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Rund 80.000 Mahlzeiten nimmt ein Mensch in einer Industrienation durchschnittlich im Leben zu sich. Das tägliche Essen ist immer auch eine Entscheidung für eine Produktionsmethode. Und da gibt es viele Möglichkeiten: Es geht um "bio, saisonal und regional", um vegetarische oder vegane Ernährung, vor allem aber auch um die riesige Herausforderung, auf einer begrenzten Fläche genügend Nahrungsmittel für die steigende Weltbevölkerung herzustellen. Der Klimawandel bringt Extremwetterereignisse und sinkende Grundwasserspiegel, die Fleischproduktion verursacht einen großen Prozentsatz der Treibhausgase und beansprucht einen Löwenanteil der weltweiten Ackerflächen für sich. Durch industrialisierten Anbau verringert sich die Humusschicht. Und gewaltsame Auseinandersetzungen verschärfen zusätzlich die angespannte globale Versorgungssituation.
Darüberhinaus geht es längst um Nahrungs-Alternativen wie "Laborfleisch", Mikroalgen, Insekten. - Sendung vom 17.4.2024
Vor fast genau 30 Jahren, am 20. April 1994, begann in Graz ein aufsehenerregender Prozess: Der mutmaßliche Serienfrauenmörder Jack Unterweger stand vor Gericht. Ende Juni wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt - wenige Stunden danach nahm er sich das Leben. Die Mordserie, die spektakuläre Flucht des Verdächtigen in die USA und sein Auftreten in der Öffentlichkeit hatten monatelang die Schlagzeilen beherrscht. Hören Sie einen Rückblick auf diesen Jahrhundertprozess von Astrid Plank. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 16. April 2024 gesendet.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hielt die Welt den Atem an: Erstmals in der Geschichte hat der Iran seinen Erzfeind Israel direkt angegriffen, 300 Geschosse wurden auf Israel abgefeuert. Der Angriff war ein Vergeltungsschlag für den Israel zugeschriebenen Angriff auf ein iranisches Botschaftsgebäude in Damaskus Anfang April, bei dem 7 Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden getötet worden waren.
Nahezu alle der iranischen Drohnen und Raketen wurden von Israel und seinen Verbündeten abgefangen, der Iran hat den Angriff für beendet erklärt. Doch vorbei ist die Konfrontation damit noch nicht: Israel hat wiederum Vergeltung angekündigt, noch ist unklar, wann und wie groß der Schlag sein wird.
Wie groß ist die Gefahr eines Flächenbrands? Und was würde ein Krieg bedeuten?
Darüber diskutieren:
Tim Cupal, ORF-Korrespondent in Israel
Gudrun Harrer, Nahostexpertin, Journalistin beim „Standard“
Albin Rentenberger, Militärexperte, österreichisches Bundesheer
Buschfleisch, also das Fleisch von Wildtieren wie Affen, Stachelschweinen oder Schuppentieren, ist in zahlreichen Regionen Afrikas eine wichtige Nahrungsquelle und gilt vielen als Delikatesse. Jedes Jahr gelangen hunderte Tonnen dieses Wildfleisches - oft illegal - vom afrikanischen Kontinent in die EU: im Reisegepäck von Flugpassagieren, aber auch per Post und Luftfracht. Um die Handelswege nachzuzeichnen, muss man verstehen, welche Rolle das so genannte „Bushmeat“ für die Kultur und die Identität vieler Menschen spielt, aber auch, welche Folgen der Handel für die globale Gesundheit und den Artenschutz haben kann.
Eine Reportage aus der Demokratischen Republik Kongo, Belgien und Frankreich, die vom Journalismusfonds der EU unterstützt wurde.
Ein Spionagefall erschüttert Österreich. Vor eineinhalb Wochen ist der ehemalige BVT-Mitarbeiter Egisto Ott in seinem Haus in Kärnten verhaftet worden. Ihm wird Amtsmissbrauch und Spionage zum Nachteil Österreichs vorgeworfen.
Fast alle Spuren führen zum ehemaligen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek, der für Russland ein Spionagenetz über Westeuropa ausgeworfen haben soll. Österreich scheint darin ebenso verstrickt wie Deutschland, das selbst gerade Skandale in seinem Nachrichtendienst aufzuarbeiten hat.
Wie groß ist der erneute Vertrauensverlust Österreichs bei den „befreundeten“ Nachrichtendiensten? Inwieweit sind österreichische Politiker in diese Affäre verwickelt? Und lässt sich die russische Spionage- und Desinformationswalze in Westeuropa überhaupt noch stoppen? Darüber diskutieren:
Helmut Müller-Enbergs, Historiker und ehem. Leiter der Spionageabwehr im Verfassungsschutz Berlin
Peter Filzmaier, Politikwissenschafter
Ulla Kramar-Schmid, Journalistin, ORF
Der Segen von Kunststoffverpackungen - sie sind billig und vielseitig einsetzbar - ist längst zum Fluch geworden. Flüsse, Meeresstrände, die Ozeane sind mit Plastik vermüllt.
Die EU möchte dieser Vermüllung und auch Verschwendung von Rohstoffen einen Riegel vorschieben. Die Sammel- und Recyclingquote muss steigen.
In Österreich wird Plastik schon jetzt eifrig gesammelt. Das fleißige Zusammenpacken allein ist allerdings noch nicht das Gelbe vom Ei - die Kunststoffe sollen in weiterer Folge auch recyclet, also nicht nur als Brennstoff endverwertet werden. Und das ist nicht so leicht.
Anfang April 1994 begann in dem kleinen ostafrikanischen Land Ruanda der Völkermord. Angehörige der Hutu-Mehrheit töteten in nur hundert Tagen über eine Million Menschen, die meisten von ihnen gehörten der Tutsi-Volksgruppe an. Es ist das grausamste Menschenrechtsverbrechen der jüngeren Geschichte.
Drei Jahrzehnte später ist Ruanda ein aufsteigendes Land. Vor allem die Hauptstadt Kigali, die einst komplett zerstört war, ist heute eine boomende Metropole mit modernen Bürogebäuden und großen Konferenzzentren. Tourist:innen kommen nach Ruanda, um Safaris zu unternehmen und die seltenen Berggorillas zu sehen.
Doch noch immer spielt in der ruandischen Gesellschaft der Genozid eine große Rolle. Viele wissen bis heute nicht, wo ihre Verwandten umgekommen sind und verscharrt wurden. Viele Mörder sind auch heute noch auf freiem Fuß, verstecken sich in den Nachbarländern und destabilisieren damit die gesamte Region. Und auch heute noch werden in Ruanda immer wieder neue Massengräber entdec
Am 6. April 1944 wurden 44 Kinder und sieben Erwachsene im Kinderheim in Izieu bei Lyon festgenommen, deportiert und schließlich in Auschwitz ermordet. Auch sieben Kinder aus Österreich waren darunter, sie waren mit ihren Familien nach dem "Anschluss" im März 1938 nach Frankreich geflüchtet. Vor ihrer Deportation verbrachten die jüdischen Kinder, deren Eltern bald in Lagern eingesperrt oder umgebracht worden waren, einige Monate in dem idyllisch gelegenen Kinderheim, bis der „Schlächter von Lyon“, Gestapo-Chef Klaus Barbie, die Kinder und Betreuer:innen nur wenige Monate vor der Kapitulation der deutschen Truppen in Frankreich in einer brutalen Razzia abholen ließ. Die Kinder von Izieu haben im kollektiven Gedächtnis in Frankreich einen wichtigen Platz eingenommen. In Österreich ist das Schicksal der sieben Kinder aus Wien weitgehend unbekannt. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 3. April 2024 gesendet.
In Deutschland ist der Konsum von Marihuana und Haschisch ab dem 1. April erlaubt. Die Ampelregierung hat ihr Gesetz zur teilweisen Legalisierung von Cannabis gegen alle Widerstände durchgesetzt. Was in der politischen Diskussion rund ums Kiffen untergeht: Hanf oder Cannabis sativa ist weit mehr als nur ein Rauschmittel. Die Kulturpflanze begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden zu ganz unterschiedlichen Zwecken – und macht das auch heute. Cannabis-Arzneien aus den Blüten lindern Schmerzen. Aus Hanfsamen wird Proteinpulver für vegane Nahrungsmittel gewonnen. Die Fasern eignen sich als Rohstoff für das klimaschonende Bauen, für schadstoffarme Textilien und Formpressteile in der Autoindustrie. Einige Wissenschafter:innen trauen dem Hanf gar eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Artensterben und Erderwärmung zu. Sie hoffen auf eine Zeitenwende für den vielseitigen Rohstoff.
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