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In ganz Europa ändern sich die Parteiensysteme, stark spürbar ist das auch in Deutschland. Vor knapp zwei Monaten hat sich hier das Bündnis Sahra Wagenknecht - kurz BSW - gegründet. Es ist eine Abspaltung von der Partei „Die Linke“, die nun stark geschwächt ist. Sahra Wagenknecht steht ökonomisch und sozialpolitisch links, in Fragen der Migration oder Klimakrise vertritt sie allerdings konservative bis rechte Positionen und könnte somit auch andere Wählergruppen ansprechen als urbane und liberale.
Dass die politische Mitte immer mehr ausgedünnt wird und traditionelle Parteien auch in Deutschland an Attraktivität verlieren, liegt an einer allgemeinen Unzufriedenheit - verursacht durch düstere Wirtschaftsaussichten, Ampel-Streit, Ukraine-Krieg und Klimakrise.
Heuer stehen wichtige Wahlen auf EU-Ebene und in drei ostdeutschen Bundesländern an. Dort soll auch das BSW am meisten Stimmenpotential haben und zur größten politischen Konkurrentin der AfD werden. - Sendung vom 5.3.2024
Klartext-Diskussion zur Häufung von Morden an Frauen in Österreich.
In vielen Wirtschaftsbereichen stellt Bulgarien innerhalb der EU das Schlusslicht dar. Doch bei der Software-Entwicklung ist das südosteuropäische Land vorne mit dabei.
Und IT-Expertinnen und -experten wollen auch in Gesellschaft und Politik stärker mitmischen.
Als leuchtendes Beispiel gilt die ehemalige Tschechoslowakei bis heute – bei Separatisten aus aller Welt: So wie sie die Aufspaltung eines gemeinsamen Staatsgebildes in zwei unabhängige Länder geschafft hat, steht sie historisch weitgehend alleine da. Kein Krieg, kaum Streit, nicht einmal böses Blut, ganz im Gegenteil: Bis heute sind einander Tschechinnen, Tschechen und Slowaken, Slowakinnen freundschaftlich verbunden. Und auch wenn sie in der Politik gerade gegensätzliche Wege gehen, erlebt das Verbindende in beiden Ländern derzeit eine kleine Renaissance. Studierende dürfen ohne Einschränkungen im Nachbarland an die Universität, Fernsehsender machen gemeinsame Shows und in der Grenzregion sind allenfalls die unterschiedlichen Währungen eine kleine Barriere. Wie gelingt das eigentlich? - Sendung vom 21.2.2024
Rund sechs Millionen Menschen sind seit dem 24. Februar 2022 aus der Ukraine ins Ausland geflüchtet. In EU-Ländern sind mehr als vier Millionen solcher Flüchtlinge registriert, in Österreich sind es rund 70.000. Den Schutzstatus als Kriegsvertriebene haben sie bis zum März 2025; was danach passiert, ist noch unklar. Diese Ungewissheit ist einer der Gründe dafür, dass viele Ukrainerinnen und Ukrainer noch keine Arbeit gesucht oder gefunden haben, denn auch Arbeitgeber wollen oft nicht in Menschen investieren, die vielleicht gar nicht bleiben können.
Und die ukrainische Regierung möchte möglichst viele Landsleute zu einer Rückkehr bewegen, um Wirtschaft und Abwehrkampf am Laufen zu halten. Doch die meisten Flüchtlinge wollen - zumindest vorerst - in Österreich bleiben und ihren Kindern eine gute Ausbildung in einem sicheren Land ermöglichen.
Der plötzliche Tod des russischen Kreml-Gegners Alexej Nawalny hat internationales Entsetzen und öffentliche Anteilnahme ausgelöst. Was bedeutet Nawalnys Tod - einen Monat vor der russischen Präsidentschaftswahl - für die ohnehin dezimierte Opposition? Wird sich die Empörung des Westens in einer stärkeren Unterstützung der Ukraine niederschlagen?
Es diskutieren unter der Leitung von Paul Krisai:
Lisa Gaufmann, Politikwissenschafterin, Uni Groningen
Wolfgang Mueller, Professor für Russische Geschichte, Uni Wien
Niki Waltl, Kameramann des Oscar-prämierten Dok.filmes "Navalny"
Carola Schneider, ORF Moskau
Seit heuer müssen Frauen länger arbeiten. Galt bisher, dass Frauen mit 60 in Pension gingen – viele taten das schon früher - wird ihr Pensionsantrittsalter nun stufenweise bis 2033 an das der Männer angeglichen. Die ersten, die die Anhebung betrifft, sind Frauen, die im ersten Halbjahr 1964 geboren sind, sie müssen ein halbes Jahr länger arbeiten. Für Frauen, die im 2. Halbjahr 1964 geboren wurden, verlängert sich die Arbeitszeit um ein Jahr, usw. Für Frauen mit Geburtsdatum ab Juli 1968 gilt dann das Regelpensionsalter von 65 Jahren.
Zwar wurde die Umstellung bereits vor gut 30 Jahren beschlossen, dennoch sei der Arbeitsmarkt nicht gut auf ältere Arbeitnehmerinnen vorbereitet, finden einige. Was müssen also Betriebe tun, damit Frauen länger arbeiten können? Was bedeutet es für die Frauen selbst, länger zu arbeiten? Und ist mit der Anhebung des Frauenantrittsalters das Pensionssystem gerettet? - Sendung vom 15.2.2024
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