
Sign up to save your podcasts
Or


Seit 50 Jahren setzt sich die Medien-Archive Austria (MAA) für die Bewahrung des audiovisuellen Kulturerbes Österreichs ein. Das Jubiläum ist Anlass für ein Radiokolleg über den Wandel unseres Umgangs mit Erinnerung - von einer Zeit, in der das Verschwinden von Bildern und Tönen die größte Sorge war, bis zu einer Gegenwart, in der das Löschen von Daten oft aufwendiger geworden ist als ihre Speicherung. Welche Aufgaben werden Archive künftig übernehmen - zwischen Bewahren, verantwortungsvollem Auswählen und vielleicht sogar bewusstem Vergessen?
Gestaltung: Jakob Steiner, Kathrin Schedler. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 27. 10. 2026.
Archive bewahren Vergangenheit - doch erst ihre Zugänglichkeit macht Geschichte erzählbar. Der zweite Teil fragt danach, wer über Erinnerung verfügen darf. Zwischen Informationsfreiheit, Datenschutz, Schutzfristen und technischem Fortschritt bewegen sich Archive in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen. Wer entscheidet darüber, wann historische Dokumente zugänglich werden? Welche Rolle spielen Archive dabei, Erinnerung nicht nur zu bewahren, sondern auch zu vermitteln? Und wie verändern Digitalisierung und neue Technologien den Umgang mit unserem audiovisuellen Erbe? Ausgehend von der Arbeit der Medien-Archive Austria geht das Radiokolleg diesen Fragen nach und beleuchtet die vielfältigen Herausforderungen, die mit dem Zugang zu Geschichte verbunden sind.
Gestaltung: Jakob Steiner, Kathrin Schedler. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 28. 10. 2026.
Früher lautete die Frage: Wie retten wir genug? Heute stellt sich eine andere: Wie gehen wir mit einer Welt um, in der scheinbar nichts mehr verloren geht? Digitale Nachlässe, soziale Netzwerke, Künstliche Intelligenz und allgegenwärtige Datenspeicherung verändern unser Verhältnis zur Vergangenheit grundlegend. Erinnerungen entstehen längst nicht mehr nur in Archiven, sondern auf Plattformen, Servern und in privaten Clouds. Gleichzeitig wächst der Wunsch, Spuren auch wieder verschwinden zu lassen.
Gestaltung: Jakob Steiner, Kathrin Schedler. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 27. 10. 2026.
Memes, Reels, kurze Videos: Witze gehören zum Alltag in sozialen Medien. Mitunter helfen sie dabei, Krisen zu bewältigen und beeinflussen politische Debatten. Wie verändern Instagram, TikTok & Co. unser Lachen? Und was unterscheidet den digitalen Humor von früheren Formen - vom mittelalterlichen Hofnarren bis zur klassischen Satire?
Folge 1: Neue Bühne für Comedy und Kabarett.
Gestaltung: Magdalena Burghart. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 19. 10. 2026.
Memes und Reels - neue Regeln des Humors?
Ein Meme wird in der Familiengruppe weitergeschickt. Ein Reel landet im Freundeskreis. Ein kurzer Clip wird tausendfach nachgespielt oder mit neuen Pointen versehen. Memes, Reels, GIFs oder satirische Kurzvideos kommentieren Nachrichten, Alltagssituationen oder popkulturelle Ereignisse - oft nahezu in Echtzeit. Sie werden aufgegriffen, verändert, weitererzählt.
Wie unterscheidet sich dieser Humor vom gemeinsamen Lachen im Kabarett, im Freundeskreis oder vor dem Fernseher? Verändert es unseren Humor, wenn Witze nicht mehr nur erzählt beziehungsweise konsumiert, sondern geteilt, weiterentwickelt und von Millionen Menschen mitgestaltet werden können?
Gestaltung: Magdalena Burghart. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 20. 10. 2026.
Comic Relief - Wie Humor in Krisen hilft.
"Kaum etwas im menschlichen Dasein befähigt den Menschen so sehr, Distanz zu gewinnen wie der Humor", schrieb der Psychiater Viktor Frankl nach seinen Erfahrungen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Bis heute gilt Humor als eine Möglichkeit, belastenden Situationen für einen Moment mit Abstand zu begegnen. Gerade in Krisenzeiten wird das sichtbar. Während der COVID-19-Pandemie verbreiteten sich Memes über Hamsterkäufe, Videokonferenzen oder Lockdowns innerhalb kürzester Zeit millionenfach. Aus alltäglichen Sorgen wurden gemeinsame Witze. Unterscheidet sich diese Form des "Comic Reliefs" in sozialen Medien von jener, die es schon lange vor dem Internet gab?
Gestaltung: Magdalena Burghart. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 21. 10. 2026.
Die Macht der Memes.
Memes vereinfachen komplexe politische Themen, sprechen Emotionen an und transportieren Botschaften oft beiläufig - über Humor. Parteien, Aktivist:innen und politische Bewegungen nutzen sie, um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder Narrative zu verbreiten. Der Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich prägte den Begriff "Memokratie" für eine Politik, in der Memes der Feindbildproduktion dienen und demokratische Debatten polarisieren können. Als Beispiel nannte er den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016.
Gestaltung: Magdalena Burghart. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 10. 2026.
Vier Frauen, vier Generationen und fast hundert Jahre ungarischer und europäischer Geschichte. Von Siebenbürgen im heutigen Rumänien über das kommunistische Budapest und den Eisernen Vorhang bis zum politischen Umbruch in Ungarn 2026.
Für die vierteilige Serie "Ungarn - Eine Spurensuche" folgt die Journalistin Mari Lang den Spuren ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter. Sie erzählt vom Gehen und Bleiben, vom Auswandern und Zurückkehren. Und davon, wie große politische Umbrüche das Leben einzelner Menschen prägen. Eine sehr persönliche Reise durch ein Land zwischen Aufbruch und Beharrung, nationaler Identität und europäischer Zugehörigkeit. Und auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was Heimat eigentlich ausmacht.
Folge 1: Vom Gehen.
Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 19.10. 2026.
Vom Bleiben.
Was bringt Menschen dazu, in ihrer Heimat zu bleiben? Selbst dann, wenn die politischen Verhältnisse schwierig sind? Und wie weit sind sie bereit, sich dafür anzupassen?
Zwei Frauen, zwei Generationen und zwei sehr unterschiedliche Antworten auf die Frage, was es bedeutet, in seiner Heimat zu bleiben. Die eine richtet sich ein. Die andere mischt sich ein. Beide wollen sich das Leben, das sie sich aufgebaut haben, nicht nehmen lassen.
Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 20.10. 2026.
Vom Auswandern.
Wie viel von uns selbst steckt in unserer Muttersprache? Und was passiert, wenn wir sie plötzlich kaum noch sprechen können? Wer in ein anderes Land auswandert, lässt nicht nur Menschen und Orte zurück. Sondern oft auch ein Stück der eigenen Identität.
Eine persönliche Geschichte über das Auswandern und Ankommen, über Sprache als Stück Heimat und darüber, wie man sich durch sie manchmal auch einen Menschen ganz neu erschließen kann.
Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 21.10. 2026.
From the publisher's feed

182 Listeners

6 Listeners

23 Listeners

44 Listeners

42 Listeners

1 Listeners

9 Listeners

1 Listeners

2 Listeners

33 Listeners

55 Listeners

15 Listeners

7 Listeners

0 Listeners

42 Listeners

11 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

18 Listeners

4 Listeners

5 Listeners

3 Listeners

8 Listeners

1 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

0 Listeners