Ich liebe es zu laufen. Schon immer. Laufschuhe an, raus in die Natur und los – das ist für mich Freiheit, Stressabbau und eine der schönsten Arten, meinen Kopf freizubekommen.
Krafttraining dagegen? Das war bei mir lange eher eine Hassliebe.
Ich wusste natürlich, wie wichtig Muskeltraining ist. Aber zwischen etwas wissen und es wirklich regelmäßig tun liegt manchmal ein ziemlich großer Unterschied.
Heute gehört Krafttraining fest zu meiner Routine. Nicht, weil ich plötzlich aufgehört habe, Cardio zu lieben. Sondern weil ich verstanden habe: Mein Körper braucht heute etwas anderes als noch mit 30 – und Joggen allein gibt ihm nicht alles davon.
Gerade ab 40 und in den Wechseljahren verändert sich unsere Körperzusammensetzung. Muskelmasse und Muskelkraft werden zu einem immer wichtigeren Faktor für unseren Stoffwechsel, unsere Stabilität, unsere Knochengesundheit und dafür, wie leistungsfähig und selbstständig wir langfristig bleiben.
Und genau deshalb dürfen wir auch unsere Perspektive auf Sport verändern:
Weg von „Wie viele Kalorien habe ich verbrannt?“ hin zu „Was braucht mein Körper, um langfristig stark zu bleiben?“
In dieser Podcast-Folge erzähle ich dir ganz persönlich, warum ich mein eigenes Training verändert habe, wie aus meiner Hassliebe zum Krafttraining Schritt für Schritt eine feste Routine geworden ist – und warum du auch mit 40, 50 oder darüber hinaus noch wunderbar anfangen kannst, Muskeln aufzubauen und stärker zu werden.
In dieser Folge erfährst du:
– warum Ausdauertraining großartig ist, aber Krafttraining nicht ersetzen kann
– weshalb Muskelmasse gerade ab 40 und in den Wechseljahren so wertvoll wird
– was Muskeln mit Stoffwechsel, Insulinsensitivität, Stabilität und gesundem Älterwerden zu tun haben
– warum es nie zu spät ist, mit Krafttraining anzufangen
– weshalb wir Sport nicht länger als Kompensation für Essen oder reinen Kalorienverbrauch betrachten sollten
– wie aus meiner persönlichen Hassliebe zum Krafttraining eine feste Routine wurde
– warum du nicht darauf warten solltest, dass die Motivation von alleine kommt
– wie du mit zwei realistischen Krafttrainingseinheiten pro Woche starten kannst
– warum Technik und eine schrittweise Steigerung wichtiger sind als möglichst schwere Gewichte
– und weshalb Regeneration genauso zu einem guten Training gehört wie der Trainingsreiz selbst.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war dabei:
Ich musste das Laufen nicht gegen Krafttraining eintauschen. Ich durfte mein Training ergänzen.
Ich laufe weiterhin, weil ich es liebe. Aber ich trainiere heute zusätzlich meine Muskeln, weil ich weiß, was sie für meinen Körper von morgen bedeuten.
Denn vielleicht ist die entscheidende Frage gar nicht, wie viele Kalorien du beim Sport verbrennst oder welche Zahl auf deiner Waage steht.
Sondern:
Wofür möchtest du stark sein?
Fürs Reisen? Wandern? Deinen Alltag? Um deine Einkäufe und deinen Koffer auch später noch selbst tragen zu können? Um dich mit 60, 70 oder 80 noch kraftvoll, beweglich und selbstständig zu fühlen?
Wir trainieren nicht nur für den Körper, den wir heute im Spiegel sehen.
Wir investieren in den Körper, mit dem wir unser Leben auch morgen noch leben möchten.
Viel Freude beim Anhören!
Alles Liebe
Adaeze
Kapitel
00:00 Meine Hassliebe: Laufen vs. Krafttraining
04:24 Warum Krafttraining ab 40 so wichtig wird
10:52 Muskeln: Viel mehr als eine Frage der Optik
15:29 Warum ich meine Perspektive auf Sport verändert habe
16:54 Weg vom Kalorienverbrennen – hin zu einem starken Körper
18:15 Wie aus meiner Hassliebe eine Routine wurde
20:31 Warum du nicht auf Motivation warten solltest
24:06 So kannst du mit Krafttraining starten
27:57 Warum Regeneration genauso wichtig ist wie Training
29:52 Dein großes Warum: Wofür möchtest du stark sein?