Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Der Brand von Schweizerhalle 1986
    Am 1. November 1986 ging eine Lagerhalle der Chemie-Firma Sandoz AG in Schweizerhalle (BL) in Flammen auf. Eine übel riechende Wolke zog über die umliegenden Gemeinden und über die Stadt Basel, der Rhein verfärbte sich rot, die Fische waren tot. Das Ereignis wirkt bis heute.Es gibt Unfälle und Katastrophen, die die Zeit in ein Davor und ein Danach einteilen. Der Brand in Schweizerhalle ist ein solches Ereignis. Auf viele wirkte es, als würden sich auf ein Mal alle Weissagungen der «Risikogesellschaft», wie sie der deutsche Soziologe Ulrich Beck formuliert hatte, erfüllen. Mit Schock, Unglauben und dann mit Wut –so reagierten viele.Wir machen eine Zeitreise, lassen die Ereignisse jenes Tages Revue passieren und fragen, was denn die Besonderheiten jenes Brands waren und welche Folgen er hat.
    Weitere Themen:
    - Als die Risikogesellschaft real wurde
    - Die schlimmsten Bilder
    - Protokoll einer schlaflosen Nacht
    - Ein Theaterstück heizt ein
    58 min
  • Das Recht auf Widerstand. Zur Aktualität Martin Luthers
    Am 31. Oktober vor 499 Jahren schlug der Reformator Martin Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen an, die eine Art Manifest der Reformation sind. Dadurch entstanden die evangelischen Kirchen, die ab heute ein sogenanntes Lutherjahr ausgerufen haben.Luther und Reformatoren wie Zwingli oder Calvin haben den christlichen Glauben von der Bibel her neu erschlossen. Der Wittenberger Reformator Martin Luther hat die Loslösung von der römisch-katholischen Kirche fundiert, aber auch provokativ und pointiert vollzogen.Zum Beginn des 500. Gedenkjahres an seinen Thesenanschlag wird sogar Papst Franziskus den Reformator ehren. Luthers fast trotzige Form des Widerstandes gegen Rom war auch ein wichtiger Impuls für die friedliche Revolution in der DDR. Der Bürgerrechtler und Theologe Friedrich Schorlemmer erinnert an die Aktualität des Reformators.
    Weitere Themen:
    - Widerständiger Glaube. Die Thesen der Reformation
    - Widerstand als Pflicht eines Christenmenschen
    57 min
  • Die Performancekunst «Spoken Word» wird erwachsen - und weiblich
    Am Spoken Word-Festival «woerdz» in Luzern traten vier Frauen aus drei Generationen auf: Die New Yorker Künstlerin Laurie Anderson, Ariane von Graffenried von «Bern ist überall» sowie die Performerinnen Fatima Moumouni und Susan Reznik: Vier Porträts und ein Blick auf die aktuelle Spoken Word-Szene.Seit knapp 20 Jahren gibt es in der Schweiz eine junge, wilde Spoken Word-Szene. Mittlerweile sind viele ihrer Exponenten zu etablierten Bühnenkünstlerinnen und -künstlern herangereift. Natürlich ist die Szene immer noch jung und wild, vor allem in ihrer Ur-Form, dem Poetry Slam.Aber inzwischen hat sie ein grosses Festival, das alle zwei Jahre stattfindende «woerdz» im Theater Südpol in Luzern. Und es treten dort Veteranen auf, die ihre Slammer-Vergangenheit längst abgelegt haben und abendfüllende Soloprogramme aufführen oder Bücher publizieren.Erfreulich auch: Nachdem Frauen im Spoken Word, ähnlich wie im Rap, anfangs stark untervertreten waren, sind sie mittlerweile gut vertreten, auch im Programm von «woerdz». Zum Beispiel Ariane von Graffenried vom Künstlerkollektiv «Bern ist überall», die Münchner Slammerin Fatima Moumouni und die Schweizer Newcomerin Susan Reznik. Ausserdem trat eine Frau am «woerdz» auf, die seit Jahrzehnten stilbildend ist für eine Kunst, welche die Grenzen zwischen Literatur und Performance aufhebt: Die New Yorker Musikerin, Filmerin und Performerin Laurie Anderson.Vier Porträts von Spoken Word-Künstlerinnen aus drei Generationen und eine Diskussion mit Literaturredaktor Markus Gasser darüber, warum die Häuser voll sind mit jungen Menschen, wenn Spoken Word aufgeführt wird. Das ist Kontext am 28. Oktober 2016.
    Weitere Themen:
    - Laurie Anderson's lebenslange Arbeit «The language of the future»
    - Ariane von Graffenried: Spoken Word als avantgardistische Poesie
    - Fatima Moumouni und Susan Reznik: Lautstarke Wortpoetinnen
    57 min
  • Das Sachbuchquartett
    Vier Themen, vier Bücher, vier Besprechungen. Das Sachbuchquartett wartet wie immer mit Lesestoff auf, der zu denken und zu reden gibt. Eine Sendung zum besseren Verständins einer komplexen Welt.Was radikalisiert denn eigentlich einen Menschen? Was bringt ihn aus seiner Mitte? Ein Soziologe untersucht die Wurzel des Fanatismus.Wie sieht der Alltag von Opernsängerinnen und Opernsängern wirklich aus? Zwei Experten demontieren die Illusion von Glanz und Gloria und offerieren dafür ein Überlebenstraining für zartbesaitete Künstlernaturen.Kapitalismuskritik ja , aber so ganz ohne Kapitalismus geht es auch nicht. Was wir von früheren Ökonomen für die kommende Finanzkrise lernen können, erklärt eine deutsche Wirtschaftsjournalistin in ihrem neuen Buch.Zudem vereinen sich ein Hirnforscher und ein Philosoph im Imperativ: Rettet das Spiel! Denn: Leben ist mehr als Funktionieren.
    Weitere Themen:
    - Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als Funktionieren ist
    - Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
    - Die radikalisierte Gesellschaft - von der Logik des Fanatismus
    - Opernsänger - Überlebenstraining
    56 min
  • La Leçon - Frühfranzösisch auf der Probe
    In der Schweiz ist der Sprachenstreit neu entbrannt. Die Frage, ob Kinder in der Primarschule bereits früh Französisch lernen sollen, wühlt die Gemüter auf, erst recht, seit kritische Stimmen aus der Wissenschaft festhalten, dass das frühe Französisch lernen nichts bringt.In der Deutschschweiz streitet man gegegenwärtig besonders heftig über den frühen Französischunterricht in der Primarschule.Seit Stimmen aus der Wissenschaft darauf hinweisen, dass es keinen Zusammenhang zwischen einem frühen Französischunterricht und der späteren Sprachkompetenz gibt, ist erst recht Feuer im Dach. In die bildungspolitische Debatte wird weiter eingeworfen, Frühfranzösisch sei unabdingbar für den nationalen Zusammengehalt über den Röstigraben hinweg.«Kontext» fragt nach den wissenschaftlichen Fakten, macht einen Realitätscheck in der Praxis und stellt das Frühfranzösisch zur Debatte.
    Weitere Themen:
    - Frühfranzösisch - quantité négligeable?
    - Frühfranzösisch aus politischer Correctness?
    - Frühfranzösisch- et maintenant?
    - Frühfranzösisch: La leçon?
    - Umfrage – was sagen Jugendliche zum Französisch?
    58 min
  • Die Welt als Jazz-Bühne – eine Utopie
    Von der Prohibition über das Dritte Reich und die DDR bis zu Barack Obama: Jazz hat die Staatsmänner nie kalt gelassen. Entweder haben sie ihn verteufelt oder angepriesen. Jazz steht für Freiheit und Entgrenzung, das ist für jede Diktatur bedrohlich. Und für Demokratien willkommene HintergrundmusikEin Jazzmusiker benötigt gewisse Tugenden, um seine Musik auf hohem Niveau spielen zu können: Er muss zuhören können, farbenblind sein, er muss improvisieren, und die Leistung in dem Moment abrufen können wos drauf ankommt, und schliesslich sollte er Machtinstinkt haben – allerdings für die Sache, nicht für die Person.Wären diese fünf Tugenden auch einem Politiker nützlich? Ein Gedankenexperiment mit Günter Baby Sommer, Beat Soltermann und Michael Hermann.
    Weitere Themen:
    - Jazz in der DDR
    - Barack Obama und der Jazz
    - Jazztugenden – Nützlich in der Politik?
    57 min
  • Tandemgespräch mit Beat von Wartburg und Pascal Couchepin
    Geld, Macht und Freude am Widerspruch - ein Walliser und ein Basler im Gespräch.Beat von Wartburg ist Historiker und Direktor der traditionsreichen Christoph Merian Stiftung.Hinter vorgehaltener Hand nennen ihn einige Zeitgenossen auch den 8. Regierungsrat von Basel.Er hat sich als Gast Alt-Bundesrat Pascal Couchepin ausgesucht, der zwar älter, aber so widerspenstig ist wie zu seinen Zeiten als Bundesrat. Gemeinsam begeben sie sich auf Tandemfahrt. Themen wie Lust an der Macht, Freude an Widerspruch und Esprit Baloise sind einige Stationen von unterwegs. Das Gespräch leitet Maya Brändli.
    57 min
  • Polens Kulturgeschichte und die aktuelle Politik
    Polen hat eine komplexe Geschichte und eine nationalkonservative Regierung, welche diese eigennützig interpretiert. Kontext blickt zurück am Beispiel der aktuellen Kulturhauptstadt Europas Wroclaw und in Polens Gegenwart mit dem SRF-Korrespondenten.Viel wurde bereits geschrieben über die nationalkonservative Regierung Polens. Und häufig geht es dann um die Einflussnahme der Regierung auf Justiz, Kultur und Medien. Seit die Partei «Recht und Gerechtigkeit» in Polen mit absoluter Mehrheit regiert, wurden Theaterdirektoren geschasst oder der öffentliche Rundfunk umgebaut. Gemeinsamkeit: unliebsame Stimmen werden entlassen. Polnischer Patriotismus ist gefragt.Und gleichzeitig feiert derzeit die EU das Kulturhauptstadtsjahr im polnischen Wroclaw (Breslau). Eine internationalere europäischere Veranstaltung ist kaum denkbar. Wie geht das zusammen?Kontext wirft einen Blick auf die reiche Geschichte von Wroclaw und redet mit SRF Osteuropa-Korrespondenten Urs Bruderer.
    Weitere Themen:
    - Patriotismus als Programm
    - Breslaus wechselvolle Geschichte
    56 min
  • Künste im Gespräch: Raving Iran, Abbas Maroufi, Maxims Medea
    Der iranische Schriftsteller Abbas Maroufi lebt seit über 20 Jahren in Berlin im Exil. Arash und Anoosh waren DJs in Teherans Underground-Technoszene, bis der Dokumentarfilm «Raving Iran» sie in die Welt hinaus führte. Und das Zürcher Maxim Theater lässt Medea auf drei Kontinenten auflodern.Eine gewisse Zeit konnte der iranische Schriftsteller Abbas Maroufi in seinem Berliner Exil auch auf Deutsch publizieren, dann liessen ihn Verlagsturbulenzen verstummen, bis Kollege Ilja Trojanow zu helfen wusste. Nun gibt es Maroufis jüngsten Roman auf Deutsch. Hans-Peter Kunisch hat den Autor in Berlin besucht.Teheran-Techno klingt exotisch – als Wort. Tatsächlich ist das Musik am Puls des jungen Lebens im Iran, und zu den DJs, welche die Untergrund-Szene beleben, gehören auch Arash und Anoosh, bis der Dokumentarfilm einer Schweizerin sie in die Welt hinaus trägt. Der Dokumentarfilm «Raving Iran» begleitet die beiden dabei, wie sie die zahlreichen von der Regierung auferlegten Verbote zu umgehen versuchen und ihre Raves im Untergrund organisieren. Mariel Kreis ist eingetaucht in die Szene, den Film und die Geschichte dahinter.Die antike Medea, die Mutter, welche in eifersüchtiger Raserei die eigenen Kinder ermordet, ist immer und überall die Fremde, auch wenn jede Bearbeitung des Stoffes ihr ein anderes Gesicht und eine andere Geschichte gab. Nun konzentriert sich das Zürcher Maxim Theater auf den Aspekt der Fremdheit und lässt je eine Medea aus dem Kongo, aus Brasilien und aus der Schweiz zu Wort kommen. Kaa Linder berichtet.
    Weitere Themen:
    - Abbas Maroufi, Fereydun und seine drei Söhne
    - Raving Iran
    - Die ewig Fremde oder was Medea uns heute zu sagen hat
    57 min
  • Niederlande/Flandern: Gemeinsame Sprache, vielfältige Literatur
    Es ist die Sprache, die Flandern und die Niederlande verbindet. Dank dem gemeinsamen Gastland-Auftritt an der Frankfurter Buchmesse 2016 werden 250 Bücher aus dem Niederländischen neu auf Deutsch übersetzt. Da gibt es einiges zu entdecken.SRF Korrespondentin Elsbeth Gugger gibt einen Einblick in die Literaturszene der beiden Länder. Sie trifft Mano Bouzamour einen jungen Amsterdamer Schriftsteller mit marokkanischen Wurzeln und Vielschreiber Arnon Grünberg, der seine unerschöpfliche Neugierde befriedigen muss. Sie beschäftigt sich mit der Arbeit einer literarischen Übersetzerin und sagt, welche Klassiker aus Flandern und den Niederlanden besonders lesenswert sind.
    Weitere Themen:
    - Der Amsterdamer «Spui»: Mittelpunkt der Bücherwelt
    - Die Übersetzerin und der neue Star der niederländischen Literatur
    - Der Stellenwert der Literatur in Flandern und den Niederlanden
    - Vielschreiber Arnon Grünberg
    - Neuheiten und Klassiker aus Flandern und den Niederlanden
    55 min

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