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Im Schweizer Luftkurort Davos findet alljährlich im Jänner das Weltwirtschaftsforum statt. Europaweite Bekanntheit hat Davos aber schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlangt. Wer an der Lungenkrankheit Tuberkulose erkrankt war und es sich leisten konnte, fuhr nach Graubünden, um dort wochenlang zu kuren. Der deutsche Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann schildert den Kurbetrieb in Davos in seinem Roman "Der Zauberberg". Er ist 1924, vor exakt 100 Jahren, erschienen.
Weniger bekannt ist, dass Davos in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg eine Nazi-Hochburg in der neutralen Schweiz war. Porträt einer wechselvollen Geschichte.
In Thüringen und Sachsen wurden neue Landtage gewählt.
Die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen am Sonntag bedeuten eine Zäsur für Nachkriegsdeutschland: Zum ersten Mal gewinnt eine als rechtsextrem eingestufte Partei. In Thüringen hat die AfD Platz eins erobert, in Sachsen liegt sie nur hauchdünn hinter der CDU auf Platz zwei.
Außerdem ist die einstige Führungs- und Identifikationsfigur der ostdeutschen Linken, Sahra Wagenknecht, auf Anhieb mit ihrem "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW) in beiden Ländern auf zweistellige Ergebnisse gekommen. Die sogenannten Ampelparteien SPD, Grüne und FDP, die in Berlin regieren, haben ein Debakel erlitten.
Wie ist das gute Abschneiden von AfD und BSW zu erklären, und welche Auswirkungen sind für das restliche Deutschland zu erwarten?
Darüber diskutieren:
Thilo Alexe, Sächsische Zeitung
Holger Bonin, Wirtschaftsforscher IHS
Mariam Lau, Die Zeit
Jörg Sobiella, ehemals MDR in Thüringen
Diskussionsleitung: Birgit Schwarz
Seit zweieinhalb Jahren befindet sich die Ukraine im Krieg – einem Krieg, der nicht nur zigtausende Menschen das Leben gekostet hat, sondern dem Land auch sonst unendlich viel Leid gebracht hat. Millionen Menschen mussten fliehen und wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt, Teile der Ukraine liegen in Trümmer. Der Westen unterstützt das Land in seinem Kampf militärisch und politisch gegen den Aggressor Russland, seit Juni 2024 laufen die Beitrittsverhandlungen mit der EU. Seit kurzem hat die Ukraine ihre Verteidigungsstrategie geändert und führt eine Gegenoffensive in Westrussland durch.
Wie könnte der Krieg in der Ukraine beendet werden, und welche Rolle spielt die Diplomatie dabei? Welchen Ruf hat das neutrale Österreich in der Ukraine? Und was sind die Aufgaben eines Botschafters in einem Land, das sich im Krieg befindet?
Fragen, die der österreichische Botschafter in der Ukraine, Arad Benkö, im Gespräch mit Elisa Vass beantwortet.
Seit einigen Jahren steigen die Straftaten mit K.O.-Mitteln stark an. Meist männliche Täter mischen meist weiblichen Opfern unbemerkt Substanzen ins Getränk oder Essen, um sie so – je nach Mittel – bewusstlos, willenlos oder regungslos und damit wehrlos zu machen. Oft werden die Betroffenen in weiterer Folge ausgeraubt oder vergewaltigt. Und selbst, wenn nicht: Der Vorfall verfolgt sie ein Leben lang.
Die Dunkelziffer ist bei diesen Straftaten sehr hoch. Die Mittel lassen sich im Körper nur kurz nachweisen, durch starke körperliche Nebenwirkungen fühlen sich Betroffene nach dem Aufwachen oft gar nicht in der Lage, zur Polizei oder ins Spital zu gehen. Und schließlich plagt sie oft auch noch ein Schamgefühl, das sie daran hindert, überhaupt jemandem davon zu erzählen. Erinnerungen an die Stunden der Betäubung gibt es in der Regel keine, was die Sache nochmals erschwert.
Wie groß ist das Problem in Österreich? Warum ist die Aufklärung der Fälle so schwer? Und was kann man dagegen tun?
Nicht ganz so viele Einwohner:innen wie Österreich, und das auf dreimal so viel Fläche, die mexikanische Grenze im Süden, der Grand Canyon im Norden, Sommertemperaturen um die vierzig Grad; Arbeitskräftemangel, aber auch Sorgen wegen der illegalen Einwanderung: Das sind ein paar Schlagworte zu Arizona.
Der Staat im Südwesten der USA ist einer jener Swing States, in denen die Präsidentenwahl heuer entschieden werden wird.
Dabei hatten die Demokraten in Arizona jahrzehntelang keine Chance - doch 2020 holte Joe Biden dort mehr Stimmen als Donald Trump. Ob das heuer auch Kamala Harris gelingen kann, ist offen.
Am 10. Dezember 1938 verließ der erste sogenannte Kindertransport den Wiener Westbahnhof. Wenige Monate später – vermutlich am 22. August 1939 – fuhr der letzte Zug aus Wien ab. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 wurden so rund 15.000 jüdische Kinder und Jugendliche aus dem „Deutschen Reich“, also auch aus der „Ostmark“, in Zügen in Sicherheit gebracht.
Die meisten dieser Kinder wurden von Großbritannien aufgenommen, aber auch in die Niederlande und in die Schweiz, nach Schweden, Belgien, Frankreich und Dänemark gingen die Kindertransporte. In diesen Ländern wurden die Kinder in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht.
Mit den Transporten wurden Leben gerettet, doch für die Kinder bedeuteten sie eine Fahrt ins Ungewisse, und für viele Familien war es ein Abschied für immer. Betroffene „Kinder“ und ihre Nachkommen erzählen ihre bewegende Geschichte.
Das kleine zwischen Indonesien und Australien gelegene Timor-Leste, auch bekannt als Osttimor, erlangte erst vor 22 Jahren die Unabhängigkeit. Zuvor gab es in der ehemaligen portugiesischen Kolonie einen Bürgerkrieg und danach Jahrzehnte der blutigen Besatzung durch Indonesien. Heute ist das Land so frei wie kein anderes in Südostasien – wirtschaftlich muss es allerdings noch auf die Beine kommen.
Amtierender Präsident von Timor-Leste ist José Ramos-Horta. Mit seinen 74 Jahren gehört der Politiker jener Generation an, die Osttimor friedlich in die Unabhängigkeit geführt hat, er und Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo haben 1996 dafür den Friedensnobelpreis erhalten.
Ramos-Horta gilt als volksnah und charismatisch und wird von der Bevölkerung wie ein Superstar verehrt.
Die Menschen in Timor-Leste leben heute in Frieden. Doch wo steht das kleine Land mehr als 20 Jahre nach seiner Unabhängigkeit?
Von rund 20.000 Obdachlosen in Österreich ist rund ein Drittel weiblich.
Wohnungslosigkeit von Frauen ist oft „unsichtbar“, denn viele Frauen gehen aus Scham Kompromisse ein, um nicht auf der Straße zu landen: Einige putzen oder tauschen sexuelle Gefälligkeiten gegen ein Dach über dem Kopf, andere schlafen bei wechselnden Bekannten auf der Couch. Die Dunkelziffer ist hoch. Manche dieser Frauen sind nicht allein - sie sind obdach- oder wohnungslose Mütter, die mit ihren Kindern in belastenden Provisorien leben müssen. Die häufigsten Gründe für Wohnungsverlust sind psychische oder physische Gewalt, akuter Platzmangel, wenn vielköpfige Familien in viel zu kleinen Wohneinheiten zusammenleben, das Ignorieren von Ablaufdaten von befristeten Mietverträgen und Delogierung.
Allein die Caritas Österreich betreibt zwölf Mutter-Kind-Häuser mit Wohnplätzen für 168 Mütter und 242 Kinder.
Kuwait ist eines der reichsten Länder der Welt - und sieht doch nicht danach aus: In dem kleinen Ölstaat ist die Infrastruktur veraltet. "Die Demokratie ist schuld", bekommen Besucherinnen und Besucher öfters zu hören. Denn wegen der Demokratie gäbe es auch zu viel Bürokratie im Land, so die Behauptung. Und weil tatsächlich auch eine Menge Korruption im Land existiert,dauern viele Projekte sehr sehr lange.
Manche Bewohner schielen neidisch auf den Fortschritt in den anderen, autokratisch regierten Staaten am Golf. Nun könnte sich das Land ohnehin in diese Richtung entwickeln:
Im Dezember des Vorjahres ist der alte Emir von Kuwait gestorben - sein Nachfolger, ebenfalls schon über 80 Jahre alt, hat das Parlament aufgelöst und will die Verfassung ändern.
Taiwan ist ein Brennpunkt der Geopolitik. China erhebt Anspruch auf das demokratisch regierte Land, das aufgrund der Ein-China-Politik international zwar nicht anerkannt ist, aber dennoch viele mächtige Verbündete hat, allen voran die USA. Bei der Produktion der unverzichtbaren Halbleiterchips, speziell der hochmodernen, spielt Taiwan eine Schlüsselrolle. Dass dort Frieden herrscht, ist für die ganze Welt wichtig.
Die Volksrepublik China versucht mit allen Mitteln – mit Einschüchterung, Propaganda und Desinformation, Spionage, wirtschaftlichem Zwang und ständigen militärischen Drohgebärden -die Insel zu einer Eingliederung nach China zu bewegen. Bei den Wahlen im Jänner 2024 hat mit William Lai aber wieder ein chinakritischer Unabhängigkeitsbefürworter gewonnen, was Peking als Provokation empfindet - auf seine Angelobung Ende Mai wurde mit einem riesigen Militärmanöver rund um Taiwan reagiert. Taiwan wiederum möchte mit allen Mitteln seine Eigenständigkeit bewahren.
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