Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Tandemgespräch mit Carel van Schaik und Mike Müller
    Ein Evolutionsbiologe und ein Schauspieler, beide interessiert an Menschen: ihr Blickwinkel jedoch könnte unterschiedlicher nicht sein.Carel van Schaik ist Holländer und renommierter Evolutionsbiologe an der Universität Zürich: Zwei Millionen Jahre menschliche Entwicklung nennt er eine «kurze Zeit» und wenn er erzählt, wie der Mensch Mensch wurde, ist das spannender als jeder Krimi.Krimis gehören auch zum facettenreichen Alltag des Schauspielers Mike Müller: als «Bestatter» hat er die Schweizer Herzen erobert, als Bühnenschauspieler füllt er zurzeit mit einem Soloprogramm die Theatersäle quer durch die Schweiz.Von Berufs wegen sind die beiden Männer weit voneinander entfernt, doch was sie verbindet, sind eine scharfe Beobachtungsgabe und eine philosophische Neugier auf die Spezies «Mensch».
    57 min
  • Künste im Gespräch: Ai Weiwei, 99 Songs, Europa im Theater
    Der chinesische Künstler Ai Weiwei legt einen Film über die globale Flüchtlingskrise vor. Das 20. Jahrhundert in 99 Songs verspricht ein Sachbuch. Eine theatrale Langzeitstudie untersucht Europas Zukunft im Theater Marie.Die weltweiten Migrationsbewegungen hat der chinesische Kunststar Ai Weiwei in seinem Dokumentarfilm «Human Flow» dargestellt. Darauf regte sich Kritik: Ai Weiwei betreibe Imagepflege. Was meinen unsere Kritikerinnen?Nur 99 Songs hat der Wiener Kulturhistoriker Wolfgang Klos für sein Sachbuch ausgewählt, um das 20. Jahrhundert zu porträtieren. Eine bestechende Auswahl.Europas Zukunft aus heutiger Sicht betreibt ein zweisprachiges Langzeitprojekt des Theater Marie in Baden. Nun kommen fünf Kurzstücke unter dem Label «Zukunft Europa / Avenir Europe» zur Premiere.
    Weitere Themen:
    - «Human Flow» - kalkulierte Betroffenheit?
    - Die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in 99 Songs
    - Zukunft Europa: Was von heute für morgen übrigbleibt
    56 min
  • Debatte: Denken, oder einfach meinen?
    Viele meinen, immer weniger denken - die Meinung ist zum Leitmotiv unserer Zeit geworden. Und manchmal auch zum Kampfbegriff, im Sinne von «Ich lass mir meine Meinung doch nicht nehmen» - nur: wohin führt das?Die Meinung ist mächtig, und sie lauert hinter jeder Ecke, bereit, hervorzuspringen und das Gegenüber anzufallen, manchmal auch das sprechende Subjekt selbst. Fakten sind da machtlos, Evidenzen müssen die Waffen strecken, die Meinung beherrscht das Spielfeld.Erhebungen zeigen: Die Meinungskommentare haben in den Medien rapide zugenommen, in den Social Media ohnehin, und Twitter ist die Spielwiese der Meinenden geworden, Fake News sind Treiber geworden, weil sie die Meinung der Empfänger befeuern. Worin liegt die Macht der Meinung?Darüber diskutieren Adrienne Fichter, Buchautorin, Spezialistin für digitale Medien, Journalistin bei «Republik», Michael Hermann, Inhaber und Leiter von Sotomo, Meinungsanalytiker, Andreas Cremonini, Philosoph, Mitinitiant entresol, Organisator der Tagung «Denkst du noch oder meinst du schon», https://entresol.ch/.
    57 min
  • 1967 – ein Jahr des Umbruchs
    Das Jahr 1967. Ein Jahr der Veränderungen der kulturellen und sozialen Welten. Der Vietnamkrieg und Sgt. Peppers der Beatles, der Sommer der Liebe der Hippies und die Nazi-Vergangenheit Deutschlands. Eine Zeitreise zu Klängen von 1967 und ein Gespräch mit dem deutschen Schriftsteller Uwe Timm.Am 1. Juni 1967 veröffentlichten die Beatles ihr epochales Album «Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band». Am 2. Juni 1967 wurde auf einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien in Berlin der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen. Während in San Francisco die Hippies neue Lebensformen der Liebe erforschen, erleben einige US-amerikanische Städte schlimme Rassenunruhen. Der Sommer die Liebe hier, der Long Hot Summer dort. Überall gärt es, im neuen Film aus Hollywood, in der populären Kultur ebenso wie in der klassischen Musik.1967 – ein Jahr der Gegensätze. Kontext beschreibt die Ereignisse und kulturellen Produkte der Zeit, und spricht darüber mit dem deutschen Schriftsteller Uwe Timm. Er war ein guter Freund des Studenten Benno Ohnesorg und hat als wacher Geist die damaligen Ereignisse mitverfolgt und darüber geschrieben.(Wiederholung vom 2.6.2017)
    Weitere Themen:
    - Drei Songs für 1967
    - Die (National-)Hymnen von Karlheinz Stockhausen
    - Die Filme des neuen Hollywood
    - Vergangenheitsbewältigung mit Uwe Timm
    56 min
  • Die Rasputins von heute
    Wer sind sie, diese seltsamen Hofschranzen, die am Rockzipfel der Mächtigen hängen und ihnen einflüstern? Ein Blick auf die Rasputins von damals und heute.Eigentlich ist er einfach ein ungebildeter Bauer, der kaum lesen und schreiben kann. Ein gross gewachsener Kerl in schmutzigen Kleidern. Ein Paria mit strähnigen Haaren, dürrem Bart und stechendem Blick aus einem Dorf – Grigorij Jefimowitsch Rasputin.Er zieht seit Jahren durch das riesige Zarenreich, inbrünstig verehrt von unzähligen Anhängern. Und eines Tages, im Jahr 1903, erreicht er St. Petersburg und wird bald zum Zarenhof gerufen, wo er alles durcheinander bringt und die Strippen der Macht an sich reisst.
    Weitere Themen:
    - Ein Steve Bannon seiner Zeit
    - Russlands heilige Narren
    - Trumps Rasputin
    - Putins Russland als Realityshow
    57 min
  • Wer Angst hat vor der Klimaerwärmung
    Auf den Inseln des Pazifiks steigen die Meeresspiegel, die Menschen fürchten um ihr Hab und Gut - ihre Angst ist mit Händen zu greifen. Und wie steht es um die Angst bei uns?Mehrmals standen ihre Häuser schon unter Wasser, nun mussten die Menschen im Dorf Vunidogoloa umziehen, hinauf an die Hügel. Sie werden nicht die letzten sein, immer mehr Dörfer auf dem Inselstaat Fidschi werden vom Meer überschwemmt. Die Angst der Menschen ist gross - das Meer, ihre Nahrungsquelle, ist zum Feind geworden.Hierzulande hat der Felssturz in Bondo, haben Gletscherabbrüche und Stürme gezeigt, dass auch Europa von der Erwärmung des Klimas mit betroffen ist. Aber haben wir auch Angst?
    Weitere Themen:
    - Wenn Fidschi bedroht ist
    - Wenn Angst verdrängt wird
    57 min
  • Monica Gubser, James Brown und süchtigmachende Serien
    Die Schweizer Schauspielerin Monica Gubser spielt erst mit 86 Jahren ihre erste Kinohauptrolle. Eine neue Biographie korrigiert das Bild des Bad Boy James Brown. Und eine Tagung erfoscht, warum Serien süchtig machen.Es ist eine beispiellose Alterskarriere, die Monica Gubser macht: als junge Frau hängte sie ihren Beruf an den Nagel, um in Solothurn ein Restaurant zu führen. Mit 60 kehrte sie auf die Bühne und die Leinwand zurück. In Kontext erzählt die heute 86jährige von ihrer Leidenschaft, dem Spielen.Eine neue Biographie geht den wilden Geschichten um den «Godfather of Soul» James Brown auf den Grund und findet heraus: der Bad Boy war gar nicht so bad.Und an einer Tagung in Zürich wurde erforscht, warum wir bei Serien - sowohl in Büchern als auch am Fernsehen - nie genug bekommen können. Sowohl als Kinder wie auch als Erwachsene.
    Weitere Themen:
    - Eine beispiellose Alterskarriere: Schauspielerin Monica Gubser
    - James Brown - Mythos und Wahrheit. Eine neue Biografie
    - Das Suchtpotenzial von Serien
    56 min
  • Biobanking: Das grosse Wetteifern um Gesundheitsdaten
    Big Data wird in der Medizin immer wichtiger: Grosse Spitäler haben modernste Biobanken eingerichtet, in denen Biomaterial zu Forschungszwecken gelagert wird. Patienten werden routinemässig gebeten, ihre Daten und Gewebeproben zu spenden. Bringt das Biobanking die personalisierte Medizin voran?Medizinische Daten und Proben sind sehr begehrt. Sie versprechen neue medizinische Erkenntnisse – und lukrative Gewinne für jene, die Medikamente daraus entwickeln. Das grosse Seilziehen um Gesundheitsdaten hat gerade erst begonnen: Forscher möchten die Bioproben ohne grosse Mitsprache der Spenderinnen und Spender nutzen können; diese sollen ihre Daten durch einen «Generalkonsent» – einer Art Generaleinwilligung – quasi bedingungslos zur Verfügung stellen.Gruppierungen wie die Genossenschaft Midata.coop sind zwar leidenschaftliche Befürworter der Forschung mit Gesundheitsdaten, finden es aber falsch, die Rechte an ihren Daten aus der Hand zu geben. Unabhängig von rechtlichen Fragen zeigt sich heute schon: Gesundheitsdaten sind der grosse Treiber der personalisierten Medizin.
    Weitere Themen:
    - Die modernste Biobank der Schweiz
    - «Wir brauchen eine Datendemokratie»
    - Sapaldia – die grösste Schweizer Biobank lässt uns besser atmen
    56 min
  • Wo ist zuhause? Vom Wohnen an mehreren Orten
    In der Schweiz wohnt mehr als jede vierte Person an mehreren Orten - multilokal. Warum? Und wie lebt es sich damit?Viel unterwegs zu sein, gehört zur modernen Gesellschaft: Immer mehr Menschen wohnen an mehreren Orten. Waren früher vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Fernfahrer, Hochseefischer oder Stewardessen betroffen, sind es heute Personen aus den verschiedensten Branchen, ob Single oder mit Familie. Auch Kinder leben nach der Trennung ihrer Eltern oft an zwei Orten und pendeln hin und her. (Wiederholung vom Montag, 28. September 2015)
    Weitere Themen:
    - «Ich bin auch im Hotel daheim»
    - Multilokales Wohnen ist in der Schweiz verbreitet
    - Mit Kuscheltier und Handy hin und her
    55 min
  • «Casting» – der Film und die Realität
    Der Kinofilm «Casting» nimmt den Besetzungsvorgang bei einer Fernsehproduktion aufs Korn. Schauspielerinnen wie Ursina Lardi oder Andrea Sawatzki brillieren in einem unterhaltsamen Reigen um Macht und Eitelkeit. Und die Zürcher Casting-Agentin Susan Müller erzählt, wie das in der Realität abläuft.«Casting» – das bezeichnet ursprünglich das Auswerfen der Netze beim Fischen. Heute prägen Casting-Shows wie «Germanys Next Top Model» oder «Der Bachelor» den medialen Alltag. Tatsächlich aber ist das Casting ein zentraler Vorgang bei der Film- und Fernsehproduktion, geht es doch um die Auswahl der richtigen Schauspielerinnen und Schauspieler für die richtigen Rollen.Wie das Casting für einen Film symbolträchtig ausarten kann in Intrigen und Machtspielen, das zeigt der satirische Film «Casting» von Nicolas Wackerbarth. Michael Sennhauser spricht mit dem Regisseur und der Schauspielerin Ursina Lardi über den Film.Und Brigitte Häring schaut im Gespräch mit der Schweizer Casting-Direktorin Susan Müller, wie der Casting-Alltag in der Schweiz aussieht.
    Weitere Themen:
    - «Casting»: Improvisierte Machtspiele mit Frauen und Fassbinder
    - Das Gesicht zur Rolle finden: Casterin Susan Müller im Gespräch
    56 min

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