Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – zwei Künstler*innenleben, ein Experiment
    Wer ist die Frau hinter Gardi Hutters Clownfigur Hanna? Wer war der Kostümbildner René Hubert? Wieso schreibt Daniel Kehlmann besser als Künstliche Intelligenz?
    Vierzig Jahre alt ist die Bühnenfigur Hanna der Clownin Gardi Hutter. Genauso lange kennt man ihren Wuschelkopf, den runden Bauch und die rote Nase. Wer die Künstlerin neben der Bühne ist, zeichnet eine Biografie nach.
    In Hollywood hat der Ostschweizer René Huber jahrzehntelang Stars eingekleidet und auch in Europa gearbeitet. Auf sein Konto geht das markenbildende Swissairblau. Jetzt lädt eine Ausstellung ein, den vergessenen Kostümstar wiederzuentdecken.
    Eine Kurzgeschichte schreiben im Wechselspiel mit einer Künstlichen Intelligenz: Auf dieses Abenteuer liess sich der deutsche Autor Daniel Kehlmann ein. Sein Resultat: Eins zu null für den echten Menschen. Weitere Themen: «Trotz allem» – die Biografie von Clownin Gardi Hutter - Kostümbildner René Hubert – unser vergessener Mann in Hollywood - Kehlmanns Kräftemessen mit Künstlicher Intelligenz
    50 min
  • «Wir wollen keine Opfer mehr (sein)»
    Die Rede von «Opfern» ist omnipräsent. Doch wer ist tatsächlich Opfer? Wann ist der Begriff wichtig und hilfreich, oder auch problematisch? Darüber sprechen Lelia Hunziker, Geschäftsführerin der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ, und der Psychoanalytiker Mario Erdheim.
    Lelia Hunziker hat täglich mit Opfern zu tun: Sie ist Geschäftsleiterin der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ. Diese berät Migrantinnen und Sexarbeiterinnen, die von Gewalt oder Ausbeutung betroffen sind. Gleichwohl kritisiert sie den Opferbegriff, weil Menschen damit auch stigmatisiert würden. Der Psychoanalytiker und Ethnologen Mario Erdheim hingegen möchte am Begriff festhalten, damit erlittene Gewalt anerkannt werde. Aber auch er ist kritisch, wenn sich beispielsweise jemand zum Opfer stilisiert, um eine eigene Schuld zu vertuschen. Im Gespräch gehen wir der Frage nach, wer oder was genau ein Opfer ist und lassen Jugendliche zu Wort kommen, bei denen «du Opfer» auch ein Schimpfwort sein kann.
    47 min
  • Die Niederlande klären Auslandsadoptionen und stoppen sie
    Junge Frauen und Männer, die aus dem Ausland adoptiert worden sind, verlangen zunehmend Aufklärung über ihre Herkunft, weisen Missbräuche nach und strengen Prozesse an. Dies hat in den Niederlanden nun zu einem Adoptionsstopp geführt.
    «Ruwan – das Juwel» oder «Lotostochter». So wurde das eine oder andere Baby aus Sri Lanka oder Indien willkommen geheissen, wenn es zur Adoption in ein westeuropäisches Land kam. Zehntausende deutsche, französische, schwedische, niederländische und Schweizer Paare haben sich ab den 1970er-Jahren ihren grössten Wunsch erfüllt: Ein Kind – oder auch zwei – aus einem fernen Land zu bekommen. Viele dieser Kinder sind heute erwachsen. Und manche von ihnen stellen fest, dass ihre Herkunft im Dunkeln liegt. Sie fragen sich: Wer bin ich und woher komme ich? Sie stellen eigene Recherchen an, verlangen Akteneinsicht oder reichen Klagen ein. Unter dem Druck der Betroffenen beginnen einzelne westeuropäische Länder damit, die Auslandsadoptionen zu untersuchen. In den letzten Jahren ist denn auch eine grosse Zahl von missbräuchlichen Adoptionen aufgedeckt worden, etwa in der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden, die aufgrund offengelegter Missbräuche vor Kurzem sogar einen Adoptionsstopp verhängt hat. Weitere Themen: Die Niederlande stoppen Auslandsadoptionen - «Ich war ein gestohlenes Kind» - Wegen gefälschter Geburtsurkunden vor Gericht
    53 min
  • 20 Jahre Sans-Papiers-Bewegung: «Alle hatten einen Mutanfall»
    Es war ein Novum in der Schweiz: Im Jahr 2001 traten erstmals Sans-Papiers aus dem Schatten der Illegalität, besetzten Kirchen und stellten Forderungen an die Politik. Was hat die Bewegung erreicht? Wo steht die Schweiz heute im Umgang mit Sans-Papiers?
    In der Schweiz leben schätzungsweise 90 000 Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung. Oft übernehmen sie Jobs, die sonst niemand machen will: in Privathaushalten, in der Gastronomie, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft.
    Die Lebensumstände von Sans Papiers sind meist prekär: Viele arbeiten schwarz, zu Dumpinglöhnen, haben ständig Angst vor Kontrollen und können im Konfliktfall ihre Rechte nicht einfordern. Wie kann der Staat einen Umgang mit Sans Papiers finden, der ihre Würde und Rechte respektiert und gleichzeitig eine handlungsfähige Politik möglich macht? Studiogäste: Cornelia Lüthy vom Staatssekretariat für Migration und Bea Schwager von der Zürcher Anlaufstelle für Sans-Papiers. Weitere Themen: Mit Kirchenbesetzungen an die Öffentlichkeit - Operation Papyrus: Vom Schatten ans Licht
    53 min
  • Die Zukunft des Schweizer Films
    Streaming-Plattformen machen nicht nur den Kinos Konkurrenz, sie sorgen auch für komplett neue Verhältnisse im globalen Filmmarkt. Die nächste Generation von Schweizer Filmemacherinnen und Produzenten will sich und die Filmförderung darauf vorbereiten.
    Die Schweiz ist zu klein für rentable Filmproduktionen. Und die bestehenden Filmfördersysteme sind auf den Autorenfilm und die Auswertung via Kino ausgerichtet. Damit fallen wir aus der Zeit, sagen jüngere Filmschaffende, etwa vom «Swiss Fiction Movement», und verlieren komplett den Anschluss an die globale Entwicklung. Wo die Schweizer Filmschaffenden hin möchten und was es dafür braucht, darüber reden Brigitte Häring und Michael Sennhauser mit der Produzentin Aline Schmid («Das Mädchen und die Spinne») und Drehbuchautor Joël Jent (u.a. Produzent von Samirs «Baghdad in My Shadow»).
    54 min
  • Literatur im Gespräch
    Eurotrash – der neuen Roman von Christian Kracht ist ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktion. Der Autor reist dabei mit seiner Mutter im Taxi durch die Schweiz, im Gepäck die Familiengeschichte
    Der Roman «Eurotrash» ist ein Roadtrip. Und er beginnt in Zürich. Da, wo der Erfolgsroman «Faserland» des Schweizer Autors Christian Kracht vor 25 Jahren aufgehört hat. Und es geht in «Eurotrash» auch wieder um familiäre Abgründe, um Geld, Alkohol und Nazideutschland. Die Spannung unter der Leserschaft war daher gross, ob «Eurotrash» tatsächlich eine Fortsetzung ist von «Faserland», wie vom Verlag angekündigt. Das ist es nicht. Aber zu reden gibt das neuste Werk von Christian Kracht alleweil.
    Die Runde mit Sieglinde Geisel, Julian Schütt und Esther Schneider diskutiert neben «Eurotrash» zwei weitere Schweizer Neuerscheinungen: «Das Ideal des Kaputten» von Jessica Jurassica und «Milchstrasse» vom Tessiner Autor Alexandre Hmine. Auch diese Bücher treiben ein Spiel mit Fiktion und Realität. Weitere Themen: Eurotrash von Christian Kracht - Das Ideal des Kaputten von Jessica Jurassica - Milchstrasse von Alexandre Hmine
    52 min
  • Mehr Mut! Zivilcourage
    Eingreifen statt wegzuschauen. In der Theorie klingt das klar und einfach. Doch im Alltag ist es oft nicht so leicht, Zivilcourage zu zeigen. Was ist überhaupt Zivilcourage? Kann man sie erlernen?
    Viele Menschen haben schon mal solch eine Situation erlebt: Eine Person im Zug oder im Tram wird von einem oder mehreren anderen beleidigt, belästigt oder bedrängt. Man würde dieser Person gern helfen. Aber dann verlässt einen doch der Mut. Hinterher ärgert man sich. Warum hat man nichts gesagt? Man hätte doch gern. Müsste man anderen nicht in bestimmten Situationen helfen? Zivilcourage zeigen? Was ist das eigentlich, Zivilcourage?
    In diesem Kontext sprechen wir mit zwei Psychologinnen darüber, was Zivilcourage bedeutet und wir besuchen einen Kurs, der Menschen dabei helfen will, im Alltag Zivilcourage zeigen zu können. Weitere Themen: Zivilcourage ist nichts für Superhelden - Eingreifen, nicht weitergehen
    50 min
  • Freundschaft – Der Bund durch dick und dünn
    Studien belegen, dass es tödlicher ist, keine Freunde zu haben als Alkohol zu konsumieren. Freundschaften halten uns am Leben, nicht nur in Krisenzeiten. Warum?
    Freundschaften begleiten uns in jeder Phase unseres Lebens. Einige Begegnungen halten nur kurz, andere wiederum bleiben uns lange. Manche Freundschaften sind stärker als Liebesbeziehungen, manche genauso turbulent. Freunde verlieren tut weh. Krisen fordern Freundschaften heraus und definieren sie manchmal neu. Freundschaften brauchen Pflege – und dennoch gibt es kein Rezept dafür. Was machen Freundschaften aus? Wie verändern sie sich? Wieviele Freundschaften brauchen wir?
    Erstausstrahlung: 17.7.2020
    Buchhinweise:
    Valerio Vidali, Heike Faller: Freunde. Was uns verbindet. Illustriertes Buch, Kein & Aber 2020.
    Joachim Negel: Freundschaft. Von der Vielfalt und Tiefe einer Lebensform. Verlag Herder 2020 Weitere Themen: Best Friends - Das Wesen der Freundschaft - Die Gesetze der Freundschaft - Freundschaft durch die Jahrhunderte
    53 min
  • Talk mit dem Ethiker Frank Mathwig
    Die Corona-Pandemie stellt uns vor knifflige ethische Fragen: Sollen Geimpfte Privilegien erhalten? Was ist wichtiger: Das Leben von besonders gefährdeten Personen oder wirtschaftliche Interessen. Der Ethiker Frank Mathwig im Gespräch.
    Dürfen wir die Grundrechte der einen einschränken, um die Gesundheit der anderen zu schützen? Wer soll zuerst gegen das Corona-Virus geimpft werden? Nach welchen Kriterien soll hier entschieden werden? Frank Mathwig beurteilt Massnahmen in der Corona-Pandemie aus ethischer Sicht. Er ist Theologe und Ethiker bei der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS und gehört der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin an. Und Frank Mathwig zeigt, wie die Corona-Pandemie das Verhältnis der Menschen in der Schweiz zu Sterben und Tod verändert.
    48 min
  • Mutig in die Zukunft – warum es sich lohnt, Gutes zu tun
    Die meisten Menschen wollen Gutes tun und scheitern trotzdem immer wieder daran. Der österreichische Mediziner, Theologe und Bestsellerautor Johannes Huber zeigt in seinem neuen Buch, dass man Gutsein wie einen Muskel trainieren kann. Warum sich das lohnt, erläutert er im Gespräch.
    Es gibt einen medizinisch längst erforschten Zusammenhang zwischen Psyche und körperlicher Gesundheit: Innerlich ausgeglichene Menschen haben ein geringeres Risiko, körperlich zu erkranken. In seinem Buch «Das Gesetz des Ausgleichs. Warum wir besser gute Menschen sind» schreibt der österreichische Arzt und Theologe Johannes Huber: «Die Corona-Krise und der Klimawandel zeigen, dass wir die grossen Aufgaben, die vor uns liegen, als Menschheit nur lösen können, wenn wir ‹gut› sind, gut zu unseren Mitmenschen, gut zu den anderen Wesen, die diesen Planeten bevölkern und gut zum Planeten selbst.» Bemerkenswert ist dabei, dass er uns Belohnung für das Gutsein bereits im Hier und Jetzt verspricht.
    46 min

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