Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • «Fortsetzung folgte» 9/10 – Strukturwandel in der Kinobranche
    In der «Kontext»-Sommerserie «Fortsetzung folgte» gehen wir Geschichten nach, die wir früher gesendet haben. Unser Thema heute: Wie verändert sich die Kinobranche? Eine Studiokinobetreiberin aus Basel und ein Studiokinobetreiber aus Zürich kommen auf ihre Aussagen von vor zehn Jahren zurück. Im April 2009 redete Filmredaktor Michael Sennhauser mit Romy Gysin von der Basler Kult.Kino AG und mit Beat Käslin von den Zürcher Arthouse-Kinos über die damals anstehende Digitalisierung der Kinos, die Veränderungen im Publikumsverhalten und jene im Filmangebot.
    Heute, zehn Jahre später, hören sich die Gesprächspartner ihre damalige Runde noch einmal an und versuchen gemeinsam ein Update. Was ist eingetroffen? Warum ging die Digitalisierung schneller und leichter als erwartet über die Bühne? Und warum gibt es keinen Grund, von einem Kinosterben reden? Weitere Themen: Reflexe vom 22. April 2009 - Strukturwandel im Kinogewerbe
    56 min
  • Clara Schumann – Unikum, Vorbild, Kind ihrer Zeit
    Sie ist nie ganz in Vergessenheit geraten, die vor 200 Jahre geborene Pianistin, Komponistin und Pädagogin Clara Schumann. Und doch steht sie, wie viele Frauen ihrer Zeit, im Schatten anderer. In ihrer Pionierfunktion ist Clara Schumann jedoch Vorbild für viele Musikerinnen geworden. Namentlich als erste und lange Zeit einzige Frau, die am Frankfurter Konservatorium unterrichtet, prägt Clara Schumann eine ganze Generation von Pianistinnen und Pianisten. Tondokumente beweisen dies noch heute. Als Komponistin stellt sich Clara Schumann indes selbst hintan. Sie findet ihr Schreiben, durchaus im Einklang mit der komponierenden Männerwelt, «weibisch». Ist das gerechtfertigt? Das Bild, das wir heute von Clara Schumann haben, hat sich in den 200 Jahren stark gewandelt. Wo liegen dessen Wurzeln? Clara Schumann war überdies die erste Pianistin, die das noch heute meist gepflegte Auswendigspiel auf dem Klavier forderte. Zu welchem Zweck? Weitere Themen: Ein klingendes Porträt - Bildkorrektur nach 200 Jahren - Spielen im Blindflug
    53 min
  • Künste im Gespräch – Miroloi, Erebos und der nackte König
    «Miroloi» heisst das bemerkenswerte Romandebut der Hamburgerin Karen Köhler. –Ursula Poznanski hat ihren Jugendbuch-Hit «Erebos» fortgesetzt. – Dokumentarfilmer Andreas Hoessli verknüpft mit «Der nackte König» die Revolutionen in Polen und im Iran. Was die griechisch-orthodoxe Tradition des Totenliedes mit Karen Köhlers Romandebut «Miroloi» zu tun hat, ergründet Michael Luisier im Gespräch mit der Hamburger Autorin.
    Noëmi Gradwohl hat sich bei Ursula Poznanski erkundigt, warum sie nach jahrelanger Weigerung nun doch eine Fortsetzung ihres erfolgreichen Jugendromans «Erebos» geschrieben hat.
    Der Schweizer Dokumentarfilmer Andreas Hoessli hat in Polen studiert und von dort aus die iranische Revolution gegen den Schah erlebt. Dass ein Jahr später auch die Polen gegen ihr Regime aufstanden, hat ihn als Historiker geprägt. Nun geht er mit seinem fragmentarisch gebauten Dokumentarfilm auf Spuren- und Motivationssuche bei sich und damaligen Protagonisten in beiden Ländern. Weitere Themen: «Miroloi» – Karen Köhlers bemerkenswertes Romandebüt - Gefahr vom Smartphone: Ursula Poznanski hat «Erebos 2» verfasst - «Der nackte König. 18 Fragmente über Revolution»
    56 min
  • Brot, Milch, Kartoffeln – Die Landwirtschaftsserie 3/3
    Einiges geht seit Längerem schief im intensiven Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Erde – ein Blick zurück könnte Wege aufzeigen für die Zukunft. Der Mensch beackert seit 11'000 Jahren die Erde – und erleidet immer wieder Hunger. Hunger lässt die Menschen migrieren, Grenzen auf- oder zugehen, Regierungen erstarken oder stürzen, Gesetze entstehen oder verschwinden.
    Eine wichtige Rolle spielt dabei seit Hunderten von Jahren ein Lebensmittel, das vielfältige Spuren auf dem Schweizer Speiseplan hinterlassen hat: die Kartoffel. «Das Getreide der einfachen Leute» sicherte vielen Menschen das Überleben – und kämpft heute selbst darum.
    Denn wenn es um die Landwirtschaft und unser tägliches Essen geht, hängt vieles mit vielem zusammen. Hungern, schlemmen, gehorchen, rebellieren – die Geschichte lehrt uns viel darüber, was der sesshafte Mensch lernen müsste, damit für uns eine fruchtbare Zukunft mit genügend zu essen möglich wird. Weitere Themen: Sie spulen, sticken, betteln, und sterben! - Die bewegte Geschichte einer Wunderknolle - Mit weitem Blick für die Geschichte und die Zukunft - Die Landwirtschaft in der Klemme – das Beispiel Pestizide
    55 min
  • Lorenzo da Ponte: Abenteurer und Librettist von Mozart
    Der grosse Opernlibrettist Lorenzo da Ponte steht im Mittelpunkt beim diesjährigen Lucerne Festival, wo seine drei Mozart Opern aufgeführt werden. Wer war der Mann, ohne den Mozarts Opern nie so berühmt geworden wären – Priester, Frauenheld, Lehrer, Schnapsbrenner und Schriftsteller? Ohne Lorenzo da Ponte wären Mozarts Opern nicht zu denken. «Le Nozze di Figaro», «Don Giovanni» und «Cosi fan tutte» gehören bis heute zu den meist aufgeführten Opern auf den Theaterbühnen, u.a. weil ihre Stoffe immer noch aktuell sind. Über Mozart weiss man alles – da Ponte bleibt immer etwas im Schatten, obgleich der Mann ein mindestens so schillerndes Leben wie Mozart hatte.
    In armen Verhältnissen aufgewachsen, konnte er im Alter von sechzehn Jahren Dantes «Inferno» auswendig. Aus Venedig muss Lorenzo wegen gefährlicher Liebschaften und politischer Intrigen fliehen, wie er überhaupt sein ganzes Leben lang getrieben war von hochfliegenden Hoffnungen und bitterbösen Enttäuschungen. Da Ponte war Schnapsbrenner, Lehrer, Reisender, Opernintendant, Schriftsteller, Lyriker. Ein eitler, aber mitunter auch garstiger Typ, ein ewiger Reisender.
    In Kontext rollen wir da Pontes Leben auf, das sich in Venedig, Wien, London und New York abspielte. Wir lassen uns ausserdem von einer Sängerin zeigen, warum seine Texte mit Mozarts Musik so gut funktionierten. Und reden mit einer Regisseurin darüber, was ein gutes Opernlibretto überhaupt ausmacht.
    Gast im Studio: Werner Hanak, Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt. Er hat 2006 eine Ausstellung zu Lorenzo da Ponte kuratiert und erzählt anhand der Lebensstationen über Pontes Leben, ordnet seine Bedeutung ein und gibt ein gesellschaftlich-politisches Bild der Zeit, in der da Ponte lebte. Weitere Themen: Da Pontes Witz: die Sopranistin Regula Mühlemann - Da Pontes Aktualität
    56 min
  • Alexander von Humboldt: Superstar der Wissenschaft neu entdeckt
    Er war schon zu Lebzeiten ein lebendes Denkmal. Und trotzdem sind wichtige Aspekte von Alexander von Humboldts Leben lange vernachlässigt worden: Sein Kampf gegen Sklaverei und Kolonialismus etwa, sowie seine Gabe, die Natur als Ganzes anzusehen. Heute wird Humboldt neu entdeckt. Die Abenteuerreisen von Alexander von Humboldt sind bis heute bekannt. Er gilt als der wahre Entdecker Südamerikas, indem er den Kontinent so ausführlich beschrieben hat, wie keiner vor ihm: Die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, die Geologie, die Sterne – alles hat Humboldt erforscht und von möglichst allem wollte er auch ein Exemplar nach Hause bringen. Seine Reisen sorgten für Furore noch bevor er wieder in Europa war.
    Weniger bekannt ist sein Wirken als öffentlicher Intellektueller. In unzähligen Zeitungsartikeln weltweit setzte er sich für die Abschaffung der Sklaverei und gegen den Kolonialismus ein. Alexander von Humboldt wuchs zwar in Deutschland auf, verbrachte aber grosse Teile seines Lebens in Frankreich. Er dachte international und er war einer der letzten Universalgelehrten. Gerade weil er so vielfältig war, fiel er später aber oft zwischen Stuhl und Bank und verschiedene wichtige Teile seines Schaffens gerieten in Vergessenheit.
    Heute wird Alexander von Humboldt neu entdeckt. Als Menschenfreund, als Ökologe, als einer der ersten, der den menschlichen Klimawandel beschrieb, und als begnadeter und unermüdlicher Kommunikator in zahlreichen Sprachen.
    Buchhinweise:
    Andrea Wulf: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur. Verlag: C Bertelsmann, München 2015.
    Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich (Hrsg.) Berner Ausgabe «Sämtliche Schriften, dtv 2019. Weitere Themen: Mehr als ein stumpfer Vermesser – Einblick in Humboldts Leben - Humboldt und die Schweiz
    51 min
  • Von Löwen und Menschen: Bilanz vom 76. Filmfestival Venedig
    Glamour, Glamour, Glamour! Die 76. Ausgabe des weltweit ältesten Filmfestivals in Venedig bringt dieses Jahr richtig viele Hollywood- und andere Stars auf den Lido. Für Diskussionsstoff wird wohl die Untervertretung von Filmemacherinnen im Hauptprogramm oder die Einladung von Roman Polanski sorgen. Meryl Streep wird erwartet, ebenso Brad Pitt, Robert De Niro, Juliette Binoche, Johnny Depp, Scarlett Johansson und viele mehr. Aber auch für Diskussionsstoff ist reichlich vorgesorgt: Nur gerade zwei Regisseurinnen sind im Wettbewerb vertreten. Und Roman Polanski, des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigt, präsentiert am Lido seinen neuen Film «J'accuse».
    Im Zentrum der Gesprächsrunde zum Abschluss des Filmfestivals sollen aber die Filme stehen, die im internationalen Wettbewerb präsentiert werden und die - hoffentlich - zu reden geben. Der Wettbewerb ist sehr breit gefächert: die Filme stammen aus allen Erdteilen, Themen und Filmstile sind sehr unterschiedlich.
    Das geht von «The Perfect Candidate» der saudischen Regisseurin Haifaa Al Mansour, die Geschichte einer Ärztin, die im männerdominierten Saudi-Arabien in die Politik möchte bis zur mit Spannung erwarteten Batman-Seitengeschichte «Joker» mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle.
    Am runden Venedig-Stammtisch diskutieren, wie jedes Jahr Anke Leweke und Peter Claus mit SRF-Filmredaktorin Brigitte Häring.
    56 min
  • Künste im Gespräch – Maradona, Heidenreich zu Lyrik, Anna Odell
    Ein Dokumentarfilm beleuchtet die entscheidenden sieben Jahre im Leben des Fussballgottes Maradona. Elke Heidenreich gibt Auskunft über ihre persönliche Lyrik-Biografie. Und Anna Odell erzählt vom filmischen Spiel mit Alter Egos. Dokumentarfilmer Asif Kapadia arbeitet die tragischen neapolitanischen Jahre des Starfussballers Diego Maradona auf und erklärt Eric Facon, was ihn am Leben des Sportidols interessiert hat.
    Elke Heidenreich führt Nicola Steiner durch ihre Lyrik-Vorlieben und -Vorstellungen.
    Die schwedische Künstlerin Anna Odell gilt als furchtlos und Grenzen sprengend. Mit ihrem Film «X&Y» lässt sie sich und gleich drei Alter Egos auf den schwedischen Schauspiel-Star Mikael Persbrandt los, der ebenfalls von drei Verkörperungen seiner selbst unterstützt oder sabotiert wird. Michael Sennhauser hat Anna Odell getroffen. Weitere Themen: Aufstieg und Fall des Fussballers Diego Armando Maradona - Lyrik im Alltag – Elke Heidenreich im Gespräch - X&Y – Wer bin ich, wen spielen wir?
    58 min
  • Brot Milch Kartoffeln – Die Landwirtschaftsserie 2/3
    Körper kneten: Wie die Landwirtschaft seit 11'000 Jahren den Erdkörper beackert und Menschen, Tiere und Pflanzen formt. Vor 11'000 Jahren begann der Mensch Körper zu kneten. Mit der Erfindung der Landwirtschaft eröffnete er ein radikal neues Kapitel der Menschheitsgeschichte. Seither formt er Haustiere und Kulturpflanzen nach seinem Gusto um. Und wird wiederum selber zum formbaren Objekt. Denn die Sesshaftigkeit hat den Menschen bis in sein Erbgut hinein verändert. Seuchen, Hunger und die neuartige Ernährung haben sich in den Menschenkörper eingeschrieben. Genauso wie die immer einschneidenderen Eingriffe in die dünne Haut der Erde. Wer deckt unseren Tisch und wer bezahlt den Preis. Eine kurze Geschichte Jahrtausende alter Abhängigkeiten. Weitere Themen: Wie alt wird die Kuh, wenn man sie lässt? - Wie die Sesshaftigkeit Menschen, Tier- und Pflanzen formt - Wo die guten Sorten herkommen - Was auf dem globalen Saatgutmarkt abgeht
    56 min
  • Lucerne Festival 2019 – die Zwischenbilanz
    «Macht» heisst das Motto der diesjährigen Ausgabe des Lucerne Festivals. Doch was hat Macht mit klassischer Musik zu tun? Wie entsteht Musik durch oder mit Macht, und wie klingt sie? Eine Zwischenbilanz zur Halbzeit des Lucerne Festivals 2019. Ein Violinkonzert von Beethoven? Oder doch lieber ein Streichquartett mit Schlagzeug? Oder eine Waldsinfonie? – Das Lucerne Festival hat viel zu bieten. Manches davon hat mit dem Festivalmotto «Macht» zu tun, anderes mit Schönklang, Harmonie und Experimenten. Die Musikredaktion von SRF 2 Kultur erzählt von ihren Konzerterlebnissen, reflektiert die Zusammenhänge zwischen Motto, Programmdramaturgie und Musikmarkt, berichtet von Aha-Momenten bei Interviews und Hühnerhaut in der Generalprobe. Weitere Themen: Kann Musik politisch sein?
    57 min

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