Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Schwieriges Erbe – glückliche Lösung: Bruno Stefaninis Stiftung
    Wie wird aus der skandalumwitterten Kulturstiftung des Winterthurer Immobilienkönigs Bruno Stefanini eine Erfolgsgeschichte? Einblicke in die Aufräumarbeiten und ein Gespräch mit einer Expertin. Wie ein Besessener sammelte er Immobilien sowie Kunst und kulturhistorische Objekte: der Winterthurer Bruno Stefanini. Seine Häuser vernachlässigte er ebenso wie seine immense Sammlung, die am Schluss gegen 100 000 Objekte umfasste.
    Nach Querelen rund um die Zusammensetzung des Stiftungsrates und dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ist Bettina Stefanini 2018 in die Fussstapfen ihres Vaters getreten und setzt alles daran, die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG als professionelle und transparente Organisation zu etablieren.
    Die Mammutaufgabe heisst: sichten, säubern und inventarisieren und gleichzeitig neue Förderkonzepte aushecken. Weitere Themen: Die Stefanini-Saga: Einblicke in das Aufräumabenteuer - Stefaninis Stiftung in der Schweizer Stiftungslandschaft
    54 min
  • Künste im Gespräch: Bikinimodels, Familiensaga, Sammelleidenschaft
    Die schwedische Comic-Zeichnerin und Radiomoderatorin Liv Strömqvist, die US-Autorin Regina Porter und der Zürcher Landschaftsarchitekt Günther Vogt haben alle ein neues Buch vorgelegt. «Kontext» blickt mit Freude auf das äusserst diverse Geschehen zwischen den Buchdeckeln. Bald ist das Dutzend voll: Die Comic-Essays von Liv Strömqvist sind witzig und prägnant dem Leben der Gegenwart auf der Spur - aus feministischem Blickwinkel.
    Die Geschichten zweier Familien, einer afro-amerikanischen und einer irisch-amerikanischen, verwebt Regina Porter in ihrem Roman «Die Reisenden». Sie umspannt die Zeit von den 1950er Jahren bis ins Jahr 2010.
    Ein regelrechtes Kuriositätenkabinett hat der Landschaftsarchitekt Günther Vogt gesammelt, ein Puzzle der Welt, die er in seinem Buch «Mutation und Morphose» entfaltet. Weitere Themen: Leonardo di Caprios Vorliebe für Bikinimodels - Regina Porter: Die Reisenden - Die Sammlung als Werkzeug
    53 min
  • Wissenschaftler – die Stars der Krise
    Die Corona-Pandemie wälzt die Welt um. Als neue Leitsterne glänzen dabei die Wissenschaftler. Sie geben Halt, beraten die Politik und erklären uns die Lage. Doch unterdessen macht sich Ernüchterung breit. Wie verändert Corona die Wissenschaft? Wer spielt dabei welche Rolle? Macht Maskentragen im Kampf gegen ein Virus Sinn? Können Kinder ebenfalls ansteckend sein oder nicht? Fragen, die noch vor wenigen Monaten die wenigsten interessiert haben, werden heute breit debattiert. Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und ihre teils divergierenden Meinungen stehen dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit. Einige von ihnen, deren Namen wir vor kurzem kaum kannten, haben heute fast schon Kultstatus.
    Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der Corona-Krise und wie verändert die Pandemie die Wissenschaft als Ganzes?
    Diese Fragen diskutieren wir mit einer Frau, deren Rolle sich seit Corona stark verändert hat: Alexandra Trkola, Direktorin des Instituts für Virologie der Universität Zürich und mit einem Mann, der sich als scharfer Beobachter der Experten profiliert hat: Caspar Hirschi, Geschichtsprofessor der Universität Sankt Gallen.
    49 min
  • Sachbuch-Trio
    Weshalb der erste Satz eines Romans der grosse Verführer ist und was solche Sätze auszeichnet, erklärt Peter-André Alt.
    Wie man aus Krisen als Sieger hervorgeht, weiss das ehemalige Geiselopfer Marc Wallert.
    Und: Was bedeutet es, Sklave zu sein? Zora Neale Hurston lässt einen genau dies erzählen. Weitere Themen: Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten - Stark durch Krisen. Von der Kunst, nicht den Kopf zu verlieren - Barracoon. Die Geschichte des letzten amerikanischen Sklaven
    52 min
  • «Jagt sie weg!» – Schwarzenbachs Initiative gegen «Überfremdung»
    Am 7. Juni 1970 stimmte die Schweiz über die Initiative des Rechtspopulisten James Schwarzenbach ab, die verlangte, dass die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer stark reduziert wird. Obwohl die Initiative abgelehnt wurde, bestimmte sie in den folgenden Jahrzehnten die Migrationspolitik der Schweiz Die Geschichte der italienischen Einwanderung in den 1960er Jahren in die Schweiz sei kompliziert und widersprüchlich. Doch es sei gut zu wissen, wie diese Geschichte angefangen hat, sagt der italienische Journalist Concetto Vecchio. Er hat vor kurzem ein Buch über die Schwarzenbach-Aera veröffentlicht, als die Schweiz erstmals über die Begrenzung der Zahl der Ausländerinnen und Ausländer abstimmte.
    In «Kontext» erzählt Concetto Vecchio die Geschichte seiner Eltern, die auf der Suche nach Arbeit Sizilien verlassen hatten und in die Schweiz gekommen waren, bei der Abstimmung vor fünfzig Jahren, am 7. Juni 1970, aber nicht wussten, ob sie bleiben dürfen. Obwohl die Initiative abgelehnt wurde, war dem Initiant James Schwarzenbach ein politischer Coup gelungen: Er hatte das Thema Ausländerpolitik erfolgreich auf die politische Agenda gehievt.
    Im Gespräch legt der Politologe Damir Skenderovic dar, was aus den rechtspopulistischen Vorstössen aus jener Zeit geworden ist.
    Buchhinweis:
    Concetto Vecchio: «Jagt sie weg! Die Schwarzenbach-Initiative und die italienische Migration», Orell Füssli Weitere Themen: Verdrängte Familiengeschichte - Die Nachwirkungen
    51 min
  • Ulrich Becher – der grosse Vergessene
    Es ist das grosse Verdienst des Schöffling-Verlags, Ulrich Bechers Exilroman «Murmeljagd» wieder zugänglich gemacht zu haben. Jetzt – zehn Jahre später – kommt bereits eine Neuausgabe. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederentdeckung des grossen Vergessenen der deutschen Literatur. Die deutsche Literatur zeigt sich bei Ulrich Becher (1910-90) ein grosses Stück vielfältiger als anderswo. Aufgewachsen in Berlin, familiär verbunden mit der Schweiz und Österreich und auf der Flucht vor den Nazis in beiden Ländern unterwegs, benutzt Ulrich Becher Eigenheiten, Dialekte und Schrulligkeiten aller drei Länder und schafft so einen einzigartigen trinationalen Exilroman über einen gewissen Trebla, der mit seiner Frau Österreich verlässt und sich im Engadin einer Reihe von merkwürdigen Todesfällen gegenübersieht. Zufall? Oder Übergriffe von Nazis, die Trebal nach dem Leben trachten?
    1969 erscheint der 700 Seiten-Roman. Doch er findet wenig Beachtung. Die Exilliteratur interessierte nicht mehr, formal herrschte eine gewisse Nüchternheit, die nicht die Sache eines Ulrich Becher ist. Über dieses einzigartige Stück Literatur, über einen legendären Schriftsteller und Menschen und über die derzeit stattfindende Neuentdeckung seiner Werke berichtet die Sendung von Michael Luisier.
    Quellenhinweise:
    - Ulrich Becher: «Murmeljagd». Verlag Schöffling & Co.
    - Ulrich Becher: «Murmeljagd» Roman gelesen von Wolfram Berger im Hörbuch Verlag Spektral Weitere Themen: Murmeljagd - Ulrich Becher, Leben und Legenden
    54 min
  • Künste im Gespräch - Verrückte Utopien und dunkelste Realität
    Uwe Timm hat zum 80. Geburtstag einen Essayband veröffentlicht: «Der Verrückte in den Dünen» setzt sein Lebensthema fort, die Utopie. - Die 94-jährige Anita Lasker-Wallfisch überlebte als Cellistin im Mädchenorchester von Auschwitz. Sie ist eine der letzten lebenden Zeitzeuginnen. Uwe Timms Protagonist Carlos Gesell, Sohn des Sozialrevolutionärs Silvio Gesell, setzt in einer von ihm gegründeten Stadt in argentinien die Grundsätze seines Vaters um. Er schafft die Geldanhäufung ab und verbannt Glücksspiele und Alkohol. Das Projekt gelingt. «Villa Gesell» ist bald eine florierende Stadt, in der viele junge Leute ihren Badeurlaub verbringen. Mit viel Alkohol allerdings. Solche und ähnliche Versuche der Umsetzung utopischen Gesellschaftsformen finden sich mehr in Uwe Timms neuem Essayband.
    Wir leben in einer Zeit, in der der Holocaust und der Zweite Weltkrieg aus der persönlichen Erfahrung der Menschen verschwindet. Die letzten Zeuginnen und Zeugen jener Zeit, sterben. Was geschieht mit der Erinnerung an den Holocaust, wenn die Generation verschwindet, die darüber berichten kann? Weitere Themen: Uwe Timm – «Der Verrückte in den Dünen» - Frag mich! Das interaktive Zeitzeugnis von Anita Lasker-Wallfisch
    52 min
  • Sprache der Gewalt. Faschistische Rhetorik
    Wir leben in einer Welt, die von «mächtigen Männern» regiert wird. Männer, die im Glauben leben, gewählt worden zu sein, um den Volkswillen zu überliefern und diesen gegen alle Widerstände, seien das politischer Gegner, Medien, Gericht oder bestimmte Gruppierungen durchsetzen zu müssen. Überall in der Welt, nicht nur in Amerika, in der Türkei und in Russland fürchtet man derzeit die Wiederkehr des Faschismus.
     
    In diesem Literaturkontext geht es um die Macht und die Funktionsweise faschistischer Rhetorik. Denn der Faschismus arbeitet vor allem mit Sprache und mit Diskursstrategien: Faschistische Sprache verweigert den Diskurs, ist autoritär, selbstermächtigend und will Gewalt mobilisieren.
    Wir stellen die Satire «Faschist werden» der italienischen Schriftstellerin Michela Murgia vor, sprechen mit dem Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke über Hitlers «Mein Kampf» und mit der Schriftstellerin Ilma Rakusa über literarische Strategien des Widerstands. Weitere Themen: Sind Sie ein Faschist? - Krieg(er) schreiben? Hitlers «Mein Kampf» - Literatur als Widerstand
    46 min
  • Mit dem Tagebuch durch die Krise
    Was Tagebücher über uns offenbaren und wie sie gleichsam heilsam für Körper und Seele sind. Tagebuch schreibt man eigentlich für sich selbst. Niemand soll die geheimen Gedanken lesen. In Zeiten von Corona ist das anders: Das Tagebuchschreiben ist ein Akt der Besinnung und Rückbesinnung. Ob als Video-Tagebücher, Tagebuch-Podcasts oder Schrifttagebücher in Tageszeitungen – wir schreiben uns gesund.
    Doch was unterscheidet den Laien vom Literaten? Weitere Themen: Hausaufgaben: Tamar schreibt Tagebuch - Die heilsame Wirkung des Schreibens - Das literarische Tagebuch durch die Jahrhunderte
    53 min
  • Humanitäre Kinderhilfe als politisches Engagement
    In der Kinderhilfe engagierten sich zwischen 1917 und 1948 Freiwillige, darunter viele Frauen aus allen Gesellschaftsschichten. Sie trugen massgeblich zum Bild der humanitären Tradition der Schweiz bei und verstanden ihre Arbeit politischer als lange angenommen. Engagierte Frauen waren während des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs und nach 1945 in der Kinderhilfe tätig. Sie holten junge kriegsgeschädigte Flüchtlinge aus europäischen Staaten zur Erholung in die Schweiz, retteten Kinder und Jugendliche in Südfrankreich vor der Deportation und bei Kriegsende aus dem Konzentrationslager Buchenwald. Viele dieser Frauen scheuten sich nicht, sich gegen die restriktive offizielle Flüchtlingspolitik zu stellen. Dafür wurden sie im Ausland vielfach geehrt, in der Schweiz aber lange vergessen.
    In «Kontext» sind Frauen und Männer zu hören, denen damals diese Hilfe zu Teil wurde. Und die Historikerin Antonia Schmidlin, die eine umfassende Untersuchung der Kinderhilfe vorgelegt hat, zeigt auf, wie das Engagement der Frauen in die humanitäre Tradition der Schweiz einzuordnen ist – eine Tradition, zu der 1946 auch die Gründung des Kinderdorfs Pestalozzi in Trogen beigetragen hat, das heute vor einer Neuausrichtung steht. Weitere Themen: «Ich war wirklich zum zweiten Mal geboren worden» - «Eigentlich sollten ja längst die Steine schreien.» - Das Pestalozzidorf als Vorzeigeprojekt der Kinderhilfe
    56 min

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