Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Der Asperger Boom
    Asperger Autismus. In nur 10 Jahren hat sich in der Schweiz diese Diagnose verzehnfacht. Wie ist das möglich? Kontext mit der Erklärung und dem Einblick in das Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Lernen eines Betroffenen.Ein Prozent der Bevölkerung ist von Autismus betroffen. Aber erst seit den 80er Jahren haben Fachleute begonnen, die eine Form des Autismus besser zu lokalisieren: den Asperger Autismus.Seit der Jahrhundertwende nun wissen immer mehr Laien und Fachleute Präziseres über diese detailversessene Art, die Welt zu begreifen. Betroffene Kinder werden schneller erkannt, unterstützt und gefördert.In Kontext erzählt Matthias Huber seine Geschichte. Als begabter Asperger Autist war ihm ein Psychologiestudium möglich. Nun ist er Experte für die Autismus-Spektrum-Störung.Zudem gibt die Heilpädagogin Heike Meyer Einblick in die Gründe des Diagnosebooms und erhellt andere Fakten zu diesem nach wie vor geheimnisvollen Anderssein.
    Weitere Themen:
    - Der Asperger-Spezialist, der das Asperger-Syndrom hat
    56 min
  • Ins Rollen gebracht: Wie altert junge Schweizer Literatur?
    Vom Junggenie zum arrivierten Autor: Vor 12 Jahren traten sie als Hoffnung der Schweizer Literatur bei den Solothurner Literaturtagen auf: Pedro Lenz und Jürg Halter sind heute international anerkannt. Was ist aus ihnen, aus der Schweizer Literatur und aus der Dialektliteratur seither geworden?Literatur in der Umgangssprache? Kein Problem. Ist heute total anerkannt. Zwei Schweizer Pioniere der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung reagieren verschieden: Pedro Lenz schreibt unterdessen und mit grossem Erfolg auch Romane auf Berndeutsch, z.B. «Der Goali bin ig». Er sagt, seine Haltung zum Dialekt sei eher noch radikaler geworden in der Zwischenzeit. Im Herbst erscheint das spoken skript «Hert am Sound».Jürg Halter dagegen hat sein zweites Ich – den Mundart-Rapper Kutti MC – 2015 sterben lassen. Mit seinen hochdeutschen Publikationen – Gedichte, Kettengedichte, Prosatexte – hat Halter internationales Renommee erreicht. Er tritt in ganz Europa, in den USA, Afrika, Russland und Japan auf. Im Herbst erscheint sein Prosatext «Mondkreisläufer».Beide blicken zurück auf neue Experimente und Erfahrungen der letzten 12 Jahre.
    57 min
  • Oper, Literatur und Discofieber. Künste im Gespräch
    Neue Ideen für eine alte Oper. Eine Spurensuche ins Zeitalter der Kreuzzüge. Und: Der weibliche DJ - eine bedrohte Spezies?Für Mozarts Oper «Don Giovanni» sucht das Nationaltheater Mannheim neue Ideen und setzt dabei auf den Nachwuchs. Ein internationaler Wettbewerb zeichnet die besten Regiekonzepte für den Klassiker aus. Ob das funktioniert? Entwickeln Frischlinge tatsächlich bessere Ideen als alte Hasen?Dann: Mit seinem Roman «Der Fremde» nimmt der belgische Autor Stefan Hertmans die Zeit der ersten Kreuzzüge ins Visier und erzählt eine Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung, die heutiger nicht sein könnte.Und: Sexismus hinter den Plattentellern ist eine Realität. DJanes und Produzentinnen sind in der elektronischen Tanzmusik noch immer eine Minderheit und hartnäckig hält sich das Vorurteil, Frauen könnten nicht auflegen. Warum das so ist und was dagegen getan werden kann, die Bestandesaufnahme in Künste im Gespräch.
    Weitere Themen:
    - Lösungsmittel Ironie
    - Religiöser Fanatismus im Mittelalter
    - Frauen an die Plattenteller!
    54 min
  • Afrika und seine Städte - eine wissenschaftskulturelle Begegnung
    Nirgends auf der Welt wachsen Städte so rasant wie in Afrika. Das macht sie zu einem hochaktuellen Forschungsthema an 7. europäischen Afrikakongress in Basel.Afrika – der Problemkontinent? Wo ständig Krieg und Hunger herrschen und ohne endlose Entwicklungshillfe gar nichts läuft? Wo niemand investieren will und deswegen alle nach Europa flüchten? Falsche Bilder und Klischees bis zur Schmerzgrenze, denen engagierte WissenschaftlerInnen und Kulturschaffende konkrete Realitäten entgegensetzten. Ende Juni fand in Basel die European Conference on African Studies statt, der grösste Kongress zu Afrika in Europa, das Thema: Die Städte Afrikas. Wir fragen: Was bedeutet es, über Afrika zu forschen? Unterer anderm im Gespräch mit Elisio Macamo, Professor am Afrika Institut Basel und Kadiatou Diallo, Kuratorin des kulturellen Rahmenprogramms der Konferenz verantwortlich
    Weitere Themen:
    - Afrikabilder - musikalisch und literarisch hinterfragt
    - Im Chaos die Struktur erkennen
    57 min
  • Die moderne Jane Austen
    Die englische Schriftstellerin Jane Austen ist vor 200 Jahren gestorben. Aber ihre Werke sind auch heute noch so populär, dass sie sogar neu geschrieben werden. Namhafte Autorinnen und Autoren haben ihre Romane in die heutige Zeit übertragen.Jane Austen ist berühmt für ihre scharfsichtigen Figuren- und fein gezeichneten Gesellschaftsporträts des englischen Landadels im 19. Jahrhundert. Sie verpackte sie in romantische Liebesgeschichten und geistreiche, witzige Dialoge. Damit gelangen Austen gleichermassen unterhaltsame wie tiefgründige Romane, die bis heute Stoff bieten für schier unzählige Verfilmungen, Serien, Prequels und Sequels.Auf Kritik, sie erzähle von einer sehr beschränkten Welt, reagierte Jane Austen humorvoll und gelassen. Sie könne halt nichts anderes, sagte sie. Wie schwierig es ist, «nichts anderes zu können», haben namhafte Autorinnen und Autoren erfahren. Vom englischen Verlag HarperCollins wurden sie beauftragt, einen Austen-Roman ins Heute zu übertragen.
    Weitere Themen:
    - Was Austen ausmacht
    - Val McDermid schreibt Austen neu
    - Wie gut ist das neue «Stolz und Vorurteil»?
    57 min
  • Ausgestellt oder integriert? Musikprojekte mit Flüchtlingen
    Die hohe Zahl der Flüchtlinge in Europa spiegelt sich auch im Kulturleben wieder: Auf den Spielplänen finden sich immer mehr Musik- und Theaterprojekte über, mit und von Flüchtlingen. Wie wird in solchen Projekten gearbeitet, und was bringen sie den Beteiligten?Wie funktioniert Theater, wenn die Beteiligten nicht die gleiche Sprache sprechen? Welche inhaltlichen Themen erarbeiten die Kulturschaffenden mit den teilweise traumatisierten Flüchtlingen? Welche politischen Rahmenbedingungen fördern oder behindern solche Projekte? Was passiert mit der Gruppe und dem Inszenierungskonzept, wenn Flüchtlinge während des Probenprozesses ausgewiesen werden? Und: Wie ist die künstlerische Qualität solcher Projekte?Das diskutiert Monika Schärer mit der Sängerin Cornelia Lanz, Gründungsmitglied von Kultur Zuflucht E.V. und Produktionsleiterin des Musiktheaterprojekts «Idomeneo», bei dem Flüchtlinge und Profi-Musiker Mozarts Oper «Idomeneo» auf die Bühne bringen – zum Beispiel auch beim Lucerne Festival in diesem Sommer –, und mit der Regisseurin Ute Sengebusch, die mit Flüchtlingen und Sans-Papiers gearbeitet hat und die in ihrem jüngsten Theaterstück «Meine Heidi, deine Heidi» fragt, wie heute Heimat erzählt werden kann.
    Weitere Themen:
    - Musiktheater als Begegnungsort
    - Musik ist wie Medizin
    56 min
  • Die Verwaltung des Fremden
    Die Verwaltung des Fremden begann vor 100 Jahren: 1917 wurde während des ersten Weltkrieges die eidg. Fremdenpolizei gegründet. Von da an entschied sie, wer erwünscht und wer unerwünscht war in der Schweiz. Eine Kulturgeschichte der besonderen Art - wie die Ausstellung «Magnet» in Basel zeigt.Im Basler Staatsarchiv aufbewahrt liegt ein schweizweit einzigartiger historischer Schatz: ein fast lückenloser Bestand von fremdenpolizeilichen Dossiers über Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Basel gelandet waren. Historikerinnen und Ausstellungsmacher haben diesen Bestand aufgearbeitet und in einer mehrteiligen Ausstellung präsentiert: Das Ergebnis ist ein faszinierendes Stück Zeit- und Migrationsgeschichte. Kontext hat sich auf die ersten vierzig Jahre konzentriert. In dieser Zeit wurde die «Verwaltung des Fremden» frisch etabliert: ein Novum, denn bis zum 1. Weltkrieg waren im liberalen Europa die Grenzen offen. Der Weltkrieg beendete diese weitgehende Personenfreizügigkeit schlagartig.Vier Lebensgeschichten aus jener Zeit werden ausführlicher angeschaut, Patrick Kury, Historiker der Uni Luzern und Gabriel Heim, Publizist und Mitinitiant der Ausstellung «Magnet» ordnen sie ein in ihre historische Dimension.
    57 min
  • Serie: Ins Rollen gebracht – Schweizer Film nach «Grounding»
    Von der Kritik zur Lösung: Der Schweizer Spielfilm sei oft abgehoben, fern von den grossen Themen seiner Zeit, hiess es nach der Jahrtausendwende. Dann kam 2006 mit «Grounding» das Schweizer Schockthema Swissair auf die Leinwand, und mit «Die Herbstzeitlosen» ein Schweizer Herzensfilm. Wegweisend?Mit «Grounding» wollte der Zürcher Filmproduzent P.C. Fueter 2006 den Swissair-Schock der Schweiz so auf die Leinwand bringen, dass der Spielfilm sein Publikum mit ganz realen Ereignissen und Emotionen packen sollte. In der Kultursendung «Reflexe» auf DRS2 diskutierte eine beschwingte Runde die Erfolgsaussichten und die Zukunft der Idee, relevante Öffentlichkeits-Themen zeitnah ins Kino zu bringen.Im Rückblick auf die Sendung von damals rekapituliert Kontext heute die Hoffnungen und Ansprüche von damals und das Bild, das der Schweizer Spielfilm heute bietet. Dazu begrüsst Monika Schärer im Studio die Filmemacherin Bettina Oberli, die im gleichen Jahr 2006 mit «Die Herbstzeitlosen» ihren ersten grossen Erfolg feierte, und SRF-Filmredaktor Michael Sennhauser.
    Weitere Themen:
    - Reflexe: «Grounding» - Ein Höhenflug des neuen Schweizer Films?
    - Sind dem Schweizer Film nach «Grounding» Flügel gewachsen?
    57 min
  • Schweizer Ortsbildschutz - alter Zopf oder Ei des Kolumbus?
    Das Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder (ISOS) ist weltweit ein einzigartiges denkmalpflegerisches Instrument, ein Kind der 60er Jahre, lange verpönt, inzwischen etabliert: ist die Idee noch zeitgemäss angesichts der Forderungen nach verdichtetem Bauen?In den 60er Jahren machte ein massiver Bauboom auch vor historischer Bausubstanz nicht Halt, dem Bauerndorf drohte ebenso wie der mittelalterlichen Vorstadt die Abrissbirne. Um die architektonische Vielfalt der Schweiz zu erhalten, wurde ein Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz ISOS erstellt: nicht einzelne Bauwerke, sondern gewachsene Ensembles sollen geschützt werden.In welchem Verhältnis steht das inzwischen etablierte Inventar zur aktuellen Raumplanungsdiskussion: als Verhinderer von Moderne oder als wichtiges Instrument zur Erhaltung einmaliger historischer Bausubstanz und damit kultureller Identität? Das Thema ist von beträchtlicher Brisanz, wie eine Tagung zeigte im Januar dieses Jahres.Und: soeben ist der letzte Band erschienen, ein dreiteiliges Werk über die schützenswerten Ortsbilder des Kanton Zürichs.
    Weitere Themen:
    - Die Pionierin Sibylle Heusser
    - ISOS: Von Feind und Freund
    - Alter Zopf oder wertvolle Hilfe?
    57 min
  • «Revolution im Kleiderschrank»
    «fair, bio, nachhaltig». Beim Essen sind uns diese Argumente wichtig. Und beim Kleiderkauf? Gerade mal 1% der Fashion Industrie weltweit produziert ‘fair. Doch die Branche ist im Aufbruch. Kleine, lokale Modelabel setzen auf Nachhaltigkeit. Grosskonzerne müssen umdenken.Wir essen bio und ernähren uns gesund. Wir kaufen billige T-Shirts und tragen, was uns gefällt. In der Modewelt ist «fair, bio» noch ein Nischenprodukt. Doch die Zeichen deuten darauf hin, dass sich das Kaufverhalten auch bei Kleidern ändert. Fair Fashion wird – wie einst Bio-Food – zum Statussymbol. Die Zürcher Designer von SANIKAI wollen das erste ethisch vegane Modellabel sein und kämpfen mit grossen Herausforderungen. Die Produktion von 100% nachhaltiger Bekleidung ist anspruchsvoll.An neuen nachhaltigen Materialen tüftelt die Bernerin Sabina Brägger. Als Materialscout will sie auch zu einer nachhaltigeren Welt beitragen. Die «Revolution im Kleiderschrank» - was jeder einzelne von uns tun kann – auch kostenlos – damit sich die Modebranche ändert, davon erzählen die Aktivistin und Journalistin Tansy Hoskins und im Studio Nina Bachmann, Leiterin Technologie und Umwelt bei Swiss Textiles und Daniel Freitag, Gründer des Taschenlabels FREITAG und Entwickler von kompostierbaren Alltagskleidern.
    Weitere Themen:
    - Der Störfisch wird zu einer Tasche
    - Das nachhaltig produzierte weisse T-Shirt ist zu teuer
    - Revolution im Kleiderschrank
    56 min

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