Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – Ingeborg Bachmann, Bürgerbühne und Schmerz
    Nach der Trennung von Max Frisch geriet Ingeborg Bachmann in eine tiefe Lebenskrise. Auch, weil sie sich in Frischs Roman «Mein Name sei Gantenbein» literarisch «verwertet» sah. Erstmals publizierte Texte aus dem Nachlass zeigen den Versuch, die Verletzungen zu analysieren und produktiv zu machen.Die deutsche Choreographin Helena Waldmann hat in ihren Tanzprojekten immer wieder kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten thematisiert.Das Modell der «Bürgerbühne» ist an vielen deutschen Theaterhäusern seit Jahren verankert. Die Bürgerbühne versteht sich als öffentliche Plattform und will neue Formen der künstlerischen Mitbestimmung erproben. Nun haben Anna Papst, Anne Andresen und Eva Welter die erste Bürgerbühne der Schweiz gegründet. Sie residiert für drei Jahre im ThiK (Theater im Kornhaus) und entwickelt zusammen mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Stadt Baden eigene Theaterprojekte.
    Weitere Themen:
    - Ingeborg Bachmann: «Male oscuro»
    - Probebühne des Lebens
    - Grenzen ausreizen: Die Choreographin Helena Waldmann
    57 min
  • Die Freiheit der Emma Herwegh
    Sie war Salondame und Freiheitskämpferin, verkehrte mit Marx und Heine und zog in Männerkleidung in den Kampf. Emma Herwegh, Frau des Dichters Georg Herwegh und Kultfigur weit über ihren Tod hinaus. Zu ihrem 200. Geburtstag erinnert Kontext an die aussergewöhnliche Frau, Ehefrau und Revolutionärin.Emma Herweghs Thema war die Freiheit. Für sie wollte sie kämpfen. Wenn nötig auch auf dem Schlachtfeld. Als Tochter eines reichen Seiden- und Stoffhändlers wuchs sie in höchst privilegierten Verhältnissen auf. Ihr Elternhaus lag gegenüber dem Berliner Stadtschloss. Ihr Vater ging beim König ein und aus. Sie nicht. Sie engagierte sich schon als Mädchen für polnische Revolutionäre, die unter russischer Knechtschaft litten.Dann trat Georg Herwegh in ihr Leben. Aus einer leidenschaftlichen Liebe zum revolutionären Dichter wurde eine revolutionäre Mission: zusammen lieben und hassen war die Devise. Sie gipfelte im gemeinsamen (und erfolglosen) Kampf in der 1848er Revolution. Aber wie alle revolutionären Bewegungen hatte auch die des Jahres 1848 einen ganzheitlichen Anspruch: die Freiheit soll auch eine persönliche sein. Und so ging es plötzlich auch in ihrer Ehe um Beziehungskonzepte, die ganz anders waren, als die, die Emma Herwegh ursprünglich verfolgte.
    Weitere Themen:
    - Zusammen lieben, zusammen hassen
    - Die Freiheit der Emma Herwegh
    - Die Pionierin des Feminismus?
    57 min
  • Bange Blicke auf die zentrale Mittelmeerroute
    Die zentrale Mittelmeerroute via Libyen und Süditalien ist zum wichtigsten Einfallstor für Flüchtlinge und Migranten nach Europa geworden. Angesichts der chaotischen Verhältnisse in Libyen ist in den kommenden Monaten mit hohen Flüchtlingszahlen zu rechnen. Europa und ist darauf kaum vorbereitet.Letztes Jahr gelangten etwas mehr als 180000 Flüchtlinge und Migranten via die zentrale Mittelmeerroute nach Süditalien. In den kommenden Wochen sind die Witterungsbedingungen für Überfahrten wieder ideal. Viele Beobachter befürchten ein starkes Ansteigen der Flüchtlingsströme aus Libyen.Kontext sprach mit Flüchtlingen, welche die katastrophalen Verhältnisse in Libyen selber erlebt haben, besuchte ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge im Süden Tunesiens und sprach mit tunesischen Migrationsexperten über Schleppernetzwerke und deren Hintermänner sowie über Alternativen zur Abschottung Europas.
    Weitere Themen:
    - Schleppernetzwerke und ihre Hintermänner
    - Ein Schutzraum für Flüchtlinge am Rand der Wüste
    - Ibrahim, Mamadou und Nadasch: Drei Gestrandete in Medenine
    - Alternativen zur Abschottung von Europa?
    57 min
  • Co-Parenting - vereint im Wunsch nach einem Kind
    Es gibt Menschen, die wollen kein Leben als Paar, aber sie wünschen sich sehnlichst ein gemeinsames Kind. Co-Parenting machts möglich. Kontext gibt Einblick in eine neue Familienform.Sie ist lesbisch und lebt mit ihrer Frau liebend verbunden. Er ist schwul, möchte aber gerne Vater werden. Auf einer Internetplattform werden sie aufeinander aufmerksam. Sie lernen sich kennen, treffen sich mehrmals und beschliessen, gemeinsam Eltern zu werden. Beide sind bereit, für ein gemeinsames Kind aufzukommen. Zusammenleben wollen sie nicht. Immer wieder zusammenkommen aber schon. Was Christine und Gianni verbindet ist Co-Parenting. Eine noch seltene neue Familienform.
    Weitere Themen:
    - Christine, Gianni und Milla
    - Co-Parenting und das Recht
    - Co-Parenting und die Kinderseele
    56 min
  • «Der Künstler und die Altersvorsorge»
    Kulturschaffende gehen nicht in Rente. Meistens weil sie kreativ arbeiten wollen bis ins hohe Alter. Oft aber weil sie sich ein Leben in Pension nicht leisten können. Der Blick in die Altersvorsorge mit Filmemacher Rolf Lyssy, Schriftsteller Christian Haller und Sängerin Christine Lauterburg.Eine Studie von Suisseculture Sociale belegt: Für die Hälfte aller Kulturschaffenden in der Schweiz ist die finanzielle Lage prekär. Ihr Gesamteinkommen liegt bei Fr. 40'000.- pro Jahr und sie verfügen über keine Pensionskasse oder 3. Säule. Sie haben sich freiwillig für ein Künstlerleben entschieden und kompensieren das fehlende Einkommen durch künstlerische Freiheit. Viele lebten ein Leben lang höchst sparsam wie der 74jährige Schrifsteller Christian Haller, der sich ein eigenes Spar-System zulegte.Andere wiederum trieben Existenzängste in die Depression wie den Filmemacher Rolf Lyssy. Heute zählt sich der 80jährige Filmemacher zu den Privilegierten seines Fachs, denn eben drehte er einen neuen Film und dank Erfolgen wie «Die Schweizermacher» tröpfelt ständig etwas Geld in die Kasse.Die 61jährige Berner Sängerin Christine Lauterburg wiederum hofft, dass ihre Stimme sie nicht im Stich lässt und sie bis ans Lebensende singen kann, denn über eine Pensionskasse verfügt sie nicht.Literaturhinweis:Daniela Kuhn «In die Wärme nach Boswil» – 10 Lebensgeschichten aus einem Altersheim für Künstler 1960 -1991, Limmat Verlag 2017
    Weitere Themen:
    - Wenig Einkommen und schlecht vorgesorgt
    - Eine historische Alters-WG: Mit anderen KünstlerInnen alt werden?
    57 min
  • Künste im Gespräch - Plusminus: Mehr Theaterfestival, weniger Kunstmarkt
    Warum sich das Berner Theaterfestival «auawirleben» dieses Jahr ein Vorfestival im Vorort Bümpliz leistet. Dann: Kunst als Asset – Der nüchterne Blick eines Finanzfachmanns auf den Kunstmarkt. Und: der Film «Vincent» von Christophe van Rompaey.Das Berner Theaterfestival «auawirleben» ist eine Institution. Seit 33 Jahren zeigt es internationale Produktionen, die sich am Puls der Zeit bewegen. Nun verdoppelt sich das Festival und veranstaltet vor den Toren Berns in Bümpliz ein Vorfestival: «out + about». Wozu die Expansion? Ein Gespräch mit der Leiterin Nicolette Kretz.In schöner Regelmässigkeit wurde die vergangenen Jahre über immer höhere Auktionsrekorde für Kunstwerke berichtet. Preise bestimmen die Wahrnehmung von Kunst. Doch nun scheint sich der Kunstmarkt zu konsolidieren. Mit welchen Tricks an der Preisschraube gedreht wurde und wann sich Kunst als Investment noch immer lohnt, darüber berichtet der Finanzfachmann Hans-Lother Merten in seinem neuen Buch «Schöner Schein».Einen suizidalen Protest-Teenager und seine flämische Familie stellt der belgische Regisseur Christophe Van Rompaey ins Zentrum seiner Tragikomödie «Vincent». Der Film überschreitet vergnügt Sprach- und andere Grenzen – es bleibt ihm gar nichts anderes übrig.
    Weitere Themen:
    - «Out + About»: Zeitgenössisches Theater in der Berner Vorstadt
    - Kunstboom vorbei
    - «Vincent», der suizidale Teenager. Ein Oxymoron?
    57 min
  • Im Auge des Orkans – Sadiq Khan, Bürgermeister von London
    London gilt gemeinhin als Schmelztiegel der Kulturen. Mit dem Moslem Sadiq Khan als Bürgermeister hat die Metropole erstmals einen Mann an der Spitze, der sich nicht nur hochgearbeit, sonder auch eine besondere Sensibilität für Minderheiten mitbringt.London steht aktuell wie kaum eine andere Stadt in Europa im Fokus der Aufmerksamkeit. Kein Wunder, muss dieser wichtige europäische Finanzplatz sich doch in Zeiten von Brexit nochmal neu erfinden. Mit dem Pakistan-stämmigen Sadiq Kahn bekleidet nicht nur zum ersten Mal ein Muslim das oberste Amt der Stadt, sondern auch ein Mann, der es von ganz unten nach ganz oben geschafft hat.
    Weitere Themen:
    - Der Mayor of London in den Augen der Londoner
    - Sadiq Khan – ein Bürgermeister der anderen Art
    - Sadiq – einer von uns
    56 min
  • Beruf und Betreuung vereinbaren - was Betriebe dafür tun
    Damit Erwerbstätige ihren Beruf und Betreuungspflichten besser vereinbaren können - dafür lassen sich Betriebe mittlerweile einiges einfallen, denn wer sein privates Leben geregelt kriegt, leistet mehr.Berufsarbeit und Kinderbetreuung sind heute leichter zu vereinbaren als vor zwanzig Jahren, da das Angebot an Krippenplätzen ausgebaut worden ist.Zu einer Doppelbelastung von Erwerbstätigen kommt es aber auch dann, wenn sie alte und pflegebedürftige Angehörige betreuen. Diese gesellschaftlich wichtige, aber unbezahlt geleistete Arbeit ist in der Wirtschaftspolitik selten ein Thema.«Kontext» fragt, was Betriebe tun, damit ihre Arbeitskräfte Beruf und Betreuung besser vereinbaren können.
    Weitere Themen:
    - Wenn der Betrieb für Betreuung sorgt
    - Care-Arbeit zum Thema machen
    - Fleissiger im Home-Office als im Büro
    - Vereinbarkeit ermöglichen gehört zur Betriebskultur
    57 min
  • Debatte: Der Newcomer gegen die Nationalistin. Frankreich hat die Wahl
    Die Umfragen hatten dieses mal recht. Emmanuel Macron und Marine Le Pen machen am 7. Mai aus, wer in den Elysée-Palast einziehen wird. Die Franzosen haben eine echte Wahl zwischen europäischer Öffnung und Abschottung.Es war eine kleine Revolution, die da am letzten Sonntag in Frankreich passierte. Erstmals zieht kein Kandidat der etablierten Parteien in den Endkampf. Stattdessen mit Macron der Senkrechtstarter der französischen Politik. Ein ehemaliger Investmentbanker und Wirtschaftsminister, der als Absolvent von Eliteschulen ein Teil des Systems ist und es dennoch geschafft hat, sich als unverbrauchte Kraft ausserhalb des Links-Rechts-Schemas zu empfehlen. Gegen ihn die Kämpferin Le Pen, die von der Wut vieler Menschen über das Malaise in der ehemaligen Grande Nation profitieren konnte und den Front National aus der Schmuddelecke geführt hat. Über die Wahl und ihre Bedeutung für Europa diskutieren die Direktorin des Basler Europainstituts Madeleine Herren-Oesch, der Historiker Thomas Maissen (Paris) und der Publizist Jürg Altwegg (Genf).
    56 min
  • Sachbücher im Gespräch
    Die Verteidigung von Freiheit, eine Ehrenrettung des Irrtums, Einblick ins soziale Gehirn und das Fremde als Herausforderung zur Entwicklung - das sind die grossen Themen dieser Ausgabe der Kontextserie.Seit 20 Jahren amtiert Ralf Fücks als Vorstand der Heinrich Böll Stiftung. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Themen nachhaltige Entwicklung und Migration. In seinem neuen Buch «Freiheit verteidigen» zeigt der Sozialwissenschaftler und Ökonom, wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen können.Henning Beck und Franca Parianen beleuchten in ihren Büchern das was in unseren Köpfen vorgeht. Bei Beck geht es um die Ehrenrettung des Irrtums, Parianen fokussiert auf die Frage: Welchen Reim machen wir uns auf uns selbst und auf die anderen?«Wi(e)der Angst und Hass» titelt das neue Buch der Psychologieprofessorin Verena Kast. Sie zeigt darin auf, wie das Fremde an Bedrohung verlieren und zur Herausforderung für die eigene Enwicklung werden könnte.
    Weitere Themen:
    - Freiheit verteidigen!
    - Irren ist nützlich!
    - Verstehe sich wer kann!
    - Wi(e)der Angst und Hass
    56 min

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