Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

By SWR1 Rheinland-Pfalz
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Meilensteine – Alben, die Geschichte machten episodes

  • Daft Punk – "Discovery"
    Daft Punk sind eine der größten House-Bands aller Zeiten. Den internationalen Durchbruch haben sie mit ihrer Single "Around The World" und dem dazugehörigen Album "Homework" geschafft. Mit ihrem zweiten Album "Discovery" hat die Gruppe ihren Stand gefestigt und gezeigt, dass sie keine musikalischen Eintagsfliegen sind.
    Ab da ist die Erfolgskurve von Daft Punk, die man auch dadurch kennt, dass sie selbst immer mit Roboterhelmen verkleidet in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, weiter steil nach oben gegangen.
    Mit "Discovery" beginnt die Weltkarriere von Daft Punk
    Daft Punk machen auf "Discovery" – und auch in der Zeit danach – eine besondere Form der House-Musik, nämlich: "French House". Diese spezielle Spielform hat ihre Ursprünge auch im französischen Hip-Hop, der vor allem in den äußeren Bezirken von Paris, den sogenannten "Banlieues" entsteht und stark vom Jazz geprägt ist, erklärt Musikredakteur Stephan Fahrig im Podcast.
    Man muss sagen, dass French House nicht auf ein bestimmtes Genre festzulegen ist

    Quelle: Stephan Fahrig, Musikredakteur über die Herkunft von French House

    Die musikalische Zusammensetzung von "Discovery" und Daft Punk
    Wie genau das Erfolgsrezept von French House und Daft Punk zusammengesetzt ist, erklärt Meilensteine Gast Sascha Simnovec. Dabei beginnt alles mit einem sehr genauen 4/4-Drumbeat, einer funky Bassline und einer Portion Nile Rodgers und Chic. Was sonst noch reingehört in das fein abgeschmeckte Rezept, das hört ihr im Meilensteine Podcast.
    "Discovery" hat mich damals schon ziemlich umgehauen, weil da so eine Magie drinsteckt.

    Quelle: Sascha Simnovec, Meilensteine Gast über "Discovery" von Daft Punk

    Darüber hinaus lassen Daft Punk auf ihrem Album auch die Klänge verschiedener Instrumente verschwimmen. Es gibt Synthesizer, die wie Gitarren klingen, und Gitarren, die wie Synthesizer klingen – House-, Elektro-, Hip Hop- und Rockelemente bekommen hier vollkommen neue Klanggewänder übergezogen. Das hört man zum Beispiel auch beim Song "Digital Love".
    Samples sind das Herzstück von Daft Punks Album "Discovery"
    Auf ihrem Album "Discovery" bedienen sich Daft Punk auch ganz häufig bei mehr oder weniger bekannten, aber bereits veröffentlichten Songs – oft aus den 70ern. Hier werden einzelne Schnipsel von Songs genommen, stark bearbeitet und damit wird dann etwas Neues geschaffen. Auf die Spitze treiben Daft Punk es damit bei dem Song "Face To Face" wie Stephan Fahrig findet.
    Das ist Sample-Masterclass! [...] 20 Songs werden in diesem einen verarbeitet!

    Quelle: Stephan Fahrig über die Sampling-Qualität beim Song "Face To Face"

    Diese Technik in der Musik wird "Sampling" genannt und ist vor allem in der elektronischen Musik und auch im Hip-Hop typisch. Das "Sampling" wird nicht immer unkritisch gesehen und hat schon mehrfach auch zu Rechtsstreitigkeiten zwischen Künstlern und auch Plattenfirmen gesorgt.
    Die erfolgreichste Single von Daft Punks "Discovery" ist "One More Time"
    Der Überhit des Albums "Discovery" ist die Vorabsingle und Album-Opener "One More Time". Die Essenz des Songs ist ein Sample von Eddie Johns aus dem Jahr 1979. Das haben Daft Punk so reduziert und verändert, dass es nicht nach 70ern oder 90ern klingt, erklärt Sascha Simnovec, sondern es klingt "nach immer jetzt".
    Was ich an "One More Time" schön finde: es klingt wie ein Roboter, der zum ersten Mal Glück empfindet.

    Quelle: Sascha Simnovec, Podcast Gast über die Magie des Songs "One More Time"

    Dieses stark verfremdete und sehr komprimierte Sample von Eddie Johns Song "More Spell On You" wirkt dabei durch die ständige Wiederholung intensivierend und entwickelt ein echtes Euphoriegefühl.
    Der Einfluss von Daft Punk und "Discovery auf die Popmusik
    Mit ihrem Album "Discovery" und ihrem French-House-Stil, haben Daft Punk die Popmusiklandschaft und Dancemusik der nachfolgenden Jahrzehnte stark beeinflusst, beweist Podcast Gast Sascha Simnovec mit Musikbeispielen von Lady Gaga, Madonna, Coldplay, The Weeknd und anderen Popmegastars.
    In den Songs dieser Megastars lassen sich einige Elemente und Stilistiken wiederfinden, die wir auch aus dem Album "Discovery" von Daft Punk kennen.
    Nach "Discovery": Weitere Erfolge und das Karriereende von Daft Punk
    Später in ihrer Karriere haben sie noch mit anderen internationalen Künstlern wie Pharrell Williams, Nile Rodgers oder auch Elektro-Ikone Giorgio Moroder zusammengearbeitet. 2021 haben Daft Punk dann ihre Roboterhelme an den Nagel gehängt und das Ende von Daft Punk verkündet.
    Shownotes
    • Die Geschichte von French House
    • Die Geschichte zur Band "Daft Punk"
    • French Touch: "Pop-Dissidenz"
    • Arte-Blow-Up"Daft Punk: Musikduo und Filmproduzenten"
    • "Daft Punk Unchained" (Dokumentation)
    • Interview zum Album-Release von "Discovery"
    • Interstella 5555 (Trailer) - Der Film zum Album Discovery
    • Album-Analyse der Samples
    • Video zu den Samples von "One More Time"
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    • ARD-Podcast-Tipp: "Der KI-Podcast"
    Über diese Songs vom Album "Discovery" sprechen wir im Podcast
    • (28:09) – "One More Time"
    • (45:03) – "Digital Love"
    • (50:17) – "Harder, Better, Faster, Stronger"
    • (01:01:54) – "Face To Face"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (04:45) – "Nouveau Western" von MC Solaar
    • (05:59) – "Parasite" von Motorbase
    • (06:50) – "Acid Eiffel" von Laurent Garnier
    • (07:06) – "Cassius 1999" von Cassius
    • (07:16) – "So Flute" von St.Germain
    • (07:28) – "13 La Rythme Et Le Cadence" von Dimitri from Paris
    • (10:01) – "Around The World" von Daft Punk
    • (11:06) – "Flat Eric" von Mr. Oizo
    • (11:46) – "La Femme D'Argent" von Air
    • (11:58) – "Music Sounds Better With You" von Stardust
    • (12:09) – "Paradise" von Bob Sinclair
    • (12:19) – "Lady (Hear Me Tonight)" von Modjo
    • (17:05) – "Whole Again" von Atomic Kitten
    • (17:27) – "Clint Eastwood" von Gorillaz
    • (29:08) – "More Spell On You" von Eddie Johns
    • (32:47) – "Believe" von Cher
    • (45:59) – "I Love You More" von George Duke
    • (46:52) – "September" von Earth, Wind & Fire
    • (53:36) – "Cola Bottle Baby" von Edwin Birdsong
    • (01:03:24) – "Evil Woman" von Electric Light Orchestra
    • (01:03:36) – "Can't Get It Out Of My Head" von Electric Light Orchestra
    • (01:03:43) – "Silent And I" von The Alan Parsons Project
    • (01:04:01) – "House At Pooh Corner" von Loggins & Messina
    • (01:04:11) – "Old And Wise" von The Alan Parsons Project
    • (01:08:12) – "Hung Up" von Madonna
    • (01:08:27) – "Fireflies" von Owlcity
    • (01:08:47) – "Adventure Of A Lifetime" von Coldplay
    • (01:09:13) – "I Feel It Coming" von The Weeknd
    • (01:09:34) – "The Dead Dance" von Lady Gaga
    1 hr 13 min
  • Talk Talk – "The Colour Of Spring"
    Dass "The Colour Of Spring" von Talk Talk tatsächlich das erfolgreichste Album der Gruppe ist, scheint schon fast kurios. Denn es fehlen mit "Such A Shame" und "It's My Life" zwei der erfolgreichsten Singles der Band auf dem Album.
    Die Vorgeschichte von "The Colour Of Spring" von Talk Talk
    Auch wenn Talk Talk bekannt sind für ihren Synthie-Sound und ihre kultigen 80er-Vibes, kommt die Band – und vor allem Sänger Mark Hollis – eigentlich aus dem Punk und Post-Punk mit verzerrten Gitarren und jeder Menge Tempo.
    Einen großen Einfluss auf den jungen Mark Hollis hatte sein größerer Bruder, der als leidenschaftlicher Plattensammler, wie Stephan Fahrig im Podcast erklärt, seinem Bruder ganz viel unterschiedliche Musik vorgespielt hat und damit die Musikbegeisterung des Jungen aus Tottenham weiter befeuert hat.
    Die ersten eigenen musikalischen Gehversuche im Rahmen eines Bandgeflechts sind 1979 nach nur zwei Jahren und ohne echte Erfolge schon wieder vorbei.
    Aber Mark Hollis bleibt dran, schreibt weiter Songs und gründet eine weitere Band: "Talk Talk". Gemeinsam nimmt die Gruppe verschiedene Demos auf und schickt diese ganz selbstbewusst an die Plattenfirma EMI – und die ist begeistert.
    Anfangs wollte die Plattenfirma die Band noch in die New-Romantics-Richtung drängen, ihnen auch den Stempel aufdrücken und die Gruppe so vermarkten. Aber auch wenn die Band um Mark Hollis sich musikalisch vom Punk wegbewegt hat, sind sie innerlich dabei geblieben und haben sich dieses Image eben nicht aufzwängen lassen, erklärt Stephan Fahrig im Podcast.
    Die Band hat sich von einer Synthie-Pop und New-Wave-Band [...] hin zu einer intellektuell anspruchsvollen Jazzrock-Band Ende der 80er entwickelt.

    Quelle: Niels Berkefeld im Meilensteine Podcast über die Entwicklung von Talk Talk

    Die Weiterentwicklung von Talk Talk auf "The Colour Of Spring"
    Auch wenn Talk Talk als Band am Anfang ihrer Karriere mit synthesizerlastiger Musik bekannt geworden sind und damit große Erfolge gefeiert haben, zum Beispiel mit "Such A Shame" oder "It's My Life", war der Synthesizer doch alles andere als das Lieblingsinstrument von Sänger Mark Hollis, erklärt Stephan Fahrig.
    Darum hat die Band sich bei ihrem Album "The Colour Of Spring" von dem Synthie-Sound weiter entfernt und das Album anders und organischer klingen lassen – das hören wir schon beim Albumopener "Happiness Is Easy". Die Band bringt keine poppigen Melodien, die sofort im Ohr bleiben, sondern zieht die einen langsam in das Album rein.
    Für Musikredakteur Niels Berkefeld, der die früheren Sachen von Talk Talk sehr gerne gehört hat, war das ein neuer, ungewohnter Sound von der Band, in den er sich erstmal reinhören musste.
    Bei mir persönlich war dieses Album Liebe auf den zweiten Blick. [...] "The Colour Of Spring" musst du dir als Hörer erarbeiten.

    Quelle: Niels Berkefeld, im Meilensteine Podcast über "The Colour Of Spring" von Talk Talk

    Das Vermächtnis von "The Colour Of Spring" von Talk Talk
    Mit diesem Album steht die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, da sind sich die SWR1 Musikredakteure einig. Talk Talk hat mit "The Colour Of Spring" die Tür auch für andere Musiker und Musikerinnen aufgestoßen, neue Wege zu gehen und alte Strukturen aufzubrechen.
    Shownotes
    • Das legendäre Musikvideo zum Song "Living In Another World"
    • Website von James Marsh, dem Künstler hinter dem Cover von "The Colour Of Spring"
    • Der Talk Talk Album Guide
    • Artikel zum 40. Geburtstag von "The Colour Of Spring"
    • Die Entstehung von "The Colour Of Spring"
    • ARD-Podcast-Tipp: "Spot Off – Der Backstagetalk"
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    Über diese Songs vom Album "The Colour Of Spring" sprechen wir im Podcast
    • (17:22) – "Happiness Is Easy"
    • (38:37) – "I Don't Believe In You"
    • (45:06) – "Life's What You Make It"
    • (50:12) – "Living In Another World"
    • (01:00:34) – "Chameleon Day"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (06:49) – "Talk Talk Talk Talk" von The Reaction
    • (47:41) – "Running Up That Hill" von Kate Bush
    • (48:02) – "Green Onions" von Booker T. & The MG's
    • (01:03:17) – "Flamenco Sketches" von Miles Davis
    • (01:04:45) – "Streichquartett Nr. 2, op. 17" von Béla Bartók
    1 hr 13 min
  • Rush – "2112"
    "2112" war die allerletzte Chance für Rush. Ihre beiden vorherigen Alben "Caress Of Steel" und "Fly By Night" blieben hinter den Erwartungen zurück und brachten die Band in finanzielle Schwierigkeiten, auch weil ihre komplexen Progressive-Rock-Songs kaum im Radio gespielt wurden.
    Eigentlich wollte ihr Label Mercury Records sie schon fallen lassen. Rush-Manager Ray Daniels schaffte es aber zum Glück, das Label mit einer kleinen Notlüge von einem weiteren Versuch zu überzeugen. Daniels schwärmte von den Ideen für "2112" , obwohl er die Musik noch gar nicht gehört hatte.
    Bei "2112" vertrauten Rush ganz auf ihre Intuition und kreative Freiheit und verweigerten sich bewusst den Vorgaben ihres Labels. Dieser letzte Alles-oder-nichts-Versuch ging auf und wurde zum Beweis dafür, wie weit man kommt, wenn man dem eigenen Bauchgefühl folgt.
    "2112" und die futuristische Sci-Fi-Helden-Geschichte
    Die A-Seite des Albums erzählt eine epische Science-Fiction-Geschichte über den Widerstand des Einzelnen gegen ein übermächtiges Kollektiv. Dieses Thema passt perfekt zur Bandgeschichte, denn auch Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart galten als drei Individualisten, die erst zusammen eine einzigartige Einheit bildeten und sich bewusst gegen die kommerziellen Vorgaben der Plattenindustrie stellten.
    Wichtig war, dass [Rush] aus drei Individualisten bestand, die in der Band so eine Synthese erzeugt haben, die perfekt funktioniert hat.

    Quelle: Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig über Rush

    Vertont wurde die Geschichte in Form der siebenteiligen Suite "2112". Sie entwirft eine totalitäre Zukunft, in der ein Kollektiv aus Priestern und riesigen Computern die Macht übernommen hat. Als der namenlose Held der Geschichte eine Gitarre entdeckt, stellt er sich mit Musik, Kreativität und Individualität gegen das System. Der Konflikt gipfelt schließlich in einem epischen Finale – im Stück "Grand Final".
    "2112" legte den Grundstein für den Sound von Rush
    Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig sieht in "2112" den Grundstein für den typischen Rush-Sound. Das Progressive-Rock-Album vereint viele ihrer Markenzeichen, von schnellen Taktwechseln über klar zugeordnete musikalische Motive bis zu komplexen, präzisen gespielten Arrangements.
    Gitarrist Alex Lifeson liefert die rhythmischen Elemente des Heldenmotivs, während die Priester durch markante Tom-Rolls im Schlagzeug gekennzeichnet sind. Gekrönt wird das Ganze vom unverwechselbaren und treffsicheren Gesang von Geddy Lee.
    Das Vermächtnis von Rush
    Rush haben mit "2112" viele weitere Metal, Progressive- und Hard-Rock Bands beeinflusst. Dazu gehören unter anderem Iron Maiden, Dream Theater, Tool oder The Samshing Pumpkins.
    Sie sind mit dieser Platte die Begründer des Prog-Rock, ohne die sich ganz viel Musik nicht entwickelt hätte.

    Quelle: Meilensteine-Redakteur Patrick Schütz über das Vermächtnis von Rush

    Obwohl Drummer Neil Peart 2020 verstorben ist, gehen Rush auch heute noch auf Tour. Die aus Aschaffenburg stammende Drummerin Anika Nilles knüpft bei aktuellen Projekten an Pearts Erbe an und bringt dabei ihren ganz eigenen unverwechselbaren Stil mit ein.
    Shownotes
    • Das Video zu "2112"
    • Die überirdische Bedeutung von "2112"
    • Wie das sogenannte Oriental-Riff aus "A Passage To Bangkok" in die westliche Musik gekommen ist
    • Weiteres zum Oriental-Riff in der westlichen Musik
    • Website von Rush
    • Website von Anika Nilles
    • YouTube Video über Anika Nilles und über ihre Arbeit
    • Die Gitarrenarbeit von Alex Lifeson
    • Rush Doku bei Arte
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    • ARD Podcast Tipp: "Das Portal"
    Über diese Songs vom Album "2112" sprechen wir im Podcast
    • (12:30) – "Overture"
    • (15:13) – "The Temples of Syrinx"
    • (17:19) – "Discovery"
    • (18:35) – "Presentation"
    • (20:10) – "Oracle: The Dream"
    • (21:25) – "Soliloquy"
    • (22:00) – "Grand Final"
    • (46:27) – "Something for Nothing
    • (48:08) – "A Passage to Bangkok"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem
    • (49:30) – "Kung Fu Fighting" von Carl Douglas
    • (51:47) – "Kashmir" von Led Zeppelin
    1 hr 5 min
  • Das werden die Meilensteine-Highlights 2026
    Welche Highlights erwarten euch in den kommenden Monaten bei uns im Meilensteine-Podcast? Welche legendären Alben nehmen wir unter die Lupe? Und was hat es mit dem SWR Podcastfestival in Mannheim auf sich?
    Ein Jahr voller Highlights: Was euch 2026 bei den Meilensteinen erwartet
    In diesem Jahr haben wir Großes vor! Statt einer klassischen Folge zu einem legendären Pop- oder Rockalbum bieten wir euch heute einen umfassenden Ausblick auf das, was 2026 bei den Meilensteinen passiert. Unsere Hosts Frank König und Patrick Schütz verraten, auf welche Folgen sie sich persönlich besonders freuen, und sie geben euch exklusive Einblicke in die Pläne abseits des Podcasts.
    Ein absolutes Highlight: Die Meilensteine sind auf dem SWR Podcastfestival in Mannheim – und ihr könnt mit dabei sein. Aber das ist nicht alles.
    Die Meilensteine live erleben: Beim Podcastfestival in Mannheim
    Merkt euch den 11. April 2026 vor, denn an diesem Tag könnt ihr die Meilensteine-Crew live erleben! Beim SWR Podcastfestival in der alten Feuerwache in Mannheim präsentieren Frank König, Katharina Heinius, Stephan Fahrig und Patrick Schütz eine ganz besondere Folge. Im Mittelpunkt steht eines der wohl einflussreichsten Alben der Musikgeschichte: „Purple Rain“ von Prince.
    So könnt ihr live beim Podcastfestival mit dabei sein!
    Hier auf SWR1.de könnt ihr euch euer Ticket für die Aufzeichnung der Meilensteine beim SWR Podcastfestival sichern. Alle wichtigen Daten rund um die Veranstaltung findet ihr hier.
    Event-Infos:
    • Wann: 11. April 2026 | 15:30 Uhr
    • Wo: Alte Feuerwache, Brückstraße 2, Mannheim
    • Tickets hier sichern!
    Für die Veranstaltung hat sich das Team einige Highlights ausgedacht. Darüber hinaus seid ihr herzlich eingeladen, Fragen zu stellen und so Teil dieser besonderen Podcastfolge zu werden. Nach der Veranstaltung könnt ihr Frank, Katharina, Stephan und Patrick persönlich kennenlernen und so auch einen Blick hinter die Kulissen des Podcasts bekommen.
    Ein Blick auf kommende Folgen: Von den Toten Hosen bis zu den Gorillaz
    Natürlich stehen auch spannende "normale" Podcastfolgen auf dem Programm. Musikredakteur Patrick Schütz freut sich besonders auf die Episode zum Debütalbum der Gorillaz. Die von Damon Albarn gegründete fiktive Band revolutionierte Anfang der 2000er-Jahre die Musikwelt. Zuvor war Albarn Frontmann der Britpop-Legenden Blur.
    Falls ihr Fans von Blur seid, könnt ihr euch schon jetzt die Folge zu ihrem Album „Parklife“ anhören, in der wir auch über die legendäre Rivalität mit der Band Oasis und den Gallagher-Brüdern sprechen. Beide Bands haben in der Vergangenheit bereits eigene Meilensteine-Folgen bekommen – und 2026 legen wir mit den Gorillaz nach!
    Abschied mit Punkrock? Die Toten Hosen sagen "Trink aus! Wir müssen gehen"
    Ein Highlight des Jahres wird der (unbestätigte) Abschied der deutschen Punkrock-Legenden Die Toten Hosen. Gehen Campino und Co. mit ihrer Tour "Trink aus! Wir müssen gehen" in den wohlverdienten Ruhestand?
    Bevor es dazu kommt, möchten wir euch die Möglichkeit geben, das Kultalbum der Toten Hosen für eine Meilensteine-Folge zu bestimmen. Stimmt jetzt ab und entscheidet, welches Album wir in diesem Jahr gebührend feiern sollen.
    Podcast-Highlights 2026: Jetzt abonnieren und nichts verpassen!
    Neben dem Podcastfestival, den Gorillaz und den Toten Hosen freuen wir uns unter anderem aber auch auf unsere Folgen zu den Ärzten, Peter Gabriel, den Beatles, Blink182, Foreigner und noch viele, viele andere!
    Shownotes
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    • Voting zur Folge über die Toten Hosen
    • Meilensteine Folge zu "Parklife" von Blur
    • ARD Podcast-Tipp: "1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit"
    Über diese Songs sprechen wir im Podcast
    • (09:11) – "The Rock Show" von Blink182
    • (10:14) – "Clint Eastwood" von Gorillaz
    • (10:57) – "Song 2" von Blur
    • (13:35) – "Monkey's World" von Damon Albarn
    • (14:39) – "Purple Rain" von Prince
    • (19:32) – "Juke Box Hero" von Foreigner
    • (20:59) – "Urgent" von Foreigner
    • (22:10) – "The Temples Of Syrinx" von Rush
    • (22:56) – "Sledge Hammer" von Peter Gabriel
    • (23:41) – "Can Can" von Buena Vista Social Club
    • (24:04) – "Graceland" von Paul Simon
    • (24:54) – "E-Bow The Letter" von R.E.M.
    • (26:07) – "Hotel California" von Eagles
    • (29:53) – "3-Tage-Bart" von Die Ärzte
    • (30:57) – "Azzuro" von Die Toten Hosen
    • (31:21) – "Hier kommt Alex" von Die Toten Hosen
    • (31:57) – "Bonnie & Clyde" von Die Toten Hosen
    • (35:00) – "Polizist" von Extrabreit
    • (35:40) – "Wannabe" von Spice Girls
    • (36:15) – "Fight For Your Right (To Party)" von The Beastie Boys
    • (36:38) – "Dancing Queen" von ABBA
    39 min
  • Phil Collins – "Face Value"
    Nach dem Ausstieg von Peter Gabriel bei Genesis 1975 hat Schlagzeuger Phil Collins auch die Rolle des Leadsängers in der Band übernommen. Eine super Vorbereitung auf seine Solokarriere und sein Solo-Debüt "Face Value" 1981.
    Die Musik von Phil Collins auf "Face Value" ist anders als die von Genesis
    Während Phil Collins mit Genesis eher im Prog-Rock unterwegs ist, ist die Musik seines Soloprojektes etwas vollkommen Anderes. Hier kombiniert er verschiedenste Genres miteinander: Jazzrock, R&B, Soul, Country – Phil Collins probiert sich aus und wird vom Sound auch sehr mystisch und elektronisch.
    Inhaltlich bekommen wir auf "Face Value" einen sehr privaten, sehr direkten Blick auf Phil Collins. Dort lösen die Texte das ein, was uns das Plattencover mit seinem Konterfei schon andeutet: wir sind sehr nah dran am Leben von Phil Collins.
    Schlagzeuger, Sänger, Legende – "Face Value" und Phil Collins sind Kult
    Phil Collins gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Schlagzeugern der Welt, und sein Drumfill im Song "In The Air Tonight" hat absoluten Kultstatus – auf dem Album "Face Value" ist trotzdem an einigen Stellen auch ein Drumcomputer zu hören.
    Mit "Face Value" hat Phil Collins den Drumsound der 80er und der folgenden Jahrzehnte revolutioniert!

    Quelle: Mark Bell, Historiker und Autor über Phil Collins und "Face Value"

    Zu seinem ikonischen Drumfill bei "In The Air Tonight" hat Phil Collins im Interview erzählt, dass es absoluter Zufall war, dass das so entstanden ist.
    Das war wirklich ein Glücksfall! Bei dieser Aufnahme habe ich eben dieses Drumfill gespielt. Hätten wir noch eine Aufnahme gemacht, hätte ich etwas anderes gespielt. Aber es passte, also haben wir es so gelassen. Aber ich habe mir nicht wirklich was dabei gedacht.

    Quelle: Phil Collins über das Drumfill bei "In The Air Tonight"

    Phil Collins und "Face Value": Die Solokarriere war abzusehen
    Viele Fans sind begeistert, dass Phil Collins neben Genesis auch Solomusik veröffentlicht hat. Für einige andere mag es sich anfühlen wie ein Betrug an seiner Band Genesis. Wobei auch die Soloplatten von Phil Collins der Karriere von Genesis nicht geschadet haben, sie haben eher noch davon profitiert.
    Für Historiker und Podcast-Gast Mark Bell war es schon lange vor der Veröffentlichung von "Face Value" abzusehen, dass Phil Collins diesen Schritt gehen wird, erklärt er im Podcast. Denn bereits 1973 hat Phil Collins Musik als Sänger aufgenommen. Die wurde allerdings nie veröffentlicht.
    Historiker Mark Bell vermutet, dass diese Musik nicht veröffentlicht worden ist, aus Angst, dass sie zu erfolgreich sein würde und damit das Aus für Genesis hervorrufen könnte.
    "Face Value" ist der Startpunkt einer Weltkarriere. Für Phil Collins basiert alles auf dem riesigen Erfolg von "In The Air Tonight" und "Face Value".

    Quelle: Mark Bell, Autor und Historiker, über die Bedeutung von "Face Value" für Phil Collins

    Shownotes
    • Das Buch von Podcast-Gast Mark Bell
    • Youtube-Reaction zu "In The Air Tonight"
    • BBC-Podcast zu Phil Collins
    • Meilensteine Folge zu "The Marshall Mathers LP" von Eminem
    • Suchtprävention Rheinland-Pfalz
    • ARD-Podcast-Tipp: "Urban Pop"
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    Über diese Songs vom Album "Face Value" sprechen wir im Podcast
    • (18:11) – "In The Air Tonight"
    • (49:38) – "Behind The Lines"
    • (54:31) – "The Roof Is Leaking"
    • (01:00:25) – "Hand In Hand"
    • (01:04:26) – "Tomorrow Never Knows"
    • (01:09:25) – "Over The Rainbow"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem
    • (40:00) – "Money For Nothing" von Dire Straits
    • (40:25) – "Born In The USA" von Bruce Springsteen
    • (40:32) – "Beds Are Burning" von Midnight Oil
    • (40:44) – "Pretending" von Eric Clapton
    1 hr 14 min
  • Nick Cave And The Bad Seeds – "Murder Ballads"
    "Murder Ballads" ist eine Mischung aus eigenen Songs, Traditionals und Coverversionen und vollgepackt mit illustren Mordgeschichten – düster, verstörend, aber in Teilen auch wunderschön. Und diese düsteren Mordsongs waren auch abseits von "Murder Ballads" immer Themen, die Nick Cave interessiert haben. Deshalb finden sich auch auf anderen Alben von Cave Songs zu diesem Thema.
    Man merkt den Werken von Nick Cave an, dass er sehr belesen ist!

    Quelle: Stefan Pitterling, Meilensteine Gast über Nick Cave

    Wohlwollend aufgenommen wurde das Album auch von der australischen Version des Rolling Stone-Magazins. Es hat die Platte auf Platz 13 der besten australischen Alben aller Zeiten platziert.
    Was sind "Murder Ballads" wie von Nick Cave?
    Im Fall von "Murder Ballads" handelt es sich nicht um eine klassische Pop-Ballade, oder eine epische Power-Ballade, wie wir es vielleicht vermuten würden, erklärt Musikredakteurin Katharina Heinius.
    Es geht hier viel mehr um ein kurzes, erzählendes Gedicht, das auch zum Singen geeignet ist.

    Quelle: Katharina Heinius über die Bedeutung des Begriffs "Ballade" bei Nick Cave

    Damit bewegt sich Nick Cave nah an der ursprünglichen Begrifflichkeit der "Ballade" und nicht an dem, wie wir im 21. Jahrhundert den Begriff alltagstypisch nutzen würden. "Die Tradition der Ballade stammt schon aus dem Mittelalter", erläutert Heinius im Podcast. Und auch wenn Nick Cave sich hier ganz dem Thema Tod und Mord widmet, so beweist er auch immer wieder viel Humor in seinen Texten und auch auf der Bühne, erklärt Podcast-Gast Stefan Pitterling.
    Was das Erzählen dieser "Murder Ballads" noch eindrucksvoller macht, ist, dass neben der Musik, in der Komposition Sounddesignelemente genutzt werden, um die Morde noch dramatischer zu gestalten und den Hörer noch tiefer reinzuziehen. In diesem Fall ist Nick Cave nicht mehr nur Musiker, sondern ein musikalischer Regisseur, der den Film im Kopf des Hörers entstehen lässt, erklärt Katharina Heinius.
    Der erfolgreichste Song auf "Murder Ballads" ist mit Kylie Minogue
    Auf dem Album "Murder Ballads" hat Nick Cave einige Gäste mit dabei. Der deutsche Musiker Blixa Bargeld spielt in seiner Band, Sängerin und Ex-Partnerin PJ Harvey ist bei gleich zwei Songs mit am Mikrofon dabei und der australische Megastar Kylie Minogue singt mit Nick Cave das Duett "Where The Wild Roses Grow", dem erfolgreichsten Song der Platte.
    Bei dem Musikvideo wurde Nick Cave vorgeworfen, dass er damit Femizide romantisieren würde, weil der Mord an der Frau, gespielt und gesungen von Kylie Minogue, sehr ästhetisch dargestellt worden ist. Warum genau diese Horrorgeschichte dort auf der Bildebene so lieblich dargestellt wird und was das beim Zuschauer auslösen soll, erklärt Heinius im Podcast.
    Warum ist "Murder Ballads" von Nick Cave ein Meilenstein?
    Als Nick Cave And The Bad Seeds "Murder Ballads" veröffentlicht haben, waren gerade Genres wie der späte Grunge oder Eurodance angesagt. Und für Podcast-Gast Stefan Pitterling macht diese Platte aus, dass sie eben keinem Trend folgt, was das Album total zeitlos macht, sagt er.
    Es ist ein wunderbares Konzeptalbum zu einem Thema, das viele Leute fasziniert [...] und es zeigt vor allem, dass ein Künstler, der sich wirklich traut, etwas zu machen, was andere nicht machen, damit auch super erfolgreich sein kann.

    Quelle: Stefan Pitterling, Podcaster und Gast über "Murder Ballads" von Nick Cave

    Shownotes
    • Artikel zu Jean-Frédéric Schnyder aus der Zeitschrift "Künstler – kritisches Lexikon der Gegenwartskunst"
    • Romantisiert "Where The Wild Roses Grow" Femizide? Masther Thesis zur Debatte
    • Offizielles Musikvideo zu "Where The Wild Roses Grow" auf Youtube
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    • ARD Podcast-Tipp: "Sprechen wir über Mord!?"
    Über diese Songs vom Album "Murder Ballads" sprechen wir im Podcast
    • (17:38) – "Song Of Joy"
    • (33:58) – "Where The Wild Roses Grow"
    • (48:08) – "Stagger Lee"
    • (57:53) – "Henry Lee"
    • (01:09:05) – "Death Is Not The End"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (08:31) – "Die Moritat von Mackie Messer" von Hildegard Knef
    • (09:14) – "Midnight Rambler" von The Rolling Stones
    • (09:52) – "Killer On The Loose" von Thin Lizzy
    • (14:04) – "In The Ghetto" von Nick Cave
    • (27:49) – "Ballad Of Hollis Brown" von Bob Dylan
    • (50:51) – "Stagger Lee" von Ma Rainey
    • (52:01) – "Stagger Lee" von Woody Guthrie
    • (52:23) – "Stagger Lee" von James Brown
    • (53:02) – "Stagger Lee And Billy" von Ike and Tina Turner
    1 hr 16 min
  • Parliament – "Mothership Connection"
    "Mothership Connection" von Parliament gilt als eines der bedeutendsten Funkalben aller Zeiten. Für das Musikerkollektiv Parliament Funkadelic, die hinter dem Konzeptalbum stecken, war es darüber hinaus das erste Album, das eine Platinauszeichnung bekommen hat.
    Die Beatles und The Who waren Vorbilder für "Mothership Connection" von Parliament
    Die Inspiration für dieses Konzeptalbum hatte Mastermind George Clinton sich bei zwei anderen legendären Konzeptalben geholt: Bei "Sgt. Pepper" von den Beatles und bei "Tommy" von The Who.
    Die Idee von "Mothership Connection" ist wie auch schon beim Vorgänger "Chocolate City", dass Afroamerikaner in Situationen oder Positionen gebracht werden, in denen sie zu der Zeit nicht erwartet worden sind. Bei "Chocolate City" war das zum Beispiel das Weiße Haus in Washington D.C. und bei "Mothership Connection" ist das eben auch der Weltraum. Auch nach "Mothership Connection" beschäftigen sich Parliament bei ihren nächsten beiden Alben mit der Weltraumthematik.
    "Mothership Connection" ist das erste der drei legendären P.Funk-Mythologie-Alben.

    Quelle: Johannes Heuft, SWR1 Musikredakteur über "Mothership Connection"

    Darum ist "Mothership Connection" von Parliament ein Meilenstein
    Für Musikredakteur Stephan Fahrig ist dieses Album so großartig, weil es "ein Schmelztigel von so vielem ist, was darin vorkommt". Vor allem schaffen Parliament es aber auf diesem Album auch einen "ganz neuen rohen Funk" zu entwickeln, erklärt Stephan Fahrig, der im Kontrast zu der sehr glatten Musik zu der Zeit steht, wie sie zum Beispiel die Commodores rund um Lionel Richie machen.
    Darüber hinaus vermischen Parliament auf diesem Album viele Musikgenres wie zum Beispiel den kultigen James-Brown-Funk, Bebop, Gospel und auch Rhythm and Blues. Und so wie sie den Mix aus den Genres präsentieren, sind sie für Stephan Fahrig "eine Vorgänger-Version des Hip-Hop". Und der Kleber, der diese Band zusammenhält, so erklärt es Stephan Fahrig, ist eben Mastermind und Funklegende George Clinton.
    "Mothership Connection", das sind fast 39 Minuten der besten, schweißtreibendsten, enthusiastischsten Funksongs, die je geschrieben wurden!

    Quelle: Stephan Fahrig über "Mothership Connection" von Parliament

    Was ist der P.Funk auf "Mothership Connection"?
    Den Begriff P.Funk kann man auf unterschiedliche Formen interpretieren. Zum einen kann man ihn als Abkürzung für den "Parliament" Funk sehen, also die spezielle Spielart der Gruppe selbst. Es gibt auch die Lesart, dass das "P" für "Pure" steht – also den puren, rohen, unbeschnittenen Funk.
    Alternativ kann das "P" auch für die Gruppe "Parliament" und das "Funk" für Funkadelic stehen, also das Musikerkollektiv hinter Mastermind George Clinton. Das würde insofern auch passen, als dass die beiden Bands Parliament und Funkadelic die Hauptvertreter des P.Funk-Genres sind. Aber auch darüber hinaus gibt es noch weitere Wege, wie das "P" zu verstehen ist, wie SWR1 Musikredakteur Johannes Heuft im Podcast erzählt.
    "Mothership Connection" ist auch das erste von drei Parliament-Alben auf denen sich George Clinton und Co. eine ganze Mythologie zu ausgedacht haben, die sich um Diktatoren, Weltraumvölker und Funk dreht.
    Wer sind Parliament, Funkadelic und Parliament-Funkadelic?
    Im Grunde genommen sind Parliament und Funkadelic zwei unterschiedliche Bands, die aber aus dem gleichen Pool von Musikern bestehen, bei dem immer wieder Personen dazugekommen sind und andere sich vom Kollektiv entfernt haben. Daher werden die Gruppen auch oft als das Musikerkollektiv Parliament-Funkadelic bezeichnet.
    Parliament hat in den beiden Jahren '74 und '75 insgesamt drei Alben rausgebracht und Funkadelic haben zwischen 1970 und 1975 sogar sieben Alben veröffentlicht. Man kann also behaupten, beide Bands hatten Anfang der 70er-Jahre einen enormen musikalischen Output.
    Shownotes
    • Der Funk mathematisch betrachtet
    • Zur Cosmologie des Funk
    • Buchtipp: "Black Prog"
    • Konzertmitschnitt von Parliament Funkadelic (1976)
    • Verschiedene Reviews zum Album "Mothership Connection"
    • Artikel zum Afrofuturismus bei DLF-Kultur
    • ARD-Podcast-Tipp: "Ready For Liftoff! Der Raumfahrtpodcast"
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    Über diese Songs vom Album "Mothership Connection" sprechen wir im Podcast
    • (16:13) – "P.Funk (Wants To Get Funked Up)"
    • (24:11) – "Mothership Connection"
    • (52:56) – "Give Up The Funk (Tear The Roof Off The Sucker)"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (04:20) – "(I Wanna) Testify" von The Parliaments
    • (44:19) – "Superbad" von James Brown
    • (45:00) – "Fame" von David Bowie
    • (49:03) – "Swing Down Sweet Chariot" von Elvis Presley
    • (54:30) – "Standing On The Top" von The Temptations feat. Rick James
    • (54:50) – "Uptown Funk" (Ultimix) von Bruno Mars und Mark Ronson
    • (55:22) – "Who Am I (What's My Name?)" von Snoop Dogg und Dr. Dre
    • (01:01:01) – "Hey Ya!" von Outkast
    • (01:01:26) – "Not Like Us" von Kendrick Lamar
    • (01:01:35) – "Can't Stop" von The Red Hot Chili Peppers
    1 hr 6 min
  • David Bowie – "Blackstar"
    Weit mehr als 20 Alben hat David Bowie in seiner Karriere veröffentlicht, bevor als letztes 2016 das Album "Blackstar" erschienen ist. Für Musikredakteurin Katharina Heinius ist das der Startpunkt gewesen, sich ganz intensiv mit dem Ausnahmekünstler zu beschäftigen.
    Für mich war "Blackstar" der Anker zu David Bowie! Weil ich da erst angefangen habe, mich richtig mit ihm zu beschäftigen, und dann chronologisch alles von vorne bis hinten durchzuhören. Da habe ich dann festgestellt, was für ein grandioses Meisterwerk "Blackstar" tatsächlich ist.

    Quelle: Katharina Heinius, Musikredakteurin über ihre Beziehung zu David Bowie

    Neben Moderator Frank König und Musikredakteurin Katharina Heinius ist Musiker Heinz Rudolf Kunze zu Gast in dieser Podcastfolge über "Blackstar" von David Bowie. Der deutsche Musiker ist seit langem Fan von Bowie und hat bei Rock am Ring Ende der 80er Jahre auch auf der gleichen Bühne gestanden wie Bowie und seine Band.
    Auch über die musikalische Kollegenschaft hinaus hat Heinz Rudolf Kunze sich intensiv mit David Bowie beschäftigt. Für den NDR hat der Musiker eine neunteilige David-Bowie-Analyse namens "Der Favorit" recherchiert und moderiert. Und auch heute spielt David Bowie persönlich noch eine große Rolle für Kunze.
    Ich glaube, dass er eine Lücke hinterlassen hat, die völlig unschließbar ist.

    Quelle: Musiker Heinz Rudolf Kunze über seine Beziehung zur Musik von David Bowie

    "Blackstar" gehört zwar nicht zu den kommerziell erfolgreichsten Alben seiner Karriere, aber auch damals standen bei den Konsumenten schon Musikstreamingdienste hoch im Kurs, erklärt Frank König im Podcast, und trotzdem hat "Blackstar" von David Bowie es auf über zwei Millionen verkaufte Einheiten gebracht und wurde mit Gold und Platin ausgezeichnet. Darüber hinaus gab es für "Blackstar" im Jahr 2017 dann noch vier Grammy-Auszeichnungen.
    Jazz, Avantgarde, Rock – Was ist "Blackstar" von David Bowie?
    Eine der Besonderheiten auf dem Album ist, dass David Bowie keine klassische Rockband für dieses Album engagiert hat, sondern eine Jazzgruppe, die dann Rockmusik gespielt hat, erklärt Frank König. Die geht mit dem Material von David Bowie ganz anders um, was es an sich schon sehr spannend macht. Gefunden hat David Bowie "seine" Band 2014 in einer Bar in New York.
    In New York wurde das Album dann auch, zusammen mit Tony Visconti, geschrieben und aufgenommen. Das war aus organisatorischen Gründen wichtig, weil David Bowie durch seine Erkrankung schon geschwächt gewesen ist. "Die Wege mussten kurz sein",  erklärt Katharina Heinius im Podcast.
    Auf "Blackstar" lässt David Bowie sich auch vom Hip-Hop beeinflussen
    Was für Heinz Rudolf Kunze bei "Blackstar" anders ist, als bei früheren Alben von David Bowie, ist, dass er früher selbst "der große Innovator" gewesen ist. Hier hat er sich wiederum selbst auch von Künstlern inspirieren lassen, die man nicht unbedingt sofort mit Bowie in Verbindung bringen würde, wie zum Beispiel Hip-Hop-Megastar Kendrick Lamar.
    Für Katharina Heinius kommt hinzu, dass David Bowie sich auf "Blackstar" auch sehr zu sich selbst hinwendet. Neben Inspirationen "von außen" blickt Bowie hier auch auf sein eigenes Schaffen zurück und lässt sich von Dingen aus seiner eigenen Vergangenheit inspirieren.
    Wir finden ganz viel auf "Blackstar", das auf sein eigenes Werk zurückzuführen ist. […] Er macht das, was er sein Leben lang mit anderen gemacht hat, jetzt mit sich selbst.

    Quelle: Katharina Heinius über "Blackstar" von David Bowie

    Auch auf "Blackstar" hat David Bowie viele Dinge ausprobiert von denen niemand sicher sein konnte, dass sie funktionieren. Aber, Bowie hat es trotzdem gemacht und das spricht vor allem für seinen Mut, erklärt Musiker Heinz Rudolf Kunze im Podcast.
    Es gibt keinen anderen Superstar, nicht einen einzigen in der Rockmusik, der so viel riskiert hat, der so viel gewagt hat (wie David Bowie).

    Quelle: Heinz Rudolf Kunze über den besonderen Mut von David Bowie

    Shownotes
    • Buchtipp: David Bowie Is (Inside)
    • Ausstellung im Victoria and Albert Museum
    • Website des Grafikdesigners Jonathan Barnbrook, der das Coverartwork von "Blackstar" gestaltet hat
    • Artikel zur Produktion von "Blackstar"
    • Interview mit Tony Visconti zu "Blackstar"
    • Das Musikvideo zu "Blackstar"
    • Website unseres Podcast-Gastes Heinz Rudolf Kunze
    • Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival
    • ARD-Podcast-Tipp: "Berlin Sounds Inside"
    Über diese Songs von "Blackstar" sprechen wir im Podcast
    • (21:40) – "Blackstar"
    • (36:14) – "Lazarus"
    • (47:50) – "Girl Loves Me"
    • (52:35) – "I Can’t Give Everything Away"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (11:05) – "Where Are We Now" von David Bowie
    • (12:58) – "Sue (Or In A Season Of Crime)" von David Bowie
    • (16:08) – "How Much A Dollar Cost" von Kendrick Lamar
    • (25:41) – "Live On Mars" von David Bowie
    • (29:44) – "Flaming Star" von Elvis Presley
    • (53:38) – "A New Career In A New Town" von David Bowie
    • (55:28) – "Never Let Me Down" von David Bowie
    • (55:49) – "Black Tie White Noise" von David Bowie
    1 hr
  • Meilensteine Weihnachtsspecial 2025
    Wir starten tanzend ins Weihnachtsspecial 2025 mit Manfred Mann’s Earth Band und "Criminal Tango"
    Den Anfang macht Manfred Mann’s Earth Band mit dem Album "Criminal Tango", dem persönlichen Meilenstein von SWR1 Musikredakteur Dave Jörg. Er erinnert sich sogar noch genau an den Moment, als er die erste Single des Albums zum ersten Mal gehört hat. Es war vor dem Fernseher 1986, in der Fernsehsendung "Na sowas!" mit Moderator Thomas Gottschalk.
    Für Sänger Chris Thompson war es das letzte Album mit "Manfred Mann’s Earth Band". Und auch bei "Criminal Tango" steht er selbst schon als Gast mit auf dem Cover – gesondert und nicht als Teil der Band.
    Die Mischung aus rockigem Unterboden und verspielten Melodien hat mich total angesprochen!

    Quelle: Dave Jörg, SWR1 Musikredakteur

    Das Besondere an "Criminal Tango" ist für Dave Jörg auch die Mischung aus elektronischen Klängen und einer ordentlichen Portion Rock. Für den größten ABBA-Fan der Redaktion sind auch die tollen Harmoniegesänge etwas, das ihn beeindruckt hat.
    Harmoniegesänge machen was mit mir!

    Quelle: Dave Jörg, SWR1 Musikredakteur

    Neo-Soul Wegbereiter D’Angelo und "Voodoo" im Weihnachtsspecial 2025
    SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig hat uns für unser Weihnachtsspecial das im Jahr 2000 erschienene Album "Voodoo" von D’Angelo mitgebracht, einem der Wegbereiter des Neo-Soul, wie Frank König anfügt.
    Neo-Soul kam Mitte der 90er auf und verbindet Soul mit R 'n' B-Elementen, Jazz und Hip-Hop. Dabei erkennt man den Sound gut daran, dass er sehr reduziert ist und das Tempo sehr langsam ist. Drums, Bass und Keyboards (oft ein Fender Rhodes) sind da zu hören, erklärt Musikredakteur Stephan Fahrig.
    Neben großen Pop- und Rockstars wie Ozzy Osbourne, Brian Wilson, Ace Frehley und anderen ist auch D’Angelo auf der Liste der in diesem Jahr leider verstorbenen Künstler.
    Die Weichen für eine musikalische Karriere sind bei D’Angelo schon früh gelegt worden – und etwas klischeehaft, betont Stephan Fahrig. D’Angelo ist als Sohn eines Pfarrers geboren, hat früh Klavierspielen gelernt und auch in der Kirche gesungen. Danach hat er angefangen, selbstständige musikalische Entscheidungen zu treffen, und hat im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder eine Band gegründet.
    Anfang der 90er-Jahre geht D’Angelo nach New York, wo er von dem Label EMI einen Plattenvertrag bekommt. Im Jahr 2000 erscheint sein zweites Album "Voodoo", das, wie oben beschrieben, sehr reduziert klingt.
    In unserem Weihnachtsspecial 2025 geht es mit Frank König und Tri Yann in die Bretagne
    Und auch ein Livealbum gibt’s in unserem Weihnachtsspecial 2025. Moderator Frank König hat uns Musik von einem seiner liebsten Reiseziele mitgebracht, der Bretagne.
    Die Band heißt Tri Yann und ist die dienstälteste Band Frankreichs, wie König betont. Zu ihrem Jubiläum hat die Band ein Livealbum herausgebracht: "50 Ans De Scène".
    Die Idee hinter der Band, erklärt der Meilensteine-Moderator, ist, dass sie die Kultur und Sprache der Bretagne in ihrer Musik wieder aufleben lassen wollen. Und das beginnt schon beim Namen der Band, der eben nicht französisch, sondern bretonisch ist und "die drei Jans" bedeutet – eben nach der Urbesetzung der Gruppe.
    Kennengelernt hat Frank König die Musik von Tri Yann Mitte der 70er-Jahre. Seitdem hat er die Band kontinuierlich weiterverfolgt und auch ihre Entwicklung mitbekommen.
    Mit der Zeit sind die immer rockiger geworden. Also bretonisch-keltische Einflüsse, gemischt mit Rock. […] Mit der Zeit haben die sich ihre Fans erarbeitet, weil sie eben diese Musik in die Jetzt-Zeit geholt haben. Das war eine tolle Sache, weil die nicht nur die alten Traditionsweisen gespielt haben, sondern der Musik diesen neuen Touch beigefügt haben.

    Quelle: Frank König, Meilensteine-Moderator

    Im 2025er Weihnachtsspecial gibt es auch Solotöne von Rolling Stones-Gitarrist Ron Wood
    Meilensteine-Fans wissen, dass Katharina Heinius und Frank König zwei der größten Beatles-Fans der Welt (zumindest in der SWR1 Redaktion) sind. Und ausgerechnet Katharina bringt zum Weihnachtsspecial ein Album der "Konkurrenz" mit; das Soloalbum von Rolling Stones-Gitarrist Ron Wood "I’ve Got My Own Album To Do".
    Die Erklärung dafür gibt Heinius umgehend: "Es ist auch ein kleiner Teil der Beatles mit drauf", erklärt sie im Podcast. Und abgesehen davon hören wir auch noch andere Teile der Rolling Stones, der ehemaligen Band von Rod Stewart und Ron Wood, den Faces und auch David Bowie.
    Es ist ein Album, das mir wahnsinnig ans Herz geht und das ich seit vielen, vielen Jahren schon hören kann. Das ist ein Album, wenn ich nicht weiß, was ich hören will, dann mache ich das an, weil das geht einfach immer!

    Quelle: Katharina Heinius, SWR1 Musikredakteurin und Meilensteine-Moderatorin

    1974 ist das Album "I’ve Got My Own Album To Do" entstanden, also in der Zeit, bevor Ron Wood Teil der Rolling Stones geworden ist. Wie kommt es, dass so viele Gaststars auf seinem Soloalbum vertreten sind? Das hat unterschiedliche Gründe.
    Zum einen war Ron Wood durch seine Umtriebigkeit in der Londoner Musikszene unglaublich gut vernetzt, und zum anderen hatte er zu der Zeit schon sein eigenes Haus mit Tonstudio. "The Wick" lag im etwas abgelegenen Londoner Westen, in Richmond. Dort hat sich die Londoner Musikszene gerne getroffen, miteinander Zeit verbracht und auch Musik gemacht.
    Kein Wunder, dass in diesem kreativen Umfeld ein Album entstehen konnte, das nicht auf Hits ausgelegt war, sondern auf dem wir einfach die Freude an der Musik und Freundschaft hören können.
    Man spürt einfach diese Musikerfreundschaften, die sich treffen, zusammen Musik machen und das alles auch noch auf Platte aufnehmen!

    Quelle: Katharina Heinius, SWR1 Musikredakteurin

    Shownotes
    • Youtube-Kanal von Tri Yann
    • Ron Wood beantwortet Fan-Fragen zum 40. Jubiläum seines Albums
    • Webseite des erwähnten Künstlers Thomas Steyer
    • Tickets für das SWR Podcastfestival 2026 in Mannheim
    • ARD Podcast-Tipp: "Score Snacks – Die Musik deiner Lieblingsfilme"
    Über diese Alben sprechen wir in unserem "Meilensteine Weihnachtsspecial 2025"
    • (01:15) – "Criminal Tango" von Manfred Mann's Earth Band
    • (10:02) – "Voodoo" von D'Angelo
    • (22:00) – "50 Ans De Scène" von Tri Yann
    • (35:35) – "I've Got My Own Album To Do" von Ron Wood
    50 min
  • The Beatles – "Rubber Soul"
    "Rubber Soul" von The Beatles gilt als die Erfindung des Rockalbums, erklärt Frank König. So etwas hatte es vorher noch nicht gegeben: Vor dem Album gab es keine einzige Single. Im Dezember 1965 ist einfach das Album erschienen und hat damit die Musikwelt und die Beatles für immer verändert.
    Vor "Rubber Soul" – die USA-Reise veränderte die Beatles
    1965 sind die Beatles von einer großen Tour durch die USA zurückgekommen, auf der sie auch Elvis Presley, Bob Dylan und The Byrds getroffen hatten. Die Beatles hatten auf dieser Reise unglaublich viele neue Eindrücke gesammelt. Nach ihrer Rückkehr nach England stand für die Gruppe nicht viel an, abgesehen von vier Wochen Zeit im Studio, um neue Musik zu machen. Ein perfekter Zeitpunkt, um alle Eindrücke richtig zu verarbeiten und zu neuer Musik werden zu lassen.
    Dieses Album schießt die Beatles in eine neue Umlaufbahn – musikalisch, textlich, als Band insgesamt [...]!

    Quelle: Ocke Bandixen, Musikjournalist und Podcaster über "Rubber Soul" von den Beatles

    Und mit "Rubber Soul" hatten die Beatles dann wieder so viel Inspirationskraft freigesetzt, dass daraufhin neue (legendäre) Musik entstanden ist. Beach Boys-Mastermind Brian Wilson hat die Platte zu ihrem eigenen Meilenstein "Pet Sounds" inspiriert.
    Auf "Rubber Soul" hören wir Experimente der Beatles
    Neue Eindrücke verarbeiten und neue Dinge ausprobieren – beides machen die Beatles auf ihrem Album "Rubber Soul". Das hören wir zum Beispiel auch sehr eindrücklich beim Song "Norwegian Wood" an einem Instrument. Es ist das erste Mal in der westlichen Musik, dass ein Pop- bzw. Folk-Song veröffentlicht wird, auf dem eine indische Sitar zu hören ist. Die hatte George Harrison mit zu den Beatles gebracht. Entdeckt hatte er sie bei den Dreharbeiten zum Film "Help!".
    Später hat George Harrison dann auch Sitar-Unterricht genommen bei Ravi Shankar, DEM indischen Sitarkünstler und Vater der Sängerin Nora Jones.
    Bei den Beatles hat sich vor "Rubber Soul" persönlich vieles verändert
    In der Zeit bevor die Band für "Rubber Soul" in die EMI-Studios, die späteren Abbey Road Studios, gegangen ist, hatte sich bei den Bandmitgliedern vieles verändert, erzählt Katharina Heinius. Es gab Hochzeiten, Umzüge, Hauskäufe, Nachwuchs und Ähnliches. Dinge, die oft im Leben den persönlichen Blickwinkel verändern und auch bereichern können.
    Ich finde, man kann an diesem Album sehr gut ablesen, dass etwas Neues beginnt. [...] Es ist ganz viel Neues zu spüren, aber eben auch noch ein bisschen Tradition, so wie sie eben in den Alben vorher Musik gemacht und auch gedacht haben.

    Quelle: Ocke Bandixen, Musikjournalist und Podcaster über "Rubber Soul" von den Beatles.

    Shownotes
    • "Recording The Beatles" – das Buch zum Studio-Equipment der Beatles
    • Kommentare der Beatles zu jedem Song
    • ARD Podcast-Tipp: "Becoming The Beatles - Die Hamburger Jahre"
    • Die zweite Staffel von "Becoming The Beatles" – Der Podcast braucht eure Unterstützung
    • Tickets für das SWR Podcastfestival in Mannheim
    Über diese Songs vom Album "Rubber Soul" sprechen wir im Podcast
    • (13:28) – "Drive My Car"
    • (28:33) – "Norwegian Wood"
    • (46:02) – "Nowhere Man"
    • (56:08) – "In My Life"
    • (01:06:03) – "If I Needed Someone"
    Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
    • (30:08) – "A Heartful Of Soul" von The Yardbirds
    • (38:20) – "You've Got To Hide Your Love Away" von The Beatles
    • (38:31) – "The Times They Are A-Changing" von Bob Dylan
    • (39:02) – "Like A Rolling Stone" von Bob Dylan
    • (39:25) – "Desolation Row" von Bob Dylan
    • (39:45) – "Fourth Time Around" von Bob Dylan
    • (01:04:24) – "In My Life" von Johnny Cash und Sean Connery
    • (01:06:57) – "The Bells Of Rhymney" von The Byrds
    • (01:07:34) – "Mr. Tambourine Man" von The Byrds
    • (01:08:00) – "If I Needed Someone" von The Hollies
    1 hr 13 min

About Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

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Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor.

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