MDR KULTUR Diskurs

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By Mitteldeutscher RundfunkSociety & Culture
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MDR KULTUR Diskurs episodes

  • MDR KULTUR Fragebogen an Peggy Mädler
    Selbstregulierung ist ein Begriff aus der Kybernetik. Peggy Mädler erzählt, wie sie die Kybernetik als Variante der Systemtheorie in der Geschichte der DDR entdeckt hat: als einen kurzen Moment nach dem Bau der Mauer, in dem es in akademischen Kreisen möglich schien, dass die Partei etwas von ihrer totalen Kontrolle abgibt. Peggy Mädler, Jahrgang 1975, wurde in Dresden geboren. Zuletzt war sie erfolgreich mit dem Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ (gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann). „In den Begriff Selbstregulierung habe ich mich sofort verliebt“, sagt Peggy Mädler. „Allerdings habe ich ihn anfangs stärker auf die persönlichen Beziehungen der Menschen bezogen als auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.“ So sei dieser Begriff zum Prinzip ihres Romans geworden.
    5 min
  • MDR KULTUR trifft Claudia Buder
    Das Akkordeon, ein vielseitiges Klangwunder zwischen Tradition und Moderne, wurde von den Landesmusikräten von 14 Bundesländern zum Instrument des Jahres 2026 gekürt. Es kann die Klangfülle eines ganzen Orchesters entfalten, aber auch sanft und leise Emotionen, Rhythmus und Harmonie vereinen. In Wien wurde 1829 das erste Akkordeon von dem Instrumentenbauer Cyrill Demian und seinen Söhnen patentiert. Im Laufe der Zeit und seiner Verbreitung in der Welt erhielt es die mundartlichen Beinamen Quetschkommode, Schifferklavier, Schweineorgel, Leninraupe oder Zerrwanst. In Weimar, an der Hochschule Franz Liszt, wird Akkordeon seit 1949 unterrichtet. Die in Leipzig geborene Akkordeonistin Claudia Buder erhielt nach langer Lehrtätigkeit dort 2018 eine Professur für Akkordeon. Sie selbst studierte einst an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und nach der politischen Wende 1989/ 90 an der Folkwang Universität der Künste Essen, schloß mit zwei Diplomen und dem Konzertexamen ab. Mit sieben Jahren hatte sie begonnen sich dem Instrument zu nähern, da die Mutter es spielte. Jedoch, es war eine Annäherung mit nur wenig Enthusiasmus für das Instrument. Erst mit dem ersten Preis beim Internationalen Akkordeonwettbewerb in Klingenthal weckte es in Claudia Buder Leidenschaft und Begeisterung, wurde es das Instrument ihres Lebens. Claudia Buder wurde mehrfach Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. im Jahr 1994 erste Preisträgerin des III. Interpretationswettbewerbes für Musik des 20. Jahrhunderts. Eine facettenreiche Ausbildung erwarb sie an unterschiedlichen Bildungsstätten. Internationale Lehraufträge führten sie später nach Finnland an die Fachhochschule Turku, in die Slowakei an die Universität Prešov und in die Niederlande an die Musikschule ARTEZ Enschede. Die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere am Musikgymnasium Schloß Belvedere ist Claudia Buder ein wichtiges Anliegen. Neben Meisterkursen leitet sie auch Förderkurse auf internationaler Ebene. Mit dem Wintersemester 2009 eröffnete sie die Fachrichtung Akkordeon an der Hochschule für Musik in Münster.
    Claudia Buder selbst spielt bis heute in unterschiedlichsten Besetzungen im kammermusikalischen Bereich. Zahlreiche Konzerte erschienen auf CD. Engagements im In- und Ausland führten sie auch mit größeren Ensembles wie dem Ensemble Ascolta, dem Ensemble Modern und dem Ensemble Resonanz zusammen. Claudia Buder übernahm den Akkordeonpart bei der Uraufführung der Oper „Emilia Galotti“ von Marijn Simons, der deutschen Erstaufführung der neu instrumentierten Fassung von Alban Bergs Oper „Lulu“, der deutschen Erstaufführung der Oper „Les Boulingrins“ von Georges Asperghis sowie der Kammeroper „Powder Her Face“ von Thomas Adès. Als Solistin war Claudia Buder u.a. zu Gast bei Amsterdam Sinfonietta, der Königlichen Philharmonie Stockholm, den Wiener Philharmonikern und arbeitete mit Dirigenten wie George Alexander Albrecht, Kent Nagano, Andris Nelsons und Jonathan Stockhammer zusammen. 2016 spielte sie kammermusikalisch wie auch solistisch bei den BBC Proms mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo. In Zusammenarbeit mit den Komponisten HK Gruber, Georg Katzer, Steffen Schleiermacher, sowie mit den Komponistinnen Rebecca Saunders und Annette Schlünz brachte Claudia Buder zahlreiche Werke zur Uraufführung.

    Moderation Carsten Tesch
    Redaktion: Angelika Zapf
    51 min
  • MDR KULTUR Café mit Florian Stetter
    Der 1977 in München geborene Sohn eines Mikrobiologen spielte schon mit achtzehn Jahren seine erste Hauptrolle in dem Roadmovie "L'Amour" und wurde beim renommierten Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Bereits während des Schauspielstudiums spielte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, besonders die Zusammenarbeit mit Dominik Graf prägte ihn nachhaltig. Der sympathische und wandlungsfähige Schauspieler verdankt Dominik Graf eine seiner schönsten Rollen, im Film "Die geliebten Schwestern" (2014), der zum Teil in Thüringen gedreht wurde, zeichnete er ein sehr lebendiges und menschliches Porträt von Friedrich Schiller. Florian Stetter, der heute in Berlin lebt, bezeichnet sich selbst als Grenzgänger, er liebt besondere schauspielerische Herausforderungen wie die Rolle des Christoph Probst in "Sophie Scholl - Die letzten Tage", die er ergreifend spielte, oder einen manipulativen Geistlichen in "Kreuzweg" (2014), wo er einen endlos langen Monolog in einem einzigen Take bewältigte. Gerade ist er im Kinofilm "Maysoon" zu sehen, in dem er noch eine ganz andere Facette seines großen Könnens zeigen kann, er spielt dort einen aggressiven, unberechenbaren Ehemann.

    Eine Sendung von Knut Elstermann Redaktion: Gabriele Bischoff
    44 min
  • Tom Hillenbrand: Lieferdienst (4/9)
    Als Arkadi eine Retoure von einer Dachterrasse abholt, wird geschossen. Er haut ab und flüchtet sich zu Ufuk. Der öffnet die Retoure-Box: ein UV-Sterilisator. Und auch er hat einen Port wie ein Maker.
    27 min
  • MDR KULTUR Fragebogen an Florian Stetter
    Der 1977 in München geborene Sohn eines Mikrobiologen spielte schon mit achtzehn Jahren seine erste Hauptrolle in dem Roadmovie "L'Amour" und wurde beim renommierten Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Bereits während des Schauspielstudiums spielte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, besonders die Zusammenarbeit mit Dominik Graf prägte ihn nachhaltig. Der sympathische und wandlungsfähige Schauspieler verdankt Dominik Graf eine seiner schönsten Rollen, im Film "Die geliebten Schwestern" (2014), der zum Teil in Thüringen gedreht wurde, zeichnete er ein sehr lebendiges und menschliches Porträt von Friedrich Schiller. Florian Stetter, der heute in Berlin lebt, bezeichnet sich selbst als Grenzgänger, er liebt besondere schauspielerische Herausforderungen wie die Rolle des Christoph Probst in "Sophie Scholl - Die letzten Tage", die er ergreifend spielte, oder einen manipulativen Geistlichen in "Kreuzweg" (2014), wo er einen endlos langen Monolog in einem einzigen Take bewältigte. Gerade ist er im Kinofilm "Maysoon" zu sehen, in dem er noch eine ganz andere Facette seines großen Könnens zeigen kann, er spielt dort einen aggressiven, unberechenbaren Ehemann. Im MDR KULTUR Café spricht Florian Stetter, Vater zweier Kinder, über die Methode völliger Hingabe an seine Figuren, über die Verantwortung des Schauspielers und die nicht nachlassende Lust an der Verwandlung - offene Auskünfte mit seiner unverwechselbaren, schönen Stimme.
    3 min
  • Brasilien Superstar Seu Jorge mit neuem All Star Album
    Seu Jorge, Brasiliens innovativer Superstar (David Bowie gehörte zu seinen Fans) veröffentlicht ein All Star Album mit seinen Landsfrauen Marisa Monte und Rita Maria. außerdem Neues vom Balkan-Pop Pionier in Deutschland: Shantel

    Titelliste:
    Shantel - Stay Gold
    Seu Jorge & Roge - Saravá
    Ireke - Abanije
    Ireke - Aïshododo
    Nickodemus & Gabriele Poso - La Conga Vieja 
    Gipsy Kings - Historia
    Lucas Santtana & Gilberto Gil - A História Da Nossa Língua
    Seu Jorge & Marisa Monte - Quando Chego
    Seu Jorge & Beck - River Man  
    Seu Jorge - Folia De Amor
    Nana Osei Twum Barim - Message to My Ancestors
    Chancha Via Circuito & Mateo Kingman – Ilaló
    Rizomagic - Planetario
    Ziggy Marley - Make It Paradise
    Ziggy Marley - My Dog Romeo
    Chico Buarque - Funeral de Um Lavrador
    Airto Moreira & Ricardo Bacelar - Maracanós
    Shantel - Mentsh United
    Shantel - Talking Loud
    Shantel - Violets & Hyacinths
    Rasha Nahas - Amrat
    Jamila & The Other Heroes - Hijarna
    Natacha Atlas & Samy Bishai - Somoud
    Tamikrest - Adagh Oyantid
    Saigon Souol Revival – Khúc Tình Yên Vui
    Sam Grisman Project - When First Unto This Country
    Ye Vagabonds - I'll Keep Singing
    Odd Okoddo & Ogoya Nengo - Palagoma
    1 hr 56 min
  • Literatur, die uns die Natur nahebringt
    Die Themen der Sendung:
    *Marie Laure Cruschi: Samen. Nur selten findet sich ein Buch in der Abteilung Gartenbuch, das ganz und gar ohne unmittelbare Nutzanwendung ist, kein Handbuch, keine Anleitung, sondern eine Feier der Schönheit der Natur. Ein solches Buch ist jetzt erschienen im Prestel Verlag. Es ist eine Übernahme der französischen Edition Gallimard Jeunesse, entstanden ist das Buch in dem Pariser Kreativstudio Cruschiform, benannt nach der Direktorin Marie-Laure Cruschi. Sabine Frank ist begeistert.
    *Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel. Die Autorin ist Schriftstellerin, Buchgestalterin und Herausgeberin der „Naturkunden“-Reihe beim Berliner Verlag Matthes & Seitz. Im Sommer 2025 hat sie die traditionsreichen Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten, und nun legt sie ein Buch vor, das auf diese Vorlesungen zurückgeht. Beate Meierfrankenfeld hat das Buch gelesen und mit Judith Schalansky gesprochen.
    *Norbert Sachser und Niklas Kästner: Tierwelt am Limit. Eines der großen Themen unserer Zeit ist das Artensterben – ein Prozess, der sich meist in aller Stille vollzieht und bei den Meisten nicht mehr als ein diffuses Unbehagen hinterlässt aber vielleicht auch Abwehr. Die Biologen Norbert Sachser und Niklas Kästner vom Institut für Verhaltensbiologie in Münster haben sich des Themas angenommen und sie erzählen darüber nicht ausschließlich im Sinne einer Dystopie, sondern mit Ehrfurcht vor den Wundern der Natur. Ihr Buch trägt denn auch den Untertitel: „Die erstaunlichen Anpassungsstrategien der Wild- und Haustiere und ihr Scheitern im Anthropozän“. Also Hoffnung und Desillusion in Einem, wie es scheint. Sabine Frank stellt das Buch vor.
    *Im vergangenen Herbst ist die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ erschienen, eine Geschichtensammlung, die der Leipziger Schriftsteller Matthias Jügler herausgegeben hat, und die als Gemeinschaftsprojekt der ganzen ARD als Lesezeit produziert worden ist. Die einzelnen Folgen gibt’s bei ARD Sounds in der App – und wir haben Matthias Jügler auf die Leipziger Buchmesse eingeladen zu einem Talk auf der ARD und ZDF Gemeinschaftsbühne. Carsten Tesch hat das Gespräch geführt und neben ihm war noch MDR Redakteur Steffen Moratz, der die Lesezeitproduktion betreut hat dabei und auch die Autorin Charlotte Gneuss, eine von vielen Mitschreibenden an dem Buch.
    57 min

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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in…

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