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Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine wollte man möglichst schnell aus dem russischen Gas aussteigen. Manche europäische Länder haben das auch geschafft. Doch Österreich hat im Dezember seinen Gasbedarf wieder zu 98 Prozent mit den Lieferungen aus Russland gedeckt. Energie- und Umweltministerin Leonore Gewessler von den Grünen will das so nicht hinnehmen und möchte einen Ausstieg aus den Lieferverträgen mit Russland bis 2028, nötigenfalls per Gesetzesbeschluss.
Doch das klingt einfacher als es ist. In der Öffentlichkeit sind die Einzelheiten des OMV-Vertrages mit Gazprom nach wie vor nicht bekannt, er wird jedenfalls als Knebelvertrag bezeichnet. Kann Österreich den Vertrag überhaupt kündigen? Und was würde ein Ausstieg für die Preise bedeuten?
Darüber diskutieren:
Johannes Benigni, Energieexperte
Carola Millgramm, Leiterin der Abteilung Gas bei der E-Control
Johannes Schmidt, Dozent am Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU
- Sendung vom 14.2.2024
Genau ein Jahr ist seit den verheerenden Erdbeben in der Südosttürkei und in Syrien vergangen. Am 6. Februar 2023 haben zwei Beben fast 60.000 Menschen getötet, hunderttausende Häuser zerstört oder schwer beschädigt, und alleine in der betroffenen Region in der Türkei haben rund dreieinhalb Millionen Menschen die Region zumindest vorübergehend verlassen müssen. Im gesamten betroffenen Gebiet wurden Zeltstädte errichtet, die jetzt immer mehr Containersiedlungen weichen. Der Abriss von Häusern und der Abtransport des Schutts sind immer noch nicht abgeschlossen und bringen Probleme mit sich. Der Wiederaufbau verläuft viel langsamer als von der Regierung versprochen. Die Bebenopfer leben zwischen Verzweiflung und Hoffnung. - Sendung vom 6.2.2024
In den meisten europäischen Ländern sinkt die Mordrate. Anders in Schweden. Dort explodieren Bomben, liefern sich Gangs Kämpfe in den Straßen vor allem südschwedischer Städte. Allein im September 2023 starben elf Menschen bei Schießereien. Darunter befand sich ein 13-Jähriger. Viele Täter sind ebenfalls fast noch Kinder.
Wie sind die erbitterten Bandenkriege zu erklären? Die einen beschuldigen Migranten und rufen nach Aufrüstung der Sicherheitskräfte. Die anderen machen den Staat verantwortlich. Die Gewalteskalation spaltet Schweden. - Sendung vom 30.1.2024
Was in der Bibel als Plage beschrieben wurde, ist in Uganda ein Segen: die gigantischen Heuschreckenschwärme, die jedes Jahr in Ostafrika gesichtet werden. Denn gerupft, in Zwiebeln und Tomatenmark frittiert, werden diese proteinreichen Insekten als salziger Snack vernascht. Doch dieses Jahr ist noch kein einziger Schwarm gesichtet worden. Wissenschafter erforschen, warum die Heuschrecken ausbleiben und schlagen Alarm. Der Klimawandel, Umweltzerstörung – all das sind Faktoren, die die Brutgebiete der Heuschrecken entlang des Nils oder der Ufer des Victoriasees in Ostafrika beeinträchtigen. Für viele Heuschreckenfarmer in Uganda ist das eine wirtschaftliche Katastrophe.
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