Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Stacheldraht, Gated Communities, Grenzen
    Seit der Mensch sesshaft wurde, markiert er seine Grenzen. Manchmal deutlich wie am Eisernen Vorhang, manchmal kaum sichtbar wie an der Schengen-internen Grenze. Vom Stacheldraht bis zur Festung Europa.1873 erfand der Farmer Joseph Gliddens den Stacheldraht. Er beendete die Bewegungsfreiheit für Indianer, Bisons, Cowboys und Vieh. Eingezäunt wurde in den USA – im übertragenen Sinn - auch in Städten und Gemeinden. Man unterschied zwischen investitionswürdigen A-Zonen mit weisser Bevölkerung bis zu D-Zonen, in denen die Verwaltung den afroamerikanischen Bewohnern kaum Infrastruktur bereitstellte.«Sanfte Grenzen stehen für innere Sicherheit und Selbstvertrauen eines Staates, verschärfte und kontrollintensive Grenzen sind Ausdruck von Unsicherheit und der Vorstellung, von innen oder von aussen bedroht zu sein», sagt der Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow.
    Weitere Themen:
    - Als Zäune Amerikas Weiten eroberten
    - Vom Limes bis zur «Festung Europa»
    57 min
  • Nach der Flucht: Schreiben im Exil
    Sie kamen nach Europa, weil sie in Syrien oder Afghanistan nicht bleiben konnten. Und versuchen nun hier Fuss zu fassen: Künstlerinnen, Autoren, Schauspielerinnen. Wie kommen ihre Geschichten auf die Bühne?Das Gorki Theater Berlin und das Theater an der Ruhr in Mühlheim haben schnell und unkompliziert reagiert: Sie bieten syrischen Theaterschaffenden künstlerisches Asyl, einen kreativen Rahmen, um professionell zu arbeiten – und im Theater die eigenen Geschichten zu erzählen.Wie können Flüchtlinge und Exilkünstlerinnen sich in der hiesigen Kulturszene integrieren? Weshalb ist gerade Berlin im Moment so attraktiv für viele? Hilft das Aufschreiben der eigenen Geschichte bei der Verarbeitung von Kriegs- und Fluchttraumata?
    Weitere Themen:
    - Das Berliner «Exil Ensemble» macht eine Reise durch Deutschland
    - Das syrisches Theaterkollektiv Ma’Louba am Theater an der Ruhr
    - Sundance Syria: Neue Texte von syrischen Dramatikern
    - Wenn die eigene Biographie zur Geschichte wird
    57 min
  • Serie: Ins Rollen gebracht - Erfolgsmodell Ghana
    Korrupt, unfähig, rückständig - die Vorurteile über die Wirtschaft in afrikanischen Ländern sind weit verbreitet. Doch das Gegenteil ist wahr.In Ghana war privates Unternehmertum lange verpönt, vor allem in den Zeiten der sozialistischen Regierungen nach der Unabhängigkeit. Und doch hat sich im Lande ein Unternehmergeist entwickelt, der zu Beginn dieses Jahrtausends erste Früchte zu tragen begann.Ghanaerinnen und Ghanaer, die zuvor im Ausland ihr Glück gesucht hatten, kehrten zurück, gründeten eigene Firmen - darüber berichteten wir. Und lagen damit richtig, im Rückblick.
    Weitere Themen:
    - Das Erfolgsmodell Ghana
    - Afrika unterwegs - wohin?
    56 min
  • Künste im Gespräch: Museen, gefährdet und innovativ
    Wozu brauchen wir Museen, bzw weshalb streicht das BAK einigen rigoros die Subventionen? Wie stellen Künstler wie Pierre Bismuth unsere Vorstellungen eines Kunstwerks auf den Kopf? Wohin entwickeln sich (analoge) Ausstellungen, wenn sie sich auf die digitale Kunst einlassen?Kulturförderung mit wasserdichten Formeln ist nie gut. Mit der neuen Geldverteilung an Schweizer Museen gefährdet das Bundesamt für Kultur das Alpine Museum in Bern.Der französische Künstler Pierre Bismuth liebt das Verwirrspiel. Wie ein Zauberer zieht er immer wieder neue Hasen aus dem Hut, bis die Zuschauer nicht mehr genau wissen, wo ihnen der Kopf steht. In einer aktuellen Ausstellung in St. Gallen zeigt Bismuth seine Kunst.Wenn die Digitalisierung das Analoge trifft: Mit innovativen Smartphone-Apps revolutionieren Künstler und Kreative das Museum.
    Weitere Themen:
    - Mit dem Rechenschieber gefährdet das BAK das Alpine Museum
    - Pierre Bismuths Verwirrspiel
    - Augmented Reality: Wenn Gemälde anfangen zu fliegen
    57 min
  • Nationalhymnen – was soll’s?!
    Kein Musikgenre entfacht in Kommentarspalten so hitzige Reaktionen wie die Nationalhymne. Kein Musikgenre ist so eng verwoben mit anderen Disziplinen: Politik oder Geschichte. Kontext taucht zum Nationalfeiertag in die verrückte Welt der Nationalhymnen ein und fragt, ob es sie überhaupt noch brauchtIntegration, Gleichberechtigung, Vereinigung oder Provokation – das ist nur eine kleine Auswahl von Themen, die in den letzten Jahren mit oder in Nationalhymnen angesprochen oder verhandelt wurden. Auch zweihundert Jahre nach der Entstehung bewegen Nationalhymnen noch immer. Entstanden sind die meisten von ihnen im Zuge der Gründung von Nationalstaaten im 19. Jahrhundert – entweder um im Kampf anzuspornen oder das Volk zu vereinigen und das Oberhaupt zu preisen.Noch heute legt sich eine neue Nation auch sofort eine neue Nationalhymne zu, zuletzt der Südsudan 2011. Doch auch diese jüngste Hymne klingt ganz nach der Musik des 19. Jahrhunderts, die Marseillaise und «God save the Queen» sind hier nach wie vor tonangebend wie auch bei der Gründung des Ordnungsprinzips Nationalstaat. Hört man einmal ganz genau auf die Texte, muss man sich zwangsläufig fragen: Ist es nicht höchste Zeit, etwas zu ändern?
    Weitere Themen:
    - Die wunderbar verrückte Welt der Nationalhymnen
    - Sinn und Unsinn von Nationalhymnen – die Diskussion
    55 min
  • Der Monte Ceneri: Verschwindet der Symbolberg?
    Ein Tunnel, ein paar Tankstellen und Shops, heruntergekommene Rotlichtbetriebe. So sehen flüchtige Reisende den Monte Ceneri. Doch dieser Berg ist weit mehr als das: Eine Recherche über kulturelle Unterschiede, historische Entwicklungen und gescheitere Visionen rund um den Monte Ceneri.Der Pass am Monte Ceneri liegt gerade mal 556 Meter über Meer. Dabei ist seine Bedeutung für das Tessin nicht zu unterschätzen. Am Monte Ceneri teilt sich das Sopra- vom Sottoceneri und spaltet damit zwei Mentalitäten, Geschichten und nicht zuletzt zwei unterschiedliche Arten zu politisieren.In Bellinzona, wo die Bahn, die Post und die Kantonsverwaltung den Arbeitsmarkt prägt, sind die FDP und die SP stark, in Lugano, dem Bankenplatz, ist die Lega dei Ticinesi tonangebend. Mit dem Ceneribasistunnel, der in zwei Jahren eröffnet wird, wird sich vieles ändern: Eine Bahnfahrt von Lugano nach Bellinzona soll dann noch gerade 12 Minuten dauern. Der Tessiner Historiker Orazio Martinetti bringt es so auf den Punkt: «Der Monte Ceneri, dieser Berg, der bisher so vieles trennte, dieser Ceneri wird verschwinden».
    Weitere Themen:
    - Das Grotto del Ceneri: Hier wurde die Tessiner SP gegründet
    - Radiogeschichte(n): Vom Monte Ceneri in die Welt hinaus senden
    - Robasacco: Wo einst Räuber ihr Unwesen trieben
    - Aus dem Radioarchiv: Über die Unterschiedlichkeit von Nachbarn
    - Der Ceneri Basistunnel verändert alles
    - Mit den neuen Verkehrwegen entstand das moderne Tessin
    - Die Politik und die Raumplanung
    56 min
  • Tandemgespräch mit Cornelia Diethelm und Thomas Bisig
    Sie ist 62, Musikerin, Journalistin und Buchautorin. Vor kurzem hat sie erlebt wie ihr Haus niederbrannte. Er ist Mitte 30, Physiker und war erfolgreicher Berater von Versicherungsunternehmen und Banken, bis er seinen Job an den Nagel gehängt hat.In dieser Ausgabe fahren Cornelia Diethelm und Thomas Bisig Tandem. Ein Thema das sie verbindet sind Wendepunkte im Leben. Die Journalistin hat dazu ein Buch herausgegeben mit Lebensgeschichten von Menschen, in deren Leben vieles anders gekommen ist als erwartet. Der Physiker programmierte früher Algorithmen für den Währungshandel. Nun interessieren ihn auch Softskills. Er hört vor allem zu, was ihm wildfremde Menschen erzählen mögen. Mit Campingmöbeln auf der Strasse oder in seinem Zuhör-Studio.Im Gespräch mit Cornelia Kazis treffen sie sich zum ersten Mal und reden über Achtsamkeit, Verluste und Gewinne, Musik und dem Sinn und Unsinn von Lebenskrisen. Ein Tandemgespräch über biographische Haarnadelkurven.
    57 min
  • Literatur im Gespräch
    Wie schreibt man über Sex? Selbstironisch, vorurteilsbehaftet oder verschmockt? Drei Bücher, drei Versionen: Eine Frau unterwegs im Rotlicht Milieu, ein Mann, der seiner Freundin eine Anleitung zu Sex im Zug erteilt und ein zölibatär lebender Looser, bei dem sich Sex vor allem im Kopf abspielt.Sexualität spielt eine bemerkenswerte Rolle in allen drei Büchern: «Ein russischer Roman» von Emmanuel Carrère handelt von einem Familiengeheimnis um den verschwundenen Grossvater und einer leidenschaftlichen On/Off-Beziehung.Rotlicht von Nora Bossong, ist eine Art Reportageroman, der uns mitnimmt in Swingerclubs, Wohnzimmerbordelle und auf Sexmessen.Und der Protagonist von Tex Rubinowitz Roman «Lass mich nicht allein mit ihr» treibt es vor allem in der Phantasie. Das dafür trashig und mit viel Schalk.Esther Schneider diskutiert in Kontext mit den beiden Literaturkritikern Felix Schneider und Thomas Bodmer wie erhellend oder erregend diese drei Romane sind.
    Weitere Themen:
    - Emmanuel Carrère «Ein Russischer Roman»
    - Nora Bossong «Rotlicht»
    - Tex Rubinowitz «Lass mich nicht allein mit ihr»
    55 min
  • 70 Jahre Filmfestival Locarno – und seine Zukunft
    Das Filmfestival Locarno feiert ab 2. August seine 70. Ausgabe. Unter anderem mit dem endlich fertiggestellen Palazzo del Cinema und dem komplett renovierten Retrospektivenkino ExRex, das als GranRex wiederauferstanden ist. Kontext macht einen Schwenk über Locarnos Geschichte in die Gegenwart.Das Filmfestival von Locarno ist so alt wie die Konkurrenz in Cannes, und nur wenig jünger als der alte Rivale in Venedig. Aber die Geschichte des Filmfestivals im Tessin ist eben so sehr eine lokale wie eine internationale. Nach der Hochblüte in den 50er Jahren und den turbulenten Sechzigern kam in den 80ern die Neudefinition und ab 2000 der Umbau zum A-Festival.Kontext blickt zurück auf die Geschichte und nimmt die Eröffnung des neuen Festivalzentrums zum Anlass für eine lokale Einordnung. Begegnungen mit dem 80er Jahre Umbruchs-Direktor David Streiff und dem aktuellen «Presidente» Marco Solari schlagen den Bogen in die Gegenwart.
    Weitere Themen:
    - Der Palazzo del cinema – ein Festivalzentrum als Programm
    - Marco Blaser, Tessiner, Medienmann, Festivalchronist
    - David Streiff – der Festival-Direktor des Neuanfangs
    - Marco Solari – il presidente
    57 min
  • Serie: Ins Rollen gebracht – privates Sponsoring an Hochschulen
    Von der Kritik zur Lösung: 2013 traten Professorinnen und Bürger mit dem Zürcher Appell an die Öffentlichkeit: Sie warnten, dass die Universitäten zu stark auf Sponsoring setzen. Das gefährde ihre Unabhängigkeit. Seither mussten Hochschulen Sponsoringverträge offenlegen und sie gelobten Transparenz.Anlass für den Zürcher Appell war ein aufsehenerregender Sponsoringvertrag, den die Universität Zürich mit der UBS 2012 abschloss: die Bank sicherte der Hochschule 100 Millionen Franken zu, um ein ökonomisches Institut aufzubauen. Dies führte zu kritischen Debatten, unter anderem auch in Kontext.Der Rückblick zeigt: seither ist einiges passiert: Sponsoringverträge mussten offengelegt werden, weil Journalisten dies unter Berufung auf das Öffentlichkeitsgesetz durchsetzten. Die Universitäten verstärkten die Transparenz aber auch von sich aus, manche veröffentlichen zum Beispiel Verzeichnisse mit Interessenbindungen ihrer Professorinnen und Professoren.
    Weitere Themen:
    - Gefährdete Forschungsfreiheit?
    - Mehr Transparenz
    - Genügend Transparenz?
    57 min

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