
Sign up to save your podcasts
Or


Menschen mit Albinismus, heller Haut und Sehproblemen infolge eines Gendefekts, tragen in Schwarzafrika ein sichtbares Stigma: Sie gelten als verflucht, werden ausgegrenzt und in der Schule gemobbt. Ihnen werden magische Kräfte nachgesagt, mit denen sie andere Menschen angeblich verhexen. Sie werden deshalb diskriminiert, gehen oft nicht zur Schule und werden körperlich attackiert, mitunter sogar ermordet – ihre Körperteile werden verkauft, weil ihnen Wunderkräfte zugeschrieben werden. Zudem sterben die meisten Afrikaner:innen mit Albinismus früh an Hautkrebs, der mit Sonnencreme leicht zu vermeiden wäre. Sambias Regierung tut einiges, um den rund 25.000 Betroffenen zu helfen, es gibt auch seit zehn Jahren sogar eine UN-Sonderbeauftragte für Menschen mit Albinismus.
Dennoch leben die meisten Betroffenen in Isolation und Angst. Einige von ihnen setzen sich nun aber zur Wehr.
Mit:
Verena Bogner, Journalistin und Swift-Fan
Peter Tschmuck, Musikwirtschaftsforscher
Paul Schliefsteiner, Terrorismusforscher
Diskussionsleitung: Astrid Plank
An der deutschen Nordseeküste ist in den Sommerferien kein Strandkorb mehr frei. Park- und Campingplätze platzen aus allen Nähten, die Einheimischen eilen frühmorgens zum Bäcker, bevor sich dort lange Touristenschlangen bilden. Der Tourismus an der Nordsee ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits lebt die Region von den Gästen: Mit mehr als 33 Millionen Übernachtungen ist Ostfriesland eines der beliebtesten Ziele für Inlandstouristen in Deutschland; und immer öfter zieht es in Zeiten des Klimawandels auch ausländische Tourist:innen, etwa aus Österreich, eher nach Norden als in die traditionellen Urlaubsdestinationen am Mittelmeer.
Andererseits ist aber vor allem auf den ostfriesischen Inseln die Grenze zum Overtourism erreicht und so manche/r fordert eine Begrenzung des Ansturms. Denn Wohnungen sind für Einheimische kaum noch zu finden und unerschwinglich, weil alles an Gäste vermietet wird. Darum leidet die die Region auch an einem massiven Arbeitskräftemangel.
Kunststoffverpackungen sind vielseitig einsetzbar, können preisgünstig produziert werden und sind deshalb allgegenwärtig. Doch der Segen ist zum Fluch geworden: Seit Jahren sehen wir Bilder von Plastikinseln in Flüssen und Meeren, von Stränden voll Plastikmüll. Die EU möchte der Vermüllung und Verschwendung von Rohstoffen einen Riegel vorschieben und hat mit dem Kreislaufwirtschaftspaket eine Reihe von Verordnungen erlassen, damit Wertstoffe gesammelt und wiederverwertet werden. Deshalb dürfen wir überall in Österreich seit Anfang 2023 Plastikverpackungen nicht mehr in den Restmüll werfen, sondern müssen sie in den gelben Sack stecken oder zur gelben Tonne bringen. Wir haben nachgefragt, wie gut das funktioniert, was mit dem Inhalt von gelber Tonne und gelbem Sack geschieht, und ob man daran noch etwas verbessern könnte.
Ab nächstem Jahr soll es in Österreich eine eigene Koch-Ausbildung zur Fachkraft für vegetarische und vegane Kulinarik geben. Das liegt durchaus im Trend, steigt doch der Anteil jener Menschen, die sich rein pflanzlich oder zumindest ohne Fleisch und Fisch ernähren. Für manche allerdings ist man kein richtiger Koch, wenn man nicht auch Fleisch zubereiten kann.
Paul Ivic sieht das anders. Der gebürtige Tiroler – der selbst auch manchmal Fleisch isst – hat sich mit vegetarischer Küche in den gastronomischen Sterne-Himmel gekocht. Sein Lokal in Wien wurde als eines von wenigen rein vegetarischen weltweit mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Dazu kommen etliche „Hauben“. Für Ivic steht die Qualität der Lebensmittel im Mittelpunkt. Das Gemüse muss aus gesundem Boden kommen, bio und möglichst regional sein. Gleichzeitig vertritt er die Ansicht, dass nichts verschwendet werden darf. Alles wird verwendet, von der Wurzel bis zum Blatt.
Die Generation der Babyboomer, also der rund um das Jahr 1960 Geborenen, verabschiedet sich langsam in den Ruhestand. Im Vorjahr sind fast 110.000 Menschen in Alterspension gegangen - ein Spitzenwert. Vor fünf Jahren waren es nur rund 80.000 Neupensionist:innen pro Jahr. Die Abgänge stellen die Betriebe vor große Herausforderungen. Zum einen ist es nicht immer leicht, geeignete Nachfolger:innen zu finden, zum anderen gehen mit jedem Pensionisten berufliches Wissen und Erfahrung verloren.
Wie können Unternehmen diesen Verlust von Know-how vermeiden, wie organisiert man am besten die Übergabe an die nächste Generation? Kümmern sich die Arbeitgeber:innen überhaupt darum oder stecken viele den Kopf in den Sand?
Saldo hat sich bei Unternehmen - von der großen Papierfabrik bis zur kleinen IT-Firma - umgehört, wie sie mit dem Abschied langgedienter Mitarbeiter:innen in den Ruhestand umgehen. Pensionsexperten erklären, welche Reformen das österreichische Pensionssystem jetzt braucht.
Sommergespräch mit Rafaela Schinegger, Assistenz-Professorin für Naturschutzplanung an der BOKU Wien
Die Renaturierung ist in aller Munde, spätestens seit im Juni der Rat der EU-Staaten das EU-Renaturierungsgesetz mit knapper Mehrheit angenommen hat - die Zustimmung der grünen Umweltministerin gegen den Willen des Koalitionspartners ÖVP hat ja in Österreich hohe Wellen geschlagen. Ziel des Gesetzes ist es, geschädigte oder zerstörte Ökosysteme wieder in einen möglichst naturnahen Zustand zu bringen. Natürliche Flusslandschaften sollen wiederhergestellt, Moore vernässt und Wälder möglichst in ihre Ursprungsform rückgeführt werden. Zwar sprechen sich viele für den Naturschutz aus, doch wenn es um konkrete Maßnahmen geht, ist der Widerstand - etwa von Seiten der Landwirtschaft - oft groß.
Welche Hürden gibt es im Alltag, wenn Flüsse, Bäche, Wälder und Wiesen renaturiert werden sollen? Warum regt das Thema so auf? Und welchen Beitrag kann die Wissenschaft für den Naturschutz leisten?
Fast dreißig Jahre Bürgerkrieg zwischen den tamilischen Befreiungskämpfern und der Armee haben Sri Lanka geprägt: Für tausende Familien hält das Trauma auch 15 Jahre nach Ende des bewaffneten Konflikts weiter an. Noch immer suchen sie ihre Angehörigen, immer in der Befürchtung, dass Soldaten der Armee sie umgebracht haben. Erst Anfang des Jahres wurde wieder ein Massengrab gefunden.
Trotz einiger Maßnahmen der Regierung vertrauen die betroffenen Familien nicht darauf, dass die Verbrechen wirklich aufgearbeitet werden. Sie hoffen auf Unterstützung aus dem Ausland. Das UN-Büro für Menschenrechte hat in seinem jüngsten Bericht die Regierung von Sri Lanka aufgefordert, die Suche nach
den verschwundenen Menschen voranzutreiben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nur dann könne echte Versöhnung stattfinden.
Eigentlich steht Joe Biden für eisernen Durchhaltewillen, nun aber konnte er dem Druck, der vor allem aus der eigenen Partei kam, nicht mehr standhalten. Weil die Umfragen nach mehreren desaströsen Auftritten nahelegten, dass er bei der Wahl im November nicht mehr gewinnen könne, hat Präsident Biden seine Kandidatur gestern zurückgezogen und seine Vizepräsidentin Kamala Harris als Ersatzkandidatin vorgeschlagen. Die meisten demokratischen Politiker haben sich bereits hinter sie gestellt.
Wie kann es nun weitergehen, kann Kamala Harris – oder jemand anders - gegen den Republikaner Donald Trump gewinnen? Welche Strategie könnte die demokratische Partei nun wählen, was werden die Republikaner tun? Und wie fällt Joe Bidens Bilanz als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika aus?
Darüber diskutieren:
Mitchell Ash, Historiker und Publizist
Yussi Pick, Kampagnen- und Kommunikationsberater
Ingrid Steiner-Gashi, Außenpolitik-Chefin "Kurier"
From the publisher's feed

18 Listeners

5 Listeners

41 Listeners

2 Listeners

9 Listeners

1 Listeners

2 Listeners

37 Listeners

3 Listeners

6 Listeners

6 Listeners

5 Listeners

0 Listeners

38 Listeners

3 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

18 Listeners

3 Listeners

0 Listeners

8 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

2 Listeners

0 Listeners