Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Durch Heirat ausgebürgert
    Bis 1952 verloren Frauen die Schweizer Staatsbürgerschaft, wenn sie einen Ausländer heirateten: Die «Heiratsregel» machte sie und deren Kinder zu Fremden im eigenen Land. Bis 1952 verloren Schweizerinnen den roten Pass, wenn sie einen Ausländer heirateten. Dadurch waren sie mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus und mit Berufsverboten konfrontiert und von sozialer Unterstützung ausgeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg verschärfte die Schweiz die Heiratsregel, was dazu führte, dass Jüdinnen den Nationalsozialisten ausgeliefert wurden. Erst nach 1945 gelang es Frauenorganisationen, zusammen mit fortschrittlichen Staatsrechtlern und Politikern, das Bürgerrecht zu reformieren, wie die Historikerin Silke Margherita Redolfi in einer neuen Studie aufarbeitet. Weitere Themen: Schweizer Mutter, deutscher Pass - Ausländerinnen im eigenen Land - Das langsame Ankommen in der fremden Schweiz - Frauenorganisationen als erfolgreiche Lobby
    57 min
  • Forsetzung folgte (7/10) Venedig – Lagunenstadt am Limit
    In der «Kontext»-Sommerserie «Fortsetzung folgte» gehen wir Geschichten nach, die wir früher gesendet haben. Unser Thema heute: Übertourismus und keine greifenden Massnahmen – wie die letzten Bewohnerinnen und Bewohner Venedigs um ihre Stadt kämpfen müssen. Venedig ist am Limit: Auf 55'000 Einheimische kommen jährlich 30 Millionen Touristen, die jedes Jahr das UNESCO-Weltkulturerbe sehen wollen. Die mit Schweröl betriebenen Kreuzfahrtschiffe belasten die Luft und klatschen die Wassermassen mit Wucht an die alte Bausubstanz. Der Klimawandel tut das Seine dazu: Die steigenden Wasserpegel greifen die Fundamente an.
    Venedig ist in einer prekären Lage, doch die Politik tut sich schwer, die längst versprochenen Verbesserungen in die Tat umzusetzen. Weitere Themen: »Die versteckten Seiten der Serenissima» - Rettungsanker nicht in Sicht
    56 min
  • Künste im Gespräch – von der Neugier auf alles
    William Kentridge, der südamerikanische Künstler und Performer produziert präzise Absurdität. Ein neues Festival der Stadt Zürich feiert die Diversität. Die französische Künstlerin Sophie Calle lässt sich von der Neugier leiten. Der südafrikanische Künstler und Performer William Kentridge ist ein Ereignis! Am Zürcher Theater Spektakel führt er die «Ursonate» von Kurt Schwitters auf, im Kunstmuseum Basel ist eine grosse multimediale Ausstellung seines Werkes zu sehen.
    About Us! heisst ein Festival, das die Stadt Zürich im September ausrichtet und das die Vielfalt der Bewohner*innen feiern soll.
    Am Anfang von Sophie Calles Kunst steht die Neugier: ob die französische Künstlerin als Zimmermädchen fremde Hotelzimmer durchwühlte oder Blinde nach der Schönheit fragte. Ihre Foto- und Textarbeiten sind nun in der Schweiz zu sehen. Weitere Themen: Der Chronist von Südafrika als Weltkünstler - About Us! Zürich feiert seine Diversität - Sophie Calles Neugier auf alles
    51 min
  • 50 Jahre Woodstock – ein Mythos lebt weiter
    «3 Days of Peace and Music» – drei Tage voller Musik und Frieden hatten die Organisatoren eines Musikfestivals im Staate New York versprochen. Als «Woodstock» gingen jene drei Tage im August 1969 dann in die Geschichte ein. Heute gilt das Festival als legendäres Event, das noch immer nachwirkt. «Woodstock» ist heute nicht nur das berühmteste Rock-Festival aller Zeiten, es gilt auch als Mutter aller Festivals. Die schiere Menschenmasse, die daraus resultierenden Probleme, die sengende Sonne und der Regensturm, das politische Umfeld jener Tage – und nicht zuletzt die Musik der auftretenden Stars jener Zeit machten aus dem «Woodstock»-Festival ein ikonenhaftes Ereignis.
    Ein Festival, das als Film und auf Schallplatten um die Welt ging und bis heute die Kassen klingeln lässt. Ob als Revival-Festival, Theaterstück oder im Museeum – aus «Peace and Music» wird «Peace and Profit».
    In «Kontext» lassen wir den Spirit von 1969 nochmal aufleben, sprechen mit Zeitzeugen und suchen nach dem «Woodstock» von heute. Und wir fragen: Was macht «Woodstock» zeitlos? Und was ist aus «Woodstock» geworden? Weitere Themen: T.C. Boyle – der Schriftsteller in Woodstock 1969 - Auf den Spuren von «Woodstock»: Das «Pol’and’Rock»-Festival
    55 min
  • Das Zürcher Theater Spektakel wird 40
    Jedes Jahr alles gleich, jedes Jahr alles neu. Seit 40 Jahren versammelt das Zürcher Theater Spektakel auf der Landiwiese direkt am See Tanz-, Theater- und Zirkusgruppen aus der ganzen Welt zu einem grossen Volksfest.  Zürich Juni 1980, «Züri brannte» und es regnete. Drei Zirkuszelte standen auf der Zürcher Landiwiese und luden zum ersten Theater Spektakel. Ob das Festival auch das folgende Jahr stattfinden würde, war unklar. Es wurde ein Erfolg und findet dieses Jahr schon zum 40. Mal statt.
    Heute ist das Theater Spektakel eines der bedeutendsten europäischen Sommerfestivals für internationale freie Theater- und Tanzschaffende. Gleichzeitig ist es ein grosses Volksfest mit Gauklern, Strassenmusik und internationaler Küche, das jedes Jahr gegen 150'000 BesucherInnen anzieht.
    Ist die Verbindung von Spektakel und Kunst das Erfolgsrezept? Wie hat sich das internationale Theaterschaffen in den letzten Jahrzehnten verändert? Beeinflusst das Theater Spektakel die lokale Theaterszene?
    Wir steigen ins SRF-Tonarchiv und diskutieren mit der Theaterwissenschaftlerin Rahel Leupin und der Radiokritikerin Kaa Linder. Wie wurde das Theater Spektakel zu dem, was es heute ist?
    56 min
  • Kultour de Suisse: Operettenfieber in Hombrechtikon (W)
    Wenn Laien eine Operette auf die Bühne bringen, ist oft viel Liebe und Leidenschaft dabei. Nebst den künstlerischen Vergnügen ist vor allem der soziale Kitt eines solchen Gesamtkunstwerkes beachtlich. Laientheater haben in der Schweiz eine lange Tradition - auch die besonders anspruchsvollen Operetten. Zum Beispiel in Hombrechtikon, wo rund hundert Männer, Frauen und Kinder seit zwanzig Jahren mit Leidenschaft auf und hinter der Bühne ihrem Hobby – der Operette – frönen. Letztes Jahr brachten sie den «Vogelhändler» auf die Bühne: Der soziale Kitt einer solchen Arbeit ist beträchtlich, das Niveau auch.
    Maya Brändli und Florian Hauser haben die Proben und Vorbereitungen während einiger Monate begleitet. Wir wiederholen diese Sendung auch in Hinsicht auf die diesjährigen Aufführung in Hombrechtikon, die am 31. August mit dem «Bettelstudenten» ihre Premiere hat.
    Erstsendung: 31. August 2018 Weitere Themen: Familientisch - Das Liebespaar - Die Schneiderei - Die Regisseurin und der Dirigent - Die Laien - Finanzen und Marketing - Profisängerin und Profisänger
    56 min
  • «Fortsetzung folgte» 6/10: Dirigentinnen deutlich in Unterzahl
    Nur sehr langsam nähert sich der gesellschaftliche Wandel und die Gleichberechtigung dem Dirigierpult: Männer dominieren diese musikalische Spitzenposition bis heute. Die «gläserne Decke» bröckelt zwar, aber dirigierende Frauen werden oft auch heute noch diskriminiert. Indessen haben viele Dirigentinnen in den letzten drei Jahren selbst Meilensteine gesetzt. Sie haben beim Publikum Begeisterungsstürme ausgelöst und einige haben sich an die Spitze von Opernhäusern und Sinfonieorchestern dirigiert. Auch im Bereich der Aufnahmen haben Frauen Pflöcke eingeschlagen: So erschien etwa die erste Gesamtaufnahme von Bruckner-Sinfonien mit einer weiblichen Kraft am Pult, mit der australischen Dirigentin Simone Young - endlich!
    Kontext blickt zurück und resümiert, was sich im Hinblick auf eine Geschlechterparität am Dirigierpult in den letzten drei Jahren getan hat. Wir sprechen mit Intendanten und Agenten und durchleuchten die Schweizer Saisonprogramme auf der Suche nach Dirigentinnen. Weitere Themen: Rückblick und Mini-Diskothek - Überblick - Musterschüler und Meilensteine
    57 min
  • Künste im Gespräch - Wohlfühloasen
    Ein Debutroman erzählt vom Spagat zwischen Familientradition und Autonomie. Ein Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich etwas zu wohl fühlt in seiner neuen Wildlederjacke. Und verschiedene Bildbände zeigen die Wohnhäuser und Lebenswelten berühmter Komponisten. «Worauf wir hoffen» heisst der erste Roman der US-amerikanischen Fatima Farheen Mirza. Die junge Muslimin erzählt darin von einer Familie, die versucht, zwei Kulturen unter ein Dach zu bringen -- die traditionelle Kultur ihrer indisch-muslimischen Wurzeln und die moderne westliche.
    Der französische DJ und Filmemacher Quentin Dupieux stellt nach seinem schrägen Kultfilm «Rubber», der einen mordenden Autoreifen als Protagonisten hatte wieder einen Gegenstand ins Zentrum seines Films «Le Daim»: eine Wildlederjacke, die ihren Besitzer dominiert.
    Eine Bildbandtrilogie gibt Einblicke in die Wohnhäuser von Komponisten, Dichterinnen und Künstlern und zeigt, wer sich in welcher Umgebung am wohlsten fühlte. Weitere Themen: Fatima Farheen Mirza: «Worauf wir hoffen» - «Le daim» - Eine mörderische Wildlederjacke - Traumvillen und Holzhäuser
    56 min
  • Mexiko – Die Grenze ist überall
    Sie ist eine der berühmtesten und gefährlichsten der Welt. Die Grenze zwischen Mexiko und den USA steht seit der Präsidentschaft von Donald Trump mehr denn je im Fokus der Weltaufmerksamkeit. Die mexikanisch-nordamerikanische Grenze ist zum Symbol geworden, was zur Zeit in der ganzen Welt passiert. Mauern werden hoch gezogen, Grenzen befestigt, damit der Unbekannte, die Migrantin, nicht durchkommt.
    Die Grenze in Mexiko zu den USA ist bekannt für vieles: Drogen-, Waffen-, Menschenhandel, Migranten und Migrantinnen, die sich ein besseres Leben in den USA erhoffen. Sie fliehen vor Armut und Gewalt aus ihren Heimatländern, vor allem aus Zentralamerika.
    Eine Reise entlang der Grenze zeigt die aktuelle Atmosphäre auf beiden Seiten der Grenze. Und mexikanische Schriftsteller verarbeiten das Thema Grenze in ihrer Literatur. Weitere Themen: Die Grenze in der mexikanischen Literatur - «Ich weiss, dass ich kein Verbrecher bin»
    51 min
  • Patriotismus
    Manche Politikerinnen und Politiker sprechen gerne von der Nation, vom Vaterland, von der Heimat. Andere meiden dieses Thema, denn es ist ideologisch vorbelastet. Doch ist nicht in Zeiten der Globalisierung die lokale, regionale und nationale Verwurzelung ein sicherer Anker? In den USA hat sich das Verhältnis zur Nation und zur Einwanderung in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich gewandelt. Einwanderer werden vermehrt als Gefahr für das «Land of The Free» verstanden. Die mehrsprachige Schweiz, die sich gerne als Willensnation definiert, ist in Westeuropa eine Ausnahme. Weil keine Sprachgemeinschaft die andere zu dominieren sucht.
    Eine Reportage aus den USA und ein Gespräch mit dem Genfer Politikwissenschaftler Nenad Stojanovic. Weitere Themen: «This land is your land» - Verfassungspatriotismus und Abstammungspatriotismus
    53 min

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