Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

By SWR1 Rheinland-Pfalz
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Meilensteine – Alben, die Geschichte machten episodes

  • Loreley Open Air – Deutschrock und Heimatgefühle | Special (3/5)
    In dieser Folge steht die deutschsprachige Musik im Mittelpunkt. Künstler wie BAP, Peter Maffay, Udo Lindenberg und Die Fantastischen Vier prägen eine neue Generation von Konzerten auf der Loreley. Für BAP wird ein Auftritt im Sommer 1982 zum Wendepunkt ihrer Karriere – obwohl die Band das Angebot zunächst fast ausgeschlagen hätte.
    Peter Maffay erinnert sich an besondere Momente in seinem "Wohnzimmer" Loreley, an außergewöhnliche Begegnungen mit Fans und an Abenteuer abseits der Bühne.
    Außerdem geht es um das politische Engagement der Rockszene: Mit "Rock gegen Atom" wird die Loreley zur Plattform gesellschaftlicher Debatten – inklusive eines Besuchs des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt.
    Kapitel
    • (02:41) – Der Durchbruch von BAP auf der Loreley
    • (09:50) – Die legendäre Jam-Session mit Rory Gallagher
    • (16:55) – Peter Maffays zweites Zuhause
    • (23:04) – Hinter den Kulissen der Loreley
    • (33:12) – "Rock gegen Atom" 1986
    • (35:10) – Udo Lindenberg gibt dem Deutschrock Haltung
    • (37:40) – Deutsche Festivals im Wandel
    Shownotes
    ARD Podcast-Tipp: "Wem gehört Wacken? Metal, Mythos, Millionen"
    48 min
  • Loreley Open Air – Der Fels rockt – Dire Straits | Special (2/5)
    Die Bühne wird größer, die Produktionen spektakulärer und die Liste der auftretenden Bands immer prominenter. Gemeinsam mit Dire Straits-Bassist John Illsley und Wishbone Ash-Gitarrist Andy Powell reisen wir in ein Jahrzehnt voller musikalischer Veränderungen.
    Härtere Gitarrenklänge, gigantische Open Air-Shows und eine Atmosphäre, die bis heute unvergessen ist.
    Barclay James Harvest-Sänger John Lees erinnert sich an die Magie eines Publikums, das seine Begeisterung noch mit Feuerzeugen statt Smartphone-Lichtern ausdrückte.
    Die Folge erzählt, wie aus einem Festival eine Institution wurde – und warum manche Konzerte nicht nur musikalisch, sondern auch hinter den Kulissen für spektakuläre Geschichten sorgten.
    Kapitel
    • (01:05) – Auf in die 80er!
    • (05:11) – Heavy Metal auf der Loreley
    • (07:45) – Dire Straits werden auf den Rockfelsen eingeladen
    • (20:46) – Staus und Verkehrschaos beim Festival
    • (24:53) – Booking für die Loreley
    • (26:22) – Bootlegs und Konzertmitschnitte
    • (28:21) – John Lees erinnert sich an die Loreley
    • (32:20) – Ausblick auf Folge 3
    Shownotes
    ARD-Podcast-Tipp: "Der verbotene Vater" im Podcast "Alles Geschichte – Der History-Podcast"
    38 min
  • Loreley Open Air – Die Geburt eines Mythos: Genesis | Special (1/5)
    Doch wie begann die Erfolgsgeschichte der Loreley als Rockbühne überhaupt? Die erste Folge führt zurück zu den Anfängen des Amphitheaters, das nur wenige Jahre zuvor eher zufällig als Konzertort wiederentdeckt wurde. Zeitzeugen und Musiker erinnern sich an eine Aufbruchsstimmung, die viele später als das "Woodstock Deutschlands" bezeichnen sollten.
    Genesis-Gitarrist Steve Hackett und weitere Wegbegleiter erzählen von den ersten großen Konzerten, von improvisierten Strukturen, einer einzigartigen Atmosphäre – und davon, warum das legendäre Genesis-Konzert beinahe in Flammen aufgegangen wäre.
    Kapitel
    • (02:33) – Zeitmaschine an!
    • (05:18) – Die ersten Konzerte auf der Loreley
    • (15:05) – Phil Collins wird zum Genesis-Frontmann
    • (24:03) – Drogen, Polizei und Rock 'n' Roll
    • (32:43) – Freundschaft mit Genesis-Gitarrist Steve Hackett
    • (35:31) – Genesis und der Progressive Rock
    44 min
  • Trailer: Open Air – Rock unter freiem Himmel – 50 Jahre Loreley
    Im Podcast "Open Air – 50 Jahre Loreley" geht es auf eine Zeitreise durch unglaubliche, coole fünf Jahrzehnte voller legendärer Momente. Hört die Geschichten von Stars wie Genesis-Gitarrist Steve Hackett, Dire Straits-Bassist John Illsley, Wolfgang Niedecken und Al Di Meola. Erlebt, wie The Police oder U2 ihre Karrieren auf der Open-Air-Bühne gestartet haben.
    Von den Anfängen bis heute – erlebt das Lebensgefühl, die Musik und die unvergesslichen Highlights von fünf Jahrzehnten Loreley.
    Lasst euch dieses "Meilensteine"-Special nicht entgehen – hört jetzt rein in "Open Air – 50 Jahre Loreley"! Ab dem 6. Juli erscheint wöchentlich eine von fünf neuen Folgen.
    3 min
  • Foreigner – "4"
    Der Titel "4" passte gleich doppelt. Es war nicht nur das vierte Studioalbum der Band, sondern auch das erste, an dem nur noch vier Musiker beteiligt waren. Die ursprüngliche sechsköpfige Besetzung hatte sich nach internen Konflikten verkleinert. Auf "4" sind nur noch Sänger Lou Gramm, Gitarrist und Mastermind Mick Jones, Bassist Rick Wills und Schlagzeuger Dennis Elliott zu hören.
    Wie Foreigner mit "4" ihren Sound veränderten
    Aufgenommen wurde das Album in den Electric Lady Studios in New York, die Jimi Hendrix 1970 gegründet hatte. Für den damals ungewöhnlichen Sound waren neben der Band vor allem Produzent Robert "Mutt" Lange und Toningenieur und Keyboarder Thomas Dolby verantwortlich.
    Lange trieb Foreigner während der aufwendigen Aufnahmen zu Höchstleistungen und anschließend ergänzte Dolby seine markanten Synthesizer-Klänge. Die waren Anfang der 80er Jahre nicht nur für Rock noch eine echte Neuheit. Insgesamt dauerte die Produktion stolze elf Monate.
    Aber all die harte Arbeit zahlte sich aus. Mit "Urgent", "Waiting For A Girl Like You" oder "Juke Box Hero" sind auf "4" gleich mehrere Hits, die bis heute zu den Rock-Klassikern gehören.
    "Urgent": Saxofon, Synthesizer und Rock
    "Urgent" zählt zu den bekanntesten Songs der Foreigner. Prägend sind seine enorme Energie und das ikonische Saxofon-Solo, das der US-amerikanische Tenorsaxofonist Jr. Walker einspielte. Mick Jones und "Mutt" Lange hatten Walker in einem New Yorker Club entdeckt.
    Gerade "Urgent" zeigt den musikalischen Wandel der Foreigner besonders gut. Thomas Dolby prägte den Song mit seinen markanten Synthesizer-Klängen, die ihm diesen unverwechselbaren Charakter verleihen.
    Die Geschichte hinter "Waiting For A Girl Like You"
    Auch in der Power-Ballade "Waiting For A Girl Like You" zeigt Dolby sein Können. Schon das Intro mit seinen sphärischen Synthesizer-Klängen war für Foreigner und den Hard Rock der damaligen Zeit eher ungewöhnlich. Lou Gramms markante Stimme verleiht dem Song die emotionale Tiefe, die den Text trägt. Der Sänger ist dafür bekannt, den Lyrics mit seinem ausdrucksstarken Gesang besondere Intensität zu verleihen.
    Inhaltlich erzählt "Waiting For A Girl Like You" von Sehnsucht und Liebe – auch von körperlicher Liebe. Gleichzeitig steckt darin eine sehr persönliche Geschichte von Mick Jones. Als er den Song schrieb, erwarteten er und seine Frau ihr erstes Kind und gingen zunächst davon aus, eine Tochter zu bekommen. Auch wenn sich das später nicht bestätigte, erzählte Jones der Meilensteine-Redakteurin Katharina Heinius einmal in einem Interview, dass ihn der Song bis heute tief berührt.
    Ich bin ein riesen Fan von Lou Gramm. Für mich ist er vielleicht der beste Rock-Sänger aus der Zeit.

    Quelle: Meilensteine Redakteur Stephan Fahrig über Foreigner-Sänger Lou Gramm

    "Juke Box Hero" und der Traum vom Rockstar-Leben
    "Juke Box Hero" schlägt im Vergleich zu "Waiting For A Girl Like You" wieder deutlich rockigere Töne an. Der Song lebt von einem Wechsel von eher ruhigeren und kraftvollen Passagen und erzählt die Geschichte eines Fans, der im Regen vor einer ausverkauften Konzerthalle steht und davon träumt, eines Tages selbst ein Rockstar zu werden. Schließlich kauft er sich eine Gitarre, bringt sich das Spielen bei und erfüllt sich diesen Traum.
    Foreigner spielen live mit voller Energie
    Mit dem perfekt produzierten Studiosound von "4" bewegten sich Foreigner musikalisch stärker in Richtung Mainstream. Live bewies die Band jedoch, dass sie mit der rohen Rock-'n'-Roll-Energie, die Foreigner auf der Bühne entfalteten, eine echte Rockband war.
    Foreigner stehen übrigens auch heute noch auf der Bühne. In diesem Jahr feiert die Band ihr 50-jähriges Jubiläum. Aus der Originalbesetzung ist allerdings niemand mehr dabei. Auch Mick Jones hat sich inzwischen aufgrund seiner Alzheimererkrankung komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
    Man kann dieses Album immer noch auflegen und bekommt einhundert Prozent Rock um die Ohren geblasen.

    Quelle: Meilensteine Redakteurin Katharina Heinius über "4"

    Shownotes
    • Singen wie Lou Gramm? Probier es aus!
    • Interview mit Lou Gramm
    • Infos über Foreigner "4" als Deluxe Edition
    • Video "Juke Box Hero"
    Über diese Songs vom Album "4" sprechen wir im Podcast
    • (18:48) – "Night Life"
    • (30:40) – "Urgent"
    • (49:18) – "Waiting For A Girl Like You"
    • (01:07:00) – "Juke Box Hero"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (06:42) – "Feels Like The First Time" von Foreigner
    • (06:55) – "Cold As Ice" von Foreigner
    • (36:39) – "Shotgun" von Jr. Walker
    • (37:01) – "(I'm A) Road Runner" von Jr. Walker
    • (51:59) – "Dream On" von Aerosmith
    • (52:37) – "Always" von Bon Jovi
    1 hr 25 min
  • Buena Vista Social Club – "Buena Vista Social Club"
    Die Musik, die wir vom Buena Vista Social Club kennen, die uns an Palmen, Drinks in der Abendsonne und Sommerurlaub erinnert und so leicht klingt, hat einen düsteren Ursprung. Sie ist sehr eng mit der Geschichte des Landes Kuba und der Hauptstadt Havanna verknüpft.
    Die Geschichte des Nährbodens für den "Buena Vista Social Club"
    Der für diesen Aspekt prägende Teil von Kubas Geschichte beginnt als spanische Kolonie mit westafrikanischen Sklaven, die dorthin zum Zuckerrohranbau verschleppt wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen kubanische Rebellen, mit Unterstützung durch die US-Amerikaner, sich gegen die Kolonialherrschaft Spaniens aufzulehnen. Das verschärfte die Spannungen zwischen den USA und Spanien und prägte die Insel.
    Die Spannungen gipfelten im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898, aus dem Amerika als Sieger hervorging. Formal unabhängig wurde die Republik Kuba im Jahr 1902.
    Später, während der Prohibitionszeit in den 1920er- und 1930er-Jahren, wurde Kuba zur Vergnügungsinsel reicher Amerikaner. Die wollten während ihrer Urlaube natürlich unterhalten werden – durch Musik. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren hat für die unglaublich gute Qualität an Musikern und den lateinamerikanischen Vibe auf Kuba gesorgt.
    Die Clubkultur Kubas bringt den "Buena Vista Social Club" hervor
    In den 40er- und 50er-Jahren haben sich in den Stadtvierteln Havannas viele "Clubs" gegründet, die aber mehr als Vereine zu sehen sind und weniger als Musikclubs, wie wir sie heute aus unserer Gesellschaft kennen, erklärt Musikredakteur Benjamin Brendebach im Podcast.
    In den Clubs haben sich unterschiedliche soziale Gruppen zusammengefunden, zum Beispiel aus verschiedenen Berufsgruppen. Musik war dabei oft ein elementarer Teil des Zusammenseins. Einer dieser Clubs ist eben der Grundstein für dieses Album geworden, der "Club Social" im Stadtviertel "Buena Vista" in der kubanischen Hauptstadt Havanna.
    Und eben in diesem Club sind zu der Zeit neue Rhythmen entstanden und geprägt worden, die wir heute – vor allem auch aus der Tanzschule – kennen.
    Da entstand dann eben auch diese neue Musik. Da ist der Mambo, die Rumba, der Cha-Cha-Cha – all das ist dort entstanden und von da aus in die Welt gegangen und vor allem auch in die Tanzschulen.

    Quelle: Musikredakteur Benjamin Brendebach im Meilensteine Podcast

    Ry Cooder kommt nach Kuba und gründet quasi das Projekt "Buena Vista Social Club"
    Gitarrist und Produzent Ry Cooder war in den 90ern bei einem kleinen amerikanischen Label unter Vertrag und hatte schon einen Grammy gewonnen, was ihm bei seiner Plattenfirma sozusagen Narrenfreiheit bescherte, erklärt Brendebach.
    Er ging in den 90ern nach Kuba, um mit kubanischen und afrikanischen Musikern ein neues Album aufzunehmen. Weil einige Musiker aber kein Visum bekommen hatten, scheiterte dieser Plan. Daraufhin hat Ry Cooder sich mit kubanischen Musikern zusammengetan und die Supergroup der Altmeister sozusagen zusammengetrommelt für "Buena Vista Social Club".
    Der größte Hit auf "Buena Vista Social Club" ist "Chan Chan"
    Der bekannteste Song auf dem Album "Buena Vista Social Club" ist unbestritten der Song "Chan Chan" – dazu reicht ein Blick auf die Streamingzahlen.
    Geschrieben hatte den Song der kubanische Musiker Compay Segundo bereits Mitte der 80er-Jahre. In der Zusammenarbeit mit Ry Cooder hat sich der Song nochmal deutlich verändert, aber es ist in den Grundzügen derselbe Song geblieben. Es gibt jedoch eine große Veränderung: Erst mit dem "Buena Vista Social Club" wurde der Song zum Welterfolg für den damals bereits 90-jährigen Musiker.
    "Chan Chan" ist dabei exemplarisch zu sehen, denn viele Songs auf dem Album waren in ihrer Urform schon Jahre vorher entstanden.
    Die Aufnahmen zu "Buena Vista Social Club" waren "eine riesen Party"
    Heutzutage ist es üblich, dass Musiker, wenn sie ins Studio gehen, um Songs aufzunehmen, nicht gemeinsam im Tonstudio stehen, sondern jede Instrumenten- und Gesangsspur einzeln und nacheinander aufzeichnen. So wird unter anderem sichergestellt, dass jede Spur perfekt eingespielt worden ist – perfekt im Rhythmus und ohne störende Nebengeräusche.
    Beim "Buena Vista Social Club" war das ganz anders, erzählt Benjamin Brendebach. Die Musiker haben sich gemeinsam ins Studio gesetzt und zusammen "gejammed", also teilweise auch improvisiert.
    Das war im Endeffekt eine riesen Party mit Musikern, die da zusammengekommen sind.

    Quelle: Benjamin Brendebach über den Aufnahmeprozess von "Buena Vista Social Club"

    Das musikalische Kollektiv macht "Buena Vista Social Club" aus
    Das Besondere daran ist auch, dass es eben keine fest bestehende Gruppe war und alles sehr organisiert war, sondern dass es eine Art musikalisches Kollektiv aus dieser Stadt bzw. dem Viertel gewesen ist.
    Wenn für einen Song noch ein Pianist gebraucht wurde, hat man sich überlegt, wer könnte denn zum Beispiel das Klavier spielen? Dann ist man zu der Wohnung in der Nachbarschaft gegangen und hat diesen Bekannten einfach dazugeholt, so umschreibt es Brendebach und fügt hinzu: "Das macht es eben auch aus".
    Für mich persönlich ist das [...] mein Sommersoundtrack. Ich muss nur "Chan Chan" hören und schon sitzt man irgendwo an der Strandbar, nippt am Cocktail und freut sich des Lebens.

    Quelle: Musikredakteur Benjamin Brendebach über seine persönliche Verbindung zum Album

    Der Film von Wim Wenders befeuert den Hype um "Buena Vista Social Club"
    1999 hat der deutsche Filmemacher Wim Wenders einen Dokumentarfilm über den "Buena Vista Social Club" herausgebracht und damit den Hype um das Album und die kubanische Musik neu entfacht.
    Das Vermächtnis von "Buena Vista Social Club"
    Für Musikredakteur Benjamin Brendebach signalisiert dieses Album vor allem, dass man als Hörer und Musikfan offen bleiben sollte, was das Musikalische angeht. Und für Musikredakteurin Katharina Heinius zeigt dieses Album, dass wir musikalisch und kulturell verbunden sind.
    Diese Musik ist wie ein Schmelztigel! […] Dieses Album zeigt einfach, dass Musik verbindet.

    Quelle: Katharina Heinius über die Bedeutung von "Buena Vista Social Club“

    Shownotes
    • Webseite von Filmemacher Wim Wenders
    • Offizielle Seite des "Buena Vista Social Club"
    • Das Buch zum Film "Buena Vista Social Club"
    • Buchtipp zu kubanischer Musik
    • ARD Podcast-Tipp: "Radioreisen"
    Über diese Songs vom Album "Buena Vista Social Club" sprechen wir im Podcast
    • (28:07) – "Chan Chan"
    • (37:43) – "El Cuarto de Tula"
    • (44:21) – "Pueblo Nuevo"
    • (48:49) – "¿Y Tú Qué Has Hecho? "
    • (53:24) – "Veinte años"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (22:50) – "Shape Of You" von Ed Sheeran
    • (54:19) – "Como Un Milagro" von Omara Portuondo
    1 hr
  • The Smiths – "The Queen Is Dead"
    "The Queen Is Dead" von The Smiths ist Morrisseys Abrechnung mit dem britischen Königshaus, erklärt Frank König im Meilensteine Podcast. Und es ist gleichzeitig Wegbereiter für den Britpop, der Mitte der 90er die Charts erobern sollte.
    Das Album "The Queen Is Dead" ist auch der direkte Nachfolger ihres Meilenstein-Albums "Meat Is Murder" aus dem Jahr 1985, von dem wir unter anderem den Hit "How Soon Is Now?" kennen.
    Das Plattencover zum The Smith Album "The Queen Is Dead"
    Das Plattencover vom Album "The Queen Is Dead" zeigt uns, dass The-Smiths-Sänger Morrissey ein riesiger Kino- und Buchfan ist. Letzteres hat er wohl von seiner Mutter, erzählt Katharina Heinius im Podcast. Diese hat als Bibliothekarin gearbeitet, und den jungen Morrissey immer mit Literatur versorgt.
    Seine Leidenschaft spiegelt sich gleich an mehreren Stellen auf dem Album wider – klanglich und optisch. Der Titel des Albums "The Queen Is Dead" ist auch der Titel eines Kapitels in dem Buch "Last Exit To Brooklyn", einem Buch über die Unterschicht im New York der 50er-Jahre, das später auch verfilmt worden ist.
    Und auf dem Plattencover sehen wir den Schauspieler Alain Delon in einer Szene aus dem Film "Die Hölle von Algier" vom französischen Filmemacher Alain Cavalier.
    Im Vordergrund von The Smiths‘ Album "The Queen Is Dead" steht Sänger Morrissey
    Neben der genialen Gitarrenarbeit von Johnny Marr, steht auch bei diesem Album die polarisierende Figur Morrissey im Vordergrund. Zum einen mit seinem besonderen Stil und seinen außergewöhnlichen Gesangsmelodien, vor allem aber auch wegen seiner Texte und seinem öffentlichen Auftreten, das oft von Provokation geprägt ist. Was davon ernst gemeint ist und was nicht, ist oft nur sehr schwer auseinanderzuhalten.
    Es zieht sich auch durch dieses Album. Auf der einen Seite dieses "Ihr könnt uns alle mal" und auf der anderen, dieses Trotzdem-geliebt-werden-wollen, scheint so immanent zu sein bei ihm.

    Quelle: Podcast-Host Frank König über die verschiedenen Signale, die Morrissey aussendet

    Auch abseits der Musik hat Morrissey seine Provokationen nach außen getragen und sich und die Band immer so inszeniert, dass sie zu wenig Unterstützung (zum Beispiel durch die Plattenfirma) bekommen hätten und sie eigentlich viel erfolgreicher sein müssten. Zu der Zeit hat die Management-Aufgaben keine Agentur oder ein offizieller Manager übernommen, sondern Gitarrist Johnny Marr zusätzlich zu seiner musikalischen Arbeit.
    Zum Mangel an öffentlicher Aufmerksamkeit in den 80ern kann noch angefügt werden, dass die Gruppe sich in den 80ern selbst lange dagegen gewehrt hat, Musikvideos zu drehen, was damals das bestimmende Medium gewesen ist, erklärt Podcast Gast und Morrissey-Experte Klaus Biehler. Das erste Musikvideo gab es dann zu dem Song "The Boy With The Thorn In His Side" vom Album "The Queen Is Dead".
    Für Meilensteine-Gast und Morrissey-Experten Klaus Biehler wirken Textzeilen wie diese gar nicht so drastisch, erzählt er im Podcast.
    Ich habe das nie so direkt, sondern immer mehr als Symbol verstanden.

    Quelle: Klaus Biehler, Podcast-Gast und Morrissey-Experte über die Texte

    The Smiths und ihr Album "The Queen Is Dead" sind ein Bindeglied
    Für Musikredakteurin Katharina Heinius ist "The Queen Is Dead" ein zeitloses Album, weil es eine Art Bindeglied ist. Die Band ist beeinflusst von der Musik der Rolling Stones, der Beatles, vom Soul der 60er genauso wie von Bands wie den New York Dolls. Diese Einflüsse nimmt die Band, besonders auf diesem Album, verarbeitet sie und wird damit zum Vorläufer des Britpop.
    Shownotes
    • Video von Terra Xplore: "Das Milgram-Experiment: Würdest du gehorchen?"
    • Kritischer Spiegel-Artikel zum "Milgram-Experiment"
    • Website von "Bail", der Band unseres Studiogasts Klaus Biehler
    • Musikvideo zum Song "The Boy With The Thorn In His Side"
    • Buchtipp: "Mozipedia"
    • Buchtipp: "Im Gespräch mit Morrissey"
    • ARD-Podcast-Tipp: "Y-Kollektiv – der Podcast"
    • Das Programm im SWR PopUp Studio in Kaiserslautern
    Über diese Songs vom Album "The Queen Is Dead" sprechen wir im Podcast
    • (13:24) – "The Queen Is Dead"
    • (25:35) – "I Know It’s Over"
    • (38:30) – "Bigmouth Strikes Again"
    • (49:41) – "The Boy With The Thorn In His Side"
    • (55:51) – "There Is A Light That Never Goes Out"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (05:05) – "Genius Destroys Everything" von Bail
    • (23:44) – "I Can’t Stand It" von The Velvet Underground
    • (25:03) – "Kick Out The Jams" von MC5
    • (28:09) – "Halleluja" von Jeff Buckley
    • (31:29) – "Unchained Melody" von The Righteous Brothers
    • (37:52) – "The Drugs Don’t Work" von The Verve
    • (44:16) – "Jumpin’ Jack Flash" von The Rolling Stones
    • (44:55) – "Spellbound" von Siouxsie And The Banshees
    • (59:40) – "Lonely Planet Boy" von New York Dolls
    • (01:00:17) – "Will You Love Me Tomorrow" von The Shirelles
    • (01:01:41) – "Hitch Hike" von Marvin Gaye
    1 hr 12 min
  • Blink-182 – "Take Off Your Pants And Jacket"
    Nach ihrem internationalen Durchbruch mit dem Album "Enema Of The State" hatten sich die Möglichkeiten für Mark Hoppus, Tom DeLonge und Travis Barker vervielfacht, was die (finanzielle) Umsetzung ihres nächsten Albums betraf. Über die musikalische Ausrichtung war die Band sich jedoch nicht immer ganz einig.
    "Take Off Your Pants And Jacket" ist das Album nach dem Durchbruch von Blink-182
    Sänger und Bassist Mark Hoppus wollte im Grunde genommen nochmal ein zweites "Enema Of The State" schreiben, während Tom DeLonge sich zumindest in Teilen eine musikalische Weiterentwicklung erhoffte. Musikalisch durfte es für DeLonge etwas ernsthafter und düsterer werden. Damit wurden die Spannungen innerhalb der Band größer, aber das Album "Take Off Your Pants and Jacket" auch deutlich vielfältiger.
    Einige Jahre später führten die Spannungen innerhalb der Band auch zum zwischenzeitlichen Ausstieg von Tom DeLonge und sogar zum kurzzeitigen (inoffiziellen) Ende von Blink-182.
    Auf Blink-182's "Take Off Your Pants…" finden wir Pipi-Kacka-Humor und Jugendprobleme
    Inhaltlich beschäftigen sich Blink-182 auf "Take Off Your Pants and Jacket" wie auch schon auf dem Vorgängeralbum hauptsächlich mit pubertärem Humor. Es finden sich aber auch Themen des Erwachsenwerdens auf der Platte. Als Beispiele seien hier Themen wie jugendliche Unsicherheit, Einsamkeit oder eben auch traumatische Erlebnisse genannt, wie die Scheidung der Eltern – zu hören auf einem sehr persönlichen Song von Sänger und Gitarrist Tom DeLonge.
    Blink-182 definieren den Pop-Punk auch auf "Take Off Your Pants and Jacket"
    Blink-182 gelten heute oft als die Band, die wie keine zweite das Genre des Pop-Punk definiert hat. Dabei haben sie mit ihren persönlichen Einflüssen aus legendären Punkbands wie NOFX, The Descendents, Bad Religion sowie Bands wie The Cure ihren Sound geschaffen. Dafür haben sie eben die Energie und das Tempo des Punks mit der Melancholie und Eingängigkeit von Popmusik vereint.
    Es geht beim Pop-Punk schon auch darum zu rebellieren, aber nicht im politischen Sinne!

    Quelle: SWR1 Musikredakteur Patrick Schütz über die Definition von Pop-Punk

    Der Blink-182-Baukasten für Erfolg auf "Take Off Your Pants And Jacket"
    In einer Art Baukasten haben Blink-182 die für sie typischen Elemente aus einfachen, aber melancholisch-eingängigen Gitarrenmelodien, durchlaufenden Basslines, sogenannten Oktavakkorden und dem unglaublich guten Schlagzeugspiel von Travis Barker verbunden. Mit diesem Rezept können sie ihre Songs nach und nach zusammenbauen. Die einzelnen Teile können aber auch immer wieder alleine funktionieren.
    Neben der instrumentalen Komposition ist auch der Gesang besonders bei Blink-182. Die Stimmen der beiden Sänger Mark Hoppus und Tom DeLonge ergänzen sich sehr gut. Hoppus eher im tiefen, monotonen Bereich, klingt durch die stimmlichen Dopplungen von DeLonges eher höherer nasaler Stimme deutlich vielfältiger. Auch die bewusst eingebauten "Nanana's" und Passagen dieser Art machen die Songs bunter, sorgen für eine Leichtigkeit und laden zum Mitsingen ein – auch für Fans, die alles andere als textsicher sind.
    Travis Barker macht den Unterschied für Blink-182
    Das Rückgrat der Musik – und wenn man so will auch des Erfolgs – von Blink-182 ist das Schlagzeugspiel von Travis Barker. Der begleitet die Band mit seinem Drumming nicht einfach, sondern er spielt so ausgefeilt und kreativ, dass die Drums nicht nur der Pulsschlag der schnellen Songs sind, sondern auch gleichzeitig Leadinstrument.
    Im Soundgewand von Blink-182 ist das Drumkit daher auch oft weiter vorne zu hören und hat einen ausgefeilteren Sound als bei anderen Bands. Denn, Barker kann man einen großen Teil des Erfolgs des Trios zuschreiben – erst seitdem er Teil der Band ist, sind sie international erfolgreich.
    "Take Off Your Pants…" und Blink-182 fangen ein Zeitgefühl ein!
    Das Timing bei "Take Off Your Pants And Jacket" war perfekt für Blink-182. MTV war groß, Skateboards und Highschool-Komödien hatten ihre Hochzeit, und für all das konnten Blink mit ihrer Musik sozusagen den Soundtrack liefern. Damit konnten sie genau diese Generation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen so stark prägen, denn sie haben mit ihrer Musik ein Lebensgefühl eingefangen.
    Was ich persönlich mit diesem Album verbinde, ist ein Lebensgefühl. Du hattest einen schlechten Tag, du kommst Heim, machst diese Platte an und du kriegst gute Laune – einfach guter Pop-Punk!

    Quelle: SWR1 Musikredakteur Johannes Heuft über das Album "Take Off Your Pants And Jacket"

    Shownotes
    • Infos zum Albumcover und Booklet von "Take Off..."
    • ARD Podcast-Tipp: "Interpretationssache"
    • Das Musikvideo zu "Stay Together For The Kids"
    • Das Musikvideo zu "First Date"
    • Das Musikvideo zu "The Rock Show"
    • The Punkrock MBA – "The Strange History of Blink-182"
    • Wichtige Fakten für alle Blink-182-Fans
    • "The Genius Of Travis Barker" – Was macht Travis Barker so genial
    • Der Programmplan für das SWR PopUp-Studio in Kaiserslautern
    Über diese Songs vom Album "Take Off Your Pants And Jacket" sprechen wir im Podcast
    • (11:25) – "Anthem Part Two"
    • (40:03) – "First Date"
    • (42:41) – "The Rock Show"
    • (48:11) – "Stay Together For The Kids"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (06:01) – "Dammit" von Blink-182
    • (06:29) – "All The Small Things" von Blink-182
    • (19:24) – "I'm The One" von The Descendents
    • (19:48) – "American Jesus" von Bad Religion
    • (21:07) – "Linoleum" von NOFX
    • (21:45) – "Just Like Heaven" von The Cure
    • (22:47) – "The Adventure" von Angels & Airwaves
    1 hr
  • Die Toten Hosen – "Opium fürs Volk"
    Als die Toten Hosen im Frühjahr 2026 ihre Tour "Trink aus! Wir müssen gehen" ankündigen, ahnen viele Fans schon, dass es sich um einen Abschied handelt. Das gleichnamige Album soll auch das letzte Studioalbum der Band sein. Für die Meilensteine-Redaktion stand fest: Es wird Zeit, die Jungs rund um Leadsänger Campino zu ehren. Nur mit welchem Album?
    In unserem Online-Voting habt ihr euch für "Opium fürs Volk" entschieden. Es ist im selben Jahr wie "Le Frisur" von Die Ärzte erschienen – und ebenfalls ein Konzeptalbum. Allerdings war das Album der Hosen zuerst da und es geht nicht um Frisuren und Bärte, sondern um Religion und Philosophie.
    Die Freundschaft zwischen den Donots und den Toten Hosen
    Einer, der Die Toten Hosen nicht nur kennt, sondern auch gut mit ihnen befreundet ist, ist Ingo Knollmann von den Donots. Als Podcastgast in dieser Folge erzählt er, dass die Hosen sein allererstes Konzert waren und ihn dazu inspiriert haben, eine eigene Band zu gründen. Vier Jahre später gab es die Donots und irgendwann nahm die Freundschaft zwischen den Bands ihren Lauf.
    So entstand "Opium fürs Volk"
    1996 waren Die Toten Hosen auf dem bis dato Höhepunkt ihrer Karriere. Mit dem Album "Kauf mich!" von 1993 erreichten sie Platz eins der deutschen Albumcharts und mussten sich mit der Frage herumschlagen, ob ihre Musik überhaupt noch Punk sei. Sie hatten aber auch ihr eigenes Label gegründet und damit neue Freiheiten gewonnen.
    Mit "Opium fürs Volk" schlug die Band eine klare Richtung ein: mehr hin zum Stadionrock – und man könnte auch vorsichtig sagen, dass sie dem Mainstream ein Stück näher gekommen sind. Das Konzept fürs Album entwickelte Sänger Campino, nachdem er auf Einladung des Abts Stephan Schröder eine Woche im Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede verbracht hatte.
    Campino nimmt dort am klösterlichen Leben teil und beschäftigt und sich mit den großen Fragen des Lebens – kein Wunder also, dass der Albumtitel von einem Zitat des Philosophen Karl Marx inspiriert ist.
    Von Karl Marx zu den Toten Hosen
    Marx schreibt in seiner Schrift "Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie": "Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks." Beim Album wird aus der Religion die Band selbst – sie sind das Opium fürs Volk.
    Klar wird der religiöse Bezug direkt auf dem Opener, "Vaterunser", der das wichtigste Gebet der Christen aufgreift und auch wie ein Gebet klingt. Für viele Punk-Fans war das sicherlich ein gewöhnungsbedürftiger Einstieg. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und tiefer ins Album einsteigt, erkennt, dass zwischen der Religions- und Gesellschaftskritik jede Menge Selbstironie steckt.
    Das [Album] ist genauso diffus wie das Leben selbst, dann da kommt alles vor. Es geht um Missbrauch einerseits, es geht aber auch um Jugendträume, um Jägermeister und es geht um den Sinn des Lebens.

    Quelle: SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach über das Konzept von "Opium fürs Volk"

    Ehrliche Kritik und nicht nur Provokation
    "Provozieren und dadurch ins Gespräch kommen, das haben die Hosen schon immer ganz gut gekonnt", sagt SWR1 Musikredakteur Benjamin Brendebach. Und das ist ihnen mit "Opium fürs Volk" erneut gelungen. Während in "Und so weiter" deutsche Spießer und ihre Faulheit aufs Korn genommen werden, erlebt das Gangsterpaar in "Bonnie & Clyde" ein Abenteuer nach dem anderen – zumindest stellen sie es sich so vor.
    Man kann den Song als Hymne für Punks und Gangster interpretieren oder eben daraus schließen, dass alles nur eine Fantasie ist. Genau das zeichnet laut Ingo Knollmann die Toten Hosen aus: "Die Hosen sind in ihrer Art auch Punk, aber eben nicht dieses Brutale, dieses Aggressive. [...] Und das macht es dann auch aus, warum sie wirklich für viele so hörbar sind und auch Campino als Mensch so interessant und sympathisch ist."
    Das macht "Opium fürs Volk" so erfolgreich
    Neben den verschiedenen Themen und Lebensfragen, die auf dem Album behandelt werden, ist auch die Musik, die zu hören ist, "bemerkenswert vielseitig", findet Host Frank König. Gregorianische Gesänge teilen sich auf dem Album einen Platz mit Dudelsack, Flöten, Streicher, Synthesizer, Punk, Folk, Rock und Reggae.
    Und diese Mischung, die von einem religiösen roten Faden, durchzogen ist, geht auf. "Opium fürs Volk" gehört zu den meistverkauften Alben in Deutschland, erreichte Platz eins der deutschen Charts und wurde noch im Jahr der Veröffentlichung mit einer Goldenen und einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.
    "Opium fürs Volk" ist ein Album, wo sich die Band wirklich probiert hat, neu zu ordnen, neu zu finden, sich musikalisch auszuprobieren und gleichwohl auch in ein paar Songs zwischendurch selbstreferenziell Fanservice für die alten Oldschool-Fans gemacht hat. Das kriegt dieses Album besser hin, als jedes andere Hosen-Album.

    Quelle: Donots-Sänger und Tote Hosen-Freund Ingo Knollmann über "Opium fürs Volk"

    Shownotes
    • Das Programm im PopUp Studio Kaiserslautern
    • Doku in der ARD Mediathek: "Die toten Hosen - das letzte Album"
    • Die Donots bei Rock am Ring 2022 mit "Hier kommt Alex" auf Youtube
    • Interview mit Campino zum 60. Geburtstag bei SRF 3
    • ARD Podcast-Tipp: "1LIVE Ikonen - Die Toten Hosen"
    Über diese Songs vom Album "Opium fürs Volk" sprechen wir im Podcast
    • (15:49) – "Vaterunser"
    • (23:44) – "Und so weiter"
    • (26:51) – "Bonnie & Clyde"
    • (36:18) – "Paradies"
    • (43:04) – "Viva la revolution"
    • (47:35) – "10 kleine Jägermeister"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (27:47) – "21 Guns" von Green Day
    • (28:31) – "Don't Call Me White" von NOFX
    • (29:28) – "Raum der Zeit" von WIZO
    • (39:34) – "Denn sie wissen nicht, was sie tun" von ZK
    • (40:11) – "Opel-Gang "von ZK
    55 min
  • Die Ärzte – "Le Frisur"
    Das Album "Le Frisur" von den Ärzten ist mal wieder ein Beweis dafür, dass die Band sich selbst nicht zu ernst nimmt – als ob der noch nötig gewesen wäre – und der Spaß bei der Band häufig im Vordergrund steht.
    Podcastgast George Lindt kennt Die Ärzte
    Dass Die Ärzte offen sind für allerhand verrückte Ideen, kann Podcastgast George Lindt selbst belegen. Er hat mehrfach mit den Ärzten gesprochen und mit ihnen in der Vergangenheit ihre eigenen Songs neu aufgenommen – auf Japanisch und Chinesisch. Auch deshalb war er die perfekte Wahl als Gast für diese Podcastfolge zu "Le Frisur". George Lindt spricht in dieser Meilensteine-Folge nicht nur über das Album, sondern erzählt auch jede Menge Anekdoten aus der Geschichte der Band.
    Die tiefere Bedeutung vom Ärzte-Album "Le Frisur"
    Ein Konzeptalbum nur über Haare, Bärte und Co., so etwas Verrücktes fällt wirklich nur den Ärzten ein. Aber wer die Ärzte kennt, weiß, dass es – auch wenn es offenkundig und beim ersten Blick sehr albern und lustig gemeint ist – bei den Ärzten eigentlich immer eine tiefere Bedeutung gibt, auch beim Album "Le Frisur".
    Es sind die Ärzte und das Ding hat immer einen doppelten und dreifachen Boden!

    Quelle: Johannes Heuft, SWR1 Musikredakteur über die tiefere Bedeutung auf "Le Frisur"

    Ein gutes Beispiel dafür ist der Song und das dazugehörige Musikvideo zu "Mein Baby war beim Frisör", in dem die Ärzte "Femizide" thematisieren. Die Musik und das Video sind dabei typisch lustig dargestellt, die Botschaft des Songs hingegen ist eher erschütternd.
    Neben dem inhaltlichen doppelten Boden spielen Die Ärzte auf dem Album ganz viel mit der Erwartungshaltung des Hörers. Johannes Heuft erklärt: Wenn wir uns an einen Song gewöhnt und reingehört haben, dann passiert oft eben etwas komplett anderes, und das macht das Album auch spannend.
    Auf "Le Frisur" von den Ärzten hören wir (fast) alles!
    Auf "Le Frisur" gibt es auch ganz viele Dinge, bei denen wir Verbeugungen vor großen Vorbildern erkennen und auch Inspirationen unterschiedlicher Natur. Auch ganz viele unterschiedliche Genres haben Die Ärzte auf das Album gepackt. Von (natürlich) Punk, über Pop, Metal, Reggae bis zu den Comedian Harmonists und Frank Sinatra ist fast alles dabei.
    Die Kernessenz von Die Ärzte ist es, immer anders zu sein und immer etwas zu machen, was keiner erwartet!

    Quelle: George Lindt, Musikjournalist, über Die Ärzte im Podcast

    Und so bizarr und chaotisch der bunte – teilweise vielleicht sogar fragwürdige – Mix der Ärzte ist, den sie auf diesem Album über Haare zusammenkomponiert und produziert haben, so einleuchtend ist die Platte und alles darauf für Meilensteine-Gast George Lindt.
    Es scheint sehr grotesk zu sein, aber beim näheren Hinhören merkt man, dass es gar nicht grotesk ist, sondern völlig logisch.

    Quelle: George Lindt, Musikjournalist und Meilensteine-Gast, über "Le Frisur"

    Shownotes
    • Webseite von Studiogast George Lindt
    • Das Wiki zu "Rock in Berlin"
    • Albumreview bei "The Circle"
    • Albumreview zum 25-jährigen Jubiläum von "Le Frisur"
    • Plattenkrach bei minutenmusik.de
    • ARD Podcast-Tipp: "Diese eine Liebe"
    Über diese Songs vom Album "Le Frisur" sprechen wir im Podcast
    • (15:08) – "Erklärung"
    • (24:14) – "Mein Baby war beim Frisör"
    • (28:14) – "Motherfucker 666"
    • (38:24) – "3-Tage-Bart"
    • (44:17) – "No Future (ohne neue Haarfrisur)"
    • (46:27) – "Der Medusa-Man (Serienmörder Ralf)"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (18:53) – "Ich gehöre nicht dazu" von Farin Urlaub
    • (30:49) – "Master Of Puppets" von Metallica
    • (31:05) – "Killing In The Name" von Rage Against The Machine
    • (32:30) – "Blind" von Korn
    • (33:40) – "Dark Star" von Deine Lakaien
    • (34:10) – "Pretty Fly For A White Guy" von The Offspring
    • (34:38) – "War Pigs" von Black Sabbath
    • (32:26) – "Hammer Smashed Face" von Cannibal Corpse
    • (36:00) – "The Girl From Ipanema" von Frank Sinatra
    • (37:01) – "Veronika, der Lenz ist da" von Comedian Harmonists
    • (47:19) – "Where The Wild Roses Are" von Nick Cave und Kylie Minogue
    57 min

About Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

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Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor.

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