien von Haydn und seinen Zeitgenossen werden fast nur noch von historisch informierten Spezial-Ensembles gespielt. Alte Musik ist heute aus dem Konzertleben nicht mehr wegzudenken: Aber wie klingt Alte Musik heute? – Ein Besuch in Basel, wo die alte Musik einen grossen Freundeskreis hat.Und: Schlimmer gehts immer. Unter diesem Motto zelebrieren Storm/Störmer missratene Kunstwerke auf radikal subjektive Weise. Ihre Lecture-Performance-Reihe «Worst-Case-Szenario» ist Kult.Dazu: Der US-Dokumentarfilmer Frederick Wiseman porträtiert die New Yorker Stadtbücherei. Trotz über drei Stunden Spieldauer ist «Ex Libris: The New York Public Library» ein witziges, kurzweiliges Werk über einen regen Kulturbetrieb geworden, in dem die Ausleihe von Büchern nur eine Nebenrolle spielt.
    Weitere Themen:
    - Alte Musik neu gehört
    - «Worst-Case Szenarios»: Schlechte Kunst
    - Es ist etwas los in der Bibliothek
    56 min
  • Menschenrechte, eingesperrt
    Mit ihrer Flüchtlingspolitik stellt die Europäische Union, und mit ihr die Schweiz, die Geltung der Menschenrechte auf eine harte Probe.In Libyen werden zehntausende Migranten unter unwürdigsten Bedingungen festgehalten, rund um Calais schlafen Flüchtlinge in improvisierten Lagern mitten im Wald, vielerorts bleibt den Menschen nicht mehr als das nackte Leben.Die europäische Politik, so mahnen Kritiker, nimmt diese Zustände bewusst in Kauf, um Migrantinnen und Migranten abzuschrecken. Und sie unterstützt im Fall von Libyen menschenunwürdige Menschenhaltung bewusst, um Migranten an der Flucht zu hindern. Stellt sich die Frage, wo die Menschenrechte noch gelten, und für wen.
    Weitere Themen:
    - Menschenrechte: Verloren im ewigen Dschungel von Calais
    - Unterlassene Hilfestellung
    - Die Haltung der Schweiz
    1 hr 2 min
  • Wer mehrere liebt, muss gut lieben
    Ist Polyamorie das ideale Rezept gegen Langeweile in der Zweierkiste? Passt die Viel-Liebe, in der mehrere Liebschaften gleichzeitig gelebt werden, vielleicht perfekt in die heutige Zeit, wo alles geteilt und geshared wird?Lea liebt Claude und Lea liebt Neno. Gleichzeitig. Und beide wissen voneinander. Die drei über 50-jährigen leben polyamor – das heisst: Sie leben ihre Viel-Liebe mit dem Einverständnis aller Beteiligten.Wie sind die Spielregeln bei diesem Liebesprojekt? Wie gehen sie mit Eifersucht um. Und was geschieht, wenn eine neue Person dazu kommt? Lea, Claude und Neno geben Einblick in ihre polyamore Liebeskonstellation, erzählen von den Stolpersteinen, den Hürden und Diskussionen, die geführt werden müssen. Und sie verraten, warum Polyamorie nicht besser ist als Monogamie, aber vielleicht die eine oder andere Ehe retten könnte.Erstausstrahlung: 19.07.2016
    Weitere Themen:
    - Was ist Polyamorie? Und was ist sie nicht?
    - Lea liebt Claude und Lea liebt Neno
    - Ist die Gesellschaft bereit für die Polyamorie?
    - Ist die Polyamorie besser als die Monogamie?
    56 min
  • Von der Religion abfallen
    Zur Religionsfreiheit gehört nicht nur die Freiheit, seine Weltanschauung selbst frei zu wählen, sondern auch die Freiheit, sich von der Religion loszusagen. Nicht für alle Glaubensbekenntnisse ist das unproblematisch.«Einmal katholisch, immer katholisch» ... Zivilrechtlich ist dieser alte Grundsatz längst nicht mehr gültig. Denn die Religionsfreiheit, die seit 1874 in der Bundesverfassung steht, garantiert den Menschen, dass sie ihre Weltanschauung frei wählen können.Doch der Austritt aus manchen Religionsgemeinschaften kann sehr wohl unangenehme Folgen haben. Sei es, dass Ausgetretene mit sozialem Ausschluss konfrontiert werden, sie sich entwurzelt fühlen und sich neu orientieren müssen, oder dass sie offen angefeindet oder sogar bedroht werden. Ein Streifzug quer durch verschiedene Kulte, Kirchen und Religionen.
    Weitere Themen:
    - Entwurzelung nach Austritt
    - Jahrelange innere Kämpfe
    - «Sehr konservative religiöse Gruppen»
    - Anfeindungen gegenüber Ex-Muslimen
    - Islamisches Recht
    - Das Ergebnis eines langen Prozesses
    1 hr 1 min
  • Schweizer Musik: Musikalische Zwischenräume als Innovationslabore
    Auf SRF steht der 9. Februar ganz im Zeichen der Schweizer Musik. Bevor am Abend die Swiss Music Awards verliehen werden, richtet Kontext die Scheinwerfer auf die spezialisierten Bühnen: Sind die nicht-kommerziellen Musiken der Schweiz Innovationslabore? Wo stehen sie? Wo gehen sie hin?Schweizer Musik, das sind nicht nur die Abräumer aus der Hitparade, wie sie im Hallenstadion Zürich auftreten. International punktet die Schweizer Musikszene vor allem durch ihre Spezialistinnen, Forscher, Tüftlerinnen und Freigeister, die die gängigen Hörgewohnheiten des Publikums herausfordern - Musikerinnen und Musiker also, die sich selbst organisieren und weder an den Mainstream, noch an feste Institutionen gebunden sind. Aber ist diese Spezies durch Veränderungen im Musikmarkt und in der Kulturförderung bedroht? Oder ist die Krise der Musikindustrie eigentlich nur eine Krise des Mainstreams? Die experimentierfreudige Komponistin und Geigerin Charlotte Hug und der umtriebige Jazz/Pop-Produzent Ephrem Lüchinger loten das Kreativpotential dieser «Musik der Zwischenräume» aus und diskutieren über ihre Zukunft.
    Weitere Themen:
    - Wider das Gejammer: Her mit neuen Formaten!
    - Die Zukunft der Kulturförderung: Wenn die Crowd mitmischt
    - Hochspezialisiert ist halb gewonnen: Schola Cantorum Basiliensis
    57 min
  • Künste im Gespräch: Dagmara Kraus, Stimm-Klang, Blinde Passagiere
    Der Kinofilm «Der Klang der Stimme» sucht zwischen Intuition und Kontrolle. Die Lyrikerin Dagmara Kraus mischt Sprachen und Fantasie zu fragilen Gebilden. Und das Aargauer Kunsthaus versammelt unbekannte Schweizer Kunst.Die Superstars der Schweizer Kunst heissen Giacometti, Amiet und Hodler. Jahr für Jahr werden diesen Künstlern Ausstellungen gewidmet, Museumsbesucherinnen und -besucher sehen die immergleichen Bilder in immer neuen Zusammenhängen. Aber was ist mit weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern? Das interessiert das Aargauer Kunsthaus Aarau. Mit der Ausstellung «Blinde Passagiere» widmet es sich der unbekannteren Schweizer Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Was wird warum «vergessen» und welchen Konjunkturen unterliegt Aufmerksamkeit? Worin liegt die Kraft der menschlichen Stimme? Welche Extremsituationen kann man mit ihr herbeiführen? «Der Klang der Stimme» erzählt von vier Menschen, die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme neu ausloten: Andreas Schaerer erfindet mit seiner Stimme neue Instrumente. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360-Grad-Rundum-Klang. Matthias Echternach forscht mit wissenschaftlichen Methoden nach dem Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Klängen Menschen auf dem Weg zu sich selbst. Aber was heisst das eigentlich, der perfekte Klang? Und welches Geheimnis steckt dahinter? Elisabeth Baureithel hat mit Regula Mühlemann und Andreas Schaerer gesprochen.Der Basler Lyrikpreis 2018 ging an die Lyrikerin und Übersetzerin Dagmara Kraus. Ihre unerschrockene Art, Ausdrucksmöglichkeiten für die deutsche Sprache zu erkunden, wurde von der Jury gewürdigt. Die Dichtung von Dagmara Kraus gleicht einem Haus, in dem alle Türen und Fenster offen stehen. Sie selbst sagt: «Ich nehme mir von der Sprache alles, was ich in die Finger kriege». So mischt sie das Deutsch mit Französisch, Englisch, Polnisch, aber auch mit Fantasiesprachen, und geht mit ihnen Verbindungen ein, die zugleich fremd und bekannt klingen. Anlässlich vom Lyrik Festival in Basel sprach Dagmara Kraus über ihre Arbeit und las drei Gedichte vor.Von Dagmara Kraus bisher erschienen:- kummerang (Berlin, kookbooks 2012)- das vogelmot schlich mit geknickter schnute (Berlin, kookbooks 2016)- kleine grammaturgie (Solothurn, Urs Engeler / roughbooks 2013)- wehbuch (undichte prosage), roughbooks, Berlin und Schupfart 2016
    Weitere Themen:
    - «Blinde Passagiere» auf dem Dampfer der Schweizer Kunst
    - «Der Klang der Stimme» - zwischen Intuition und Kontrolle
    - Dagmara Kraus - filigrane Sprachkünstlerin und Lyrikerin
    55 min
  • Die Geheimnisse des Mauerseglers und anderer Flugkünstler
    Kein Vogel ist so in der Luft zuhause wie der Mauersegler. Pro Jahr setzt er zehn Monate lang keinen Fuss auf den Boden. Um das herauszufinden und andere Rätsel der Vögel zu lüften, brauchte es geniale Forscher und viel Technik.Mauersegler sind gebaut zum Fliegen: ein stromlinienförmiger Körper gleitet pfeilschnell auf langen sichelförmigen Flügeln durch die Luft. Dafür sind die Füsse so kurz, dass er kaum mehr starten kann, wenn er auf dem Boden landen müsste (was er nie tut). Mauersegler waren lange geheimnisvolle Vögel – in der Nacht verschwinden sie im Himmel und niemand wusste, wo sie übernachten. Und wenn sie mit Brüten fertig waren verschwanden sie Richtung Süden, aber niemand wusste wohin. Viele Erkenntnisse über den geheimnisvollen Meisterflieger haben keine professionellen Forscher herausgefunden, sondern ein Primarlehrer aus dem Baselbiet – der Hobby-Ornithologe Emil Weitnauer. Seit den 1930er Jahren hat er in Oltingen Mauersegler beobachtet und erforscht – über 50 Jahre lang. Dank ihm weiss man heute: die Mauersegler übernachten in der Luft. Dort fressen sie auch, und manchmal zeugen sie dort auch ihre Jungen.Um weitere Geheimnisse des Mauerseglers und anderer Flugkünstler zu lüften, brauchte es aber modernste Technik, zum Beispiel Miniatursensoren, die man Vögeln mitgeben kann, und die ihre Position und Aktivitäten aufzeichnen. Das Projekt Icarus des Ornithologen Martin Wikelski soll mit solcher Technik Tausende von Tieren überwachen und so mehr über ihr Verhalten herausfinden. Die Technologie kann aber auch benutzt werden, um die Tiere vor Wilderern zu schützen oder um die Umwelt zu beobachten.Autoren: Produktion: Moderation:
    Weitere Themen:
    - Mauersegler – der Meisterflieger
    - Via Satellit am Puls der Tiere
    57 min
  • Iwan Bunin – Im Zauber der Sprache
    Iwan Bunin (1870-1953) gilt als einer der grössten russischen Autoren. 1933 erhielt er den Nobelpreis. Nun erscheint sein Werk neu auf Deutsch. «Kontext» macht sich auf die Spur des Dichters, dessen Leben von Revolution und Exil geprägt war - und dessen Werk erstaunlich modern geblieben ist.Bunin entstammte einer verarmten russischen Adelsfamilie und wuchs auf dem Land auf. Nach den Revolutionen von 1917 floh er nach Frankreich ins Exil. In seinen Werken blieb er stets dem alten, vorrevolutionären Russland verpflichtet. Die Bolschewiki hasste er.Bunin verstand es meisterhaft, Grundfragen des Mensch-Seins zu thematisieren: Liebe, Tod, Einsamkeit, Verfall. In seinen Texten pflegte er einen ebenso lyrischen wie präzisen Stil, der menschliche Abgründe oft nicht ausspricht und nur erahnen lässt.Buchhinweis:Im Dörlemann-Verlag sind mehrere Bände mit Neuübersetzungen von Bunins Werk erschienen. Zuletzt: Iwan Bunin. Ein Herr aus San Francisco. Erzählungen 1914/1915. Deutsch von Dorothea Trottenberg. Dörlemann 2017.
    Weitere Themen:
    - Ein zerrissenes Leben
    - «Ein Herr aus San Francisco»
    - Russland im Exil
    56 min
  • Islamwissenschaftler Reinhard Schulze und Bischof Felix Gmür
    Der eine vertritt den katholischen Glauben, der andere ist Spezialist für den Islam: zwei Gelehrte in fast klassischem Sinn, deren Blicke auf Gott und die Welt erstaunlich ähnlich sind.Um den Islam verstehen zu können, muss man die eigene - in dem Fall christliche - Religion kennen. Doch genau dieses Wissen kommt uns in der Schweiz zunehmend abhanden: das ist nur einer von vielen Punkten, in denen sich der Islamwissenschaftler Reinhard Schulze und Felix Gmür, Bischof des grössten Bistums der Schweiz einig sind.Obwohl sich die beiden vorher noch nie getroffen haben, heben sie zusammen höchst interessiert ab zum theologisch-philosophischen Tandem-Gespräch unter der Leitung von Maya Brändli.
    57 min
  • Künste im Gespräch: Berner Bäume, Helferei, vierte Gewalt
    Bäume sind Zeugen, in der Stadt erst recht. Zwei Berner Buchmacher haben sie befragt. – Wir ertrinken passiv in Informationen, die Helferei offeriert eine Schule des Handelns. – Die Medien sind im Umbruch, der Dokumentarfilm «Die vierte Gewalt» trägt dem Rechnung.Seit jeher sind Menschen fasziniert von Bäumen. Zur Geburt pflanzen manche Linden oder Apfelbäume. Uralte Buchen in Gärten symbolisieren vergangenen Ruhm und Reichtum. Der Journalist Andreas Minder und der Fotograf Robert Brügger suchten für ihr Buch «Von Menschen und Bäumen» die grünen Gesellen in Bern auf und erzählen die Geschichten von Alleen, Parks und Wäldern. Noëmi Gradwohl hat mit dem Autor einige Schauplätze in Bern besucht. Information ist heutzutage alles. Ein Klick genügt, und wir wissen Bescheid über die globale Ungerechtigkeit in der Verteilung von Chancen und Gütern oder darüber, welche Politfigur gerade die guten Umgangsformen unterwandert. Auf jede Frage lassen sich hunderte Antworten googlen – und doch helfen diese nicht wirklich weiter. Denn die Gegenwart ist komplex und unübersichtlich. Orientierung tut Not. Das Team der Helferei Zürich vertritt die These, dass der Schlüssel zum Weiterkommen bei jedem Einzelnen liegt. Mit der «Schule des Handelns» lanciert das Kulturhaus Helferei ein einjähriges Projekt, welches einem interessierten Publikum konkrete Handlungsanleitungen anbietet, wie man sich aktiv in die Gegenwart und in die Zukunft einbringen kann. Der Berner Dokumentarfilmer Dieter Fahrer ist mit der gedruckten Zeitung aufgewachsen, in seinem Elternhaus war «Der Bund» die tägliche Instanz. Mit seinem sehr persönlichen Dokumentarfilm «Die vierte Gewalt» geht er den Fragen des Medienwandels nach, den Informationsgewohnheiten und den ökonomischen Umbrüchen, welche die klassische Rolle der Medien als «vierte Gewalt» im Staat in Frage stellen. Fahrer hat gedreht auf den Redaktionen des «Bund», beim online-Magazin «Watson», beim «Echo der Zeit» von Radio SRF und bei den Machern der «Republik», als diese noch Projekt war. Ein Gespräch mit dem Filmemacher.
    Weitere Themen:
    - Baumgeschichten aus Bern
    - «Schule des Handels» - wie man Gegenwart gestaltet
    - Dieter Fahrer und «Die vierte Gewalt»
    57 min

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