Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Müll oder kein Müll
    Die Müllberge auf dieser Welt wachsen ins Unermessliche, sie belasten Umwelt, Menschen, künftige Generationen - aber es gibt auch viele, die vom Müll leben. Rund 700 Kilogramm Müll produziert jeder Bewohner, jede Bewohnerin der Schweiz, das ist weltweit ein Spitzenplatz. Allerdings wird ein grosser Teil dieses Mülls auch rezykliert - und das ist auch an anderen Orten dieser Welt der Fall.
    Auf der grossen Müllhalde von Delhi, der indischen Hauptstadt, zum Beispiel. Dort arbeiten Tausende Tag für Tag auf der Müllhalde und sorgen dafür, dass vieles von dem, was auf der Halde landet, wiederverwertet wird, unter misslichen Bedingungen.
    Welche Zukunft für den Müll also, der zugleich ein Rohstoff ist? Weitere Themen: Barfuss durch den Müll - Die Müllvermeiderin - Mit Müll Geld machen - Müll sichtbar machen
    58 min
  • Als gäbe es eine zweite Schweiz …
    Niemand will eine zersiedelte Schweiz – und trotzdem wird Minute für Minute wertvoller Boden verbaut – so, als gäbe es eine zweite Schweiz. Haushälterischer Umgang mit Boden in der Schweiz ist dringend angesagt. Verdichtetes Bauen in den Wohnbauzonen beginnt sich als Massnahme durchzusetzen.
    Daneben aber gibt es einige raumplanerische «Stiefkinder», denen vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird. Zum Beispiel der Platzverschleiss in den Gewerbe- und Industriezonen vor allem in ländlichen Gebieten und das mangelhafte Augenmerk auf die eigentliche Bodenqualität.
    Raumplanerische Mühlen mahlen dermassen langsam, dass die Zersiedelung stetig weitergeht und die Jungen Grünen jetzt einen radikalen Stopp verlangen. Weitere Themen: Dörfer in der Klemme - Wo – bitte – bleibt das Bodenzentrum? - Das geht alles viel zu langsam
    55 min
  • Neue Autorschaften: Schreiben für die Bühne
    Shakespeare, Tschechov und Dürrenmatt: Ohne Klassiker sind die deutschsprachigen Bühnen nicht vorstellbar. Aber das Theater braucht auch neue Texte, die die Gegenwart befragen. Es gibt verschiedene erfolgreiche Dramatikerförderprojekte in der Schweiz, die Autoren und Autorinnen dazu ermutigen, fürs Theater zu schreiben und die dafür sorgen, dass diese Texte auch tatsächlich auf die Bühne kommen. Was zeichnet gute Gegenwartsdramatik aus?
    Am Theater Basel wurde in den letzten Jahren das Prinzip der «Überschreibung» von Klassikern praktiziert, ein Autor oder eine Autorin schreibt einen Klassiker «neu». Doch weshalb spielt man dann nicht gleich das Original? Und entstehen dabei wirklich eigenständige neue Theatertexte?
    Seit zehn Jahren widmet sich der deutsche Theaterverlag «schaefersphilippen» unterschiedlichsten Formaten von neuen Texten, die für die Bühne geschrieben werden. Dabei dehnt er den Begriff der Autorschaft weit über das klassische Verständnis eines Dramatikers aus. Weitere Themen: Raus aus der Schublade, ran ans Publikum - «Das Theater ist immer der Gegenwart verpflichtet.» - Neue Verlage: Der Begriff Autorschaft hat sich verändert
    56 min
  • Künste im Gespräch – von Mut, von Erinnerung und von der Wahrheit
    Ganz im Zeichen der Erinnerung blickt «Künste im Gespräch» zurück auf 30 Jahre Tanzfestival STEPS, lässt das Leben der japanischen Tänzerin Fumi Matsuda Revue passieren und stellt Michael Chabon vor, der in seinem neuen Roman nach dem Wahrheitsgehalt von Erinnerungen fragt. Wo liegt die Wahrheit über die Vergangenheit? Gibt es sie überhaupt? Wie macht man sie sich erträglich? Diese Fragen stellt der US-amerikanische Autor Michael Chabon in seinem neuen Roman «Moonglow». Erzählt ist er aus der Perspektive eines alten Mannes, der seinem Enkel auf dem Sterbebett die unglaubliche Geschichte seines Lebens berichtet.
    Ein Buch voller Lebenserinnerungen ist auch das Bändchen «Ausgewandert, eingetanzt». Darin schaut die 75-jährige japanisch-schweizerische Tänzerin Fumi Matsuda auf ihr Leben und ihre Karriere zurück, auf die Unterschiede zwischen Japan und der Schweiz, die Entwicklung des Tanzes und die Frage, was Glück eigentlich bedeutet.
    Ein Stück Tanzgeschichte schreibt auch das Tanzfestivals STEPS, das seit nunmehr 30 Jahren zeitgenössische Tanzproduktionen aus allen Teilen der Welt in die Schweiz bringt. Dieses Jahr hat es sich das Motto «Mut» auf die Fahne geschrieben. Was steckt hinter dem Motto, wo steht das Festival heute und was ist sein Erbe? Weitere Themen: Michael Chabon über die «Wahrheit» in Familiengeschichten - Fumi Matsudas Schweizer Tanzgeschichte - 30 Jahre Tanzfestival STEPS
    55 min
  • Sie hat Bock. Über die Lust
    Während Jahrhunderten wurde Frauen* in unseren Breitengraden die Lust streitig gemacht. Auch heute müssen sie ihre Lust nach wie vor einfordern: Zwar ist die sexuell selbstbestimmte Frau* ein Ideal, gleichzeitig aber wird sie immer wieder abgewertet. Zeit also, über die Lust an der Lust zu sprechen. «Du muesch chönne Nei sage», dieser Satz ist häufig etwas vom ersten, was junge Frauen* über Sex lernen. Ein Satz, der sie ein Leben lang begleitet. Klar, «Nein!» sagen und Grenzen setzen ist wichtig. Aber für eine selbstbestimmte, lustvolle Sexualität muss man auch «Ja» sagen können: Ja zur Lust, ja zum Körper, ja zu den eigenen Bedürfnissen.
    Aber Frauen*, die «Ja!» sagen, provozieren noch immer. Warum? Gilt Lust und Sexualität immer noch als ein männliches Privileg? Und wie lassen sich alte Vorstellungen überwinden?
    Literatur
    * Sandra Konrad: "Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will, was er will". München, 2017
    * Daniel Bergner: «Die versteckte Lust der Frauen: Ein Forschungsbericht». München, 2014
    * Ellen Støkken Dahl und Nina Brochmann: «Viva la Vagina!: Alles über das weibliche Geschlecht». Frankfurt am Main, 2017
    Anmerkung: Mit dem Sternchen* wird Raum symbolisiert für Personen, die sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht wiederfinden. Gemeint sind auch alle, die sich hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität als Frau* begreifen, unabhängig von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. Weitere Themen: Die Lustbiografien von zwei jungen Frauen* - «Lust ist eine wunderbare Sprache. Und Sprachen muss man üben.» - Was passiert, wenn eine Frau* über ihre Lust schreibt
    57 min
  • International und stark: Der Schweizer Dokumentarfilm
    Ob «War Photographer», «More Than Honey» oder «Wild Women – Gentle Beasts»: Der Schweizer Dokumentarfilm ist ein erfolgreiches Exportprodukt, seit Jahrzehnten. Das hat naheliegende Gründe, und überraschende. Eine Gesprächsrunde mit Macherinnen. Am nächsten Freitag startet das renommierte internationale Dokumentarfilmfestival Nyon «Visions du Réel» unter neuer Leitung. Während Schweizer Spielfilme den Sprung über die Landesgrenzen nur selten schaffen, sind Dokumentarfilme seit Jahrzehnten auf allen Märkten präsent.
    Warum das so ist, was die Schweizerinnen und Schweizer richtig machen, und warum die Voraussetzungen im Dokumentarfilmbereich anders sind als beim Spielfilm, darüber diskutiert in Kontext eine berufene Runde: Dokumentarfilmerin Sabine Gisiger («Yaloms Cure», «Willkommen in der Schweiz»), Produzentin Franziska Reck («Wild Women, Gentle Beasts»), Filmemacherin Eva Vitija («Das Leben drehen») und Multitalent Jan Gassmann («Europe, She Loves»).
    56 min
  • Wenn Behinderte zu Cyborgs werden
    Immer mehr intelligente Prothesen drängen auf den Markt, sie erleichtern Menschen mit einer Behinderung das Leben - aber: bringen sie damit Behinderung auch zum Verschwinden? Exoskelete, mit denen Querschnittgelähmte wieder gehen können, intelligente Armprothesen, künstliche Hände - das Angebot an intelligenten Prothesen ist gross und wird noch grösser werden. Menschen mit einer Behinderung werden damit zu Cyborgs, zu einem Mischwesen von Mensch und Maschine. Was verändet sich da in unserm Bild von Menschen mit einer Behinderung? Werden sie zur Avantgarde des zukünftigen Menschen, oder - wird Behinderung damit abgewertet?
    Erstsendung: 7.6.2017 Weitere Themen: Implantat ja, Implantat nein - Eine kleine Geschichte der Prothesen - Mit einem neuen Skelett wieder gehen - Für die Behinderten oder gegen sie?
    56 min
  • Von Terroristen und dunklen Mächten
    Inszenierte Terroranschläge, staatlich gelenkte Medien – wo hört die kritische Geschichtsforschung auf, wo beginnen Verschwörungstheorien? Kontext nimmt Bezug auf eine Tagung in Basel und geht dieser Frage nach. Am 3. März dieses Jahres treten in Basel vier Männer auf, die polarisieren. Sie verbreiten Thesen, die von ihren Fans aufgesaugt, von ihren Kritikern aber als Verschwörungstheorien bezeichnet werden.
    Im Scala, einem Haus der Anthroposophischen Gesellschaft Basel, bekommen sie eine Bühne: Daniele Ganser, Elias Davidsson, Thomas Meyer und Ken Jebsen. Wer sind diese Männer? Sind sie lediglich kritische Forscher oder Verschwörungstheoretiker? Was ist überhaupt eine Verschwörungstheorie?
    Diesen Fragen geht dieser Kontext nach, und wir fragen auch, ob die Anthroposophie eine besondere Affinität zur Verschwörungstheorie hat. Weitere Themen: Vier Männer - viel Publikum - Kritischer Forscher oder Verschwörungstheoretiker? - Die Verschwörungstheorie – was ist das überhaupt - Die Anthroposophie und die Verschwörungstheorie
    57 min
  • Künste im Gespräch: «Foxtrot», Frisch-Rundgang, Raphael Urweider
    Der israelische Film «Foxtrot» zeigt eine Gesellschaft in Schieflage. Ein ungewöhnlicher Stadtrundgang in Zürich ist dem Schriftsteller und Architekten Max Frisch gewidmet. Und der vielseitige Schweizer Lyriker Raphael Urweider spricht über seine Arbeit. Der Film «Foxtrot» hat im Herkunftsland Israel für einige Kontroversen gesorgt, weil er die Armee und Kriegsführung des Landes auf sehr groteske und zynische Art kritisiert. Im Rest der Welt begeistert der Film wegen seiner ungewöhnlichen Erzählweise. Dazu ein Gespräch mit Regisseur Samuel Maoz.
    In Zürich herrscht «Ärger im Paradies»: so zumindest heisst ein theatraler Rundgang durch die Stadt – auf den Spuren des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Wir sind mitgegangen.
    Raphael Urweider ist nicht nur Lyriker, sondern auch Rapper, Regisseur, Musiker. Im Gespräch mit ihm wird klar, warum er einer der spannendsten Schweizer Lyriker der Gegenwart ist und was seine Arbeiten ausmacht. Weitere Themen: «Foxtrot»: Gesellschaft in Schieflage - Max Frisch: ein theatraler Städtetrip durch Zürich - Zuhause in Bern und überall – ein lyrischer Streifzug
    57 min
  • Psychisch krank und alleine gelassen
    In vielen Ländern fehlt es auch nur an den grundlegenden Einrichtungen, um Menschen, die psychisch erkrankt sind, zu helfen - in Indien zum Beispiel. Wer in einem der abgelegenen Dörfer in Indien in eine Depression fällt, oder - schlimmer - an Schizophrenie leidet, hat es schwer. Eine Einrichtung, die sich dieser Krankheit annehmen könnte, gibt es in der Umgebung nicht, und die Behandlung ist teuer. So kümmern sich die Familie, Nachbarn meist schlecht und recht um die Betroffenen.
    Und wer in anderen Ländern, in denen Krieg herrscht, traumatisiert wird, muss darauf hoffen, dass er oder sie in eine spezialisierte Einrichtung irgendwo in Europa aufgenommen wird; solche gibt es, auch in der Schweiz. Weitere Themen: Schizophren, sich selber überlassen - Traumata migrieren mit - Transkulturelle Psychiatrie in der Schweiz
    54 min

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