Meyer:Wermuth

Meyer:Wermuth

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Meyer:Wermuth episodes

  • Mona-Lisa Kole & Ahmed Ajil: Rassismus & Politische Kampagnen

    Rassismus ist keine individuelle Charaktereigenschaft, sondern eine Ideologie, die Menschen anhand äusserer Merkmale einteilt und strukturell wirkt. Mit Mona-Lisa Kole, Anti-Rassismus- und Migrationsexpertin bei Frieda, und Ahmed Ajil, Kriminologe und Forscher zu politisch-ideologischer Radikalisierung, sprechen wir in dieser Spezialfolge Meyer:Wermuth über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus, über Intersektionalität und darüber, wie es sich anfühlt, ständig auf die eigene Identität reduziert zu werden statt auf die eigene Arbeit.

    Ausserdem diskutieren wir, was die 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP mit der Gesellschaft gemacht hat: Wie solche Kampagnen rassistische Stereotypen unterbewusst aktivieren und normalisieren, warum die SVP seit Jahrzehnten jedes gesellschaftliche Problem auf Migration zurückführt – und warum auch gut gemeinte Gegenkampagnen manchmal genau die Stereotypen reproduzieren, die sie bekämpfen wollen.

    Zum Schluss sprechen wir darüber, wie riskant es für rassifizierte Personen ist, sich in der Politik zu exponieren, und was es wirklich braucht, um rassistische Denkmuster in der Gesellschaft zu verändern.


    ((00:00)) Einleitung & Vorstellung Mona-Lisa und Ahmed

    ((09:15)) Erfahrungen als nicht-weiss gelesen / rassifiziert werden

    ((21:08)) Unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen

    ((27:08)) Rassismus und Politische Kampagnen

    ((44:10)) Die gefährliche Normalisierung des Diskurses

    ((47:37)) Rassismus ist überall verankert

    ((55:19)) Dilemma zwischen Mehrheitsgesellschaft und Radikalität

    ((56:50)) Diskussion über Lösungsperspektiven

    ((1:08:20)) Wie können rassistische Denkmuster in der Gesellschaft bekämpft werden?


    1 hr 21 min
  • Christoph Gosteli & Kambez Nuri über Männlichkeiten und die Manosphere

    Aussagen wie „Der Feminismus geht zu weit” oder „Not all Men” schwirren en masse in unserer Gesellschaft umher. Sie sind Teil des antifeministischen Backlashes und werden insbesondere aktuell durch die Manosphere gerade bei jungen Männern immer präsenter und radikaler. In der neuesten Folge Meyer:Wermuth sind Christoph Gosteli, Berater bei der Fachstelle Gewalt Bern und Präsident von Solvio (Dachverband Gewaltprävention Schweiz), sowie Kambez Nuri, Sozialarbeiter und Co-Leiter der Fachstelle OH BOY* von männer.ch bei uns zu Gast. Zusammen sprechen wir darüber, was „Männlichkeiten” überhaupt sind, wieso Männer Schwierigkeiten haben, sich mitzuteilen, und warum Männer überhaupt gewalttätig werden.

    04:10 Männlichkeiten: Worum geht es dabei?

    15:48 Was beinhaltet Gewaltberatung?

    24:05 Wo fängt destruktive Männlichkeit an

    29:29„Migrantische Männer sind die besseren Feministen.“

    36:50Manosphere: Was ist das überhaupt und wie geht man damit um?

    43:19 Was muss die Politik leisten?

    46:53 Gibt es Hoffnung auf Besserung?


    [Die heutige Podcastfolge wurde am 11. Juni voraufgezeichnet. Nun folgt eine 2-wöchige Sommerpause. Am 3. August sind wir wieder zurück]

    s/o: Podcast von Christoph Gosteli & Timo Jost: Wurst-Käse-Salat Podcast von Kambez Nuri & Ahmed Ajil: keshmesh

    52 min
  • Airbnb-Verbot Zürich, Mietpreis-Initiative, Lex Koller

    Ein wegweisendes Bundesgerichtsurteil bestätigt: Die Stadt Zürich darf die Umwandlung von Wohnraum in Airbnb oder Business Apartments einschränken. Mit Jacqueline Badran sprechen wir darüber, warum das ein wichtiger und längst überfälliger Baustein für bezahlbaren Wohnraum ist. In den letzten Jahren haben sich Business Apartments in der Stadt Zürich fast verdoppelt, in einzelnen Quartieren machen sie schon einen erheblichen Teil der Wohnungen aus. Wir diskutieren das Urteil und reden über mögliche Umgehungsstrategien der Immobilienbranche, und was das für den Wohnungsmarkt bedeuten könnte.

    Ausserdem sprechen wir in dieser Folge Meyer:Badran über die Mietpreis-Initiative, die letzte Woche mit 140'000 Unterschriften eingereicht wurde – und in den Medien praktisch keine Beachtung fand. Sie soll die automatische Überprüfung der gesetzlich gedeckelten Mietrendite in der Verfassung verankern.

    Zudem steht die Lex Koller vor einer möglichen Rückkehr zu einer schärferen Auslegung. Wir ordnen ein, warum die Einschränkung des ausländischen Kapitals auf dem Immobilienmarkt eine dämpfende Wirkung auf die Preise haben könnte.

    ((01:12)) Airbnb-Verbot Zürich

    ((10:18)) Mietpreis-Initiative

    ((24:07)) Lex Koller

    ((32:12)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (250 Jahre USA, MWST-Erhöhung für die Armee, AfD-Parteitag Erfurt, Regularisierung von Sans-Papiers)

    37 min
  • Hitzewelle, Finanzierung 13. AHV-Rente, Kürzungen internationale Zusammenarbeit

    Die Hitzewelle, die Europa erfasst hat, ist keine Ausnahme mehr – sie ist die neue Realität. Rekorde jagen einander, die Nullgradgrenze in den Alpen existiert kaum mehr, und die Häufigkeit von Extremwetter nimmt mit der Klimakrise weiter zu. Trotzdem wurde in der Schweiz in den letzten zehn Jahren erschreckend wenig dagegen unternommen. Städte, Gemeinden und Institutionen sind schlecht vorbereitet, öffentliche Flächen werden weiter versiegelt, und ein Umweltminister fordert neue AKWs – obwohl diese wegen der Hitze ihre Leistung drosseln mussten. Während sich Privilegierte abkühlen können, sind armutsbetroffene Menschen von den Folgen der Hitze weit stärker betroffen. Wir diskutieren, warum kurzfristige Anpassungen allein nicht reichen – und warum man aufpassen muss, die Klimakrise nicht einfach zu akzeptieren.

    Ausserdem in dieser Folge Meyer:Wermuth: Die 13. AHV-Rente wird dieses Jahr erstmals ausbezahlt – doch SVP und FDP wollen den Leistungsausbau mit einer faktischen Rentenaltererhöhung kompensieren. Wir erklären, wen das besonders trifft und warum es zu einer Volksabstimmung kommen wird. Und: Die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz wird systematisch geschwächt – weniger Geld, Stellenabbau und eine Verschiebung von Entwicklungszusammenarbeit zu humanitärer Hilfe. Wir diskutieren, warum Prävention gegen Reaktion auszuspielen langfristig gefährlich ist.


    ((03:00)) Hitzewelle

    ((12:19)) Finanzierung 13. AHV-Rente

    ((20:21)) Kürzungen internationale Zusammenarbeit

    ((27:42)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Palantir Vs. Republik, Iran Deal,NDB Bericht, Meloni/Trump Beef)

    33 min
  • Ersatzfreiheitsstrafe: Wie die Schweiz Armut bestraft

    Rund die Hälfte aller Gefängnisaufenthalte in der Schweiz sind sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen – das heisst, Menschen sitzen im Gefängnis, weil sie eine Busse oder Geldstrafe nicht bezahlen können. Betroffen sind fast ausschliesslich armutsbetroffene Menschen, viele davon wegen unbezahlter ÖV-Bussen. Mit Katja und Basil vom Freiheitsfonds Schweiz sprechen wir in dieser Spezialfolge Meyer:Wermuth über ein System, das Armut mit Gefängnis bestraft.

    Katja erzählt aus eigener Erfahrung, wie sie aufgrund verschiedenen kleinen Bussen im Hochsicherheitsgefängnis landete – in Handschellen, behandelt wie eine Schwerkriminelle. Ihre Geschichte steht stellvertretend für Tausende Betroffene, die durch verpasste Post wegen Obdachlosigkeit, häufige Umzüge wegen Wohnungsnot oder schlicht fehlendes Wissen über ihre Rechte in eine Spirale aus Schulden und Bestrafung geraten. Wir diskutieren, warum jeder Gefängnistag ein Vielfaches der eigentlichen Busse kostet, warum Alternativen wie gemeinnützige Arbeit in der Praxis oft scheitern und warum die SBB das Gespräch verweigert, während in Deutschland bereits 13 Städte auf Strafanzeigen verzichten. Und wir stellen die Frage: Was sagt es über unsere Gesellschaft aus, wenn wir Menschen einsperren, statt in sie zu investieren?


    00:00 Begrüssung

    03:05 Katjas Erfahrungen mit Ersatzfreiheitsstrafen

    10:12 Was machen Ersatzfreiheitsstrafen mit Betroffenen?

    16:12 Kontakt zu ÖV Unternehmen

    19:50 Was bedeutet dies für die Gesellschaft?

    32:55 Wie geht man mit dem gesellschaftlichen Druck um?

    35:45 Wie und Warum ist der Freiheitsfonds Schweiz gestartet?

    54 min
  • Abstimmungssonntag, SpaceX, Familienzulagen

    Die menschenverachtende SVP-Initiative ist abgelehnt! Die Stimmbevölkerung hat sich gestern klar gegen die Spaltungsrhetorik der SVP positioniert. In der heutigen Folge Meyer:Wermuth blicken wir noch einmal auf den Abstimmungssonntag zurück, besprechen die bisherige Berichterstattung und erklären, warum die SVP ein schlechter Verlierer ist.

    Ausserdem besprechen wir den Börsengang von Elon Musks SpaceX und die aktuell im Parlament behandelten Familienzulagen.


    ((01:23)) Abstimmungssonntag

    ((20:16)) SpaceX

    ((25:03)) Familienzulagen

    ((28:07)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (G7 Demo, Flamingo Revolution, Belfast, Ukraine)

    33 min
  • NZZ/Feusi, Nachrichtendienstgesetz, Sonntagsverkauf

    Diesen Frühling wurde bekannt, dass der ehemalige „Nebelspalter“ Redaktor Dominik Feusi als Bundeshausredaktor zur NZZ wechseln soll – dieser verlor die Stelle aber wieder vor Antritt. Der Grund: Feusi hat beim „Nebelspalter“ eine Analyse zum Krieg zwischen dem Iran und Israel zu 90% vom Telegraph abgeschrieben. Konsequenzen innerhalb der NZZ? Keine, lediglich die Anstellung wurde zurückgezogen. Wir diskutieren, was es bedeutet, wenn problematische Akteure ins Herz einer solchen Redaktion geholt werden, während kritische Stimmen gehen. Und warum es wenig überraschend ist, dass Menschen das Vertrauen in Medien verlieren, wenn ein altes Medium wie die NZZ es nicht schafft, so eine Geschichte sauber aufzuarbeiten.Ausserdem sprechen wir in dieser Folge Meyer:Wermuth über das Nachrichtendienstgesetz: Überwachungsmassnahmen wie Telefonabhörung sollen neu nicht mehr nur bei Terrorverdacht, sondern auch bei sogenanntem gewalttätigem Extremismus möglich sein – ein bewusst schwammig formulierter Begriff, der auch bei Demo-Teilnahmen oder politischen Aktivismus greifen könnte.Und schliesslich: Der Ständerat entscheidet über bis zu vier zusätzliche Sonntagsverkäufe. Nur grosse Ketten würden davon profitieren und die Arbeiter:innen stark darunter leiden. Ein kollektiver freier Tag wie der Sonntag hat eine wichtige gesellschaftliche Funktion – und die Stimmbevölkerung hat solche Ausweitungen in der Vergangenheit immer wieder abgelehnt.


    ((01:44)) NZZ/Feusi

    ((09:13)) Nachrichtendienstgesetzt

    ((17:43)) Sonntagsverkauf

    ((23:43)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Feministischer Streik, Wahlen Kosovo & Armenien, Jositsch-Austritt, Männerfussball-WM)

    29 min
  • Winterthur, Mindestlöhne, Westasien

    Letzten Donnerstag verletzte ein Mann in Winterthur drei Passanten, einer davon schwer. Der in der Schweiz geborene Mann mit schweizerischer und türkischer Staatsbürgerschaft war der Polizei in doppelter Hinsicht bekannt: Einerseits wies er in der Vergangenheit Nähe zur winterthurer islamistischen Szene auf, andererseits wurde er wenige Tage vor der Tat aufgrund seines kritischen psychischen Zustands in die Psychiatrie IPW eingeliefert. Medien und unter anderem der Zürcher Sicherheitsvorsteher Mario Fehr stuften die Gewalttat schnell eigenmächtig als Terrorattacke ein. Auch wurde der Angriff schnell politisch instrumentalisiert, insbesondere für die Kampagne der menschenverachtenden SVP-Initiative. Hätte die Berichterstattung gleich ausgesehen, wenn es sich nicht um eine muslimische, sondern um eine christliche Person gehandelt hätte? Und inwiefern kritisieren wir unsere eigeneReaktion sowie die entsprechende Zürcher Medienkonferenz? Ausserdem diskutieren wir in der heutigen Folge Meyer:Wermuth über die kantonalen Mindestlöhne, die die bürgerliche Mehrheit in der heute startenden Sommersession torpedieren will, sowie über den aktuellen Stand in Westasien bzw. die Situation in Gaza, West Bank und Libanon.


    02:00 Winterthur: Die Gewaltattacke und ihre politische Instrumentalisierung

    13:47 Mindestlöhne: Eine Privatisierung der Demokratie

    20:16 Westasien: Die Weiterentwicklung der Katastrophe

    26:28 Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Malta, Jositsch, GA, Politische Meinungsbildung)

    32 min
  • De Martin / Bernardi: Saisonnierstatut: Die Schweiz schweigt

    Was bedeutete das Saisonnierstatut für Hunderttausende Familien in der Schweiz – und warum droht diese Geschichte sich zu wiederholen? In dieser Folge Meyer:Wermuth sprechen die Historikerin Paola de Martin und die Journalistin Giulia Bernardi über ein dunkles Kapitel der Schweizer Migrationsgeschichte: Jahrzehntelang wurden Menschen als Arbeitskräfte ins Land geholt, aber systematisch entrechtet – getrennt von ihren Kindern, ohne sozialen Schutz, ohne Recht auf ein Familienleben. Durch ihre eigene Familiengeschichte betroffen engagieren sie sich im Vorstand des Verein Tesoro, welcher sich für die Aufarbeitung dieses Unrechts und die Stimmen der betroffenen Familien einsetzt.Wir sprechen über die strukturelle Gewalt, die dieses System bedeutete, über das grosse Schweigen in den betroffenen Familien, über die Parallelen zur Schwarzenbach-Initiative – und darüber, warum die 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP eine Rückkehr zu genau dieser Entrechtung bedeuten würde.

    ((01:15)) Was war das Saisonnierstatut?((17:54)) Was hat dies für die Betroffenen bedeutet?((15:22)) Aufarbeitung und Forderungen an die Politik((30:57)) Bezug zur Aktuellen Debate um die 10-Millionen Schweiz


    Verein Tesoro: https://www.tesoro2021.ch/Austellung: Wir, Saisonniers… https://memoriav.ch/de/neuigkeit/wir-saisonniers-zuerich-1931-2026-eine-ausstellung-ueber-sichtbare-arbeit-und-unsichtbar


    40 min
  • AKW, Hate Crime Bericht, SVP-Initiative

    Nun sollen Schweizer Atomkraftwerke doch deutlich länger am Netz bleiben als zunächst geplant - das hat der Bundesrat in einem neuen Bericht überraschenderweise vorgeschlagen. Sollte der Ausbau erneuerbarer Energien zu langsam voranschreiten, soll ein 80-jähriger Langzeitbetrieb gewisser AKWs oder sogar der Bau neuer AKWs ermöglicht werden. In der heutigen Folge Meyer:Wermuth diskutieren wir, was das für die Energiewende bedeutet und warum diese Kehrtwende symptomatisch für die Schweizer Energiepolitik ist.

    Ausserdem sprechen wir über den Hate Crime Bericht 2026, der dokumentiert, wo und wie queerfeindliche Gewalt in der Schweiz auftritt und darüber, warum die SVP-Initiative nicht nur realitätsfremd ist, sondern auch gezielt mit falschen Fakten Ängste schürt.


    ((02:36)) AKW: Rücken die Erneuerbaren immer mehr in den Hintergrund?

    ((09:06)) Hate Crime Bericht: Existierende queerfeindliche Gewalt wird sichtbar gemacht

    ((15:02)) SVP-Initiative: Wie die SVP die Fakten verdreht

    ((24:32)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Spitex-Genossenschaften, Charlie Kirk Debatten, Chancengleichheit, Kuba)



    Wenn du als Person der LGBTIQ-Community Opfer oder Zeug:in von Diskriminierung wirst bzw. du ein Hate Crime erlebt, gehört oder gesehen hast, dann melde dich unter stophate.ch

    30 min

About Meyer:Wermuth

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Mattea Meyer und Cédric Wermuth ordnen jede Woche die wichtigsten politischen Entwicklungen der Schweiz ein. Transparent, pointiert, direkt aus Bundesbern.

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