Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Real or Fake? Über Lüge und Wahrheit im Zeitalter von Fake News
    In dem Jahr als Donald Trump sein Amt als US-Präsident antrat, 2017, wurde die Formulierung «Alternative Fakten» zum Unwort des Jahres gekürt. «Fake News» beschäftigen uns seither. Doch: Fälschungen hat es schon immer gegeben. Was ist heute neu auf dem weiten Feld von Fake, Fakt und Fiktion? Unter dem Begriff «Fake News» ist der Kampf um Glaubwürdigkeit zwischen Medien und Politik entbrannt. Genügt es, mit Faktenchecks die «Fake News» als Lügen zu entlarven?
    Der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle hält das für Symptombekämpfung und plädiert für ein besseres Verständnis der Fake-Erzählmuster.
    Die Kommunikationswissenschaftlerinnen Miriam Meckel und Ute Holl informieren über technologische Möglichkeiten, «Deep Fakes» herzustellen, zu erkennen und zu bekämpfen. Sie alle versuchen, uns Orientierungshilfe zu geben in einer Situation, in der die Unterschiede zwischen Fake und Fakt, zwischen Realität und Fiktion, zwischen Wahrheit und Lüge nicht immer klar sind. Weitere Themen: Echt oder gefälscht? - Digital Fakes: Neue Möglichkeiten - Die Wirkkraft von «Fake News» - Der Umgang mit «Fake News»
    54 min
  • «Fortsetzung folgt» 5/10: Männerdomäne elektronische Musik
    In der «Kontext»-Sommerserie «Fortsetzung folgt» gehen wir Geschichten nach, die wir früher gesendet haben. Unser Thema heute: Wie packt die Szene der elektronischen Musik das Problem der Unterrepräsentation von Frauen an? Sommerzeit ist Festivalzeit. Bei Festivals elektronischer Musik könnte die Gleichung auch lauten: Festivalzeit ist Männerzeit. Denn von 2012 bis 2017 lag der Frauenanteil an Festivals elektronischer Musik international bei nur 14%, sagt eine Studie des Netzwerks female:pressure. In den Clubs und Musikzeitschriften ist das Ungleichgewicht noch stärker zu spüren.
    Die Gründe dafür sind vielschichtig: alte Klischees, geschlechtsspezifische Sozialisierungen und mangelnde Vorbilder führen dazu, dass sich ungeschriebene Codes und männlich dominierte Netzwerke fortpflanzen.
    Doch in den letzten zwei Jahren hat sich in der Szene ein neues Genderbewusstsein etabliert. Wie viel konnte das bereits bewirken? Und wann werden wir uns bei einem DJ auch ganz selbstverständlich eine Frau vorstellen? Die Zeit ist reif für ein Update. Weitere Themen: Bewegende Beats, starre Geschlechterbilder - Früh übt sich… ein Besuch beim Female* Music Lab DJing-Workshop - Vorbilder und Wegbereiterinnen: «Heroines of Sound»
    54 min
  • Künste im Gespräch – Aus voller Kehle
    Die wortgewaltige Autorin Ljudmila Petruschewskaja erzählt in ihren Memoiren von ihrem Leben in der Sowjetunion. Das Buch «Jodelmania» zeichnet die Kulturgeschichte des Jodelns nach. Ein sowjetisches Lebensbild: Die grosse russische Erzählerin und Dramatikerin Ljudmila Petruschewskaja (*1938) lässt in ihren Memoiren «Das Mädchen aus dem Hotel Metropol» ihre von Krieg, Repressionen und Entbehrungen geprägte Kindheit und Jugend Revue passieren. Sie tut es grotesk, knallbunt und nüchtern zugleich.
    Es begann mit einem «io» und in der Folge wurde es ein «io io io». Es diente zur Kommunikation der Menschen auf dem Berg mit jenen im Tal. Dass das «unartikulierte Singen aus der Gurgel», wie jemand das Jodeln im Jahr 1810 definierte, einst von den Alpen übers Meer bis nach Amerika gelangen würde, hätte damals niemand vermutet. Autor Christoph Wagner erzählt die Geschichte des Jodelns im Buch «Jodelmania». Weitere Themen: Die knallbunten Memoiren einer nüchternen Traumtänzerin - «Jodelmania»: Alle Welt singt aus der Gurgel!
    51 min
  • Ein Leben für die Raumplanung
    Sorgfältiger und haushälterischer Umgang mit dem Boden ist das Ziel schweizerischer Raumplanung laut Verfassung seit 1969. Einen grossen Teil dieser kurzen, intensiven Geschichte hat Lukas Bühlmann mitgeprägt. Ende Jahr tritt der Geschäftsleiter des Raumplanungsverbandes Espace Suisse zurück. Raumplanung wird – je knapper der Platz wird – immer wichtiger, umstrittener und komplexer. Doch erst 1933 wurde in der Schweiz erstmals über Landesplanung gesprochen, es dauerte fast 35 Jahre, bis Raumplanung in die Verfassung Eingang fand.
    Das war vor 50 Jahren der Fall: eine kurze, aber intensive Geschichte – die Lukas Bühlmann unter anderem als Geschäftsführer des Verbandes für Raumplanung – Espace Suisse – mitgeprägt hat. Kontext blickt mit ihm zusammen zurück. Weitere Themen: Der Konsumtempel auf der grünen Wiese - Bauskandale ade?
    56 min
  • Algerien im Aufbruch?
    Seit Februar demonstrieren in Algerien jeden Freitag hunderttausende Menschen, sie fordern einen Regimewechsel. Wer sind diese Demonstrierenden? Und was bedeuten die Aufstände auch für die ganze Region? Seit Februar demonstrieren die Menschen in Algerien jeden Freitag. Bis zu einer Million Menschen füllen dann die Strassen von Algiers. Sie wehren sich gegen eine Regierung, die sie als korrupt und inkompetent betrachten. Durchaus mit Erfolg: im April trat Präsident Abdelaziz Bouteflika nach 20 Jahren Herrschaft zurück. Doch die Demonstrierenden geben sich damit nicht mehr zufrieden. Jeden Freitag demonstrieren sie weiterhin für einen Machtwechsel.
    Gemeinsam mit Maghrebexperte Beat Stauffer und Dominique Laleg ergründet die Sendung die Bedeutung der Demonstrationen als sozialer Aufbruch in einer tief konservativen Gesellschaft und wagen den Blick auch über die Landesgrenzen hinaus und fragen, nach der Bedeutung des Aufbruchs für die Region, 8 Jahre nach dem arabischen Frühling. Weitere Themen: Algerien im Aufbruch: Eindrücke vor Ort - Algerien im Aufbruch, Maghreb im Stillstand?
    55 min
  • Raus aus der Opferrolle, aber wie?
    Im Krimi wird sie vergewaltigt, im Gesellschaftsroman verlassen, im Splatterfilm zerstückelt, in der Oper verraten und vernichtet: Die Frau. Warum fasziniert uns die Darstellung von Gewalt gegen Frauen? Und wie gehen feministische Künstlerinnen mit dieser Erzähltradition um? Sexistische Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig, auch in der Fiktion. Die Darstellung der jungen, schönen Frau als Opfer ist vor allem im Thriller populär, und sie hat eine lange Tradition.
    Diese Tradition beeinflusst die realen Geschlechterverhältnisse. Denn sie bildet nicht nur die Ordnung der Geschlechter ab, sie reproduziert sie auch.
    Welche Möglichkeiten gibt es für Künstlerinnen und Künstler, konstruktiv und kritisch mit dieser Tradition umzugehen? Kann, muss, darf man die Frau aus der Opferrolle befreien? Und wenn ja, wie soll das gelingen? Muss die literarische Tradition umgeschrieben, neu interpretiert werden? Oder gerade nicht? Und welche Verantwortung hat die Kunst überhaupt in Bezug auf die tatsächlichen Geschlechterbilder? Weitere Themen: Zu Tode gefeiert: Die Frau in der Oper - Wo ist der Täter? Literarische Vexierspiele - Nur über ihre Leiche
    55 min
  • «Fortsetzung folgte» 4/10 : Chaos im Untergrund?
    In der «Kontext»-Sommerserie «Fortsetzung folgte» gehen wir Geschichten nach, die wir früher gesendet haben. Unser Thema heute: das Chaos im Schweizer Untergrund. Platz ist knapp in der Schweiz, weswegen immer mehr Bauten in den Untergrund verlegt werden. Doch wem gehört eigentlich der Untergrund? Die Zersiedelung der Schweiz nimmt zu, der Platz oberirdisch wird immer knapper und wertvoller, weswegen mehr Bauherrschaften ihre Projekte in den Untergrund verlegen: Tiefgaragen, Erdsonden, Gasleitungen, Materialdepots und jetzt – vorläufig erst als Plan auch eine Art Gütermetro quer durchs Mittelland - durchlöchern den Untergrund wie einen Schweizer Käse.
    Raumplanerisch geregelt ist die Nutzung dieser dritten Dimension nur teilweise bis gar nicht, weswegen sich die ersten Konflikte anbahnen. Es wird immer deutlicher, dass nicht jeder und jede bohren und bauen kann, so tief es gerade geht. Das zweite geplante Raumplanungsgesetz RPG2 sieht mit einem Satz vor, dass die Kantone ihren Umgang mit dem Untergrund zu regulieren haben. Doch auch wenn sie das tun, reicht das nicht, denn die unterirdischen Schichten machen nicht Halt vor oberirdischen Kantonsgrenzen. Weitere Themen: Chaos im Untergrund? - Chaos im Untergrund heute?
    48 min
  • Literatur im Gespräch
    Jung sein ist manchmal eine Zumutung und fast immer eine Herausforderung. Wie geht Erwachsen-Werden auf dem Land, in der Stadt, im Exil. Literatur im Gespräch mit drei Büchern und drei verschiedenen Perspektiven auf die Jugend. Ein junger Russe flieht vor den Wirren der Revolution, irrt durch halb Europa und landet mittellos im Paris der 20er Jahre. Einsam streift er durch das nächtliche Paris und gibt sich dem Alkohol und den Drogen hin.
    In der russischen Exilgemeinde trifft er auf einen anderen jungen Russen, der ihn mitnimmt in das Paris der Künstler, der Intellektuellen, der Bohème. Gemeinsam ziehen sie durch das Rotlichtmilieu, leben in prekären Verhältnissen und verlieben sich in dieselbe Frau.
    «Apoll Besobrasow» heisst der Roman. Geschrieben hat ihn der Exilrusse Boris Poplawski. Die Wiederentdeckung eines russischen Klassikers, der jetzt auf Deutsch vorliegt.
    Die weiteren Bücher der Sendung: «Als ich jung war» von Norbert Gstrein und «Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat», das Debut des Schweizer Autors Demian Lienhard. Es diskutieren Sieglinde Geisel, Julian Schütt und Esther Schneider. Weitere Themen: Norbert Gstrein «Als ich jung war» - Boris Poplawski «Apoll Besobrasow» - D. Lienhard «Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat»
    55 min
  • Stabwechsel in Downing Street
    Heute übergibt Theresa May den Schlüssel zu ihrem Amtssitz an ihren Nachfolger Boris Johnson. Sie kam durch eine Verkettung von Zufällen an die Macht und geht unfreiwillig. Wohin steuert das Vereinigte Königreich? Was hat das Politdrama der letzten drei Jahre mit der Kultur des Landes gemacht? Vor über drei Jahren stimmten die Briten und Britinnen für den Austritt aus der Europäischen Union. Nach diesem überraschenden Entscheid wurde die damalige Innenministerin, Theresa May, ins Premierministeramt gespült. Heute tritt sie widerwillig ab und hinterlässt einen Scherbenhaufen. Wie konnte sich das Vereinigte Königsreich in diese Sackgasse manövrieren? Wären andere Szenarien möglich gewesen? Die vergangenen drei Jahre haben die politische Kultur und die Gesellschaft durchgeschüttelt: Politikverdrossenheit, kollektiver Selbstzweifel und Überdruss prägen den Alltag. Und jetzt?
    Der langjährige Korrespondent von SRF Martin Alioth hat den Politkrimi der letzten drei Jahre hautnah verfolgt und reflektiert die Stimmung im Vereinigten Königreich. Weitere Themen: Aufbruch mit unbekanntem Ziel mit «Boris» - Wie sich Theresa May im Brexit-Labyrinth verirrte
    52 min
  • Klimahelden (2/2): Haiti und Schottland
    Statt ewiger Hiobsbotschaften Es ist möglich, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Oder zumindest, sein Leben, seine Umgebung so zu verändern, dass einen die Folgen der globalen Erwärmung – hoffentlich – nicht mit voller Wucht treffen. In Haiti verändern Bauern ihre Wirtschaftsweise so, dass ihnen Wasser und Boden bessere Erträge liefern, ohne dass sie die Ressourcen schädigen.
    Schottland pflanzt pro Jahr 100 Quadratkilometer Wald, um Kohlendioxid abzubauen. Das erhöht die Biodiversität und liefert klimaneutrales Baumaterial. Weitere Themen: Innovative Kleinbauern in Haiti - Schottland forstet auf
    50 min

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