Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Debatte - Corona: Es knirscht in der Gesellschaft
    Die Schweiz hat in den letzten Monaten gezeigt, dass sie Corona nicht gerade gut kann. Die Pandemie vergrössert Gräben und weist schonungslos auf schwierige Zonen der gesellschaftlichen Entwicklungen hin. Eine Diskussion über Ethik, den Einfluss von Lobbys und das politische System.
    Gilt Eigenverantwortung nur für die anderen? Wie springt die Gesellschaft mit den «Schwächeren» um, an denen sich laut der Bundesverfassung das Wohl aller misst?
    Monika Rühl (Direktorin Economiesuisse), Frank Mathwig (Theologe, Mitglied der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin) und Daniel Kübler (Politikwissenschaftler, Zentrum für Demokratie Aarau) diskutieren über ethische Fragen, die in der Corona-Zeit dringend geworden sind. Sie unterhalten sich darüber, wer denn letztlich bestimmt, Wirtschaftslobbys oder demokratisch legitimierte politischen Instanzen. Und Raphael Zehnder fragt sie auch, ob das föderalistische System wirklich krisentauglich ist.
    53 min
  • Tandem-Gespräch mit Petra Volpe und Iren Meier
    Zum 50 Jahr-Jubiläum des Schweizer Frauenstimmrechts unterhalten sich die Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe und die ehemalige SRF-Auslandkorrespondentin Iren Meier. Sie reden über die Bedeutung der politischen Rechte für Frauen in der Schweiz und im Ausland.
    Mit dem Film «Die göttliche Ordnung» hat die Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe 2017 einen Nerv getroffen - nicht nur in der Schweiz, auch im Ausland. Sie erzählt, wie sich auch Frauen in Tunesien und Jordanien mit der Protagonistin Nora identifizieren konnten.
    Iren Meier hat von 1992 bis 2018 für Radio SRF als Korrespondentin in Südosteuropa und im Nahen Osten gearbeitet. Ihre Zeit als Auslandkorrespondentin hat sie gelehrt, politische Rechte von Frauen sind nicht garantiert, die können auch ganz schnell wieder rückgängig gemacht werden.
    50 min
  • Künste im Gespräch – Aktuelle Bücher und neue Computerprogramme
    Wir reden über ein Buch mit Notizen über die Vergänglichkeit von Literaturnobelpreisträger Ivo Andric, wir schauen auf die Geschichte der Handtasche und lernen neue technische Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens in Zeiten von Corona kennen.
    Schlaflosigkeit, Altern und die Vergänglichkeit: Themen, die den Autor Ivo Andric ein Leben lange beschäftigt haben. Nun wurden seine Texte neu herausgegeben. Wir sprechen darüber mit dem Übersetzer Michael Martens.
    Die Handtasche: Heute ein Statussymbol, ihre Geschichte aber geht zurück in die Bronzezeit. Die Modehistorikerin Lucia Savi hat für die Ausstellung «Bags: Inside Out» viele Geschichten rund um die Handtasche zusammengetragen.
    Wie funktionieren Konzert-Proben während der Pandemie? Die Corona-Krise hat der Kulturbranche einen technologischen Schub gegeben. Mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen ist das gemeinsame Musizieren und Proben auch auf Distanz möglich. Weitere Themen: Insomnia - Ivo Andrics Nachtgedanken - Die Erfindung der (Hand-)Tasche - Online-Proben dank Corona
    54 min
  • Kultur im Shutdown – Wird danach alles anders?
    Der Kulturbetrieb ist wieder stillgelegt. Doch anders als im vorherigen Shutdown verhält sie sich erstaunlich ruhig.
    Kein grosses Wehklagen mehr, keine grossen Debatten in den Medien. In der Kunst- und Kulturszene scheint man sich arrangiert zu haben. Die Unterstützungsgelder scheinen zu fliessen, man spricht nur noch von Unterstützungslücken und nicht mehr von der Katastrophe. Macht der Staat also alles richtig und die Kultur kann, sobald die Pandemie überstanden ist, wieder loslegen, als ob nichts gewesen wäre? Oder ist die Pandemie eine gute Gelegenheit, über die Subventionsmaschine zu justieren?
    Darüber sprechen Regierungsrätin Jaqueline Fehr (ZH), Kultur-Beobachter Pius Knüsel, Kleintheater Luzern–Co-Leiterin Sonja Eisl und Regine Helbling von der Taskforce Culture.
    54 min
  • «Funky Cool Vagina»: Feministische Musik in der Schweiz
    «Meine funky cool Vagina ist systemrelevant» heisst es auf Big Zis‘ neuem Album - ein griffiger Slogan für Feminismus in Krisenzeiten. «Kontext» blickt in die feministische Musikgeschichte der Schweiz und fragt, wie Musik heute politisieren kann.
    Musik ist nicht nur ein Soundtrack zur Frauenbewegung, sondern von Musikerinnen gingen und gehen wichtige Impulse für den Feminismus aus. Das Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht» ist der perfekte Anlass für eine Spurensuche in der Schweiz. Welche Musik hat den Kampf um politische Rechte vor 50 Jahren begleitet? Wie hat sich feministische Musik seitdem verändert? Was bedeutet es heute in der Schweiz Musikerin und Feministin zu sein?
    Live im Studio diskutieren die Rapperin Big Zis, deren neues Album feministischer ist denn je, und die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, die selbst in einer Punkband spielt und das Empowerment-Potenzial von Musik aus der Perspektive der Politikerin einschätzt. Weitere Themen: Die Anfänge: Der Sound von 1971 - Die Siebziger: Die Punkband Kleenex - Die Achtziger: Les Reines Prochaines - Die junge Generation heute: La Nefera
    51 min
  • Frauenstimmrecht Schweiz – ein langer, zäher Kampf
    Der Kampf war zäh und lang: Die Schweizerinnen waren seit 1848 Staatsbürgerinnen, blieben aber bis 1971 ohne Stimmrecht. Sie hatten bis dahin politisch kaum etwas zu sagen, bis sie schliesslich auf die Barrikaden gingen.
    Als es in den 1960er-Jahren darum ging, ob die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert, wurden die fehlenden politischen Rechte der Schweizer Staatsbürgerinnen kritisiert. Diese Auseinandersetzung führte bei der Abstimmung am 7. Februar 1971 zu einer Wende: Sie fiel mit 66 Prozent Ja zu Gunsten der Frauen aus.
    «Kontext» steigt ins Archiv und diskutiert die damalige Debatte im historischen O-Ton mit der Historikerin Elisabeth Joris, die als junge Frau eine Staatsbürgerin ohne Stimmrecht war, und mit Qëndresa Sadriu, einer der jüngsten Politikerinnen der Schweiz.
    54 min
  • Der Liebe eine zweite Chance geben
    Es gibt Paare, die erst nach einer Trennung den Wert ihrer zerbrochenen Beziehung erkennen und deshalb – oft Jahre oder Jahrzehnte später – einen zweiten Anlauf miteinander wagen. Aber manchmal kann das Auffrischen einer Jugendliebe trügerisch sein: dann sind die grossen Gefühle bald verflogen.
    Diesen Fehler konnte sich Bestseller-Autor Johannes Mario Simmel nie verzeihen: dass er seine über alles geliebte Ehefrau Lulu eines Tages Hals über Kopf verlassen hatte, nur weil er in Wien einem alten Jugendschwarm über den Weg gelaufen war. Die «amour fou» erlosch dann auch schon nach ein paar Monaten, aber die Ex-Frau zögerte Jahre lang, bis sie Simmel wieder heiratete.
    Nicht immer geht das Anknüpfen an eine längst verflossene Beziehung schief: die Hoteliers Andreas und Regula Ludwig fanden fünf Jahre nach der Scheidung wieder zusammen. Und Markus und Bea Krähenbühl verliebten sich mehr als zwanzig Jahre nach ihrer ersten Beziehung neu ineinander. Beide Paare sind heute sehr glücklich.
    Auch die erfahrene Paar-und Psychotherapeutin Elisabeth Schlumpf lebt wieder mit ihrem Ex-Mann zusammen: Im Gespräch mit Luzia Stettler analysiert sie die Chancen und Tücken solcher «Wiedervereinigungen» und verrät, wann eine alte Liebe im zweiten Anlauf tatsächlich von Dauer sein kann, und wie sie gerade im Alter diese Vertrautheit schätzt. Weitere Themen: Aus Fehlern gelernt - Wenn der Zufall Regie führt - Der Mythos der Jugendliebe
    54 min
  • Literatur im Gespräch
    Vor 10 Jahren begann die ägyptische Revolution auf dem Tahrir Platz in Kairo. Die Aufbruchstimmung des arabischen Frühlings hat Zehntausende auf die Strassen gelockt. Der ägyptische Autor Alaa al-Aswani blickt im Roman «Republik der Träumer» auf diese Tage zurück und rechnet mit dem Regime ab.
    Ein junges Liebespaar demonstriert für bessere Arbeitsbedingungen. Ein Medizinstudent wird erschossen, als er sich den Soldaten entgegenstellt. Der Geheimdienstchef betet jeden Morgen andächtig, bevor er in die Folterkammer zu den festgenommenen Demonstranten geht. Alaa al-Aswani zeigt anhand von vielen Einzelschicksalen, was vor zehn Jahren in Ägypten passiert ist. Er schildert wie seine Romanfiguren, die aus allen Bevölkerungsschichten stammen, von Veränderungen träumen. Aber die Hoffnung auf ein gerechteres Ägypten wird zerschlagen. Die friedlichen Proteste enden in Chaos und Gewalt. Der Idealismus und Widerspruchsgeist der Demonstrierenden wird gebrochen, durch Folter und Demütigung. Wie gelingt es Ala al-Aswani in seinem Roman, der in Ägypten verboten wurde, die Stimmung jener Tage einzufangen?
    Darüber diskutiert Esther Schneider mit Sieglinde Geisel und Julian Schütt. Weiter in der Sendung Julian Barnes Roman «Der Mann im roten Rock» über die Belle Epoque und das Buch «Mädchen, Frau et.» der Booker Prize Gewinnerin Bernardine Evaristo.
    Buchhinweise:
    Alaa al-Aswani. Die Republik der Träumer. Aus dem Arabischen von Markus Lemke. Hanser, 2021.
    Bernardine Evaristo. Mädchen, Frau etc. Aus dem Englischen von Tanja Handels. Tropen, 2021.
    Julian Barnes. Der Mann im roten Rock. Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch, 2021. Weitere Themen: Republik der Träumer von Alaa al-Aswani - Mädchen, Frau etc. von Bernardine Evaristo - Der Mann im roten Rock von Julian Barnes
    54 min
  • Wie gelingt das grosse Pieksen?
    Eine Impfung soll aus der Pandemie endlich wieder einen Normalzustand machen. Doch damit das funktioniert, müssen noch einige Hürden überwunden werden: Impfskepsis, Versorgungs-Engpässe und die Frage, wer darf – wer muss – eigentlich als Erstes zur Impfung?
    Die Impfungen gegen das Coronavirus sind angelaufen. Und damit auch hitzige Diskussionen, die sich um ethische Bedenken, um neue Impfstoff-Techniken und Verschwörungstheorien drehen. Die Schweizer Regierung will keinen Impfzwang einführen – sondern setzt darauf, die Menschen gut zu informieren und sie so zu einer Impfung zu bewegen. Denn Impfskepsis ist alles andere als neu. Sie ist so alt wie Impfungen selber. Die Frage, wie genügend Menschen von einer Impfung überzeugt werden können, ist damit sehr alt und gleichzeitig hoch aktuell – denn nur wenn das grosse Pieksen gelingt, kann die Corona-Pandemie rasch besiegt werden. Weitere Themen: Was sagen die Schweizer*innen? - Die Turbo-Impfstoffe - Mit der ersten Impfung kam die Skepsis - Ethisch und juristisch ein heisses Eisen: Die Impfpflicht
    50 min
  • Kurt Marti – Poet und Prediger
    Er war Sprachakrobat, Autor, Theologe, Pfarrer, Skeptiker und Zeitdiagnostiker in einem. Am 31. Januar hätte der Berner Kurt Marti seinen 100. Geburtstag. «Kontext» macht sich auf die Suche nach der Modernität dieses Ausnahmetalents, das Schweizer Literaturgeschichte geschrieben hat.
    Zu Gast sind der Autor Franz Hohler, der eng befreundet war mit Kurt Marti, und die ETH-Privatdozentin Stefanie Leuenberger. Sie befasst sich seit langem wissenschaftlich mit dem Berner.
    Die beiden erklären, wie sehr Kurt Marti ein unermüdlicher Sucher nach neuen Formen und Experimenten war. Und wie er es verstand, in seiner Arbeit Gegensätze fruchtbar zu machen, etwa das Alltägliche und das grosse Ganze.
    Neben seiner Tätigkeit als Autor und Pfarrer in Bern mischte sich Kurt Marti auch immer wieder in politische Fragen ein: So engagierte er sich etwa gegen die atomare Aufrüstung oder gegen die Apartheid in Südafrika.
    Zu Kurt Martis 100. Geburtstag sind zahlreiche Neuerscheinungen herausgekommen:
    Kurt Marti: Der Alphornpalast. Prosa aus dem Nachlass, hg. von Stefanie Leuenberger, mit einem Nachwort von Franz Hohler, Wallstein 2021.
    Kurt Marti: Hannis Äpfel. Gedichte aus dem Nachlass, hg. von Guy Krneta, mit einem Nachwort von Nora Gomringer, Wallstein 2021.
    Kurt Marti: Notizen und Details. Kolumnen aus der Zeitschrift «Reformatio», 1964-2007, hg. von Hektor Leibundgut, Klaus Bäumlin und Bernard Schlup, Wallstein 2021.
    Kurt Marti: Gottesbefragungen. Ausgewählte Predigten, hg. von Andreas Mauz und Ralph Kunz, TVZ 2020.
    Kurt Marti: Sprachkünstler, Pfarrer, Freund, hg. von Klaus Bäumlin, TVZ 2020.
    Kurt Marti: Läuten und eintreten bitte. Ein Lesebuch im Jahreslauf, hg. von Ralph Kunz und Andreas Mauz, TVZ 2020. Weitere Themen: Ein volles Leben - «Auferstehung hier und jetzt» - Kurt Marti, der Dichterpfarrer
    58 min

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