Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Undogmatisch diskutieren
    Ob politische Debatten oder Kommentare im Internet: Die Kontrahenten hören einander kaum zu, sie argumentieren wenig, sondern schlagen einander ihre Dogmen um die Ohren. Das ist nicht gut.Ulrich Greiner, einst Feuilletonchef der «Zeit», fühlt sich als Konservativer in Deutschland heimatlos. Denn während der grossen Koalition mitteten sich Deutschlands Parteien ein. Und was rechts davon ist, behagt Greiner nicht.Unbehaglich kann einem beim Beobachten politischer Diskussionen in der Tat werden. Da wird verzerrt, verschwiegen, abgelenkt und die Wirklichkeit so zurechtgelegt, dass sie sich mit den eigenen Dogmen deckt.Jede Interessengruppe betrachtet die Realität durch ihre ideologische Brille - oder versucht sie «politisch korrekt» so zu schreiben, wie sie dem eigenen Wunsch entspricht. Lösungen bringen jedoch nur undogmatische Diskussionen.
    Weitere Themen:
    - Als Konservativer heimatlos
    - Dogmen statt Argumente
    - «Die Political-Correctness-Ideologie»
    56 min
  • Literatur im Gespräch mit Science Fiction
    Superintelligente Maschinen übernehmen das Kommando auf der Welt. Genveränderte Monster jagen die wenigen Menschen, welche die Apokalypse überlebt haben und ausserirdische Wesen entführen eine Gruppe von Menschen auf die Sonne. Drei Science Fiction Romane, drei mögliche Szenarien für die Zukunft.Steht die Menschheit an der Schwelle eines neuen Zeitalters? Eines, in dem super- intelligente Maschinen das Zepter übernehmen? An der Entwicklung von künstlicher Intelligenz wird heute heftig geforscht. Doch was passiert, wenn die Maschinen eines Tages mehr wissen als die Menschen?Drei neue Science Fiction Romane loten auf ganz unterschiedliche Art aus, wie die Welt in Zukunft aussehen könnte.In «Das Erwachen» von Andreas Brandhorst übernimmt eine Supermaschine die Herrschaft und stürzt die Welt ins Chaos. «Borne» von Jeff Vandermeer zeigt eine Welt nach der Apokalypse, die von genveränderten Monstern bevölkert wird und in Dietmar Daths Science Fiction Roman «Der Schnitt durch die Sonne» werden Menschen von intelligenten Wesen aus dem All entführt und zwar auf die Sonne. Sie werden dort mit Wissen konfrontiert, das es auf der Erde noch nicht gibt.Esther Schneider diskutiert die drei Science Fiction Romane mit Philipp Theisohn, Professor am Deutschen Seminar der Universität Zürich und Science Fiction Kenner sowie dem SRF Literaturredaktor Markus Gasser.
    Weitere Themen:
    - «Borne» von Jeff Vandermeer
    - «Das Erwachen» von Andreas Brandhorst
    - «Der Schnitt durch die Sonne» von Dietmar Dath
    56 min
  • Woher kommt der Strom in Zukunft?
    Der Strombedarf wird in Zukunft weltweit stark ansteigen – gelingt es, diesen Strom aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen?Mit steigenden Bevölkerungszahlen und starkem Wirtschaftswachstum wird der Strombedarf in Zukunft deutlich zunehmen, gemäss Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA. Zudem wird Strom als Energieträger an Wichtigkeit gewinnen und fossile Brennstoffe ablösen, z.B. im Verkehrssektor.In der Schweiz deckt Strom heute den Gesamtenergiebedarf erst zu 25%. Um die Klimaziele zu erreichen ist deshalb der graduelle Umstieg auf eine Stromproduktion aus erneuerbaren Energien einigermassen unbestritten. Nur: Keinerlei Einigkeit herrscht über die Geschwindigkeit und die Machbarkeit.Studien zum Thema zeigen grosse Schwankungsbreiten von 100% Erneuerbare weltweit bis 2050, bis zu neuen grossen Schüben von Öl und Kohle insbesondere aus den USA, welche die nächsten Jahrzehnte prägen könnten.Wie gross ist der Spielraum bei der Ausgestaltung der künftigen Stromversorgung weltweit, aber insbesondere auch in der Schweiz? Im Studio diskutieren Michael Frank, Direktor des Verbandes der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen VSE, Felix Nipkow von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES und Urs Elber vom Paul Scherrer Institut und der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA.
    56 min
  • Adieu, gutes altes Telefon!
    Bis Ende 2017 ersetzt die Swisscom die letzten analogen Festnetz-Telefone durch internetfähige Modelle. Die jüngste Digitalisierungswelle verändert das Telefonieren weiter. Hat das Telefonat noch eine Zukunft neben Mail, SMS, WhatsApp und Co?Rund eineinhalb Millionen Swisscom-Abonnenten sollen in den nächsten zwei Jahren auf Internet-Telefone umsteigen und die alten Wählscheiben- und Tastenapparate entsorgen.Eine Entwicklung, die beim Smartphone schon länger zu beobachten ist, steht nun auch beim Festnetztelefon vor dem Abschluss: Das Telefon ist bald nur noch eines unter vielen digitalen Angeboten in einer zunehmend vernetzten Multimediawelt.«Kontext» zeigt, wie die Digitalisierung das Telefonieren verändern wird – oder besser gesagt schon verändert hat seit den 1960er-Jahren.(Erstausstrahlung 18.11.2015)
    Weitere Themen:
    - Wer telefoniert noch?
    - Totale Überwachung im Internettelefon?
    - Die vergessenen Anfänge der digitalen Telefonie
    56 min
  • Videogames hören – das weite Feld der Videospiel-Musik
    Videospiele sind eine eigene Kunst- und Unterhaltungsform, mit der weltweit mehr Umsatz erzielt wird als mit Kinofilmen. Sie sind heute Meisterwerke der Spieldramaturgie, Grafik, Unterhaltung und – auch der Musik. «Kontext» betrachtet die Vielfalt der Videogame-Musik aus verschiedenen Blickwinkeln.Ähnlich wie die Filmmusik schafft auch Videospiel-Musik Atmosphäre, kitzelt Emotionen hervor und untermalt Kampfszenen. Manchmal hat sogar jede Figur und Gegend in einem Spiel eine eigene Melodie.Komponisten wie der Japaner Nobuo Uematsu werden in der Szene als Stars gefeiert und auch bekannte Filmkomponisten wie Hans Zimmer schreiben mittlerweile Soundtracks für Videospiele. Dabei begann alles 1972 mit einem simplen und nervigen «Tock» im Spiel Pong. Mit der Entwicklung der Technologie und der Vergrösserung des Speicherplatzes war auch bei der Musik mehr möglich: Die Videospiel-Musik ist heute anspruchsvoll komponierte und arrangierte Musik für Orchester oder Bands mit Klänge aus verschiedensten Genres wie Rock, Pop oder Metal. Am häufigsten aber dominiert der klassische Klang von Orchestern.Nicht nur in den Videospielen selbst spielt die Musik eine Rolle, sondern auch ausserhalb: Klassische Orchester spielen ganze Alben mit Soundtracks ein und geben Konzerte, die bis auf den letzten Platz ausverkauft sind.
    Weitere Themen:
    - Die Musik weist den Weg
    - Eine Übersicht der Videospiel-Musik
    - Videospiel-Musik komponieren
    - Die Entwicklung der Videospiel-Musik
    - Das Videospiel-Konzert
    56 min
  • Wenn Gletscher verschwinden
    Wenn Gletscher verschwinden, geht mehr verloren als ein Gletscher – es verschwinden auch wissenschaftliche Daten, klimatische Daten über Jahrhunderte, und eine touristische Attraktion.Bis Ende dieses Jahrhunderts werden beinahe alle Gletscher im Alpenraum verschwunden sein, auch dann, wenn die Menschheit morgen mit dem Ausstoss von Klimagasen aufhören würde.Schon heute sind viele Gletscher praktisch nicht mehr existent - mit drastischen Folgen. Denn mit ihrem Verschwinden verliert der Alpenraum wichtige Trinkwasserreserven, der Gletscher ist auch ein Kulturgut, es drohen Einbussen beim Tourismus - und: es gehen wissenschaftliche und klimatische Daten auf immer verloren.
    Weitere Themen:
    - Wenn der Gletscher zur Familie gehört
    - Gletscher als gefrorene Menschheitsgeschichte
    - Gletscher als Klimaarchiv
    55 min
  • Künste im Gespräch: Musik und TV-Shows als Protest, Jane Gardam
    Wie Trumps Wahl die Kreativität in der Protestmusikszene befeuert hat, wie auch Late-Night-Shows im US-Fernsehen zu Formaten des Widerstands geworden sind, und wie eine alte Dame zur neuen First Lady englischer Literatur geworden ist, das die Themen von «Künste im Gespräch».Musik ist Ort des kreativen Protests. Vor allem seit der Wahl Trumps gibt es eine neue Welle von Protestmusik. Aber: im Musikbusiness wird viel über Sponsoring finanziert und Musikerinnen und Musiker haben Angst, sich zu politisch zu äussern.Seit Donald Trumps Wahl sind Stephen Colbert, Jimmy Kimmel und Co. zu den Stimmen des Widerstands geworden, ihre Late-Night-Shows bieten freche, kluge politische Analysen, es wird bereits von «Resistance-TV» gesprochen.Sie ist 89 und eine der wichtigen Stimmen der englischen Literatur: Jane Gardam. Im deutschsprachigen Raum wurde sie erst 2015 mit einer Romantrilogie bekannt. Nun ist ihr jüngster Kurzgeschichtenband auf Deutsch erschienen: eine Abrechnung mit der Ego- und Selfiekultur.
    Weitere Themen:
    - Resistance TV
    - Jane Gardam: Neue First Lady der englischen Literatur
    - Wie Trump in den USA die Protestmusik befeuert
    57 min
  • Was ist das Publikum? Zuschauerkunst ist Lebenskunst
    Im Dunkeln sitzen und am Ende applaudieren: Das ist eine mögliche Rolle des Publikums. Und es gibt viele andere. Was der ideale, aktive Zuschauer sein könnte, damit beschäftigen sich Theaterschaffende seit Jahrhunderten.Schon Bertolt Brecht sagte, dass die Zuschauerkunst die wichtigste Kunst am Theater ist. Peter Handke konfrontierte 1966 die Zuschauerinnen mit seiner «Publikumsbeschimpfung» und im heutigen Theater sind Audiowalks, Computerspieltheater oder 1:1-Performances an der Tagesordnung.Die Berliner Professorin für Theaterwissenschaft Doris Kolesch erforscht das Publikum und schaut dafür (auch) in die Geschichte. Sie sagt: Die heute vorherrschende Vorstellung des Publikums geht auf ein bürgerliches Theaterverständnis zurück, das sich seit Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt hat.Welche Rolle schreiben heutige Theaterschaffende dem Publikum zu? Weshalb ist Zuschauerkunst auch Lebenskunst? Und wie verbinden sich dabei gesellschaftliche, individuelle und ästhetische Erfahrungen?
    Weitere Themen:
    - Publikumsgespräch 1: Wie individuell ist zuschauen?
    - Zuschauen kann man lernen
    - Publikumsgespräch 2: Jede historische Epoche hat ihr Publikum
    - Wenn der Zuschauer zum Mitspieler wird
    - Publikumsgespräch 3: Passives Zuschauen gibt es nicht
    57 min
  • Wer digital zusammenarbeitet
    Die Digitalisierung hat beinahe alle unsere Lebensbereiche durchdrungen, auch die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten - digital.Transnationale Firmen, aber auch innovative Startups, kleine Technologiefirmen und Universitäten, sie arbeiten längst über Kontinente hinweg zusammen, auf Plattformen, auf digitalen Drehscheiben.Die Digitalisierung hat neue, lange ungeahnte Formen der Zusammenarbeit hervorgebracht - davon profitieren auch Künstlerinnen und Künstler, Sprachforscher, und manchmal auch ganz normale Bürgerinnen und Bürger, die eine gute Idee einfach und unkompliziert umsetzen wollen.
    Weitere Themen:
    - «Din Dialäkt» oder Crowdsourcing als wissenschaftliche Methode
    - Ein Innovationslabor für alle
    - Digitale Musikplattformen: Neue Chancen für die globale Musik
    56 min
  • Der Wolf
    Rotkäppchen fürchtet den Wolf, Mowgli wird von Wölfen aufgezogen. Als Werwolf ist er traditionell zum Fürchten, in den «Twilight»-Filmen dagegen zum Verlieben. Im Bündner Calanda-Tal allerdings sind die Wölfe echt, und die Diskussionen um sie fast so hitzig wie im Wallis.Von allen wilden Tieren ist uns der Wolf das fremdeste und das vertrauteste zugleich. Als Kinder lernten wir über die traditionellen Märchen seine Gefährlichkeit kennen, für den Vampir-Fürsten Dracula dagegen singen die karpathischen Wölfe die Lieder der Nacht. Das römische Imperium verdankte das Überleben seiner Gründerväter Romulus und Remus einer Wölfin, wie später auch Rudyard Kiplings Mowgli im Dschungelbuch.Als mythisches Tier steht der Wolf seit Jahrhunderten für das Gefährliche, das Wilde, aber auch für das Fremde, das andere und schliesslich für die Erotik der Gefahr. Er sucht uns heim als Werwolf, wird tiefenpsychologisch zu Rotkäppchens Pubertätsbegleiter und in Filmen wie «Company of Wolves» oder der «Twilight» Serie sogar offen zum animalischen Sex-Symbol.Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die realen Wölfe bei den Menschen widersprüchliche Gefühle auslösen, dass sie als Symbole wilder Natur romantisiert und als Gefahr für Mensch und Herdentiere verteufelt werden. Wir waren vor Ort, nahe Chur im Calanda-Gebiet, und haben nachgeschaut, wie es sich lebt in direkter Nachbarschaft zum ältesten Wolfsrudel der Schweiz.Kontext widmet eine Stunde den vertrauten Wölfen der Kulturgeschichten und den noch immer eher unbekannten Tieren in der freien Wildbahn.
    Weitere Themen:
    - Im Wolfsrevier
    - Der Kanton und der Wolf
    - Kul-Tour des Wolfes
    56 min

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