Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • US-Präsidentschaftswahlen 2016: ethnisch so bunt wie noch nie
    Make America Great Again. - Mit diesem Versprechen war Donald Trump als Präsidentschaftskandidat angetreten. Bis jetzt hat er mit seinen Skandalen, Rassismen und Beleidigungen das Gegenteil bewirkt. Trotzdem hält seine Wähler-Basis weiter hartnäckig zu ihm.Die Loyalität wird den mehrheitlich weissen Trumpisten wenig helfen: in den USA schrumpft die Spezies der WASPs, der White Anglo Saxon Protestants, unaufhaltsam zur Minderheit. Die Zukunft des Landes ist bunt, und die diesjährigen Wahlen werden die Vielfältigsten in der Geschichte der USA. Nahezu jeder und jede dritte Wahlberechtigte wird zu einer Minderheit gehören.Kontext blickt auf die asiatische, muslimische und afroamerikanische Minderheit und geht der Frage nach, weshalb ein Teil der weissen Männer und Frauen ob dieser Entwicklung so zornig sind.
    Weitere Themen:
    - Asiatische Amerikaner: Die «Ewigen Ausländer»
    - Muslimische Amerikaner: Im Visier der Islamophoben
    - Afroamerikaner: Der lange Schatten der Vergangenheit
    - Die Trumpisten: Zornige Weisse
    57 min
  • Gummi-Monster und Kommunisten-Angst: 100 Jahre Jack Arnold
    Am 14. Oktober wäre Jack Arnold 100 Jahre alt geworden. Dem Hollywood-Regisseur verdanken wir die Riesenspinne «Tarantula», den Kiemenmann aus «The Creature from the Black Lagoon» oder den schrumpfende Mister C. in «The Incredible Shrinking Man». Eine B-Picture Hommage und ein Blick in die Schweiz.Jack Arnolds Metier war das schnell und professionell gedrehte B-Movie, das er in allen Genres bediente. Berühmt wurde er als Meister des Schreckens, der in Hollywoods Studiosystem der 1950er Jahre eine feste Größe war. In den 1970er Jahren kamen seine Filme wie «Der Schrecken vom Amazonas», «Tarantula» und «Die unglaubliche Geschichte des Mister C» vermehrt in die deutschsprachigen Kinos, später ins Fernsehen und sorgten dort für Grausen und viel Vergnügen. Es waren bizarre Filme über Monster, Mutationen und die in den 50er Jahren grassierende Angst vor der Atombombe, die sich in schauerlichen Kreaturen manifestierte und heute zum Kanon der ewigen Monsterfilme gehören. Jörg Buttgereit, Berliner Horrorfilm-Spezialist und Autor zahlreicher Hörspiele und Filme, ist bis heute fasziniert vom wundersamen Gruselkabinett des Jack Arnold.Aber nicht nur im Unterhaltungs-Kino der USA schlug und schlägt das Phantastische immer am Puls der Zeitgeschichte. Auch im eher nüchternen Schweizer Kino gibt es phantastische Blüten, vom Vampir über das Sennentuntschi bis zum lokalen Sturm in «Heimatland». Michael Sennhauser unterhält sich mit Filmemacher Michael Krummenacher über das fantastische Potential im Schweizer Film.
    Weitere Themen:
    - Gummi-Monster und Kommunisten-Angst: 100 Jahre Jack Arnold
    - Vom Höhenfeuer zum Sennentuntschi: Phantasie im Schweizer Film
    57 min
  • Bob Dylan als Literaturnobelpreisträger – Ende der Fahnenstange?
    Das Nobelpreis-Komitee hat entschieden: Bob Dylan ist der Autor des Jahres, sein Spätwerk hat ihm den Literaturnobelpreis 2016 eingetragen. Und sofort tauchen die Fragen auf: Hat der das verdient? Wo bleibt die klassische Literatur? Was bleibt von Dylans Texten, wenn er sie nicht selber performt?Für den ewigen Favoriten Philip Roth ist das Rennen um den Nobelpreis wohl gelaufen, sein Landsmann Bob Dylan ist eine überraschende Wahl für den Literaturnobelpreis. Letztes Jahr hat das Komitee mit Swetlana Alexijewitsch eine Journalistin ausgezeichnet, nun einen Sänger und Songschreiber. Der Weg scheint klar: Weg vom elitären Literaturbegriff, hin zu wirkungsvollen und absichtsvollen Texten mit breiter Wirkung.Oder ist Dylans Wahl gar ein Signal im Hinblick auf die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen? Im Studio diskutieren Dylankenner Martin Schäfer und Eric Facon mit Michael Luisier, mit gedanklicher Anregung unter anderem von Literaturkennerin Sieglinde Geisel.
    1 hr 1 min
  • Künste im Gespräch: Nöstlinger, Georgische Supra, Navid Kermani
    Christine Nöstlinger, die Erfinderin des Gurkenkönigs, wird achtzig. Die Choreografin Salome Schneebeli zelebriert mit Publikum auf der Bühne eine georgische Supra, ein Tischritual. Und der achtundvierzigjährige Schriftsteller Navid Kermani könnte als erster Muslim deutscher Bundespräsident werden.Christine Nöstlinger hat die Kinderliteratur geprägt wie kaum eine zweite deutschsprachige Schriftstellerin. Ihr Werk umfasst so skurrile Figuren wie den Gurkenkönig und die feuerrote Friederike. Ihre Hauptfiguren sind nicht adrette und passive Kinder, sondern freche und rebellische Wesen. Ihre Erwachsenen haben Macken und Fehler. Für ihre Arbeit hat Christine Nöstlinger alle wichtigen Preise der Branche erhalten - auch den Hans-Christian Andersen-Preis, eine Art Nobelpreis der Kinderliteratur. Ein Gespräch in Wien zu ihrem 80. Geburtstag.Mit dem Künstlerkollektiv «Morphologisches Institut» ist die Zürcher Choreografin Salome Schneebeli letztes Jahr nach Georgien gereist, um die georgische Kultur mit Leib und Seele zu erfahren. Dabei sind die Kunstschaffenden auf die georgische Tradition der Supra gestossen. Das Tischritual ist ein wesentlicher Bestandteil des georgischen Lebens und wird bei allen Feiern – sei es zum Geburtstag oder zur Hochzeit – zelebriert. Zurück in der Schweiz hat die Künstlergruppe das traditionelle Regelwerk für die Theaterbühne adaptiert.Navid Kermani zählt derzeit zu den gefragtesten Autoren Deutschlands. Der 48-jährige Sohn iranischer Einwanderer ist als neuer deutscher Bundespräsident im Gespräch. Er wäre der erste Muslim im Amt. Nun legt er einen Liebessroman vor: Sozusagen Paris. Darüber gibt Kermani im Kontext Auskunft.Navid Kermani: Sozusagen Paris, Roman, Hanser Verlag.Das Hörbuch, gesprochen von Christian Brückner, ist bei Parlando erhältlich.
    Weitere Themen:
    - Die Erfinderin des Gurkenkönigs wird 80
    - Georgische Supra: ein Tischritual auf der Bühne
    - Literarisches Tantra
    57 min
  • Wenn die Mangos verfaulen
    Ein Drittel aller Lebensmittel weltweit geht verloren - wegen schlechter Behandlung nach der Ernte, wegen mangelhaftem Transport, wegen Unkenntnis.Kartoffeln, die falsch gelagert werden, Weizen, der von Pilzen befallen wird, Fisch der verfault, Mais, der von Ratten weggefressen wird - ein Drittel aller Lebensmittel geht so verloren.Die Nachernteverluste sind so gross, dass man damit die Menschheit gut ernähren könnte. Deshalb ist die Bekämpfung von Nachernteverlusten eines der «Nachhaltigen Entwicklungsziele» - bis 2030 sollen die Verluste halbiert werden.In Kenia, das unser Reporter Thomas Kruchem bereist hat, gibt es neue, innovative Ansätze, um das zu erreichen. Und Caroline Morel, Geschäftsführerin der Entwicklungsorganisation Swissaid, erklärt, warum biologische Landwirtschaft ein guter Weg ist, um Verluste zu vermeiden.
    Weitere Themen:
    - Die Kartoffeln anders abpacken
    - Die Krux mit den Aflatoxinen
    - Warum biologisch, und warum die Kleinbauern
    57 min
  • Neue Grossmütter braucht das Land!
    Die Grossmütter von heute sind so gebildet, so fit und so eigenständig wie keine Generation vor ihr. Nebst den Enkeln bewegt sie auch noch manch Anderes in der Welt. Eine Korrektur des Altersbildes tut not.Grossmütter leisten seit jeher einen grossen Beitrag für das Gelingen der Generationenbeziehungen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Durch ihre gestiegene Lebenserwartung begleiten sie ihre Grosskinder neuerdings meistens bis in deren Erwachsenenalter.Auch sonst wandelt sich ihre Rolle. Manche von ihnen sind Revolutionärinnen. Im Zuge der «Grossmütter-Revolution» wollen sie das Bild ihrer Generation korrigieren. Frauen, die ihr Leben lang engagiert, beruflich erfolgreich oder politisch aktiv waren, haben mehr zu bieten als Gutzibacken und Sockenstricken, mehr als Märchenerzählen und Eile mit Weile.Kontext gibt Einblick in die aktuelle Generationenforschung und historische Wandlungsprozesse, befragt Kinder zu ihren Grosseltern und ist auf der Probe einer grossmütterlichen Rockband dabei.
    Weitere Themen:
    - Das waren noch Zeiten!
    - Die Grossmütter-Rockband
    - Mit den Augen von Kindern
    - Generationenforschung
    56 min
  • Ein Stich voraus: Technische Textilien aus der Ostschweiz
    Ein T-Shirt misst den Herzschlag. Ein Vorhang leuchtet in der Nacht. Eine Matratze überwacht einen Patienten. Technische Textilien aus alteingesessenen Ostschweizer Stickereien erobern den Weltmarkt dank der Verknüpfung von Tradition und Innovation.Seit dem 18. Jahrhundert wird in der Ostschweiz gestickt. Erst von zarter Frauenhand, ab 1850 an Stickautomaten. Die Region um den Bodensee produzierte vor dem 1. Weltkrieg das wichtigste Exportgut der Schweiz. Dann ändertesich die Mode, der Markt brach ein, viele Stickereien wurden stillgelegt. Wer überlebt hat, musste sich immer wieder neu erfinden – bis heute.Ein wichtiges neues Standbein für die Ostschweizer Textilindustrie sind die technischen Textilien für Sport- und Freizeit, das Bauwesen oder die Medizin. Ein Stoffkäppchen ausgestattet mit Sensoren misst die Sauerstoffsättigung im Blut eines frühgeborenen Kindes. Eine mit Keflar verstärkte Stoffhose schützt Motorradfahrer vor Verletzungen. Ein waschbares T-Shirt wird zur Abspielstation von Handy-Nachrichten. Die Möglichkeiten technischer Textilien scheint unbegrenzt.Dass Firmen aus der Ostschweiz in diesem wachsenden Markt vorne mitspielen, basiert auf ihrem in Jahrhunderten gewachsenen Wissen über Textilien und ihre Eigenschaften. Tradition trifft auf Innovation.
    Weitere Themen:
    - St. Galler Stickerei Forster Rohner: sich immer wieder erfinden
    - Drei Hightech-Textilien: erfühlt, beschrieben, erklärt
    - Stickmaschine: Von 6 Stichen pro Minute zu 10 Stichen pro Sekunde
    57 min
  • Die Volksbühne in Berlin: Eine Ära geht zu Ende
    Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz steht vor einem Wechsel: Frank Castorf muss nächstes Jahr nach 25 Jahren den Intendantensessel räumen. Sein Nachfolger Chris Dercon soll das Haus neu ausrichten. Was nur eine Personalie sein könnte, erhitzt die Gemüter weit über Berlin hinaus.Dieser Intendantenwechsel schlägt hohe Wellen: Mit der Einsetzung des belgischen Museumskurators Chris Dercon als neuen Intendanten der Volksbühne wird eine kulturpolitische Weichenstellung versucht, die von vielen kritisiert wird.Die Volksbühne steht seit Jahrzehnten für ein einzigartiges Theaterexperiment und Frank Castorf ist einer der wichtigsten Theaterregisseure seit den 90er-Jahren. Nun werde es nur noch globalisierte Kuratorenkost geben, erhitzen sich die Kritiker.In welche Richtung verändert sich die Berliner Theaterlandschaft? Weshalb wird die Debatte um die Zukunft der Volksbühne so erbittert und emotional geführt? Peter Voegeli beschreibt, wie sich die Gegend um den Rosa-Luxemburg-Platz im ehemaligen Berliner Osten in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Die Volksbühne als politische Trotzburg oder als Gentrifizierungsmotor?Tobi Müller hat mit Künstlern und Beobachterinnen gesprochen und sagt, weshalb der Streit um die Berliner Volksbühne auch ein Symptom für eine Theaterlandschaft ist, die Mühe mit Veränderungen hat. Carena Schlewitt, die Direktorin der Kaserne Basel, ist in der DDR aufgewachsen und hat viele Jahre an verschiedenen Theatern in Berlin gearbeitet. Im Gespräch mit Dagmar Walser blickt sie auf die Ära Castorf zurück und erklärt, woher die Aufregung kommt und was der Wechsel bringen kann.
    Weitere Themen:
    - Der Rosa-Luxemburg-Platz: links, widerständig, umkämpft
    - Der Fall Volksbühne: Bericht einer verunsicherten Kunst
    56 min
  • Künste im Gespräch: Architektur, Kino und eine Kampagne
    So kühn wie skurril: Die Nachkriegsarchitektur in Norditalien. Eine deutsch-französische Versöhnungsgeschichte im Kino und eine internationale Kampagne gegen Zensur.Unter #ArtsFreedom startet heute eine internationale Kampagne für die künstlerische Freiheit. Die Kulturmanagerin Geoliane Arab erzählt, weshalb dieses Zeichen gerade zurzeit so dringlich ist.Nach dem 2. Weltkrieg hatten Architekten in Norditalien den Wunsch, sich formal vom Faschismus zu befreien. Dabei waren Unternehmer, die für den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung einen baulichen Ausdruck suchten, für sie die idealen Auftraggeber.François Ozons Drama «Frantz» spielt im Nachgang des ersten Weltkriegs und ist eine deutsch-französische Versöhnungsgeschichte.
    Weitere Themen:
    - Die wahnwitzige Nachkriegsarchitektur in Norditalien
    - Ein neuer Film von François Ozon: Mit einer Lüge zur Versöhnung
    - #ArtsFreedom: Ein Kampagne für die künstlerische Freiheit
    56 min
  • Bröckelnde Denkmäler
    Wir halten viel von unseren Denkmälern – doch sie müssen auch immer wieder als Versuchsobjekte herhalten. Vermeintliche Wundermittel versprechen, die historischen Gebäude für immer zu erhalten. Stattdessen verursachen sie schlimme Schäden.Viele denkmalgeschützte Bauten sind regelmässig eingerüstet. Oft nicht wegen gewöhnlicher Unterhaltsarbeiten, sondern weil frühere Bausünden korrigiert werden müssen. Denn in den 70er- und 80er-Jahren verfiel man in der Denkmalpflege den Versprechungen der bauchemischen Industrie. Vermeintliche Wundermittel sollten die historischen Gebäude ein für alle Mal konservieren. Doch Jahrzehnte später kommt zum Vorschein, dass diese bauchemischen Mittel schlimme Schäden angerichtet haben.Wie konnte es dazu kommen, dass denkmalgeschützte Gebäude mit bauchemischen Mitteln übergossen wurden, deren Langzeitfolgen völlig ungewiss waren? Die Suche nach Antworten auf diese Frage zeigt: Die Forschung in diesem Bereich wurde empfindlich gekürzt. Die Auflagen für die bauchemische Industrie sind ungenügend. Und die Gefahr, dass unsere Denkmäler «kaputt-saniert» werden, ist keineswegs gebannt.Am Berner Münster hat man die Lehren aus den Experimenten mit bauchemischen Mitteln gezogen. Dort lassen die Handwerkerinnen und Handwerker möglichst in allen Bereichen die Finger von neuen Wundermitteln.Nachdem die praktische Grundlagenforschung an historischen Baumaterialien vor zehn Jahren weg gekürzt wurde, will ein neuer Professor an der ETH Zürich wieder ein Labor für solche Untersuchungen aufbauen.
    Weitere Themen:
    - Vermeintliche Wundermittel und ihre dramatischen Folgen
    - Denkmalpflege ohne Glasglocke: Fehler müssen drin liegen
    - Grundlagenforschung auf der Baustelle?
    56 min

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