Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Das Zuhause. Warum wir eines brauchen
    Es scheint ein Grundbedürfnis zu sein, dass sich der Mensch an einem Ort zuhause fühlt und sich einrichtet, um bei sich selbst anzukommen. «Kontext» spricht mit Agglomerationsbewohnern, Flüchtlingen und einem oft umgezogenen Autor, der sich schliesslich vom Nomadentum abwandte.«Zuhause» muss kein Biedermeierbegriff sein. Es braucht auch nicht, wie Adorno schrieb, etwas Dogmatisches, eine gemeinschaftliche Erfindung und eine fragwürdige Vorschrift zu bedeuten. Sondern es kann eine sichere Ausgangsbasis sein, um der Welt zu begegnen. Ein innerer Ort, an dem sich jemand wohlfühlt. Ein soziales Netz, in dem jemand aufgehoben ist.«Kontext» berichtet über das Lebensgefühl in der Agglomerationsgemeinde Reinach (BL), lässt Banafsheh Dodangeh und Rrstam Aloush, zwei Flüchtlinge aus Iran und Syrien, zu Wort kommen und befragt den Autor Daniel Schreiber, der nach Jahren der weltläufigen Provisorien im Begriffe ist, endlich bei sich selbst anzukommen.
    Weitere Themen:
    - Zuhause in der Agglomeration
    - Von Flucht, Ankunft und der Suche nach einem neuen Zuhause
    - Das freiberufliche Nomadentum ad acta gelegt
    58 min
  • Künste im Gespräch: Belluard, Management Symphony, Dieter Schwarz
    In Freiburg startet das 34. Belluard Festival. Wir reden mit Anja Dirks, der Leiterin des offenen Bollwerks. Spitzenmanager ordnen sich unter, einmal im Jahr, im Ad-hoc Orchester «The Management Symphony». Und Dieter Schwarz rekapituliert seine 30 Jahre als Leiter des Kunstmuseums Winterthur.Anja Dirks ist mehrsprachig und vielseitig. Sechs Jahre lang hat sie in Deutschland mit Theaterformen experimentiert, unter anderem in Braunschweig und in Hannover. Seit drei Jahren leitet sie mit dem Belluard Bollwerk International in Freiburg ein experimentierfreudiges Festival mit spektakulären Spielorten. Was macht die Kunst mit den ungewöhnlichen Orten? Und was machen die Orte mit der Kunst? Anja Dirks im Gespräch mit Bernard Senn.Im Orchester The Management Symphony: Hier werden aus Managern hingebungsvolle Musiker. Für ein verlängertes chenende im Jahr tauschen sie ihre Smartphones, Aktentaschen und Laptops gegen ein Musikinstrument aus und spielen zur Abwechslung mal – nur die zweite Geige. Elisabeth Baureithel war in Zürich dabei.Die Arbeit sei gemacht, er brauche bloss noch seinen Laptop zuzuklappen, sagt Dieter Schwarz, der fast 30 Jahre lang das Kunstmuseum Winterthur geleitet hat. Am 30. Juni hat der langjährige Direktor seinen letzten Arbeitstag. In Kontext spricht Dieter Schwarz über die Vorteile der Peripherie, die Nachteile digitaler Reproduktionen, darüber wie stumme Kunstwerke zu sprechen beginnen und über die sich wandelnden Anforderungen an Museen.
    Weitere Themen:
    - Anja Dirks, die Chef-Bollwerkerin
    - «The Management Symphony» – Wenn ein anderer den Takt vorgibt
    - Kunstmuseum Winterthur: Rückblick mit Dieter Schwarz
    57 min
  • Damit sich die Geschichte nicht wiederholt
    Die Überlebenden des Holocausts haben als Zeitzeugen in der Geschichtsschreibung nach 1945 eine wichtige Rolle gespielt. Viele von ihnen haben sich dafür eingesetzt, dass Auschwitz nicht vergessen wird. Was wird aus dieser mahnenden Erinnerung, wenn diese Stimmen des Jahrhunderts nicht mehr leben.Die hundertjährige Dorothea Buck, die unter den Nazis zwangssterilisiert wurde, erzählt, wie sie jahrzehntelang gegen Zwangspsychiatrie gekämpft hat. Und die 97-jährige Esther Bejarano zeigt auf, was sie dem Antisemitismus entgegensetzt hat: Musik und einen Dialog mit der jungen Generation. Beide Frauen haben ihre Leben einem Ziel untergeordnet, dass sich Nationalsozialismus nie mehr wiederhole.Zeitzeuginnen wie Dorothea Buck und Esther Bejarano haben die Geschichtsschreibung über den Holocaust geprägt. Es stellt sich die Frage, was diese leisten kann, wenn sie sich nicht mehr auf die Zeitzeugen berufen kann.
    Weitere Themen:
    - Dorothea Bucks Kampf für mehr Würde in der Psychiatrie
    - Esther Bejarano: Mit Musik gegen Fremdenhass
    - Die Geschichte des Holocausts ohne Zeitzeugen
    57 min
  • Ferien – was der Urlaub von der Arbeit soll
    Ferien – für viele ist das die schönste Zeit des Jahres. Wer arbeitet, kann auch Ferien nehmen, ist doch klar. Doch dem war nicht immer so. Die Auszeit von der Arbeit ist ein relativ junges Konzept. Wie kam es dazu? Was bringen Ferien - und wem? Wie werden wir wohl Ferien machen in der Zukunft?Ferien, so meint man schnell, sei eine Errungenschaft der Industrialisierung. Das stimmt so nicht ganz. Zwar wurde der Anspruch auf Ferien in unseren Breitengraden arbeitsrechtlich erst relativ spät verankert. Doch bereits seit der Antike nahmen sich Menschen vorübergehend eine Auszeit von ihrer alltäglichen Tätigkeit. Aus ganz unterschiedlichen Motiven: für Wallfahrten, um als Privilegierte der Adelsschicht andere Gegenden zu erkunden, oder zur Sauerstoffkur.Wir nähern uns den Ferien aus kulturhistorischer und arbeitspsychologischer Perspektive – und wagen in Zeiten digitaler Rundum-Verfügbarkeit einen Blick in die Zukunft von Ferien.
    Weitere Themen:
    - Eine Kulturgeschichte der Ferien in Europa
    - Die Geschichte der Ferien in der Schweiz
    - So macht man richtig Ferien
    - Ferien in der Zukunft
    57 min
  • Gezähmte Zähne
    Bohren, feilen, ziehen, bleichen, schmücken und zurechtrücken Der Mensch legt seit jeher Hand an seine Zähne. Eine Sendung über Biss und Kultur.Weisse, ebenmässige Zähen gehören in unserer Kultur zum Schönheitsideal. Zähne werden geflickt, gebleicht und gezurrt. Und falls das Original versagt, sind Industrie und Medizin mit technologisch ausgeklügeltem Hightech-Ersatz zur Hand. Der Implantate-Markt ist eine Goldgrube, genauso wie die Kieferorthopädie. Doch manche mögens noch heute lieber schräg und dunkel. Eine Sendung über die Arbeit des Menschen an seinem Gebiss.
    Weitere Themen:
    - Die Zahnheilkunde als Spiegel der Kultur
    - Zähne züchten
    - Das genormte Gebiss
    54 min
  • Debatte: Gefangen in der Paranoia: Die Schweiz im Kalten Krieg
    Sowjetunion, Atombombe, Unterwanderung durch den Kommunismus: Zur Zeit des Kalten Kriegs war die Angst in der neutralen Schweiz allgegenwärtig. Die Paranoia bewirkte einen äusserst rabiaten Antikommunismus. Wie war dies möglich in der freiheitlichen und demokratischen Schweiz?Aus heutiger Sicht relativieren sich zwar die Bedrohungsszenarien, welche die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wende 1990 geprägt haben. Im damaligen bleiernen Klima hatte jedoch der Feind einen klaren Namen: Moskau. Ihm galt es mit allen Mitteln entgegenzutreten – militärisch und propagandistisch.Wer damals an dieser Sicht Kritik übte, galt als Nestbeschmutzer, und die Überwachung und Fichierung durch den Schweizer Staatsschutz war nicht mehr weit. Das Land entfernte sich in besorgniserregendem Ausmass von vermeintlich typisch schweizerischen Grundwerten. Ein Einzelfall in der Schweizer Geschichte – oder doch mehr?Es diskutieren:Thomas Buomberger, freischaffender Historiker in Winterthur, Autor des aktuellen Sachbuchs «Die Schweiz im Kalten Krieg, 1945 bis 1990»Monika Gisler, freischaffende Historikerin, Leiterin der Forschungsstelle «Unternehmen Geschichte» in ZürichRudolf Jaun, emeritierter Geschichtsprofessor an der Universität ZürichBuchhinweis:Thomas Buomberger: Die Schweiz im Kalten Krieg, 1945-1990. Hier und Jetzt, Baden 2017.
    57 min
  • Künste im Gespräch: Akte Zwingli, Documenta14, Gerhard Meier
    Ein Besuch bei der Documenta14 in Kassel, Überlegungen zum Reformator Huldrych Zwingli, dem ein Mysterienspiel vor dem Zürcher Grossmünster gewidmet ist und eine Würdigung des Schweizer Schriftstellers Gerhard Meier, der diesen Juni 100 Jahre alt geworden wäre.Am Wochenende wurde die documenta14 am in Kassel eröffnet. Nachdem im April schon ein erster Teil in Athen gestartet war. Wie funktioniert diese Zweiteilung? Was wird nun in Kassel gezeigt? Und wie positioniert sich diese documenta im Superkunstjahr 2017?Huldrych Zwingli findet im Reformationsjahr den Weg auf die Bühne - als Mysterienspiel von Volker Hesse im Grossmünster in Zürich. Wie wird der streitbare Reformator heute auf der Bühne interpretiert?Der 2008 verstorbene Schweizer Schriftsteller Gerhard Meier würde am 20. Juni 100 Jahre alt. Grund für eine Wiederbegegnung mit dem Dichter, der sich zeitlebens dem Literaturzirkus fern hielt.
    Weitere Themen:
    - «Akte Zwingli»: das Mysterienspiel über den Zürcher Reformator
    - Gross und politisch korrekt: die documenta 14 in Kassel und Athen
    - «Ewig Pubertärer» - Gerhard Meier zum 100. Geburtstag
    56 min
  • Mein Grabstein auf Facebook
    Nach dem Tod sind Verstorbene oft noch da - in den sozialen Medien oder auf virtuellen Friedhöfen. Wie gehen wir damit um? Wie trauern wir im Netz?Trauerrituale ändern sich im Verlauf der Zeit. Früher konnte man Fotos und andere Erinnungsgegenstände in eine Kiste legen und wegräumen. Das ist heute nicht immer möglich, weil die digitalen Hinterlassenschaften - auf Facebook, Instagram oder WhatsApp - so präsent sind. Ein Vergessen der Verstorbenen wird dadurch schwieriger.Nach dem Tod hinterlassen viele Leute auch Profile in sozialen Netzwerken. Was passiert damit? Die wenigsten kümmern sich um ihren digitalen Nachlass oder sind sich bewusst, welche Wirkung die Profile nach dem Tod entfalten können. Oft werden sie – gewollt oder ungewollt – zum Resonanzraum der Trauer.
    Weitere Themen:
    - Verstorbene im Netz
    - Trauerarbeit mit künstlicher Intelligenz
    - Der digitale Tod
    57 min
  • Dimitri Schostakowitsch: Ein Künstler unter Stress
    Der Künstler und die Macht. Der russische Komponist Dimitri Schostakowitsch lebte im Spagat zwischen Anpassung und Widerstand. Eine Annäherung an den Künstler und Menschen Schostakowitsch und seine Musik über den Roman «Der Lärm der Zeit» vom britischen Autor Julian Barnes.Nacht für Nacht sitzt ein Mann auf seinem gepackten Koffer vor dem Aufzug und wartet darauf, dass ihn die Schergen von Stalin abholen. Aber sie kommen nicht. Die Angst aber sitzt ihm im Nacken und lässt ihn nicht schlafen. Der Mann ist der russische Komponist Dimitri Schostakowitsch. Er ist wegen seiner Musik bei Stalin in Ungnade gefallen.Was macht Angst vor Verhaftung und Folter mit einem Künstler? Passt er sich an oder leistet er Widerstand? Diesen Fragen geht der britische Autor Julian Barnes in seinem Roman «Der Lärm der Zeit» nach. Kontext stellt den Roman vor, diskutiert ihn mit dem Pianisten Oliver Schnyder und dem Schriftsteller Alain Claude Sulzer und fragt, wie sich Angst und Repression auf seine Musik ausgewirkt haben.
    Weitere Themen:
    - Der Lärm der Zeit von Julian Barnes
    - Spannungsfeld zwischen Komödie und Farce
    - Schostakowitschs subversive Kompositionskunst
    56 min
  • Fluchtpunkt Fremdenlegion – Söldner in fremden Diensten
    In der Schweiz waren sie Opfer wirtschaftlicher und sozialer Not, in Nordafrika und Indochina wurden sie zu Tätern: Schweizer Legionäre in fremder Mission. Heute ziehen kaum mehr Schweizer in die französischen Fremdenlegion, dafür Söldner aus aller Welt.In der französischen Fremdenlegion spielten helvetische Söldner noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle, obwohl die Schweiz ihren Bürgern den Dienst in fremden Armeen 1928 verboten hatte.Der Historiker Peter Huber rollt in einem Buch nun erstmals die Geschichte der rund 2000 Schweizer auf, die als Freiwillige im Indochina- und Algerienkrieg für Frankreich kämpften.Wer heute Frankreichs Söldner sind, beleuchtet «Kontext» mit einer Reportage aus der Legionärs-Kaserne bei Paris, wo die angehenden Kämpfer ausgebildet werden.Buchhinweis:Peter Huber: Fluchtpunkt FremdenlegionSchweizer im Indochina- und im Algerienkrieg, 1945–1962Chronos Verlag 2016
    Weitere Themen:
    - Ausweg Fremdenlegion
    - «Une fois légionnaire, toujours légionnaire»
    - Brahima hofft, neue Freunde zu finden
    57 min

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