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Von rund 20 000 Obdachlosen in Österreich ist rund ein Drittel weiblich.
Wohnungslosigkeit von Frauen ist oft „unsichtbar“, denn viele Frauen gehen aus Scham Kompromisse ein, um nicht auf der Straße zu landen: Einige putzen oder tauschen sexuelle Gefälligkeiten gegen ein Dach über dem Kopf, andere schlafen bei wechselnden Bekannten auf der Couch. Die Dunkelziffer ist hoch. Manche dieser Frauen sind nicht allein - sie sind obdach- oder wohnungslose Mütter, die mit ihren Kindern in belastenden Provisorien leben müssen. Die häufigsten Gründe für Wohnungsverlust sind psychische oder physische Gewalt, akuter Platzmangel, wenn vielköpfige Familien in viel zu kleinen Wohneinheiten zusammenleben, das Ignorieren von Ablaufdaten von befristeten Mietverträgen und Delogierung.
Allein die Caritas Österreich betreibt zwölf Mutter-Kind-Häuser mit Wohnplätzen für 168 Mütter und 242 Kinder.
Russland versucht immer wieder, in Wahlkämpfe im Ausland einzugreifen und das Wahlverhalten dort zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Das weiß man spätestens seit der US-Präsidentenwahl 2016, als Moskau versuchte, die später unterlegene demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verhindern; und zwar unter anderem durch Desinformationskampagnen, die längst als Mittel der hybriden Kriegsführung gelten. Auf Social Media werden Fake News und Halbwahrheiten gestreut, sie fördern Zweifel und Polarisierung. Politische Parteien, oft am rechten Rand des Spektrums, haben diese Taktik längst übernommen.
Ein Ziel Moskaus ist es auch, die EU zu spalten und den Rückhalt für die Ukraine zu schwächen. KI-generierte Deepfakes sehen immer echter aus und können zu weiterer Verunsicherung führen. Wie funktionieren russische Desinformationskampagnen, wie gefährlich ist das alles und ist auch Österreich vor der EU- und der Nationalratswahl eine Zielscheibe von Propaganda und Fake News?
Man will es sich gar nicht vorstellen: eine Krankheit zu haben, die einen ins Bett zwingt und im schlimmsten Fall jede Bewegung so gut wie unmöglich macht; Berührungen schmerzhaft, Töne und Licht unerträglich erscheinen lässt, meist ohne viel Aussicht auf Besserung. ME/CFS heißt die tückische Erkrankung, die zwar schon lang bekannt, aber wenig beachtet ist; nach der Covid-Pandemie wurde sie etwas bekannter, denn auch das Post-Covid-Syndrom kann in ME/CFS münden.
Die oft jungen Erkrankten sind sehr erschöpft, manche können noch ein bisschen arbeiten, andere nicht, an Sport ist nicht zu denken, Überanstrengung macht das Ganze nur schlimmer.
ME/CFS ist keine psychische oder psychosomatische, sondern eine neurologische Erkrankung, doch es wird noch viel zu wenig daran geforscht. Ihre Opfer sind oft auf sich allein gestellt. Es gibt keine Spezialambulanz, kein Kompetenzzentrum für die Krankheit.
Der Schweizer Ort war im 19. Jahrhundert ein berühmter Luftkurort für reiche Lungenkranke; heute beherbergt er regelmäßig das Weltwirtschaftsforum und damit die Reichen und Mächtigen des 21. Jahrhunderts. In der NS-Zeit war Davos eine Schweizer Nazi-Hochburg. Porträt eines besonderen Ortes. Diese Dokumention wurde in Ö1 am 6. Mai 2024 gesendet.
Am 30. April ist Internationaler Tag des Jazz. Er soll laut UNO an die künstlerische Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine weltweiten Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung erinnern.
Für uns ist das ein Anlass zu fragen: Wo sind die Frauen im Jazz? Berühmte Sängerinnen gibt es viele – man denke etwa an Ella Fitzgerald, Billy Holiday, Nina Simone oder Sarah Vaughan. Sonst aber ist der Jazz zu Mitspielerinnen und Komponistinnen noch weniger gastfreundlich als andere Genres der Musik. Der Kanon, die Standards, sind weitgehend männlich, der weibliche Beitrag wird in der Geschichte meist übergangen.
Eine ernüchternde Standortbestimmung und ein hoffungsvoller Ausblick mit Best Practice - Beispielen von neuen Liederalben, neuen Netzwerken und Role Models.
Der Familiennachzug bringt die Schulen an ihre Grenzen, besonders in Wien. Viele anerkannte Flüchtlinge holen aktuell ihre Familien nach Österreich nach. Allein in Wien kommen jeden Monat rund 350 schulpflichtige Kinder an. Sie sprechen nicht Deutsch, einige sind nicht alphabetisiert, und sie sind häufig durch Kriegserlebnisse oder lange Aufenthalte in Flüchtlingslagern traumatisiert.
Die Situation stellt Schulleiter:innen und Lehrer:innen vor große Herausforderungen. Es fehlen Personal, Zeit und Platz, Containerklassen müssen aufgestellt werden.
Die politische Debatte dreht sich derzeit darum, wie man die Verteilung von Asylberechtigten besser regeln könnte. In den Wiener Schulen sind allerdings rasche Lösungen zur Entlastung gefragt.
Darüber diskutieren:
Heinrich Himmer, Bildungsdirektor für Wien
Regina Lottes, Direktorin Mittelschule Rzehakgasse in Wien-Simmering
Philippa Wotke, Caritas Wien
Plastikmüll und Mikroplastik finden sich mittlerweile auf der ganzen Welt – von der Arktis bis zur Antarktis, auf Gletschern und in tiefen Gewässern. Davon ist auch der Victoriasee in Afrika betroffen. Dieses riesige Binnengewässer wird mehr und mehr zur Kloake und zur Müllabladestätte. Ungeklärte Abwässer aus der ugandischen Hauptstadt Kampala und anderen Siedlungen rund um seine Ufer fließen ins Wasser; und der meiste Müll landet ebenfalls dort - weil die Menschen ihn direkt am Wasser wegwerfen oder weil er aus überlasteten Kanälen hingeschwemmt wird.
Dabei sind Millionen Menschen vom Trinkwasser aus dem See und von den Fischbeständen in ihm abhängig. Durch die Plastikvermüllung sterben aber auch viele Fische oder sind ungenießbar, weil sie die Abfälle mit Futter verwechseln.
Einzelne Aktivisten versuchen, die Bevölkerung aufzuklären und zu einem anderen Umgang mit ihren Abfällen zu bewegen.
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