Gestern Abend hat Salman Rushdie im Nikolaisaal in Potsdam seinen Erzählband "Die elfte Stunde" vorgestellt. Die Lesung war der Auftakt für seine Tournee durch vier deutsche Städte. In fünf Geschichten richtet Rushdie den Blick auf die elfte Stunde unseres Daseins: auf Abschiede und Übergänge, auf das Altern, auf Wut und Gelassenheit, auf das, was gewesen ist und weiterwirkt. Rushdies Erzählungen leben von den unvergesslichen Charakteren, die er erschafft und gehen mit viel Weisheit den großen Fragen nach: Nehmen wir den Tod an oder lehnen wir ihn ab? Ist es Wut oder Ruhe, die unsere elfte Stunde prägt? Im Gespräch mit dem Kurator der Veranstaltung, Denis Scheck, sprach Rushdie über Endlichkeit und Erzählen, über Erfahrung und Fiktion – und darüber, welche Rolle Geschichten dabei spielen, dem Unabsehbaren Form zu geben. Tomas Fitzel saß im Publikum.