Rassismus ist keine individuelle Charaktereigenschaft, sondern eine Ideologie, die Menschen anhand äusserer Merkmale einteilt und strukturell wirkt. Mit Mona-Lisa Kole, Anti-Rassismus- und Migrationsexpertin bei Frieda, und Ahmed Ajil, Kriminologe und Forscher zu politisch-ideologischer Radikalisierung, sprechen wir in dieser Spezialfolge Meyer:Wermuth über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus, über Intersektionalität und darüber, wie es sich anfühlt, ständig auf die eigene Identität reduziert zu werden statt auf die eigene Arbeit.
Ausserdem diskutieren wir, was die 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP mit der Gesellschaft gemacht hat: Wie solche Kampagnen rassistische Stereotypen unterbewusst aktivieren und normalisieren, warum die SVP seit Jahrzehnten jedes gesellschaftliche Problem auf Migration zurückführt – und warum auch gut gemeinte Gegenkampagnen manchmal genau die Stereotypen reproduzieren, die sie bekämpfen wollen.
Zum Schluss sprechen wir darüber, wie riskant es für rassifizierte Personen ist, sich in der Politik zu exponieren, und was es wirklich braucht, um rassistische Denkmuster in der Gesellschaft zu verändern.
((00:00)) Einleitung & Vorstellung Mona-Lisa und Ahmed
((09:15)) Erfahrungen als nicht-weiss gelesen / rassifiziert werden
((21:08)) Unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen
((27:08)) Rassismus und Politische Kampagnen
((44:10)) Die gefährliche Normalisierung des Diskurses
((47:37)) Rassismus ist überall verankert
((55:19)) Dilemma zwischen Mehrheitsgesellschaft und Radikalität
((56:50)) Diskussion über Lösungsperspektiven
((1:08:20)) Wie können rassistische Denkmuster in der Gesellschaft bekämpft werden?