Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Literaturnobelpreise 2018 und 2019
    Gestern wurden in Stockholm die Literaturnobelpreise für die Jahre 2018 und 2019 bekannt gegeben. Heute präsentieren wir in Kontext die ausgezeichneten Olga Tokarczuk und Peter Handke, diskutieren den Jury-Entscheid und hören Textausschnitte aus dem jeweiligen Werk. Die Literaturnobelpreise der Jahre 2018 und 2019 gehen an die Polin Olga Tokarczuk und den Österreicher Peter Handke.
    In diesem Jahr werden gleich zwei Preise für Literatur vergeben, weil die Preisverleihung 2018 nach einem Missbrauchsskandal und nach heftigen Querelen in der Jury und in der Öffentlichkeit ausgefallen ist.
    Die mit rund einer Million Euro dotierte begehrteste Literatur-Auszeichnung der Welt wird jedes Jahr gegen Mitte Oktober bekanntgegeben und am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, durch den schwedischen König verliehen.
    Kontext stellt die beiden Preisträger vor, den Altmeister Peter Handke und die deutlich jüngere und noch nicht so bekannte polnische Autorin Olga Tokarczuk.
    Live im Studio die Schweizer Literaturwissenschafterin und Autorin Ilma Rakusa, bestens vertraut mit Olga Tokarczuk und ihrem Werk, und Julian Schütt, Handke-Kenner.
    54 min
  • Künste im Gespräch – Drago Jancar, Palmasola, Color Mania
    Drago Jancar zu seinem Roman «Wenn die Liebe ruht» – Klara-Regisseur Christoph Frick zu seinem Theaterstück «Palmasola», über die bolivianische Gefangenenstadt – Und ein Rundgang durch die Ausstellung «Color Mania» zu filmischen und fotografischen Farbverfahren im Fotomuseum Winterthur. Drago Jancar ist der führende Schriftsteller Sloweniens. Sein Wort hat Gewicht. Seine Romane gehören zu den grossen Werken mitteleuropäischer Erzähltradition. In seinem neusten Roman «Wenn die Liebe ruht» untersucht er die Liebe in Zeiten des Hasses und kommt zum Schluss, dass es die nicht gibt. Das hat mit der historischen Situation zu tun, in der der Roman spielt: die Zeit der Okkupation durch die Nazis und der Beginn der Tito-Diktatur. Nie gab es in Slowenien eine Zeit mit mehr Toten als diese. Und nie gab es eine Zeit, deren Deutung und Einschätzung bis heute so umstritten ist. Michael Luisier hat den Autor getroffen.
    Mit Zürich, Basel, Bern, St. Gallen und Genf liegen fünf Schweizer Städte unter den Top Ten im europäischen Kokainkonsum. Knapp 14 Kilogramm «weisses Gold» werden hierzulande täglich konsumiert. Eines der massgeblichen Länder für den Koka-Anbau ist Bolivien. Menschen, die beim Kokainschmuggel über die Kontinente ertappt werden, landen häufig in «Palmasola». Die Gefangenenstadt gilt als einer der ‘härtesten Knäste» weltweit und ist eine von Mauern umgebene Hüttensiedlung. Sie wird von knapp 6500 verurteilten Verbrecher*innen und Untersuchungshäftlingen bewohnt. Innerhalb der Mauern sind die Männer und Frauen sich selbst überlassen. Regisseur Christoph Frick (Theater KLARA) fragt in seinem gleichnamigen Theaterprojekt «Palmasola» nach Recht und Gerechtigkeit auf dem Papier und in der Praxis. Nach welchen Gesetzmässigkeiten organisieren sich Gemeinschaften? Kaa Linder war vor der Premiere auf Probenbesuch.
    Wer bei Stummfilmen an Schwarzweiss und bei frühen Fotografien an Sepiabraun denkt, stösst spätestens in der Color-Mania-Ausstellung im Fotomuseum Winterthur auf reihenweise Überraschungen. Daguerrotypien wurden bereits ab 1839 koloriert, die ersten Kinofilme zunächst von Hand und später im Farbbad eingefärbt, und schliesslich kämpften hunderte von Farbfilmverfahren um einen Platz in der Filmindustrie. Michael Sennhauser macht einen Ausstellungsrundgang mit Gastkuratorin Dr. Eva Hielscher und der Zürcher Filmprofessorin und Farbspezialistin Barbara Flückiger. Weitere Themen: Drago Jancar – «Wenn die Liebe ruht» - «Palmasola»: Theaterstück über die Gefangenenstadt in Bolivien - Color Mania – Farbfilme, Filmfarben und Kunst in Winterthur
    55 min
  • Der erste Blick auf fremde Welten
    Die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz bekommen den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Sie haben 1995 den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems entdeckt – und damit einen neuen Blick auf das Universum aufgetan: Seither sind über 4000 sogenannte Exoplaneten entdeckt worden. Mit den heutigen Instrumenten können die Astronomen sogar die Atmosphäre eines Exoplaneten untersuchen. Damit kommen sie einer Antwort auf eine der grossen Frage der Menschheit immer näher: Gibt es Leben ausserhalb der Erde? Weitere Themen: Suchend auf der Überholspur - Was weiter geschah – und geschieht
    55 min
  • Norwegen – eine literarische Entdeckungsreise
    Fjorde, Berge, Natur – dafür steht Norwegen. Das Land hat aber auch eine enorm vielfältige und hochstehende Literatur. Es ist Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse. «Kontext» unternimmt einen Streifzug durch einschlägige Neuerscheinungen und lässt Autorinnen und Autoren zu Wort kommen. Buchhinweis:
    * Roy Jacobsen: Die Unsichtbaren. Eine Insel-Saga. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann. C.H. Beck 2019.
    * Maja Lunde: Die Letzten ihrer Art. Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein. btb 2019.
    * Erika Fatland: Die Grenze. Eine Reise rund um Russland. Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Suhrkamp 2019. Weitere Themen: Literarische Suche nach der Wahrheit - Roy Jacobsen: Literaturstar aus dem Norden - Maja Lunde: Die Autorin des «Klima-Quartetts» - Erika Fatland: Der «norwegische Marco Polo»
    54 min
  • Polen - Kulturwandel in einem gespaltenen Land
    Seit vier Jahren ist die rechtskonservative Partei Recht und Gerechtigkeit, PiS in Polen an der Macht. Vor den Wahlen am 13. Oktober fragen wir: Wie haben sich die polnische Gesellschaft und die Kulturlandschaft in dieser Zeit verändert? Während Jahrhunderten war es eingekeilt zwischen zwei grossen Mächten, die heute Deutschland und Russland heissen: Viele Hoffnungen ruhten auf Polen, auf dem grossen mitteleuropäischen Land, das sich nach 1989 Freiheit und Demokratie verpflichtete, 2004 der Europäischen Union beitrat und wirtschaftlich erfolgreich war. Doch seit die rechtskonservative Partei PiS an der Regierung ist, bröckelt dieses Bild.
     
    Wie steht es um die Kultur in Polen? Wie hat sich der Alltag der Menschen in den letzten Jahren verändert? Wohin steuert die populistische, national-konservative Politik das Land?
     
    Für ihren Reportagen-Band «Rückkehr nach Polen. Expeditionen in mein Heimatland» ist die deutsch-polnische Autorin Emilia Smechowski nach Polen zurückgekehrt. Sie beschreibt, wie tief das Land politisch und gesellschaftlich gespalten ist. Das multidisziplinäre Schweizer Festival Culturescapes Polen zeigt in den nächsten Wochen Arbeiten von polnischen Künstlerinnen und Künstlern. Welches Bild von ihrem Land präsentieren sie? Weitere Themen: Expeditionen nach Polen - Das Theater im Überlebensmodus
    54 min
  • Brauchen wir die Uhr noch?
    In den letzten 500 Jahren richteten wir uns absolut nach der Uhr. Das gesamte Leben richtete sich nach ihrem Takt. Die Uhr hat viel Macht in unserer Gesellschaft gewonnen. Das verändert sich in unserer digitalen Gesellschaft rasant. Der renommierte Zeitforscher Karlheinz Geissler sagt: Die Uhr kann gehen.
    Die Zeiten ändern sich. Das war schon immer so, doch mit der Digitalisierung kommen im Umgang mit der Zeit grosse und schnelle Veränderungen auf uns zu.
    Die Uhren werden in den Ruhestand verabschiedet, schreibt der Zeitforscher Karlheinz Geissler in seinem neuen Buch. Wir brauchen sie nicht mehr. Es gibt längst genügend Alternativen zur alten Uhrzeit, meint Professor Geissler im Kontext-Gespräch.
    46 min
  • Migrationsgesellschaft Italien?
    Für Schlagzeilen sorgen jene Migrantinnen und Migranten, die in Italien ankommen. Italien hat aber auch immer wieder Phasen der Auswanderung erlebt. Wie prägt das Thema Migration die Gesellschaft? Lega-Chef und Ex-Innenminister Matteo Salvini hat Migration zu einem dominanten Thema der Politik gemacht - und unverhohlen gegen Flüchtlinge, Migranten und Migrantinnen gewettert. In seiner Zeit als Innenminister hat er die Häfen für Rettungsschiffe geschlossen, die Flüchtlingspolitik massiv verschärft und rechtsradikale Rhetorik normalisiert. Unter der neuen Innenministerin Luciana Lamorgese ändern sich nun die Vorzeichen.
    Kontext wirft am Beispiel Riace einen Blick zurück. Das Dorf Riace in Kalabrien hat lange Zeit Geflüchtete offen empfangen. Es galt als Vorbild für Toleranz und die Integration von Migrantinnen und Migranten. Inzwischen liegt dieses Modell in Trümmern: Migranten mussten Riace verlassen und wurden in Flüchtlingsunterkünfte verlegt, die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Bürgermeister Domenico Lucano vor, öffentliche Mittel unterschlagen zu haben.
    Kontext rollt die Geschichte von Riace nochmals auf und spricht mit einem Experten über die Frage, wie die Italienerinnen und Italiener das Thema Migration heute sehen? Weitere Themen: Der Fall Riace - Italien und die Migration – Gespräch mit Christopher Hein
    51 min
  • Künste im Gespräch: Literarischer Streifzug, Janis Joplin hautnah
    Was hat Janis Joplin in ihr Tagebuch geschrieben und an welchen Schauplätzen in Oslo wird Literatur besonders sprübar? Antworten darauf in Künste im Gespräch. Sie ist zum Mythos geworden: Janis Joplin, das Rock-Idol performte, schrie und sang auf der Bühne, wie keine vor ihr. Wer steckt hinter dem Mythos? Die neuerschienene Biographie «Nothing Left to Lose» von Musikhistorikerin Holly George-Warren gewährt neu Einblicke in das Leben des früh verstorbenen US-Rockstars.
    Norwegen hingegen ist eher für literarische Stars bekannt: Ibsen, Undset, Fosse, Knausgård - viele grosse Autorinnen und Autoren kommen aus diesem Land mit seiner verhältnismässig kleinen Bevölkerung. Wo in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind die Schriftstellerinnen, die Schriftsteller und ihre Literatur besonders zu spüren? «Künste im Gespräch» macht sich auf die Pirsch. Weitere Themen: Literarische Entdeckungstour durch Oslo - Neue Janis Joplin-Biographie: «Nothing Left to Lose»
    54 min
  • Chancen und Schwierigkeiten internationaler Friedensarbeit
    Wie können die Vereinten Nationen und andere Organisationen in Krisengebieten eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden oder sonst irgendwie Schaden anzurichten? Eine zentrale Frage aus Nora Bossongs Roman «Schutzzone». Beantwortet auch von Laurent Goetschel, Direktor von «swisspeace». Macht sich schuldig, wer sich zur Linderung schrecklicher Zustände mit Diktatoren oder Warlords verständigen muss? Das ist die zentrale Frage in Nora Bossongs aktuellen Roman «Schutzzone», der die Geschichte einer UNO-Mitarbeiterin erzählt, deren Aufgabe es ist, Licht ins Dunkel hinter dem Genozid in Burundi von 1993 zu bringen.
    Ausgehend von diesem Roman, gehen wir mit dem Politikwissenschaftler Laurent Goetschel («swisspeace») der Frage nach, wie sinnvoll oder gefährlich der Anspruch ist, von «hier aus» Einfluss auf von Krisen betroffene Länder zu nehmen. Weitere Themen: «Schutzzone» - Erfolge machen kaum Schlagzeilen
    57 min
  • Radikalisierung, Rekrutierung - Extremismus
    Wer radikalisiert sich? Warum? Und wie? Julia Ebner recherchierte unter zwölf radikalen Gruppen quer durchs ideologische Spektrum. Miryam Eser forschte zur dschihadistischen Radikalisierung in der Schweiz. Die politische Diskussionskultur hat in vielen Ländern arg gelitten. Der Ton innerhalb und ausserhalb der sogenannt «sozialen Medien» ist nicht selten intolerant, ja brutal. Extreme Meinungen breiten sich aus.
    Nicht nur im Internet tummeln sich Radikale, die keine Widerrede dulden und vor nichts zurückschrecken. Sie glauben, als Einzige die Wahrheit zu kennen.
    Mit zwei Forscherinnen versucht «Kontext», die Hintergründe der Radikalisierung zu erkunden. Weitere Themen: «Radikalisierungsmaschinen» - Dschihadisten in der Schweiz
    53 min

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