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Buschfleisch, also das Fleisch von Wildtieren wie Affen, Stachelschweinen oder Schuppentieren, ist in zahlreichen Regionen Afrikas eine wichtige Nahrungsquelle und gilt vielen als Delikatesse. Jedes Jahr gelangen hunderte Tonnen dieses Wildfleisches - oft illegal - vom afrikanischen Kontinent in die EU: im Reisegepäck von Flugpassagieren, aber auch per Post und Luftfracht. Um die Handelswege nachzuzeichnen, muss man verstehen, welche Rolle das so genannte „Bushmeat“ für die Kultur und die Identität vieler Menschen spielt, aber auch, welche Folgen der Handel für die globale Gesundheit und den Artenschutz haben kann.
Das Attentat auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump während einer Wahlkampfveranstaltung am vergangenen Wochenende sorgt in den USA für riesige Aufregung. Auch wenn beide Seiten - Demokraten und Republikaner - nun für Mäßigung eintreten: Das Land ist polarisiert wie lange nicht mehr, verbal hat man schon lange aufgerüstet, der politische Diskurs ist verroht. Nun ist die Befürchtung, dass die politische Gewalt überhandnimmt; einige Kommentatoren sprechen gar von einem drohenden Bürgerkrieg.
Ist die Demokratie in den USA ernsthaft in Gefahr? Was bedeutet das für den Rest der demokratischen Welt? Und ist Donald Trump nach dem Anschlag, aus dem er leicht verletzt und für seine Anhänger gleichsam als unbesiegbar hervorging, der Sieg bei der Präsidentenwahl im November überhaupt noch zu nehmen?
Fragen, die der US-amerikanische Historiker und Publizist Mitchell Ash im Gespräch mit Elisa Vass beantwortet.
In Ägypten nennen viele Menschen den Nil ihr Zuhause. In winzigen Holzbooten, kaum vier Meter lang und zwei Meter breit, leben ganze Familien - Tag für Tag, Jahr für Jahr. Die Fischerei ist ihr Lebensunterhalt und ihre einzige Einnahmequelle. Abgeschnitten vom Leben an Land müssen sie mit der Verschmutzung des Flusses und den harten Folgen der Wirtschaftskrise zurechtkommen.
Doch trotz aller Widrigkeiten zeigt sich auf dem Nil eine beeindruckende Lebensweise im Rhythmus der Natur. Der Alltag der Menschen, die auf dem längsten Fluss der Welt leben, ist zwar nicht unbedingt romantisch, aber dennoch durchaus faszinierend. Eine Reportage.
Kürzlich war wieder einmal Christiano Ronaldo häufig bei der Arbeit zu sehen.
Abseits des Fußballfeldes ist der portugiesische Star auch mit seinem Familienleben bekannt geworden: er hat mehrere Kinder von verschiedenen Frauen; zwei davon wurden von einer Leihmutter ausgetragen.
Damit befindet sich der Fußballer in guter Promi-Gesellschaft:
Elton John, Sarah Jessica Parker, Nicole Kidman:
Auch sie haben sich ihren Kinderwunsch mittels Leihmutter erfüllt, so wie viele andere weniger prominente Menschen auch.
Für die einen wird damit der Traum vom Familienleben wahr - andere kritisieren das Modell, bei dem eine Frau ein ihr meist auch biologisch fremdes Kind austrägt; sie sprechen von Menschenhandel und Ausbeutung.
Rund um das Modell Leihmuttershcaft hat sich eine lukrative Industrie entwickelt.
In Österreich ist Leihmutterschaft verboten. Doch wer sich im Ausland ein Kind quasi bestellt, ist meist auf der rechtlich sicheren Seite.
Das komplexe Ökosystem des Regenwalds in Amazonien hat Auswirkungen auf den ganzen Planeten. Ein Verlust des Waldes hätte dramatische Konsequenzen für das Weltklima, seiner Rettung wird deshalb international Bedeutung beigemessen.
Doch die Zerstörung hält an, es wird abgeholzt, und in der ganzen Region toben immer wieder – oft gelegte - Waldbrände. In diesem Jahr sind die Feuer besonders heftig. Allerdings gibt es Menschen, die sich der Zerstörung entgegenstellen. Ganz im Norden Brasiliens kämpfen indigene Feuerwehrbrigaden gegen die Flammen.
Im Vorjahr haben weltweit Wälder in kaum je dagewesenem Ausmaß gebrannt.
In Griechenland und im gesamten Mittelmeerraum, auch in Nordafrika, war es besonders schlimm. Aber auch in Deutschland tobten die Feuer.
Zu den großen Waldbrandländern gehört auch Kanada. 2023 ist dort so viel Waldfläche abgebrannt wie nie zuvor.
Wochenlang zogen die Rauchschwaden der brennenden Wälder bis nach New York und waren bestens auf Satellitenbildern zu erkennen. Aber auch ganz im Westen, im Bundesstaat British Columbia, wüteten die Brände.
Nun hat die kanadische Regierung eine eigene Gruppe eingesetzt, um Lehren und Konsequenzen aus der Katastrophe zu ziehen und zu verhindern, dass es noch einmal so schlimm kommt.
Denn die immer größere Hitze und Dürre als Auswirkungen des Klimawandels sind der eine Brandfaktor, doch auch der Zustand der Wälder und die Vorbereitung der Bevölkerung sind wesentlich im Kampf gegen das Feuer.
Alle hatten vor der Wahl auf den Rassemblement National gestarrt wie das Kaninchen auf die Schlange, es war gar von einer möglichen absoluten Mehrheit für die Partei die Rede, de facto aber sind die Rechtsnationalen - aufgrund des geltenden Mehrheitswahlrechts - nur als dritte durchs Ziel gegangen. Wahlsieger ist das linksgrüne Bündnis Neue Volksfront, auf Platz zwei kommt das Mitte-Bündnis Ensemble von Präsident Emmanuel Macron. Kein Lager hat eine absolute Mehrheit, es wird schwierig, eine Regierung zu bilden.
Wie kann es nun weitergehen mit dieser schwierigen Pattsituation, was hat Macron mit den ohne Not vom Zaun gebrochenen Neuwahlen eigentlich erreicht?
Live-Diskussion mit
Cornelia Primosch, ORF Paris
Hans Dietmar Schweisgut, Generalsekretä#r des Österreich-Französischen Zentrums für Annäherung in Europa
Joelle Stolz, Journalistin, langjährige Wien-Korrespondentin der Tageszeitung "Le Monde"
Diskussionsleitung: Elisa Vass
Im Nationalrat finden von heute bis Freitag die letzten Sitzungen vor der Sommerpause statt. An die 60 Gesetze werden beschlossen. Dann beginnt die Intensivphase des Wahlkampfs für die Nationalratswahl am 29. September.
Zeit also, Bilanz zu ziehen: Wie gut funktioniert die Regierungsarbeit nach der Mega-Krise rund um das Renaturierungsgesetz noch? Wie viel hat die erste ÖVP-Grünen-Regierung auf Bundesebene in den vergangenen fünf Jahren weitergebracht? Warum führt die FPÖ in allen Umfragen und kommt die SPÖ auch unter Andreas Babler offenkundig nicht vom Fleck? Welche Rolle könnten Kleinparteien wie KPÖ, Bierpartei und Liste Petrovic bei der Nationalratswahl spielen?
Darüber diskutieren:
Thomas Hofer, Politikberater
Johannes Huber, dieSubstanz.at
Martina Salomon, Kurier
Petra Stuiber, Der Standard
Schluss mit den Konservativen?
Seit vierzehn Jahren sind die Konservativen im Vereinigten Königreich in der Regierung. Sie haben das Land durch eine Phase heftiger Sparpolitik geführt und den Briten den Brexit beschert. Nach fünf konservativen Premierministern, von denen nur drei je durch eine Wahl bestätigt wurden, stehen die Zeichen auf Wechsel. Die sozialdemokratische Labour-Opposition führt in Umfragen mit rund 20 Prozentpunkten, und es wird erwartet, dass Labour-Chef Keir Starmer die Wahl gewinnen wird. Aber auch Nigel Farage, einst Brexit-Betreiber, greift mit der rechts-populistischen Partei "Reform UK" wieder ins Geschehen ein.
Das Vereinigte Königreich leidet neben steigender Armut unter einem maroden Gesundheitswesen, vernachlässigter Infrastruktur mit kaputten Straßen und abwasserverseuchten Flüssen - und hofft auf Besserung.
Während der NS-Zeit haben die deutschen Besatzer die Kirchenglocken Prags zerstört. Die tschechischen Kommunisten taten alles, um ihre Erneuerung zu verhindern. Jetzt sind es überwiegend junge Leute, die als ehrenamtliche Glöcknerinnen und Glöckner unterwegs sind – und Geld sammeln, um die verlorenen Glocken nachgießen zu lassen. Manche der Enthusiasten sind katholisch, aber die meisten haben mit Kirche gar nichts am Hut – wie die Mehrheit in Tschechien. Sie sind einfach fasziniert vom Klang der Glocken, vom archaischen Handwerk des Läutens. Und sie sind Lokalpatrioten, die den Klang des alten Prag nach rund einem Jahrhundert wieder erleben wollen.
Einen ersten Erfolg haben sie bereits erzielt: Sie ließen eine riesige Glocke gießen, die als Mahnmal auf einem Moldau-Ponton schwimmt – exakt 9801 Kilo schwer, ein Kilo für jede im Krieg requirierte Glocke.
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