Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Fit für die Ewigkeit – von alten und neuen Mumien
    Mumifizierte Körper sind Tote, die das Leben noch nicht vollends hinter sich gelassen haben. Sie legen Zeugnis ab vom Umfeld, in dem dieses Leben stattgefunden hat und verbinden uns auf berührende Weise mit Geschichte. Ein Blick in eine Ausstellung und auf die neusten Erkenntnisse in Sachen «Ötzi».Mumifizierte Körper faszinieren. Ihre Körperlichkeit fordert den Betrachter auf, über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Gleichgültig, ob es sich dabei um jahrhundertealte Grabmumien oder aber um Zeugnisse aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte wie etwa die Eismumie Ötzi handelt.Zeitgleich mit der Bekanntgabe neuster Erkenntnisse aus der Forschung rund um «Ötzi» findet im naturhistorischen Museum Basel eine Sonderausstellung zu Mumien statt. Anlass, um über Mumifizierungstechniken, Jenseitskonzepte und Kryonik, also das Einfrieren lassen zu Lebzeiten, zu sprechen.
    Weitere Themen:
    - Mumie ist nicht gleich Mumie
    - Ötzi fasziniert auch Kriminologen
    - In Ötzis Schatten: - Eismumien aus den Schweizer Alpen
    - Der Körper als Brücke zwischen Diesseits und Jenseits
    - Auf Eis gelegt – das Geschäft mit der Hoffnung
    56 min
  • Tandemgespräch mit Rico Vincenz und Sr. Veronika Ebnöther
    Rico Vincenz ist Abteilungsleiter der Ausschaffungshaft am Zürcher Flughafen und trifft im Tandemgespräch auf die Gefängnisseelsorgerin Schwester Veronika aus Bonaduz.Der gebürtige Churer Rico Vincenz wurde vor zwei Jahren mit der Aufgabe betraut, die Ausschaffungshaft am Flughafen Zürich zu reorganisieren. Er ist verantwortlich für vierzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für hundert Insassen.Sein Wunschgast für das Tandemgespräch ist Schwester Veronika Ebnöther aus Bonaduz. Sie nennt sich Freelance-Nonne, betreibt einen eigenen Blog und arbeitet als Seelsorgerin in zwei Bündner Strafvollzugsanstalten.Zwei Perspektiven treffen aufeinander in der Frage, wie sich der Alltag hinter Gefängnismauern bewältigen lässt und wie das Gefängnis als Institution in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
    56 min
  • Hilfswerke und Grosskonzerne - geht das zusammen?
    Immer mehr Hilfswerke arbeiten ganz direkt mit grossen Konzernen zusammen, lassen sich auch sponsern - kann das gut gehen?Sie heissen Oxfam, Save the Children, die Liste ist lang. Sie sind alle auf ganz verschiedene Arten mit Grosskonzernen im Geschäft - gemeinsame Projekte werden durchgeführt, es fliessen Sponsoring-Gelder, Spenden auch.Und oft wird nicht mehr klar, wer denn eigentlich profitiert. Die Menschen, für die sich die Hilfswerke eigentlich einsetzen sollten? Oder die Konzerne? Dabei gibt es, wie das Beispiel des WWF zeigt, durchaus gute, konstruktive Arten, mit Grossfirmen zusammenzuarbeiten.
    Weitere Themen:
    - Auf Kuschelkurs mit Konzernen
    - Firmen klug unter Druck setzen
    55 min
  • Künste im Gespräch: Teppich, Tschick und Deutscher Stil
    Webkunst aus der marokkanischen Sahara im Zürcher Museum Bellerive. Wolfgang Herrndorfs Roman macht Karriere: auf der Bühne und der Leinwand. Und: Die Schönheit deutscher Worte. Zur Neuausgabe von Engels Stilkunst.Künste im Gespräch berichtet über drei erstaunliche Karrieren. Die erste kommt aus dem Bereich der textilen Kunst: Die Teppiche, welche Frauen des Berberstamms Aït Khebbach seit den 1980er Jahren weben, verbinden schlagend dekorativ Tradition mit Recycling. Ihr zeitgemässes Kunsthandwerk ist in einer Zürcher Ausstellung ausserhalb der Wüste Marokkos zu sehen.Wolfgang Herrndorfs Roman «tschick» war ein Bestseller, der bereits kurz nach seinem Erscheinen 2010 die Theaterbühnen eroberte und zum meistgespielten Stück der Saison 2012/13 wurde. Nun macht der Roman auch im Kino in einer Verfilmung von Fatih Akin Karriere.Und schliesslich: Die Neuausgabe von Eduard Engels «Deutscher Stilkunst» in der «Anderen Bibliothek» zeigt auf, wie diese bahnbrechende Publikation eines jüdischen Autors aus dem Jahr 1911 in Nazideutschland und auch nachher weiterwirkte, ohne dass Engel genannt worden wäre.
    Weitere Themen:
    - Ein Roman und seine Karriere im Theater und im Kino
    - Von der Arisierung der «Deutschen Stilkunst»
    - Sesshafte Berber schlafen in Marokko auf weicheren Teppichen
    57 min
  • 3D-Drucker - Wie sie unser Leben verändern
    Dem 3D-Druck wird ein grosses Potential zugeschrieben. Die sogenannte additive Fertigung könnte die Industrie, die Medizin und potentiell auch unseren Alltag revolutionieren. Nur: Der Durchbruch lässt auf sich warten, die richtigen Materialien sind noch nicht bereit.Die neue Niere aus dem 3D Drucker, das ersehnte Ersatzteil für den Oldtimer in der Garage oder einfach nur das Abendessen, alles aus dem Drucker.Das ist noch Zukunftsmusik, doch die Entwicklung schreitet schnell voran. Bereits werden lebende Zellgewebe gedruckt und Flugzeugteile so hergestellt.In London hat das erste Restaurant mit Essen aus dem 3D Drucker eröffnet. Und am Universitätsspital Basel drucken sich die Chirurgen Modelle von kranken Organen aus, um eine schwierige Operation vorher zu üben.3D-Druck gilt als eine sogenannte «disruptive» Technologie, welche bestehendes verdrängen kann, wie zum Beispiel die industrielle Fertigung. Doch Experten haben auch Zweifel ob der Hype wirklich gerechtfertigt ist. Vieles bleibt möglicherweise auch nur Spielerei.
    Weitere Themen:
    - 3D Druck in der Industrie
    - Bioprinter
    - 3D Modelle helfen dem Chirurgen
    - Der digitalisierte Zahnarzt
    57 min
  • Mapping Asia: Theater aus Malaysia, Thailand und Südkorea
    Eine neue Generation von asiatischen Künstlern und Künstlerinnen in den Performing Arts beschäftigen sich selbstbewusst mit der eigenen Geschichte und der gesellschaftlichen Situation in ihrer Heimat. Sie haben genug davon, sich über die europäischen (Kunst-)Märkte zu definieren.Ein Perspektivenwechsel ist angesagt: Das Kollektiv Five Arts Center aus Kuala Lumpur macht sich mit dem dokumentarischen Theaterprojekt «Baling» für eine Alternative zur monolithischen Geschichtsschreibung in Malaysia stark.Der thailändische Filmemacher Apichatpong Weerasethakul versetzt das Publikum in seiner ersten Arbeit für das Theater in einen hypnotischen Erinnerungsraum. Realität, Fiktion und Geisterwelt verbinden sich in seiner Arbeit zu einer Kritik an der politischen Situation.Der deutsche Dramaturg Max-Philip Aschenbrenner arbeitete in Südkorea beim Aufbau eines Kulturzentrums mit, das zur Drehscheibe für die Performing Arts in Asien werden will. Er hat dort gelernt, dass er mit dem europäische «Kästchendenken» die asiatischen Realitäten nur teilweise zu fassen kriegt.
    Weitere Themen:
    - Zwischen Kunst und Aktivismus: Das Theater als Erinnerungsraum
    - Zwischen Geisterwelt und Fiktion: Ein unterdrücktes Volk im Koma
    - Zwischen Europa und Asien: «Ich glaube an das Internationale»
    57 min
  • 20 Jahre Zivildienst – weit mehr als ein Häfeli-Job
    Immer mehr junge Männer entscheiden sich gegen das Militär und leisten ihren Dienst im Operationssaal, im Labor oder auf Ausgrabungsstätten. Zwanzig Jahre nach seiner Einführung ist der Zivildienst vor allem eines: Eine attraktive Stellenbörse. Das sorgt für zunehmende Kritik aus der Politik.Im Oktober 1996 führte die Schweiz als eines der letzten Länder Westeuropas einen zivilen Ersatzdienst ein. Seither leisten jedes Jahr tausende junge Männer Zivildienst. Die meisten von ihnen im Sozialwesen, im Gesundheitsbereich oder im Umweltschutz. Dabei suchen die Einsatzbetriebe immer öfter nach ausgebildeten Fachkräften.Spitäler beschäftigen ausgebildete Ärzte, Naturwissenschaftler leisten Dienst bei Forschungsinstitutionen, Kulturforscher arbeiten in Museen.Der Zivildienst wird so für immer mehr Männer auch zu einer wichtigen Stufe auf der Karriereleiter. Die allerdings den Frauen vorenthalten bleibt.
    Weitere Themen:
    - Der lange Kampf bis es so weit war
    - Zivildienst, der erste Schritt in der Karriere
    - Was zum Zivildienst wirklich motiviert
    - Frauen in den Zivildienst oder gar in die allgemeine Wehrpflicht?
    56 min
  • Debatte: Bedroht der Islam den freien Westen?
    Paris, Nizza, Istanbul – auch 15 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kommt der Westen nicht zur Ruhe: Mit einer nicht abreissen wollenden Serie von Anschlägen verbreiten islamistische Extremisten Angst und Schrecken.Muslime stehen je länger je mehr unter Generalverdacht. Der Islam scheint nicht kompatibel zu sein mit den westlichen Werten. In der Schweiz etwa findet ein generelles Burkaverbot nicht nur in nationalkonservativen Kreisen Unterstützung, sondern in allen politischen Lagern.Ist der Islam eine Bedrohung für die Werte des pluralistischen Westens? Und: Wie soll der Westen dem Islam begegnen? Felix Münger diskutiert mit seinen Gästen:Abbas Poya, Islamwissenschafter und islamischer Theologe an der Universität Erlangen-NürnbergSaïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ZürichPascal Schöni, Präsident Gemeinschaft der Ahl al Bayt Schweiz (GdAS)
    57 min
  • Künste im Gespräch. Filmfestival Venedig, Othmar Schoeck, Polder.
    In Venedig geht diese Woche die Filmfestivalausgabe 2016 zu Ende. Eine Kritikerrunde vom Lido. Othmar Schoeck wäre einer der wichtigsten Schweizer Komponisten. Wäre da bloss nicht sein Nazi-Ruf. Und im Kino verschmilzt mit dem Schweizer Film «Polder» die Gamewelt mit der Realität.Den Spagat zwischen Autorenfilm und komerziellem Kino zu schaffen, werde für ein Festival immer schwieriger, sagt Alberto Barbera, künstlerischer Leiter des Filmfestivals in Venedig. Für die 73. Ausgabe hat er dieses Problem sehr offensiv angepackt und Hollywoodkino munter mit unbekanntem Autorenkino gemischt, auch im internationalen Wettbewerb. Ob das 2016 auch so gut gelungen ist, wie in den Vorjahren, darüber spricht Filmredaktorin Brigitte Häring mit ihren deutschen Kollegen Anke Leweke und Peter Claus kurz vor Schluss des Festivals in Venedig.Der Schweizer Komponist Othmar Schoeck verdarb es sich mit seiner Nachwelt gründlich, indem er seine Oper «Das Schloss Dürande» am 1. April 1943 an der Staatsoper Berlin uraufführen liess. Hauptkritikpunkt: das Libretto des Nazi-Dichters Hermann Burte nach Eichendorff. Zu Schoecks Geburtstag am 1. September (*1886) gibt es ein Festival an dessen Geburtstort Brunnen/SZ. Ein Symposium, ausgehend von einem Nationalfonds-Forschungsprojekt, versucht dabei zu klären, ob und wie es möglich ist, ein durch Text und Kontext nationalsozialistisch mitgeprägtes Werk so weit zu ‹dekontaminieren›, dass es wieder einer Diskussion und dem Opernrepertoire zugeführt werden kann.Lange vor der Jagd auf Pokémons konnten sich Schweizerinnen und Schweizer schon im Augmented Reality Game «Der Polder» tummeln. Unter anderem in Zürich und Bern machte das aus der Theatergruppe 400ASA entstammende Team sein Publikum via App zu Mitspielern und Protagonisten. Jetzt ist «Polder» als Film im Kino - SRF hat mitproduziert - und zeigt, wo die Aufhebung der Grenzen zwischen Realität und Game hinführen könnte. Filmredaktor Michael Sennhauser hat die Polder-Macher Julian Grünthal und Samuel Schwarz getroffen.
    Weitere Themen:
    - Venedig - Filmfestivalausgabe 2016
    - Der Komponist mit den blauen Augen – Othmar Schoeck
    - Polder. Ein Game, ein Film – viele Welten
    56 min
  • Galapagos - wenn der Tourismus ein Paradies bedroht
    Die Galapagos-Inseln mit ihrer einmaligen Faune und Flora werden bei Reisenden immer beliebter - aber der Boom bringt auch immer mehr Probleme.Der Hunger nach Exotik ist schier unstillbar, und immer mehr Reisende begnügen sich nicht mehr mit Thailand oder mit Patagonien. Es muss schon mal eine einsame Insel sein, die Antarktis oder die Tundra in Sibirien - oder eben: die Galapagos.Die abgelegenen Inseln erleben in den letzten Jahren einen wahren Boom, mit schwerwiegenden Folgen für die Natur. Touristen zerstören das Paradies, das sie suchen.
    Weitere Themen:
    - Touristen, die alle wollen, aber keiner will
    - Immer mehr, immer weiter - die Tücken des Tourismus
    57 min

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