Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Debatte: Stehen wir an einer Zeitenwende?
    Trump, Erdogan, Putin, Brexit, EU-Krise - Populismus ist auf dem Vormarsch. Liberalismus, Solidarität und Menschenrechte geraten in die Defensive. Die Autoren Ilija Trojanow, Jonas Lüscher und Kathy Zarnegin diskutieren in der Debatte mit Felix Münger live von den Solothurner Literaturtagen.Die drei Schriftsteller nehmen Stellung zu den derzeitigen Veränderungen im politischen Klima, zur weit verbreiteten Politikverdrossenheit und zum Verlangen vieler Menschen nach vermeintlich einfachen Lösungen komplexer Probleme. Erleben wir gerade das Ende der demokratischen Ordnung, wie wir sie kennen?Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind immer auch Seismographen ihrer Zeit. Dies gilt ganz besonders für Kathy Zarnegin, Jonas Lüscher und Ilija Trojanow, die sich in ihren Werken auch mit aktuellen politischen Problemstellungen auseinandersetzen.
    57 min
  • Das 70. Filmfestival in Cannes
    Für seine 70. Ausgabe hat das grösste und wichtigste Filmfestival der Welt seine Palette ein wenig erweitert. Zum ersten Mal sind Serien im offiziellen Angebot, Filme, die von Streaming-Anbietern produziert wurden und sogar eine Virtual-Reality-Produktion.«Le Festival de Film de Cannes» ist eine Eigenmarke, ein globaler Event, ein Selbstläufer. Aber wem ist der Anlass verpflichtet? Wer definiert die cinéphilen Grundsätze, auf die sich die Veranstalter berufen? Braucht das Festival die Welt der Kinos noch oder sind Filmfestivals längst eine eigene Welt?Im Radiostudio im Palais du Festival diskutiert Michael Sennhauser mit seinen deutschen Kolleginnen Anke Leweke und Katja Nicodemus die Festivalmaschinerie, ihre Abhängigkeiten und die Filme, welche das alles repräsentieren.
    55 min
  • Von der Plage zur Delikatesse – Insekten essen?
    Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmer sind seit dem 1. Mai in der Schweiz als Lebensmittel zugelassen. Aber ob sie wirklich auf unseren Tellern landen? Kontext blickt auf die Veränderung von Esskulturen im historischen Überblick und wagt Prognosen für die Zukunft.Insekten sind zurzeit in aller Munde. Doch: Wie wird das Nahrungsmittel «Mehlwurm» in der Schweiz bereits produziert? Was assen unsere Vorfahren und wann ergänzten sie ihren Speiseplan um Neues? Welche Rolle spielen Heuschrecken in der Bibel und was hat das wiederum mit Insekten als Lebensmittel zu tun?Esskultur, Nachfrage und Angebot sind eng miteinander verknüpft und sind ausserdem gekoppelt an gesellschaftliche und evolutionsgeschichtliche Veränderungen.Diese Schnittpunkte in Geschichte und Gegenwart diskutiert Brigitte Häring im Gespräch mit der Zukunftsforscherin Mirjam Hauser vom Markforschungsunternehmen «GIM» und dem Sozialanthropologen Heinzpeter Znoj von der Universität Bern.
    Weitere Themen:
    - Von der Insektenzucht auf den Teller
    - Eine kleine Geschichte des Essens
    - Heuschrecken als Essen, Plage und Gottes Luftwaffe
    57 min
  • Sagt Bill Gates, was Gesundheit ist?
    Über die Gesundheit der Weltbevölkerung wacht eine wichtige Organisation - die Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Agenda wird nun aber mehr und mehr von privaten Geldgebern bestimmt - mit weitreichenden Folgen.Eigentlich ist die Weltgesundheitsorganisation WHO eine UNO-Organisation, die sich mit den Beiträgen der Geberländer finanziert. Doch die Länder haben in letzter Zeit ihre Beiträge nicht erhöht, zum Teil eingefroren oder gekürzt, während die Aufgaben der WHO immer gewichtiger wurden. In die Lücke gesprungen sind nun private Geldgeber, die Bill and Melinda Gates Stiftung und andere Stiftungen, die Pharmaindustrie und weitere.Eine Reportage aus dem Reich der WHO, und ein Gespräch mit Experten zum Thema.
    Weitere Themen:
    - Die privatisierte Weltgesundheitsorganisation
    - Wer sich um die Gesundheit kümmert
    57 min
  • Stefan und Lotte Zweigs südamerikanische Briefe
    Im Juli 1940 brach der weltberühmte Schriftsteller Stefan Zweig mit seiner fast dreissig Jahre jüngeren Frau Lotte aus dem englischen Exil zu einer Vortragsreise nach New York, Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay auf. In Europa fühlte er sich bedroht, in Amerika wollte er nicht bleiben.Schliesslich liessen sich Stefan und Lotte Zweig in Brasilien nieder. Bis zu ihrem gemeinsamen Suizid am 23. Februar 1942 schrieben sie unzählige Briefe an Lottes Bruder und Schwägerin Hannah und Manfred Altmann. Die Altmanns waren aus Deutschland emigrierte Ärzte. Sie hielten in London und Bath die Stellung. Die Briefe von Stefan und Lotte Zweig sind ganz privat. Aber sie erzählen, was Exil damals bedeutete, machen Geschichte in Echtzeit begreifbar und geben erstmals überhaupt Lotte Zweig das Wort. Zweigs Sekretärin und zweite Frau war bislang immer Spekulationen ausgesetzt. Nun können wir sie als eine gebildete, lebenskluge und tapfere Frau erfahren.Bücher zum Thema:Stefan und Lotte Zweigs südamerikanische Briefe. New York, Argentinien und Brasilien 1940-1942. Herausgegeben von Darién Davis und Oliver Marshall. Aus dem Englischen übersetzt von Karin Hanta. Hentrich&Hentrich, 2017Stefan Zweig: Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte. Briefe an Lotte Zweig 1934-1940. Herausgegeben von Oliver Matuschek. Fischer Klassik, 2013Oliver Matuschek: Stefan Zweig. Drei Leben. Eine Biographie. Fischer, 2006
    Weitere Themen:
    - Warum gerade Brasilien?
    - «Mein Vater und Lotte hätten es gehasst.»
    - «Die schweigsame Frau» spricht!
    56 min
  • Künste im Gespräch geht spazieren
    Das gemächliche Schlendern ohne bestimmtes Ziel ist eine Kulturtechnik mit Geschichte. Wie der Spaziergang die Literatur prägt, die Wahrnehmung verändert und warum spazieren auch zur Wissenschaft taugt, dem geht Künste im Gespräch nach.Spazieren ist keine Outdoor-Sportart. Anders als beim Joggen geht es nicht um Körpertraining, sondern um den Kopf. Ein waches Ich schlendert durch die Wirklichkeit und stellt sich ihr. Und so wird Spazieren auch als Kulturtechnik bezeichnet. Der Schriftsteller Robert Walser packte in seine berühmte Erzählung «Der Spaziergang» gar seine ganze Poetik. Der vor hundert Jahren erschienene Text zählt bis heute zu seinen wichtigsten Werken. Warum er das ist und wie man diese Erzählung heute, hundert Jahre später, lesen kann berichtet Reto Sorg vom Robert Walser-Zentrum.Wie sich das Spazieren gar zur Wissenschaft nutzen lässt, darüber geben die neu publizierten Aquarelle des Soziologen Lucius Burckhardt Auskunft.Für die Künstlerin Marie-Anne Lerjen sind Spaziergänge aber nicht nur Motive der Literatur oder Wissenschaft: Sie nutzt Spaziergänge für ihre Performances und erläutert im Gespräch, wie das gemeinsame Gehen die Wahrnehmung verändert.
    Weitere Themen:
    - Robert Walsers «Der Spaziergang»
    - Spaziergangswissenschaft und landschaftstheoretische Aquarelle
    - Gehen als Kulturtechnik
    57 min
  • Zögerliches Comeback der Heilpflanze Cannabis
    Cannabis wird sein Kiffer-Image nicht los –und das steht seiner Nutzung als Medikament im Weg. Mittlerweile gibt es standardisierte Cannabis-Medikamente «Made in Switzerland». Mehrere Tausend schwer Erkrankte profitieren in der Schweiz davon, allerdings nur via einem gesetzlichen Schlupfloch.Sie ist die wohl umstrittenste Pflanze überhaupt: Hanf. Obwohl seit Jahrtausenden als Kulturpflanze für Textilien, Stoffe und aber auch als wichtiges Heilmittel bekannt, kennt man sie heute vor allem als eines: als Droge.Seit einigen Jahren jedoch erobert sich Cannabis in winzigen Schritten sein früheres Ansehen als Heilpflanze zurück. Denn mittlerweile ist unumstritten, dass sie ein grosses Potenzial auch für die Behandlung von modernen Krankheiten besitzt.Patientinnen und Patienten mit unheilbaren Muskelerkrankungen, chronischen Schmerzen oder Krebs machen damit sehr gute Erfahrungen. Doch einer einfachen und vielseitigen Nutzung von Cannabis als Medizin stehen noch so einige Hürden im Weg.Kontext besucht jene Orte, wo heute standardisierte Cannabis-Medikamente professionell hergestellt werden und spricht mit jenen Leuten, die sich seit vielen Jahren hartnäckig dafür einsetzen, dass Cannabis als legales Medikament verfügbar wird.Die wechselvolle Geschichte der Heilpflanze Hanf führt immer wieder auch in die USA. Vorreiterin bei der Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken war Kalifornien. Viele andere US-Bundesstaaten sind Kalifornien nachgefolgt - doch das Resultat davon: ein grosses Gesetzes-Chaos mit schwierigen Konsequenzen.
    Weitere Themen:
    - Hightech in der Hanf-Plantage
    - Zwölf Tropfen als Bettmümpfeli
    - Die bewegte Geschichte eines Heilmittels
    - Forschen und therapieren im Gesetzes-Wirrwarr
    56 min
  • Es lebe die Kunst, sie lebe! 57. Biennale di Venezia
    Alle zwei Jahre reist die Kunstwelt zur Biennale nach Venedig. 2017 präsentieren sich über achtzig Länder in nationalen Pavillons und als Motto für die diesjährige allgemeine Ausstellung wählte Kuratorin Christine Macel ein freundliches «Viva Arte Viva».Die Biennale di Venezia ist die Mutter aller unterdessen so zahlreichen Kunst-Biennalen und hat in ihrer über 120 jährigen Geschichte einiges gesehen. Ob die von Kuratorin Christine Macel unter dem freundlichen Hochruf auf die Kunst gezeigten Kunstwerke zu überzeugen vermögen, ist nach dem Eröffnungswochenende Thema für Kontext.Barbara Basting, Leiterin «Bildende Kunst» in der Kulturabteilung der Stadt Zürich, und Ellinor Landmann, Kunstkritikerin SRF2 Kultur, diskutieren die allgemeine Ausstellung und die Präsentationen in den Länderpavillons. Denn für die Biennale stellen sich Kuratorinnen und Kuratoren alle zwei Jahre einer Aufgabe, an der man in Zeiten der Globalisierung eigentlich nur scheitern kann: Ein Land durch Kunst zu repräsentieren. Warum das trotzdem sinnvoll ist, berichtet in Kontext der Kurator des Schweizer Pavillons, Philipp Kaiser.
    57 min
  • Claudio Monteverdi - Pionier der Oper, Meister der Madrigale
    Claudio Monteverdi, geboren 1567 in Cremona, getauft am 15. Mai vor 450 Jahren. Der Komponist unzähliger Madrigale, Schöpfer der grossartigen Marienvesper und ein Pionier der Oper. Seine Neuerung strahlt auch nach Jahrhunderten noch aus, bis hin zu Rock und Soul - Musik erzählt von Gefühlen!Zum ersten Mal wagte es ein Komponist, dem Text, den Gefühlen der sprechenden und singenden Personen den Vorrang zu geben vor der Musik. Die Monteverdi-Biografin Silke Leopold erklärt Monteverdis erstes Meisterwerk «LOrfeo», und wie es war, als die Oper als Kunstform erfunden wurde.Grosse Gefühle brauchen auch mal Musik, die in den Ohren schmerzt: Monteverdi als Erneuerer des Madrigals wagt neue Klänge und überträgt sie euch in die geistliche Musik. Auch darum dreht sich das Gespräch mit Silke Leopold, und um die Gründe für das erstaunliche Monteverdi-Revival in den letzten 50 Jahren.Zudem gibt der Dirigent Andrea Marcon einen exklusiven Workshop über «Il Lamento dArianna»: Was braucht es, um Monteverdis Musik so zu singen, dass sie heute noch die Zuhörerinnen und Zuhörer zu packen vermag?
    Weitere Themen:
    - Die Gesangsstimme wird frei für die grossen Gefühle
    - Die Arie, die zu Tränen rührte: Il Lamento d’Arianna
    - Die Musik wird Dienerin des Textes: die Madrigale
    57 min
  • Warum wir Pioniere brauchen
    Pioniere sind meistens im Bereich der Technik und der Naturwissenschaften zuhause, sie sind meist männlich, gehen hohe Risiken ein – und faszinieren.Es ist nicht immer einfach, voranzugehen, neue Wege zu beschreiten. Manchmal geht alles auf, und man landet in den Geschichtsbüchern, aber vielleicht geht es auch schief - und man wird vergessen.Pioniere werden bewundert, sie führen aber eine prekäre Existenz. Zwei von ihnen portraitieren wir - den Weltraum- und Elektroautopionier Elon Musk und Bertrand Piccard, den Ballonfahrer und Solarflugzeugpionier, der mit Solarimpulse 2 die erste Weltumrundung in einem Solarflugzeug schaffte.
    Weitere Themen:
    - Was Elon Musk alles kann
    - Reisen auch ins Innere
    - Die schwierige Existenz
    57 min

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