Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Abheben mit «Virtual Reality»
    Die Virtual-Reality-Technologie beschränkt sich nicht mehr nur auf Computerspiele. Sie hat das Potential, unsere Gesellschaft zu verändern. In virtuellen Welten kann man heute nicht bloss hautnah gegen Zombies kämpfen und Achterbahnen hinabrasen. Es gibt immer mehr innovative Anwendungen jenseits der Spiele, etwa in Medizin, Architektur oder Weiterbildung.Was Virtual Reality zur Zukunftstechnologie macht und wie sie unsere Gesellschaft verändern könnte– falls sie sich wirklich durchsetzt.
    Weitere Themen:
    - Fliegen wie ein Adler - im Vogelflugsimulator
    - Mit der 3D-Brille die Empathie steigern
    - Mehr als Spielerei: Virtuelle Hilfe für Gelähmte
    - Mehr als Spielerei? Was die Zukunft erwarten lässt
    57 min
  • Schweizer Bio-Papst und Ethikerin im Tandemgespräch
    Urs Niggli, der Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau geniesst weltweites Renomée. Seine Aussage, man solle die Gentechnik nicht verteufeln, ist umstritten. Im Tandem diskutiert er mit Monika Betzler, Philosophie-Professorin in München. Auch sie kritisiert gerne die eigene Zunft.Seit bald 20 Jahren leitet Urs Niggli das Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick. Er ist Wegbereiter und Anwalt des Bio-Landbaus und hat bereits vor 25 Jahren an vorderster Front gegen Gentechnik gekämpft. Ausgerechnet er hat nun aber öffentlich gesagt, die neue Gentechnik mit der Genschere Crispr habe in der Pflanzenzucht enormes Potential. Man dürfe sie nicht verteufeln. Diese Aussage schlug ein wie eine Bombe. Monika Betzler wiederum sagt, auch Philosophen dürften sich die Finger dreckig machen. Es stünde ihnen gut an, ihre Studier-Kammern öfter zu verlassen und sich mehr mit den alltäglichen Fragen der Menschen auseinanderzusetzen. Und da tauchen bei der Philosophie-Professorin von der Ludwig-Maximilian-Universität in München dann ganz praktische Themen auf: Beziehungsfragen, Technikfragen oder Fragen zum Umgang mit genetisch veränderten Pflanzen.Beide, Betzler wie Niggli sind also eine Herausforderung für die eigene Zunft. Wie reagieren ihre Kollegen darauf? Wie gehen sie damit um? Wie weit geht die intellektuelle Autonomie? Wann müssen sich Urs Niggli und Monika Betzler zügeln, um ihren vorgeschriebenen Rollen gerecht zu werden? Darüber diskutieren sie zusammen im Tandem-Gespräch.
    57 min
  • Europas öffentlich-rechtliche Medien im Gegenwind
    Nicht nur in der Schweiz wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Frage gestellt. Auch in Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich stehen die Zeichen auf Sturm. Aber jedes Land geht anders damit um. Eine Tour dhorizon.Wo liegen die Unterschiede im Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in unseren Nachbarländern? Wie finanzieren sich die verschiedenen Systeme und wo liegen – mit Blick auf die Zukunft - die spezifischen Herausforderungen in jedem dieser Länder?Einblicke in die Mechanismen medialen Wandels.
    Weitere Themen:
    - Italien: Geschwächt, aber nicht zerschlagen
    - Österreich: Ungewisser Einfluss des Regierungswechsels
    - Deutschland: Zunehmend unter Beschuss
    - Frankreich: Wenig Diskussionen
    57 min
  • Die Geschwister Oskar und Leny Bider
    Alle kennen den Flugpionier Oskar Bider, der 1913 als Erster die Alpen überquerte. Aber wer war Leny Bider? Eine Sendung über zwei Freunde aus dem Solothurnischen, die Oskar Biders Flugzeug nachbauen. Und eine Spurensuche seiner Schwester Leny, welche die Filmdiva der Schweiz hätte werden können.Im Jahre 1913 wurde der Flieger Oskar Bider aus Langenbruck BL schlagartig weltberühmt. Als erster Mensch überflog er mit einem Flugzeug nonstop die Pyrenäen. Wenig später übertraf er diese Leistung mit dem ersten Alpen-Überflug. Der Mythos Bider hält sich bis heute: Zurzeit bauen zwei Freunde aus dem Solothurnischen das Flugzeug nach, mit dem der Aviatik-Pionier 1919 abstürzte.Vergessen hingegen wurde Oskar Biders jüngere Schwester: Leny Bider war genauso ehrgeizig, mutig und begabt wie ihr Bruder. 1917 spielte sie die Hauptrolle im ersten Schweizer Alpenfilm «Der Bergführer». Sie hatte das Zeug zum Star. Doch nur wenige Stunden nach dem Absturz des Bruders schoss sich die 25-Jährige eine Pistolenkugel in den Kopf. Leny Bider wurde postum zur Unperson. In Langenbruck liegen die Geschwister noch heute in einem Doppelgrab.
    Weitere Themen:
    - Zwei tollkühne Männer und ihre fliegende Kiste
    - Leny Bider – eine Frau kommt zu früh
    56 min
  • Künste im Gespräch: Köhler, Musik wie Mondrian, Identitätspolitik
    Der Dokumentarfilm «Köhlernächte» zeigt die Köhlerei in der Schweiz. Der Komponist Hermann Meier schuf Musikpartituren wie Mondrianbilder. Mark Lilla, US-Professor zur Ideengeschichte, reflektiert Identitätspolitik unter Donald Trump.Rauchende, runde, grosse schwarze Haufen mitten im Wald: das sind Kohlemeiler im Schweizerischen Entlebuch. Dort wird noch kommerziell Holzkohle hergestellt. Robert Müller hat dieses alte Handwerk in seinem kunstvollen und erstaunlich unsentimentalen Dokumentarfilm «Köhlernächte» eingefangen. Ein Gespräch mit dem Schweizer Regisseur.Der Solothurner Komponist Hermann Meier war ein musikalischer Visionär. Er beschäftigte sich mit Architektur und Malerei. Seinen Traum von «Mondrian Musik» setzte er um, indem er musikalische Flächen vertonte. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt Meiers Kompositionspläne. Die Liberaldemokraten in den USA würden sich in einem politischen Programm verlieren, das es unzähligen Minderheiten recht machen will und sich genau dadurch um die Mehrheitsfähigkeit bringt. Diesen Vorwurf erhebt Mark Lilla, Professor für Ideengeschichte an der New Yorker Columbia University und Autor des vieldiskutierten Buches «The Once and Future Liberal: After Identity Politics».
    Weitere Themen:
    - Schweizer Dokumentarfilm: «Köhlernächte»
    - Hermann Meier, ein lange verkannter Schweizer Musikpionier
    - Rosa Strickmützen im Museum
    57 min
  • Holocaust-Forschung – Erweiterte Perspektiven auf Täter
    Holocaust-Überlebende sind heute hochbetagt und können bald nicht mehr als Zeitzeugen an die Opfer des Völkermords erinnern. Die historische Forschung wendet sich denn auch vermehrt den Tätern zu und den Zeugnissen, die sie hinterlassen haben.Manche Holocaust-Überlebende sind in den letzten Jahrzehnten als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen öffentlich aufgetreten und haben den jüngeren Generationen vermittelt, was sie unter der nationalsozialistischen Diktatur und in Konzentrationslagern erlitten haben. Jene, die heute noch leben, sind hochbetagt und können bald nicht mehr daran erinnern.Die historische Forschung hat in den letzten Jahren denn auch begonnen, vermehrt die nationalsozialistische Täterschaft in den Blick zu nehmen. Dabei hat sie neue Sichtweisen eingebracht.
    Weitere Themen:
    - «Mein Grossvater – ein Mörder und Verbrecher»
    - Schweizer in der Waffen-SS
    - Neue Perspektiven in der Täterforschung
    57 min
  • Nachbarn – Menschen wie du und ich
    Wir alle sind, wir alle haben: Nachbarn. In unserem Alltag spielt Nachbarschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Anders als Freunde wählen wir unsere Nachbarn nicht selber. Was passiert mit und innerhalb dieser Schicksalsgemeinschaft?Stehen Menschen in Gruppen zusammen, so wählen sie eine Distanz von 60 Zentimetern zueinander. Das haben Studien gezeigt. Nähe und Distanz spielen auch in nachbarschaftlichen Verhältnissen eine entscheidende Rolle. Nachbarn sucht man sich in der Regel nicht aus, es ist eine Beziehung auf Zeit.Was prägt unser Verhältnis zu unseren Nachbarn? Soziologe Sebastian Kurtenbach hat im Selbstversuch Nachbarschaft auf engstem Raum erforscht.Kulturwissenschaftlerin Nina Wiedemeyer hat sich mit Nachbarschaft interdisziplinär auseinandergesetzt. Die Online-Plattform Nachbarnet aus Basel verlegt Nachbarschaft in den virtuellen Raum. Dazwischen erzählen Nachbarinnen und Nachbarn von ihren Wohnsituationen und dem Zusammenleben im fragilen Gefüge mit den Menschen von nebenan.
    Weitere Themen:
    - Nachbarschaft - eine Beziehung auf Zeit
    - Nachbarschaft – ein delikates Gefüge
    - Nachbarschaft – im digitalen Raum
    - Nachbarn – die Menschen von nebenan
    56 min
  • «Mit zehn weisst du: Der Tod gehört dazu» – Kindheit in der Mafia
    Die italienische Journalistin Angela Iantosca gibt einen Einblick in die Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen, die in Mafiafamilien aufwachsen und legt dar, wie das Jugendgericht in Reggio Calabria versucht, Mafia-Karrieren der jüngsten Generation zu verhindern.Italien beschreitet neue Wege, um die Macht von mafiösen Familienclans zu brechen: Richter entziehen Eltern, deren Kinder wegen organisierter Kriminalität vor Gericht kommen, die Obhut und platzieren diese in Pflegefamilien oder betreuten Wohngemeinschaften – weit weg von zu Hause und ausserhalb des mafiösen Umfelds. Dieses Resozialisierungsprogramm wurde vor sechs Jahren von einem Richter in Reggio Calabria initiiert. Kontext fragt nach, was daraus geworden ist und beleuchtet die Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen, die in Mafiafamilien aufwachsen.
    Weitere Themen:
    - Wie der Vater so der Sohn
    - «Nicht die Liebe verbindet uns, sondern der Schmerz»
    - Neue Chance fern der Heimat
    - Öffentlichen Raum aufwerten
    58 min
  • Das Jugoslawien-Tribunal - ein Blick zurück
    Ende Jahr hat das Jugoslawien-Tribunal in Den Haag seine Türen definitiv geschlossen - mit einer erfolgreichen Bilanz: Die Hauptverantwortlichen sitzen in Haft, von den 161 Angeklagten befindet sich kein einziger mehr auf der Flucht.Der Völkermord von Srebrenica, die ethnischen Säuberungen in den bosnischen Dörfern oder die Beschiessung der Stadt Sarajevo: In den letzten 24 Jahren ging es im Gerichtssaal am Jugoslawien-Tribunal in Den Haag um die Schuldigen für diese und andere schwere Verbrechen.Eine intensive, anspruchsvolle Arbeit liegt hinter dem Tribunal - für die Dolmetscherin in ihrer Kabine, die Tag für Tag die Aussagen von vergewaltigten Frauen übersetzen musste. Auch für die Verteidiger, die, wie Colleen Rohan, in den letzten 12 Jahren mehrere Tribunal-Angeklagte vertreten haben, und für die Richter war es eine wichtige Zeit.
    Weitere Themen:
    - Ohne Dolmetscher geht gar nichts
    - Die Welt der Verteidigung
    - Die Prozesse waren nicht besonders lang
    - Was die Rechtswissenschaft gelernt hat
    56 min
  • Künste im Gespräch: Digitale Meisterklasse und Kultur-Geschichten
    Eine Zürcher Journalistin erzählt in einem neuen Buch die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren / Das Schlachthaus Theater Bern feiert sein 20-Jahr-Jubiläum / Im Internet boomen Masterclasses berühmter Stars.Sibylle Elam rekonstruiert in ihrem neuen Buch «Es soll dort sehr gut sein» die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren in der NS-Zeit. Durch die Recherche und die Lektüre zahlreicher erhaltener Briefe entdeckt sie Lücken in der Überlieferung ihrer Eltern. Seit dem 1. Januar 1998 lebt das Berner Schlachthaus Theater, Heimat der freien Szene. Wieviel Rockn Roll, wieviel Pioniergeist hat sich in der unterdessen 20-jährigen Kulturinstitution erhalten? Eine Meisterklasse ist etwas Exklusives. Nur besonders begabte Studierende erhalten die Möglichkeit dazu, bei Meistern Perfektion zu lernen. Eine Website will dies ändern und bietet Online-Kurse von VIPs für alle an, sogenannte «Masterclasses». Heisse Luft oder guter Unterricht?
    Weitere Themen:
    - Auf den Spuren einer jüdischen Flüchtlingsfamilie in Zürich
    - «Eine Ecke Surprise»: 20 Jahre Schlachthaus Theater Bern
    - Gesangsunterricht von Stars? Eine Website macht’s möglich
    56 min

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